In meiner Wunschwelt würde Keita sein Verhalten aufrichtig bereuen, proaktiv um Entschuldigung bei Trainerteam, Verein, Mannschaft und Fans bitten und sein Verhalten begründen, um nach einer Geldstrafe eine letzte Chance zu bekommen. Das, was ich von ihm in den wenigen Minuten in Köln und vor allem nach seiner Einwechslung in Darmstadt gesehen hatte, hatte mich damals ziemlich hoffnungsvoll gestimmt, dass er uns noch richtig helfen könnte. Und während dann die Spiele gegen Hoffenheim und die Einwechslung gegen Wolfsburg leider wirklich schwach waren, fand ich seinen Einsatz im Testspiel und auch Teile seiner Auftritte beim Afrika-Cup nicht so schlecht, wenn man ihm auch dort die noch immer fehlende Dynamik anmerkte.
Grundsätzlich könnten wir ihn mMn aber dennoch zumindest als Option von der Bank gebrauchen und ich würde es schade finden, wenn das Kapitel jetzt so mit einer Vertragsauflösung und einer Entschädigung enden würde. Ich würde mich für ihn freuen, den Klub nicht mit so einem miesen Eindruck zu verlassen und für uns wäre eine Entschädigungszahlung auch sehr nervig. Sollten die Wogen geglättet werden, halte ich einen ablösefreien Wechsel in eine außereuropäische Liga, in der die Namen und Titelsammlungen neuer Spieler das wichtigste Kriterium für Neuzugänge ist, für durchaus denkbar.
Aber ob das möglich ist, die Zusammenarbeit zumindest bis zum Sommer fortzuführen, ist natürlich schwer zu sagen und dürfte auch von Keitas Reaktion auf die Situation, die Einsicht seines Fehlverhaltens und davon, ob die Stimmung in Verein und Team wirklich schon länger so verstimmt ist, wie es die Deichstube letztens andeutete, abhängen. Gerade nach Werners sehr sehr harten Worten zu Keita befürchte ich, dass es leider wenig Grundlage für die Fortführung der Zusammenarbeit gibt.