"4-5-1" nach der offenen Rechnung vom letzen Spiel in München eine gute taktische Wahl bei der Aufstellung heute:

Thomas,

für Deine Weisheit!:svw_applaus:

Und so war es schon einmal geschrieben worden,
vor dem Frankfurt-Spiel:
oder:
----------------------Wiese----------------------------------
----Fritz---------Mertesacker------Naldo---------Boenisch-----
---------------------Frings--------Niemeyer--------------------
------------Marin----------Borowski-----------Özil-------------
--------------------------Almeida-----------------------------
War das jetzt eine abgewandelte Form dessen?
Nein, entscheidend ist, wie das vorhandene Spielermaterial interpretiert und eingesetzt wird. Zumindest wurde einmal versucht, etwas mehr Kompaktheit zu gewinnen, was sich letztlich auszahlte. Obwohl nach wie vor diskutabel ist, ob die Wahl mit 5 offensiv orientierten Spielern Borowski -Özil - Marin - Hunt - Sanogo auf Dauer gutgehen wird. Was die Funktionalität der Doppelsechs anbelangt, glaube ich nicht, dass ein Spiel in München dafür der richtige Hinweis wäre. Denn gegen einen aktiveren Gegner, der das Spiel macht, gibt es für die Defensive permanent Druck, so kann die Kontration hochgehalten werden, die Abstimmung verbessert sich im Spielverlauf (das, was destruktive Gegner gegen Werder immer praktizieren), die Laufwege passen zunehmend besser.
Geht es allerdings gegen einen passiven Gegner, der nur hin und wieder Nadelstiche setzt, zeigt sich das schon eher. Da muss
das Umkehrspiel bei Ballverlust passen, auch wenn die Defensive mal 15 bis 20 Minuten nicht gefordert wurde. Dann zeigen sich Konzentrationsmängel, dann zeigen sich auch die Qualitäten hinsichtlich klugem taktischen Spiel im Raum und im Stellungsspiel. Deshalb denke ich, dass die Partie gegen Gladbach kommenden Sonntag wesentlich mehr Aufschluß geben wird. Zumal die gerade höchst effektiv gegen Hertha gewonnen haben - ausgerechet gegen jene Berliner, die ansonsten das Sinnbild für destruktiven, effektiven Fussball abgeben.
Die Auswechslung Almeida für Mesut war unverständlich! Almeida für Hunt hätte ich klüger gefunden.
Dass ich das noch erleben darf, Cem geht fremd. Sowohl im Allofs-Thread, wo es natürlich auch um Mesuts Vertragsverlängerung ging, als auch hier. Natürlich war eine Auswechslung von Mesut sinnvoll. Unser bester Mann - läuferisch stark, immer aktiv, mit spielgestaltenden Qualitäten, wie wir sie bei Diego (fast) nie gesehen haben. Er ist aber noch nicht voll im Saft, auch wegen des Rückstandes ob der U21-EM. Und vor allem,
wir brauchen ihn unbedingt, schon am Sonntag und den daruffolgenden Donnerstag wieder!
Dass so ein Wechsel aus Sicht von Cem Majestätsbeleidigung ist, kann ich nachvollziehen.
Das langweiligste und tempoloseste Spiel seit langem! Bitte nicht mehr so! Das war streckenweise mehr als müde. So spielt Cottbus und nicht Wir! Für was haben wir nen Özil, Marin und Hunt in der Startelf? Bestimmt nicht für sowas. Ich will sehen, dass sich die Spieler auspowern und nicht 90 Minuten nebenhertraben! Schließlich zahlen Wir dafür!
.....Wer das heute gut fand (vom Tempo und der Spielweise her), der hat für mich keinen Sinn für modernen Fußball.

Oft fordern wir effektiveren und ergebnisdienlicheren Fussball. Dann kommt Batigoal und redet dem Gegenteil das Wort. So eine Meinung ist mir unerklärlich!
Ist Dir eigentlich in den letzten Jahren aufgefallen, wie oft Werder sich
90 Minuten (sinnfrei) ausgepowert hat, um am Ende mit leeren Händen dazustehen? Und klar, wir zahlen dafür - deshalb hat Werder auch den Leuten ,,immer etwas angeboten"! Da möchte ich die Fans dann hören, die rumheulen, wenn dabei wieder Platz 10 rauskommt, dann Thomas Schaaf in Frage stellen, die Mannschaft als ,,unteres Mittelmaß" bezeichnen usw. Irgendnwann müssten auch die Letzten einmal begriffen haben, dass Werder Bremen keine Mannschaft auf die Beine stellen kann, die ,,den Leuten etwas anbietet" und zeitgleich Meister und UEFA-Cup-Sieger wird.
Was ist denn moderner Fussball? Viele vermeintlich absolut passive Mannschaften spielen doch in der Tat nichts anderes als eine defensiv betonte Variante modernen Fußballs- Eng stehen bei gegnerischem Ballbesitz und nach Balleroberung gegebene Räume nutzen, die selbst geschaffen wurden. Schalke hat auf diese Weise das CL-Viertelfinale erreicht. Wolfsburg holte so die Meisterschaft.
Und was spielte Werder allzu oft gegen solche Teams? Statt auf diese Spielweise mit eben der selben zu antworten (Scheinpassivität, geschicktes Verschieben und Locken des Gegners), um den engmaschigen Verbund des Kontrahenten auseinanderzuziehen und in Konzentrationslöcher zu zwingen, bot Werder meist nur eine verquere Form der Reaktion darauf nach dem Motto ,,alles und immer mehr nach vorne", so dass das Team noch offener und einladend für Konter stand und das Spiel an sich immer enger und unmöglicher wurde. Ein mit einer hohen Ballbesitz und Torschussquote engagiert vorgetragener Wahnsinn, der bei den Spielern zunehmend Verzweiflung auslöste und gegen Spielende in der Brechstange endete. Wer das als modernen Fussball ansieht, ist völlig falsch gewickelt.
Vor allem, wenn wir bedenken, dass Golfsburg mit dieser Art Fussball, vornehmlich ausgelegt auf lange Bälle und Konter, Meister wurde und letztlich nur noch vom tollen Offensiv-Fussball (der es nicht wirklich war) mit Misimovic, Grafite, Dzeko, die Rede ist, dann ist das ein deutlicher Beleg dafür.
Nein, nein, TS hat schon alles richtig gemacht. :svw_applaus: Weiter so! Offensivfussball kann später kommen, das ergibt sich schon von selbst.......