Klaus Filbry (Vorsitzender der Geschäftsführung)

Wie wäre es zum Beispiel damit, die Defizite zu beheben, die die Süddeutschen Zeitung am 30.11.22 zusammenfasste:
Die Liga habe "ehrlicherweise noch gar nicht richtig angefangen, unser Potenzial richtig auszuschöpfen", klagte kurz danach BVB-Boss und DFL-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Watzke im "Kicker".
Der kostspielige Problemfall beschäftigt die Liga schon länger. Die Einnahmen von rund 20 Millionen Euro in der Saison 2008/2009 wurden zwar im Laufe der Zeit gesteigert, blieben aber im Vergleich zu anderen Top-Ligen gering [...], wie Robert Klein als Geschäftsführer der DFL-Tochter Bundesliga International GmbH dem Fachmagazin "Sponsors" erklärte.
Der Versuch eines neuen Finanzierungsversuchs, noch von Hopfen-Vorgänger Christian Seifert vorbereitet, war bereits im Mai vergangenen Jahres gescheitert. Die DFL-Mitgliederversammlung lehnte es damals ab, laufende Gespräche über einen Investoren-Einstieg an der DFL-Tochter für die Auslandsvermarktung fortzusetzen.

Nun geht der seit 2018 für die Auslandsvermarktung zuständige Klein zum Endes des Jahres. Hopfens Versuch, einen Nachfolger einzustellen, scheiterte kürzlich. Die Liga-Manager im Aufsichtsrat der Bundesliga International lehnten nach dpa-Informationen den Hopfen-Kandidaten ab.
https://www.sueddeutsche.de/sport/f....urn-newsml-dpa-com-20090101-221130-99-721914

Aber dazu wird es wohl erst dann kommen, wenn die DFL das hier beherzigt:
Solange dieser Ligaverband nicht versteht, dass sie mit ihrem herkömmlichen Gebaren gleichbleibende Ergebnisse erzielen werden, keine Anstrengungen unternehmen, out of the box zu denken und dann auch so zu handeln, werden sie sich an sich selbst fürderhin berauschen.

Oder hast du eine bessere Idee? ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
1.Bundesliga wir wahrscheinlich die kommenden 15 Jahre durchgehend die Bayern als Meister erleben werden (ich meine auch diese Saison am Ende klar) und dadurch überhaupt keinen Spannungsbogen haben.

Ich hab vor ca. 7 oder 8 Jahren jemanden gesagt, das Bayern 10 Mal hintereinander Meister wird. Ich hab dann sogar gesagt, wenn wir nicht aufpassen dann wird es auch niemals mehr ein anderen Meister mehr geben. Der Zeit dieser Saison ist auch nicht mal klar das die Bayern diese Saison auch diese Saison Meister werden. Sehr Wahrscheinlich aber genau so Wahrscheinlich, das es auch Beispielsweise Dortmund wird. Jedenfalls steht schon mal fest das der Abstand zwischen Meister und Vize nicht besonders Groß sein wird. Der Meister wird Maximal 82 Punkte haben. Dazu müsste entweder Dortmund oder Bayern alle Spiele bis zum ende dieser Saison jedes Spiel gewinnen in der Liga.

Der Pokalsieger steht auch nicht unbedingt schon vor der Saison fest. Letzte Saison sind die Bayern auch schon Vorzeitig raus. Und das Dubbel haben die in den letzten 10 Jahren auch nicht immer gewonnen.

Aber Jahr, da es in Fern Ost kaum jemand interessieren wird, wie die Spiele im Mittelfeld der Tabelle laufen und das wäre dann ein Spiel zwischen Werder und Mainz. Und für die ist wahrscheinlich interessanter, wenn wir Play-Off spiele nach dem Vorbild der NFL bestreiten würde, wo es dann um die Wurst geht. Und dann Spiele nach dorthin verlegen würden. Aber wer würde das von uns hier in Deutschland das wirklich wollen um wegen eines Bundesligaspiel nach Fernost zu reisen um das Team anzufeuern.

Die Bundesliga zu vermarkten um mehr Einnahmen für alle zu gleichen Teilen zu garnieren, wäre ich dafür aber nur wenn die Mehreinahmen aus Fernost allen Bundesligisten zu gute kommen würden. Was aber keineswegs dazu führen dürfte das die Anstosszeiten angepasst werden. Es kann nicht sein das dann Spiele mitten in der Nacht Stattfinden würden. Oder einzelne Spiele dort dann Stattfinden würden. Das würde die Liga nicht überleben.
 
Gib mir ein GF-Gehalt und ich überlege mir etwas. Spaß beiseite.
Man bekommt keine 36 Unternehmen unter einen Hut. Ich weiß auch nicht, ob bei gravierenden Änderungen innerhalb der DFL zB Investoreneinstieg etc. die einfache Mehrheit genügt? Dadurch dass sie in der Vergangenheit ohnehin eine Unwucht mit den Werksclubs hatten, ist ein Misstrauen der nachgeordneten Clubs vorhanden. Werder mit Lemke hat sich immer gerne zum Sprachrohr gegen die Bayern u.a. emporgeschwungen. Gebracht hat es ihnen in Bezug auf Risikospiele oder jetzt Filbry nichts. Die Liga muss erst einen richtig schlechten Fernsehvertrag bekommen, bis sie verstehen, dass ihr Weg eine Sackgasse ist.
 
Gib mir ein GF-Gehalt und ich überlege mir etwas. Spaß beiseite.
Man bekommt keine 36 Unternehmen unter einen Hut. Ich weiß auch nicht, ob bei gravierenden Änderungen innerhalb der DFL zB Investoreneinstieg etc. die einfache Mehrheit genügt? Dadurch dass sie in der Vergangenheit ohnehin eine Unwucht mit den Werksclubs hatten, ist ein Misstrauen der nachgeordneten Clubs vorhanden. Werder mit Lemke hat sich immer gerne zum Sprachrohr gegen die Bayern u.a. emporgeschwungen. Gebracht hat es ihnen in Bezug auf Risikospiele oder jetzt Filbry nichts. Die Liga muss erst einen richtig schlechten Fernsehvertrag bekommen, bis sie verstehen, dass ihr Weg eine Sackgasse ist.

Die Frage war nicht an dich gerichtet ;)
 

Ich bin kein Finanzexperte, darum frage ich zb dich (aber ich sehe, du hast bedauerlicherweise auch keine Lösung ) ;) Ich habe aber ein wenig gegoogelt und eine Abschlussarbeit zum Thema Auslandsvermarktung gefunden:

Das wesentliche Manko in der Bundesliga sind, nach Ansicht des Verfassers, die minimalen nationalen TV-Erlöse, die deutlich geringer ausfallen als bei den anderen europäischen Top-Ligen. Langfristig gesehen werden sich die Erlöse in diesem Segment kaum steigern lassen, so lange es einen geringen Wettbewerb im Pay-TV und die hohen Free-TV-Berichterstattung in Deutschland gibt. Durch die begrenzten finanziellen Mittel ist es für die meisten Bundesligavereine schwierig, TopSpieler zu verpflichten oder zu halten. Dies wäre jedoch wichtig, um die Liga noch attraktiver für das Ausland zu machen. Eine steigerungsfähige Einnahmequelle ist das Ligaspon- soring der DFL. Hier könnten neben den Vertragsabschlüssen mit Krombacher und Adidas weitere Unternehmen als Namingright-Sponsor gewonnen werden.

Daran hat sich mMn. bis heute nur wenig geändert, nur Dazn ist neu dazu gekommen. Die Attraktivität einer Liga als Produkt ergibt sich aus sich selbst bzw ihrem Heimatmarkt heraus. Man kann diesen nicht künstlich pushen, wenn keine Zugpferde in der Liga sind.
 
Denke, das hohe Interesse an der PL liegt auch an der kolonialen Vergangenheit, da schaut man automatisch mehr nach England.
 
Nun liest man im Internet, dass man sich mit der DFL geeinigt habe und weniger Strafzahlungen vornimmt. Ursprünglich 2,5 Mio€ sollen jetzt weniger sein und man hat keine juristische Auseinandersetzung mehr.
Am Ende wird es ein Millionenbetrag sein, den man an die DFL zahlt, der fehlen wird. War die Sache vor Gericht wirklich so aussichtslos, dass man nun froh ist, weniger zu bezahlen? Wenn man mal verfolgt, wie viele Clubs hohe Verbindlichkeiten aufweisen und eben nicht sanktioniert werden, wundere ich mich schon über diesen Kompromiss, wobei der Sachstand bei Werder sich an der negativen Bilanz Jahresbilanz versus Saisonbilanz entzündet hat.
Es würde mich mal die Begründung für diesen Rückzug inhaltlich interessieren. Aus Sicht der DFL: warum verhängt man nicht drakonischere Strafzahlungen im zweistelligen Millionenbereich, um evtl. Insolvenzen Vorschub zu leisten? Sie wollen doch sowieso die Ligen verkleinern. Warum lassen die sich denn darauf ein? Die Mehrheit der DFL hat doch gegen den Antrag des SVW gegen ein solches Verfahren nicht opponiert. Einfacher hätten sie es nicht haben können.
 

Unter 1mio, laut DS.

warum verhängt man nicht drakonischere Strafzahlungen im zweistelligen Millionenbereich

The Show must go on. Die Vereine sind die DFL und die DFL sind die Vereine. So erspart man sich eine Schlammschlacht mit ungewissem Ausgang vor Gericht (was vermutlich beide Seiten mehr kostet als der jetzige Kompromiss) und am Ende macht Werder bilanziell sogar Gewinn, weil 2.5mio € ja als Rückstellung bereits eingeplant waren. So wird daraus jetzt, ein Bilanzexperte korrigiere mich, vermutlich ein außerordentlicher Ertrag von 1.5mio (+x) der positiv in die Bilanz eingeht.
 

Ob es nun < 1 Mio sind, wissen wir alle nicht. Normalerweise würde ich 50% vermuten???? Mein Problem ist dieses ganze Verfahren, weil ich zu viele Vereine sehe, die unsanktioniert munter weiter arbeiten. Hier hing es ja an der Frist.
Mein Lieblingsbeispiel ist dabei die Hertha. Die haben gerade mal eben 99 Millionen Minus in ihrer JHV ausgewiesen. Die Windhorstmillionen mit 374 Mio Nennwert sind durch den Schornstein gegangen. 777 hat übernommen und man spielt locker in der 2.Liga. Da fehlt mir jedwede Form des Verständnis. Wo ist dort die Transparenz?
 
Ob es nun < 1 Mio sind, wissen wir alle nicht. Normalerweise würde ich 50% vermuten???? Mein Problem ist dieses ganze Verfahren, weil ich zu viele Vereine sehe, die unsanktioniert munter weiter arbeiten. Hier hing es ja an der Frist.
Mein Lieblingsbeispiel ist dabei die Hertha. Die haben gerade mal eben 99 Millionen Minus in ihrer JHV ausgewiesen. Die Windhorstmillionen mit 374 Mio Nennwert sind durch den Schornstein gegangen. 777 hat übernommen und man spielt locker in der 2.Liga. Da fehlt mir jedwede Form des Verständnis. Wo ist dort die Transparenz?
Vielleicht beantwortet nachstehendes deine Fragen zumindest teilweise:
[...]Einen Großteil der Summe will Hertha mit der Verschiebung der eigentlich im November fälligen Rückzahlung der Anleihe über 40 Millionen Euro erreichen. [...] Es wird davon ausgegangen, dass die Berliner der DFL für die Summe der Anleihe vorab eine weitere Sicherheit - etwa in Form einer Bankbürgschaft von Investor 777 Partners - vorweisen mussten.[...] Nur knapp vier Jahre nach dem Einstieg von Investor Lars Windhorst, der insgesamt mehr als 370 Millionen Euro in den Klub steckte, hatte der Verein zudem erheblich kämpfen müssen, um der DFL seine wirtschaftliche Handlungsfähigkeit nachzuweisen. Inzwischen hat 777 Partners die Anteile von Windhorst übernommen und zahlt Hertha BSC für weitere Anteile insgesamt 100 Millionen Euro. Trotzdem blieb und bleibt die finanzielle Situation prekär. So betont auch Herthas Geschäftsführer, dass "der Prozess der wirtschaftlichen Konsolidierung" des Klubs "weiterhin in vollem Gange" sei.
https://www.sportschau.de/regional/rbb/rbb-hertha-bsc-bekommt-lizenz-fuer-die-2-bundesliga-102.html
 
Vielleicht beantwortet nachstehendes deine Fragen zumindest teilweise:
Nicht mal ansatzweise! Bei Werder waren es wohl zum Stichtag ca 12,8 Mio Minus (???), was mit 2,5 Mio€ Strafe sanktioniert wurde. Bei der Hertha mehr als - 400 Mio und Lizenz lediglich mit Auflagen ohne Strafzahlung. Wo ist hier die Verhältnismäßigkeit? Nürnberg hatte zeitgleich mit uns bei wohl - 2 Mio eine Strafe von 0,5 Mio?
Das springt doch förmlich ins Auge!
 
Nicht mal ansatzweise! Bei Werder waren es wohl zum Stichtag ca 12,8 Mio Minus (???), was mit 2,5 Mio€ Strafe sanktioniert wurde. Bei der Hertha mehr als - 400 Mio und Lizenz lediglich mit Auflagen ohne Strafzahlung. Wo ist hier die Verhältnismäßigkeit? Nürnberg hatte zeitgleich mit uns bei wohl - 2 Mio eine Strafe von 0,5 Mio?
Das springt doch förmlich ins Auge!

Das ist eine Reaktion auf europäische Richtlinien.

"Der Lizenzbewerber muss in seinem Jahresabschluss bzw. Zwischenabschluss eine Nettoeigenkapitalposition ausweisen, die: a. positiv ist; oder b. sich seit dem letzten 31. Dezember um mindestens 10 Prozent verbessert hat." Wer dem nicht nachkommt, wird nicht mehr zur Champions League, Europa League oder Conference League zugelassen."
Schalke zb musste also sein EK um fast 10mio verbessern um einer Strafe zu entgehen. Hertha hatte zum Stichtag ein positives EK, auch wenn es von 2021 auf 2022 laut statista um ca. 80mio € gesunken ist.
 
Weniger als 1 Mio. € bei ursprünglich 2,5 Mio. € Forderung klingt nach einem kleinen Erfolg für Werder. Dem zugrunde liegt ja eine summarische Prüfung, wie die Sache ausgegangen wäre, wenn man es durchgefochten hätte. Da kann man schon mal festhalten, dass Werders Argument, dass die Berechnungsmethode zu formalistisch war, Substanz hatte.
Außerdem ist es gut, dass man das aus dem Kopf hat. Da war zu viel die letzten Jahre, Polizeikosten, Nachwuchszentrum z.B.
 
Schalke zb musste also sein EK um fast 10mio verbessern um einer Strafe zu entgehen. Hertha hatte zum Stichtag ein positives EK, auch wenn es von 2021 auf 2022 laut statista um ca. 80mio € gesunken ist.
Diese o.g. Richtlinie hatte ich auch schon mal gelesen. Nur sind mit Werder und Nürnberg zwei Vereine betroffen, die nicht international spielen. Augenscheinlich hat die DFL dies für sich für die Teilnahme am nationalen Wettbewerb ausgelegt? Warum rudert denn die DFL nun bei den Strafzahlungen zurück? Werder hatte ja innerhalb der DFL ein Votum eingefordert und ist gescheitert, so dass letztendlich wohl der Vorstand der DFL alleine entlang der europäischen Richtlinien entschieden hat?! Zumindest ist das so interpretierbar.
Hertha ist nicht ein Opfer von Investoren sondern von ihrer eigenen Inkompetenz. Sie haben > 400 Mio entlang der 50+1 Regel in den Sand gesetzt.
Da ist noch die Auflösung der Anleihe im Hintergrund und sie weisen ein negatives Ergebnis von fast - 100 Mill aus. Wie sie in der 2.Liga den großen Turnaround schaffen, die Verbindlichkeiten abbauen und sportlich erfolgreich sein wollen, ist mir nicht klar. Muss es auch nicht. Aber sie haben weiterhin die Lizenz.
Mir ist dieses ganze Lizensierungsverfahren, Strafzahlungen in wechselnden Höhen usw. nicht nachvollziehbar und hinterlässt zumindest bei mir ein großes ? über dem Kopf. Ich glaube nicht, dass ich damit alleine bin!
 
Nicht mal ansatzweise! Bei Werder waren es wohl zum Stichtag ca 12,8 Mio Minus (???), was mit 2,5 Mio€ Strafe sanktioniert wurde. Bei der Hertha mehr als - 400 Mio und Lizenz lediglich mit Auflagen ohne Strafzahlung. Wo ist hier die Verhältnismäßigkeit? Nürnberg hatte zeitgleich mit uns bei wohl - 2 Mio eine Strafe von 0,5 Mio?
Das springt doch förmlich ins Auge!
Du bringst hier mMn ein paar Dinge durcheinander:

Wenn du in Bezug auf die Hertha von 400 Mio. € schreibst, dann gehe ich aufgrund der fehlenden näheren Erläuterung davon aus, dass du damit das Geld meinst, welches Windei... Windhorst in die Hertha pumpte. Dieses Geld (es waren "nur" 375 Mio. €, aber das nur am Rande) floss nicht in einer Summe an die Hertha, sondern gestückelt über 3 Jahre (225 Mio. / 50 Mio. / 100 Mio. €). Demzufolge ist es naheliegend, dass dieser Summe nicht in einer Saison / einem Geschäftsjahr "verbrannt" wurde.

Und selbst wenn die Hertha dieses Geld in einer Saison aus dem Fenster geworfen hätte, so wäre das der DFL bei der Lizensierung auch relativ wumpe - zumindest so lange, bis die der DFL vorzulegenden Plan-Gewinn-und-Verlustrechnung die Liquidität glaubhaft gewährleisten kann. Wobei das vorhandene Eigenkapital die entscheidende Rolle spielt - und nicht die alleinbetrachtenden, ggf. über Jahre angesammelten Verluste, auch wenn diese das Eigenkapital schmälern. Und damit erklärt sich auch, warum die Hertha trotz höherer Verluste in € im Gegensatz zu Werder keine Strafe zahlen musste: die Hertha verfügte gemäß dieser Quelle sowohl im Sommer 2021 als auch im Sommer 2022 über ein positives Eigenkapital, so dass trotz eines 80-Mio-€-Verlustes die Lizenz ohne Strafen erteilt werden konnte. Werder hingegen hatte bereits im Sommer 2021 ein negatives Eigenkapital, so dass gemäß der Lizensierungsregularien der DFL sich jeweils in keinem der beiden Halbjahre sich die Finanzsituation verschlechtern durfte. Dies war jedoch durch die Zahlung der Aufstiegsprämien im 2. Halbjahr der Fall, so dass die eine Strafe verhängt wurde.
 
die Hertha verfügte gemäß dieser Quelle sowohl im Sommer 2021 als auch im Sommer 2022 über ein positives Eigenkapital, so dass trotz eines 80-Mio-€-Verlustes die Lizenz ohne Strafen erteilt werden konnte.
Werder hingegen hatte bereits im Sommer 2021 ein negatives Eigenkapital, so dass gemäß der Lizensierungsregularien der DFL sich jeweils in keinem der beiden Halbjahre sich die Finanzsituation verschlechtern durfte.
Und das Stadion gehört durch die Ausgliederung "Bremer Weser-Stadion GmbH" nicht zum Eigenkapital?

Finde ich schon interessant, weil die Hertha allgemein ein positives Eigenkapital hatte, und irgendwie trotzdem ohne Stadion dastehen ;)
 
Du bringst hier mMn ein paar Dinge durcheinander:

Wenn du in Bezug auf die Hertha von 400 Mio. € schreibst, dann gehe ich aufgrund der fehlenden näheren Erläuterung davon aus, dass du damit das Geld meinst, welches Windei... Windhorst in die Hertha pumpte. Dieses Geld (es waren "nur" 375 Mio. €, aber das nur am Rande) floss nicht in einer Summe an die Hertha, sondern gestückelt über 3 Jahre (225 Mio. / 50 Mio. / 100 Mio. €). Demzufolge ist es naheliegend, dass dieser Summe nicht in einer Saison / einem Geschäftsjahr "verbrannt" wurde.

Und selbst wenn die Hertha dieses Geld in einer Saison aus dem Fenster geworfen hätte, so wäre das der DFL bei der Lizensierung auch relativ wumpe - zumindest so lange, bis die der DFL vorzulegenden Plan-Gewinn-und-Verlustrechnung die Liquidität glaubhaft gewährleisten kann. Wobei das vorhandene Eigenkapital die entscheidende Rolle spielt - und nicht die alleinbetrachtenden, ggf. über Jahre angesammelten Verluste, auch wenn diese das Eigenkapital schmälern. Und damit erklärt sich auch, warum die Hertha trotz höherer Verluste in € im Gegensatz zu Werder keine Strafe zahlen musste: die Hertha verfügte gemäß dieser Quelle sowohl im Sommer 2021 als auch im Sommer 2022 über ein positives Eigenkapital, so dass trotz eines 80-Mio-€-Verlustes die Lizenz ohne Strafen erteilt werden konnte. Werder hingegen hatte bereits im Sommer 2021 ein negatives Eigenkapital, so dass gemäß der Lizensierungsregularien der DFL sich jeweils in keinem der beiden Halbjahre sich die Finanzsituation verschlechtern durfte. Dies war jedoch durch die Zahlung der Aufstiegsprämien im 2. Halbjahr der Fall, so dass die eine Strafe verhängt wurde.

Handwerkliche Fehler im Werder Management die die Regeln kennen mussten und sich auf das Risiko einließen. Dass die Regeln eine Stichtagsbetrachtung darstellen ist allen bekannt, hat offensichtliche Schwächen, aber eben doch nachvollziehbar. Die Strafe um die 1ne Millionen wurde erneut durch Amateure verursacht, anstelle sich andere Modelle der Entlohnung (Prämien) hätte ausdenken können. Gestaltungsmöglichkeiten in der Bilanzierung gibt es genügend.
 
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