Du hängst dich da zu sehr an Füllkrug auf. Ich habe das allgemein gesagt. Die genauen Details liegen uns nicht vor, aber eben genau diese Dinge spielen in den Überlegungen eine Rolle. Kann ja auch in diesem Fall genauso sein, dass Füllkrug verkauft werden MUSS, aber wir wissen es nicht.
Dazu muss man sagen, dass natürlich solche Sachen immer sehr Spekulatius sind, was am Ende einer Saison rauskommt, aber das ist doch bei Transfers generell so. Man kann auch für 20 Mio. einen Stürmer kaufen und Meister werden oder absteigen. Letztendlich ist das eine Entscheidung, die man als sportlich Verantwortlicher abwägen und entscheiden muss.
Eine genaue finanzielle Einschätzung können wir hier nicht treffen. Wir haben schon gesehen, was beim Thema "Transferüberschuss" alles reingerechnet wird, was hier wohl auch kaum einer auf dem Zettel hatte. Von daher würde ich mich nie soweit aus dem Fenster lehnen und behaupten, "Spieler X muss verkauft werden". Baumi und Fritz haben doch betont, dass man nichts macht, was der Verein nicht machen kann.
Könnten jetzt auch einen Messi verpflichten und 100mio durch Merch verdienen, überzogen gesagt.
Ich hänge mich nicht an Füllkrug auf, bin nur eben auf deinen letzten Post eingegangen und mMn ist er der Zielspieler, welcher am
meisten Kohle bringen würde. Natürlich ist es eine Abwägungssache, dennoch schwimmt Werder nicht auf der rosa Welle.
Baumann und Fritz haben schon viel gesagt und insbesondere Baumann , muss man hier nicht beispielgebend anführen.
Diesbezüglich könnte ich dir folgen, wenn Werder wirtschaftlich nicht so weit runtergewirtschaftet worden wäre.
Werder ist ab einem gewissen Punkt nicht mehr in der Lage "konkret" selbst das Geschehen zu bestimmen. Natürlich sind wir nicht
in der Situation des Abstiegsjahres, aber es bleiben die Verbindlichkeiten bei null Eigenkapitalbildung.
Hier komme ich kurz auf deinen Post #5427 zurück. Dort triffst du die Feststellung, nur auf die Ablöse zu schauen wäre fatal. Richtig!
Führst dann aber konkret Hoffenheim nebst Hopp als Negativbeispiel, wie es aussehen könnte, wenn man nur auf die Ablöse schaut.
Hopp zog sich mKn 2015 aus dem Mäzenbereich zurück, weil er mit Beginn seiner Investitionen als Ziel ausgegeben hatte, dass der
Verein schnellstmöglich autark agieren solle. Du hattest geschrieben, dass Hoffenheim ein paar gute Jahre hatte, als er reingebuttert hatte.
Aus Sicht des Anschubs richtig (Aufstieg etc.), aber richtig ist auch, dass die TSG nach 2015 die erfolgreicheren Jahre hatte. (Nagelsmann)
Mit diesen Erfolgen gingen jährliche Zieltransfers (i. d. R. ein hochwertiger Transfer) einher. Diese erfolgreiche Transferpolitik setzte sich
bis heute fort, außer in der Saison 18/19, da wurde mit einem Minus abgeschlossen. MMn hat der Rückfall in die Mittelmäßigkeit auch was
mit den Trainerentscheidungen zu tun und weniger mit der spielerischen Qualität des Kaders.
Mir persönlich wäre es lieb, wenn Werder um Platz 9 spielen würde und keine Schulden und Eigenkapital besitzen würde. Dieser Umstand
befähigt u. a. dazu zielgerichteter, rationaler und mit bedacht eine Mannschaft zusammen zu stellen. Siehe Freiburg und Union.
Daher hinkt mMn deine These vom dauerhaften Neuaufbau, welcher durch zielgerichtete Transfermaßnahmen, die sportliche Entwicklung
stören würde. Viel hängt auch von entsprechenden "Gegentransfers" und einer guten Nachwuchsarbeit und Kaderplanung ab.
Deine Feststellungen betreffend Arnautovic, Elia, Alberto waren Personal- und Risikoentscheidungen aus einer wirtschaftlich ganz
anderen Zeit und wo uns diese Risiken u. a. hingeführt haben, musste ein anderer GFS schleunigst ausbügeln .....
Risiko soll/kann man gehen, wenn entsprechende Sicherheiten in der Hinterhand sind. Werder wäre an dieser Stelle nicht gut
beraten unkontrollierte auf Hoffnung aufgebaute Aktionen, vor dem Hintergrund der derzeitigen wirtschaftlichen Entwicklung
(sportlich wie wirtschaftlich) zu tätigen.
Bei deinen Feststellungen betreffend potenzieller Möglichkeiten schaust du mir zu sehr auf, was sein kann und stellst es nicht in
Abwägung der nicht vorhandenen Sicherheiten.