Bremen
Moderator
Wir kennen schon ein paar Fakten in Form von Zahlen: z.B. den auf werder.de hinterlegten Konzernzwischenabschluss per 31.12.22, in dem ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag i.H. von ca. 19,5 Mio. € ausgewiesen ist. Das heißt, dass das bilanzierte Vermögen nicht zur Deckung der Verbindlichkeiten ausreicht.Da wir aber keine Zahlen kennen, können wir nur mutmaßliche Punkte nennen und keine Fakten.
So einfach ist das leider nicht, wie du dir das vorstellst. Denn wie bereits erwähnt ist sportlicher Erfolg nicht planbar - und somit ist es hochgradig riskant, davon auszugehen, dass etwaige höhere Erfolgserlöse eine Selbstverständlichkeit wären.Anders ausgedrückt - wenn du die 20 Mio. benötigst, z.B. um Schulden abzubauen, dann musst du das Geld anders reinholen können, solltest du den Spieler nicht verkaufen. Und genau dafür gibt es eine Menge potenzielle Möglichkeiten, wie schon gesagt z.B. einen höheren Erlös zu einem späteren Zeitpunkt, höhere Sponsoringeinnahmen, mehr TV-Gelder.
Denn es ist ja z.B. möglich, dass Rückzahlungen von höheren Verbindlichkeiten fällig werden, bevor etwaige Erfolgs-Mehreinnahmen einigermaßen gesichert wären. Bzw. dass schon jetzt größere Rücklagen gebildet werden müssen, um später fällige Kredite bedienen zu können. Würdest du als Gläubiger eines Betrags von mehreren Millionen € bereit sein, dich auf diese "Zockerei" auf nicht sicheren Erfolgserlöse einlassen, obwohl wie oben beschrieben, das bilanzierte Vermögen nicht zur Deckung der Verbindlichkeiten ausreicht?
In so einer Situation muss der Verkauf von einem/mehreren Spielern nicht zwangsläufig die Ultima Ratio sein. In Anbetracht vom erschöpften Kreditrahmen, einer daraus resultierenden Anleihe-Emissionen zur Sicherung der Liquidität, negativen Eigenkapital sowie nicht planbaren Erfolgserlösen kann es jedoch durchaus zu einer Ultima Ratio werden.





