Klimapolitik, Energiewende, Fridays For Future....

Wenn 20mrd Menschen auf diesem Planeten leben und nichts Fossiles in die Luft geblasen wird, dann ist gar nichts von Belang weil dann das Klima im Gleichgewicht ist. Egal wie häufig du es wiederholst, es wird dadurch nicht weniger falsch. "Überbevölkerung" ist ein bequemer Begriff weil mal wieder die anderen Schuld sind und nicht wir. Kommt explizit nicht von dir, wird aber meist so gebraucht. Denn die hohen Geburtenraten, die haben ja nicht wir. Geburtenkontrolle ist hier schon gefallen. Das ist ne Art von Greenwashing wenn man so möchte, in einer ähnlichen Art wie es ja nichts bringt wenn wir was ändern weil der Rest der Welt ist ja so viel größer und unsere 2% Anteil machen kaum was aus...deinen Artikel habe ich jetzt auch mal ergoogelt, da hätt' ich mir ja ne Menge sparen können:

Die Idee, dass es angeblich zu viele Menschen gibt, geht am Problem tief greifender Ungleichheiten vorbei und reproduziert Rassismus, ignoriert die industriellen Machtverhältnisse zwischen Globalem Norden und Süden und sagt nichts darüber aus, wie eine Klimagerechtigkeit erreicht werden kann.
Dem gibt es nichts hinzuzufügen und auch im Text vorher steht vieles von dem was ich hier angeprangert habe und zu dem auch du, ob du es wolltest oder nicht, mit deinem wiederholten Hinweis auf Überbevölkerung beigetragen hast. tl;dr hätte ich auch schreiben können: "Er meinte das mit Dezimieren gar nicht so, aber...".
Dem ist nichts hinzuzufügen? Erlaube mal, dem ist einiges hinzuzufügen. Eine Klimagerechtigkeit erreichen? wtf? Was für Klimagerechtigkeit?

Ohne "aber". Was du mit deinem "Wenn" beschreibst ist ein Utopia. Es wird keine Menschheit geben, die nichts Fossiles in die Luft bläst. Ich, hier ich bin das Problem unter anderem. Ich habe einen negativen Einfluss auf die Umwelt. Der ist zwar deutlich geringer als der Einfluss vieler anderer Menschen aber er ist dennoch vorhanden.
 
Um Überbevölkerung leugnen zu können, müsste man sie erstmal definieren können.

Falls du diesen Artikel meinst:
https://www.spiegel.de/kultur/acht-...olumne-a-188473fb-82bf-4631-8896-c09f68e683ef

So wird hier doch genau erklärt, dass der Begriff ein Gedankenkonstrukt ist und mit der eigentlichen Problematik tendenziell überhaupt nichts am Hut hat. Da verstehe ich den Einwand nicht, warum man eine Überbevölkerung leugnen kann.
Entschuldige, der Artikel ist sehr schlecht. Da wird nichts erklärt, sondern gestrohmannt.
 

Wieso das denn? Wir haben doch heute schon die Technologie um theoretisch auf jeden fossilen Roh/Brennstoff verzichten zu können. Und große Teile der Welt gehen den Weg auch schon. Nicht aus Idealismus sondern aus Gründen der Notwendigkeit. Saudi-Arabien zum Beispiel bereitet sich gerade darauf vor, energiehungrige Nationen von einer Abhängigkeit in die andere zu schicken: Wasserstoff. Die großen Wüsten in China, Australien, Amerika und Afrika bieten ihrerseits gigantische Möglichkeiten. Je weiter nach Norden umso mehr wird es ein Mix, auf den Meeren sind gigantische Windparks geplant. Und weit weit in der Zukunft wäre sogar Lindners feuchter Traum von eFuels möglich. Energetischer Schwachsinn zwar, aber wenn die Energie quasi für umme daher kommt... Das fossile Zeitalter geht zuende, das ist kein Utopia sondern Realität.
 
Wieso das denn? Wir haben doch heute schon die Technologie um theoretisch auf jeden fossilen Roh/Brennstoff verzichten zu können. Und große Teile der Welt gehen den Weg auch schon. Nicht aus Idealismus sondern aus Gründen der Notwendigkeit. Saudi-Arabien zum Beispiel bereitet sich gerade darauf vor, energiehungrige Nationen von einer Abhängigkeit in die andere zu schicken: Wasserstoff. Die großen Wüsten in China, Australien, Amerika und Afrika bieten ihrerseits gigantische Möglichkeiten. Je weiter nach Norden umso mehr wird es ein Mix, auf den Meeren sind gigantische Windparks geplant. Und weit weit in der Zukunft wäre sogar Lindners feuchter Traum von eFuels möglich. Energetischer Schwachsinn zwar, aber wenn die Energie quasi für umme daher kommt... Das fossile Zeitalter geht zuende, das ist kein Utopia sondern Realität.
Also da bist du wirklich deutlich optimistischer unterwegs als ich. Ich kann es gar nicht anders nennen als utopisch. Große Teile der Welt ... also ich weiß ja nich.
 
Um Überbevölkerung leugnen zu können, müsste man sie erstmal definieren können.

Falls du diesen Artikel meinst:
https://www.spiegel.de/kultur/acht-...olumne-a-188473fb-82bf-4631-8896-c09f68e683ef

So wird hier doch genau erklärt, dass der Begriff ein Gedankenkonstrukt ist und mit der eigentlichen Problematik tendenziell überhaupt nichts am Hut hat. Da verstehe ich den Einwand nicht, warum man eine Überbevölkerung leugnen kann.

Fest steht: Diese ist auf das Produktions- und Konsumverhalten der Industrienationen zurückzuführen – nicht darauf, dass die Bevölkerung in ärmeren Ländern zunimmt.

Für mich betrachtet hat das Bevölkerungswachstum auch Auswirkungen auf den Klimawandel. Es liegt doch auf der Hand, 8 Milliarden Menschen haben Bedarfe unterschiedlicher Art, diese Bedarfe wollen entsprechend bedient werden, egal, wo die Menschen wohnen. Die Bevölkerung hat sich in den letzten 50 Jahren mehr als verdoppelt. Das alles geht doch nicht geräuschlos vonstatten.
 
Fest steht: Diese ist auf das Produktions- und Konsumverhalten der Industrienationen zurückzuführen – nicht darauf, dass die Bevölkerung in ärmeren Ländern zunimmt.

Für mich betrachtet hat das Bevölkerungswachstum auch Auswirkungen auf den Klimawandel. Es liegt doch auf der Hand, 8 Milliarden Menschen haben Bedarfe unterschiedlicher Art, diese Bedarfe wollen entsprechend bedient werden, egal, wo die Menschen wohnen. Die Bevölkerung hat sich in den letzten 50 Jahren mehr als verdoppelt. Das alles geht doch nicht geräuschlos vonstatten.
Lies nochmal den Beitrag, bitte, wo es um den CO2-Ausstoß pro Kopf geht.
Die zahlenmäßig deutlich geringere Bevölkerung der Industrienationen (von ca. 270 Millionen US-Amerikanern abgesehen @ zahlenmäßig geringer) lebt auf dieser Erde mit einem um das bis zu ca. 16- oder 20fach größeren ökologischen Fußabdruck.
Wieviele gebrauchte Autos müssen bspw. in Daressalam um den Block fahren, um den gleichen Dreck in die Luft zu blasen wie nur 1 einziger Flug von bspw. einem russischen Oligarchen von Moskau nach London?
Es ist nur 1 von unzähligen möglichen Beispielen bzgl. Konsumverhalten.
 
Halt doch einfach den Mund, ganz ehrlich. Wie überheblich wollen sie sein? sergeant_mumm: "ja!"
Ich habe kein Verlangen, dir mein im Laufe der Jahre erworbenes Wissen und Verständnis zu vermitteln, dazu taugt das Forum auch gar nicht. Aber wenn du schon diskutieren möchtest, solltest du wenigstens die Grundlagen zum Thema kennen und verstanden haben, statt bloß eine Meinung zu haben. die nicht sonderlich fundiert rüberkommt.
 
Ich habe kein Verlangen, dir mein im Laufe der Jahre erworbenes Wissen und Verständnis zu vermitteln, dazu taugt das Forum auch gar nicht. Aber wenn du schon diskutieren möchtest, solltest du wenigstens die Grundlagen zum Thema kennen und verstanden haben, statt bloß eine Meinung zu haben. die nicht sonderlich fundiert rüberkommt.
Ich kenne die Grundlagen, ich brauche keine Vermittlung irgendwelchen Wissens. Aber nur als Anstoss: Zu sagen "Ja ich weiß was was du anscheinend nicht weißt aber das sag ich Dir nicht" ist immer verkehrt. Die Bringschuld hast allein Du. Kein Mensch weiß von was für einem "Wissen" du da redest und ob man das überhaupt so bezeichnen darf. Das müsstest du erstmal belegen. Aber nein, am besten wir knien alle nieder vor Dir und deinem Wissen und folgen Dir von jetzt an bis ans Ende aller Tage.
 
Lies nochmal den Beitrag, bitte, wo es um den CO2-Ausstoß pro Kopf geht.
Die zahlenmäßig deutlich geringere Bevölkerung der Industrienationen (von ca. 270 Millionen US-Amerikanern abgesehen @ zahlenmäßig geringer) lebt auf dieser Erde mit einem um das bis zu ca. 16- oder 20fach größeren ökologischen Fußabdruck.
Wieviele gebrauchte Autos müssen bspw. in Daressalam um den Block fahren, um den gleichen Dreck in die Luft zu blasen wie nur 1 einziger Flug von bspw. einem russischen Oligarchen von Moskau nach London?
Es ist nur 1 von unzähligen möglichen Beispielen bzgl. Konsumverhalten.
Ja, dies Rechnung ist mir auch klar, aber allein aufgrund der ausgeprägten Globalisierung, Handel zwischen den Kontinenten, Industrieverlagerungen ins Ausland, Tourismus in beide Richtungen, Konsumwünsche, Kultur, etc., wird auch diese Rechnung unscharf.
 
Handel zwischen den Kontinenten, Industrieverlagerungen ins Ausland, Konsumwünsche,
Bisher, es wird sich schleichend weiter verändern, produzieren die sogenannten Billiglohn-Länder überwiegend für wen? Für wessen Konsumwünsche werden - aus Profitgründen - Fabriken in Länder verlagert, deren Umweltstandards niedriger sind, deren Arbeitskräfte billiger sind?
In der überwiegenden Masse für die 'Industrienationen', die seit Jahrzehnten eher 'Über-Konsumnationen' heißen könnten...
 
Naja, einerseits betrachte ich was technisch möglich ist, andererseits...hilft es ja nichts, die Alternative wäre ja: Wir sind verloren. Und letztlich zeigt sich die Menschheit ja immer mal wieder als höchst kreativ und produktiv wenn es 5 vor 12 ist. Leider aber meist auch erst dann.
Ja ich weiß nicht ob ich eventuell etwas verschlafen habe. Vor wenigen Jahren galten noch Fusionsreaktoren als (un)mögliche Hoffnung. Also ich wurde auf "wir sind verloren" geeicht.
 
Naja, einerseits betrachte ich was technisch möglich ist, andererseits...hilft es ja nichts, die Alternative wäre ja: Wir sind verloren. Und letztlich zeigt sich die Menschheit ja immer mal wieder als höchst kreativ und produktiv wenn es 5 vor 12 ist. Leider aber meist auch erst dann.
Neulich mal innerhalb ganz kurzer Zeit von zwei unterschiedlichen Leuten den Spruch gehört:
Es gibt keine Alternative zum Optimismus.

Und ich finde ihn genial.
 
Bisher, es wird sich schleichend weiter verändern, produzieren die sogenannten Billiglohn-Länder überwiegend für wen? Für wessen Konsumwünsche werden - aus Profitgründen - Fabriken in Länder verlagert, deren Umweltstandards niedriger sind, deren Arbeitskräfte billiger sind?
In der überwiegenden Masse für die 'Industrienationen', die seit Jahrzehnten eher 'Über-Konsumnationen' heißen könnten...
Was würde passieren, würde man dieses zurückfahren, stellte man dann auch die Entwicklung in den "ärmeren" Länder zurück? Ich löse mich gerne vom Inseldenken, so auch hier. Sicher sind die "Industrieländer" die größten Emitttenten, dennoch betrachte ich sowohl Lasten wie auch Nutzen eher übergreifend.
 
Ich löse mich gerne vom Inseldenken, so auch hier
Wie (ich glaube) Tony vorher schon mal ausführte, haben die 'entwickelten Länder' m.E. Vorbild- und Leitfunktion; es wäre bigott, sozusagen Wasser zu predigen und Wein zu trinken. Warum sollten Länder mit einem Nachholbedarf auf kluge Ratschläge der 'entwickelten Länder' hören, wenn diese nicht gleichzeitig vieles versuchen, zum Besseren zu verändern?
 
Back
Top