Bremen
Moderator
Lt. den Medienberichten zur Mitgliederversammlung im Nov. 2022 wurden bei Werder zum Geschäftsjahresende 30.06.22 u.a. 38 Mio. € Finanz-Verbindlichkeiten (20 Mio, € Kredit, 18 Mio.€ die am 31,07.26 fällige Anleihe) sowie ein negatives Eigenkapital von 14 Mio. € bilanziert.
In Anbetracht der o.a. Zahlen erscheint ein Transfer von Niklas Füllkrug aus wirtschaftlicher Sicht erforderlich, ggf. sogar unausweichlich. Aber: NF hat eine Torbeteiligung von über 50%, auch bzw. weil unser Offensivspiel auf ihn ausgerichtet ist. Weil uns allerdings nicht das Geld für einen gleichwertigen Ersatz zur Verfügung steht, kann im Fall eines Transfers die Losung eigentlich nur lauten, diese Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen. Doch dafür bedarf es einer entsprechenden Kader-Qualität. Verfügen wir über eine solche? Wohl kaum, denn im Sturm ist ein Marvin Ducksch - der mittlerweile auch Begehrlichkeiten erweckte - zu wenig und ein offensives Mittelfeld mit Torgefahr findet bei uns auch nicht wirklich statt.
Somit würde ein Verlust von Lücke eine so große sportliche Lücke reißen, dass uns ähnliches drohen könnte, wie das, was ab Sommer 2019 passierte. Seinerzeit verließ uns mit Max Kruse der Offensiv-Schlüsselspieler und trotz eines Davy Klaassen fehlte es dem Kader an Qualität, um diesen Verlust zu kompensieren. Was auch einen nicht unerheblichen Anteil daran hatte, dass 19/20 der Abstieg haarscharf bzw. 20/21 nicht mehr vermieden werden konnte. Und ein erneuter Abstieg würde uns deutlich mehr Geld kosten, als der Verzicht auf eine Ablösesumme von NF.
Daher kann/muss ein Verkauf von Lücke nicht zwingend die Ultima Ratio sein. Das hieße bei einem Verbleib von Lücke aber auch, dass das Geld für den sportlichen und wirtschaftlichen Ligaerhalt aus anderen Quellen herkommen muss. Zum Beispiel aus dem Verkauf anderer Spieler. Doch wer außer Ducksch könnte eine höhere Summe auf Konto spülen? Eine weiter Möglichkeit sind höhere Tabellenplatz-Prämien. Doch wie realistisch sind die Chancen dafür? Wir stehen derzeit auf Platz 11, punktgleich mit Platz 10, die Plätze 8+9 sind bereits 6 Punkte + deutlich bessere Tordifferenz der dort stehenden Clubs entfernt. Und unsere bisherige Formkurve des Kalenderjahres 2023 mit 10 Punkten aus 10 Spielen spricht v.a. wegen der hohen Quote an folgenreichen Fehler(ketten) nicht gerade für eine hohe Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Aufholjagd in den letzten 9 Spielen.
So oder so: es geht für die Entscheider bei lediglich darum zu eruieren, welches dieser Übel das kleinere sein könnte...
In Anbetracht der o.a. Zahlen erscheint ein Transfer von Niklas Füllkrug aus wirtschaftlicher Sicht erforderlich, ggf. sogar unausweichlich. Aber: NF hat eine Torbeteiligung von über 50%, auch bzw. weil unser Offensivspiel auf ihn ausgerichtet ist. Weil uns allerdings nicht das Geld für einen gleichwertigen Ersatz zur Verfügung steht, kann im Fall eines Transfers die Losung eigentlich nur lauten, diese Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen. Doch dafür bedarf es einer entsprechenden Kader-Qualität. Verfügen wir über eine solche? Wohl kaum, denn im Sturm ist ein Marvin Ducksch - der mittlerweile auch Begehrlichkeiten erweckte - zu wenig und ein offensives Mittelfeld mit Torgefahr findet bei uns auch nicht wirklich statt.
Somit würde ein Verlust von Lücke eine so große sportliche Lücke reißen, dass uns ähnliches drohen könnte, wie das, was ab Sommer 2019 passierte. Seinerzeit verließ uns mit Max Kruse der Offensiv-Schlüsselspieler und trotz eines Davy Klaassen fehlte es dem Kader an Qualität, um diesen Verlust zu kompensieren. Was auch einen nicht unerheblichen Anteil daran hatte, dass 19/20 der Abstieg haarscharf bzw. 20/21 nicht mehr vermieden werden konnte. Und ein erneuter Abstieg würde uns deutlich mehr Geld kosten, als der Verzicht auf eine Ablösesumme von NF.
Daher kann/muss ein Verkauf von Lücke nicht zwingend die Ultima Ratio sein. Das hieße bei einem Verbleib von Lücke aber auch, dass das Geld für den sportlichen und wirtschaftlichen Ligaerhalt aus anderen Quellen herkommen muss. Zum Beispiel aus dem Verkauf anderer Spieler. Doch wer außer Ducksch könnte eine höhere Summe auf Konto spülen? Eine weiter Möglichkeit sind höhere Tabellenplatz-Prämien. Doch wie realistisch sind die Chancen dafür? Wir stehen derzeit auf Platz 11, punktgleich mit Platz 10, die Plätze 8+9 sind bereits 6 Punkte + deutlich bessere Tordifferenz der dort stehenden Clubs entfernt. Und unsere bisherige Formkurve des Kalenderjahres 2023 mit 10 Punkten aus 10 Spielen spricht v.a. wegen der hohen Quote an folgenreichen Fehler(ketten) nicht gerade für eine hohe Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Aufholjagd in den letzten 9 Spielen.
So oder so: es geht für die Entscheider bei lediglich darum zu eruieren, welches dieser Übel das kleinere sein könnte...



