Ich hab etwas länger überlegt, ob sich hier Leute dafür interessieren, und wenn die Mods meinen es würde besser ins Forum Fans bzw. U23 passen, dann bitte ich um Verschiebung.
Ich weiß ja nicht wer von Euch schonmal in der Alten Försterei war, aber ich finde was dort gerade passiert, ist doch ziemlich einmalig.
Zum Ende der letzten Saison stand nämlich fest: Die Spielstätte "Alte Försterei" in Köpenick (mit 3/4 Stehplatzrängen - ein Stadion also für viele wirklich standhafte Fans) war für die neue Liga nicht mehr zulässig (wenn nicht sogar auch für die alte Liga), die Ränge waren im Laufe der Zeit nie erneuert worden, und ein Dach gab es auch nur für die eine Gerade mit Sitzplatztribüne. Was jetzt genau gefordert und was gewünscht war, will ich gar nicht thematisieren - schlussendlich machte der Berliner Senat bei den anfallenden Baukosten jedenfalls nicht mit, und verwies die Fans auf vorhandene Kapazitäten im Berliner Raum. Das waren u.a im Berliner Zentrum der "Jahnsportpark", wo sich noch zu DDR-Zeiten der Erzrivale BFC Dynamo unter Stasi-Regentschaft eine Meisterschaft nach der anderen sicherte (was natürlich den Fans überhaupt nicht "in die Tüte" kam), das Olympiastadion (von Hertha, am anderen Ende von Berlin, und zudem viel zu groß für die 3te Liga), oder das alte Poststadion hinterm Hauptbahnhof (eigentlich noch renovierungsbedürftiger). Diese Vorschläge wurden nicht akzeptiert, so dass sich die Unioner Fans bald zu einer einfachen Lösung zusammenfanden. Sie machten sich selbst an die Arbeit.
Und so werden bereits den gesamten Sommer und unter Mithilfe von unzähligen Freiwilligen die Tribünen der Alten Försterei erneuert. Neben echten Könnern und großzügigen Sympathisanten (Baufirmen) ist die Rede von Fans, die ihren Jahresurlaub für die Mitarbeit an Ihrem Lieblingsstadion geopfert haben, und dass eine kleine Versorgung vor Ort immer wieder von freiwilligen Spenden geleistet wird. Mit Mithilfe einiger Facharbeiter und dem entstandenen Tatendrang der Fans kommt die Arbeit tatsächlich so gut voran, dass evtl. schon Ende Oktober dort wieder gespielt werden kann! Letztlich hängt das wohl von dem Bau der Dächer ab, was wohl der teuerste Posten werden wird -Stahlpreise- ja, das kennen wir auch irgendwo her...
Natürlich können die Fans auch einfach "nur" Geld spenden, was sich geistreich "Arbeitsstunden kaufen" nennt, und T-Shirts gibts natürlich auch. (Union hatte schonmal mit "Bluten für Union" eine ähliche Kreativität wie St. Pauli mit seinen "Retter-"Shirts an den Tag gelegt, als es darum ging mit einer Blutspende Geld in die Kassen des Vereins zu spülen, um die Lizenz für die Spielzeit 2004/2005 zu erhalten.)
Der letzt Stand lässt sich wunderbar unter
http://www.fc-union-berlin.de/default.php?content=baucam
betrachten. Hier ist sogar schon etwas vom Dach zu sehen. Der Zeitraffer ist auch ganz nett.
Nun, zur Zeit müssen die Unioner gezwungenermaßen dann doch im Jahnsportpark antreten. Mit 3:1 haben sie dort sogar ihr erstes Spiel gegen VfB II gewonnen, was die Fans zu einem lakonisch skandierten "Auswärtssieg" bewegte.
Insgesamt schon eine verrückte Story. Im Moment fragt man sich, ob das "Weltweit einzigartig" ist, dass Fans ihr eigenes Stadion bauen. Aber auch wenn nicht, eine Story die hier zumindest mal erwähnt sein sollte. In die "neue" Alte Försterei werd ich dann auf jeden Fall mal wieder hingehen wenn Werders U23 kommt.
:svw_applaus:
Ich weiß ja nicht wer von Euch schonmal in der Alten Försterei war, aber ich finde was dort gerade passiert, ist doch ziemlich einmalig.
Zum Ende der letzten Saison stand nämlich fest: Die Spielstätte "Alte Försterei" in Köpenick (mit 3/4 Stehplatzrängen - ein Stadion also für viele wirklich standhafte Fans) war für die neue Liga nicht mehr zulässig (wenn nicht sogar auch für die alte Liga), die Ränge waren im Laufe der Zeit nie erneuert worden, und ein Dach gab es auch nur für die eine Gerade mit Sitzplatztribüne. Was jetzt genau gefordert und was gewünscht war, will ich gar nicht thematisieren - schlussendlich machte der Berliner Senat bei den anfallenden Baukosten jedenfalls nicht mit, und verwies die Fans auf vorhandene Kapazitäten im Berliner Raum. Das waren u.a im Berliner Zentrum der "Jahnsportpark", wo sich noch zu DDR-Zeiten der Erzrivale BFC Dynamo unter Stasi-Regentschaft eine Meisterschaft nach der anderen sicherte (was natürlich den Fans überhaupt nicht "in die Tüte" kam), das Olympiastadion (von Hertha, am anderen Ende von Berlin, und zudem viel zu groß für die 3te Liga), oder das alte Poststadion hinterm Hauptbahnhof (eigentlich noch renovierungsbedürftiger). Diese Vorschläge wurden nicht akzeptiert, so dass sich die Unioner Fans bald zu einer einfachen Lösung zusammenfanden. Sie machten sich selbst an die Arbeit.
Und so werden bereits den gesamten Sommer und unter Mithilfe von unzähligen Freiwilligen die Tribünen der Alten Försterei erneuert. Neben echten Könnern und großzügigen Sympathisanten (Baufirmen) ist die Rede von Fans, die ihren Jahresurlaub für die Mitarbeit an Ihrem Lieblingsstadion geopfert haben, und dass eine kleine Versorgung vor Ort immer wieder von freiwilligen Spenden geleistet wird. Mit Mithilfe einiger Facharbeiter und dem entstandenen Tatendrang der Fans kommt die Arbeit tatsächlich so gut voran, dass evtl. schon Ende Oktober dort wieder gespielt werden kann! Letztlich hängt das wohl von dem Bau der Dächer ab, was wohl der teuerste Posten werden wird -Stahlpreise- ja, das kennen wir auch irgendwo her...
Natürlich können die Fans auch einfach "nur" Geld spenden, was sich geistreich "Arbeitsstunden kaufen" nennt, und T-Shirts gibts natürlich auch. (Union hatte schonmal mit "Bluten für Union" eine ähliche Kreativität wie St. Pauli mit seinen "Retter-"Shirts an den Tag gelegt, als es darum ging mit einer Blutspende Geld in die Kassen des Vereins zu spülen, um die Lizenz für die Spielzeit 2004/2005 zu erhalten.)
Der letzt Stand lässt sich wunderbar unter
http://www.fc-union-berlin.de/default.php?content=baucam
betrachten. Hier ist sogar schon etwas vom Dach zu sehen. Der Zeitraffer ist auch ganz nett.
Nun, zur Zeit müssen die Unioner gezwungenermaßen dann doch im Jahnsportpark antreten. Mit 3:1 haben sie dort sogar ihr erstes Spiel gegen VfB II gewonnen, was die Fans zu einem lakonisch skandierten "Auswärtssieg" bewegte.
Insgesamt schon eine verrückte Story. Im Moment fragt man sich, ob das "Weltweit einzigartig" ist, dass Fans ihr eigenes Stadion bauen. Aber auch wenn nicht, eine Story die hier zumindest mal erwähnt sein sollte. In die "neue" Alte Försterei werd ich dann auf jeden Fall mal wieder hingehen wenn Werders U23 kommt.
:svw_applaus:


