Das Problem dabei ist, dass es bei einigen Leuten auch in anderen Bereichen ebenfalls keine 2 Meinungen gibt.
Menschen die für gewisse Klimaziele stehen, setzen sich häufig auch für Soziales/Wirtschaft/Asylrecht ein. Das alles sorgt jedoch für einen vermehrten CO2 Ausstoß.
Ein Syrier, der im letzten Jahrzehnt nach Ungarn auswanderte, hatte in Ungarn mit 4.5 Tonnen CO2 pro Jahr einen ca. 3-fach so hohen CO2 Ausstoß gegenüber in Syrien.
Ein Asyl-Tourist, der von Ungarn nach Deutschland weiter reist, erhöht seinen Verbrauch noch weiter, indem er sich unserem Verhalten anpasst bzw. sich integriert.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich darauf antworten soll. Aus welcher Richtung kommt das eigentlich ursprünglich, dass die Themen Migration und Klima so häufig (und so unnötig) vermischt werden? Wahrscheinlich so eine Henne-Ei-Problematik. Menschen, die sich für A einsetzen, setzen sich ggf. auch häufig für B ein. Menschen, die gegen A hetzen, hetzen ggf. auch häufig gegen B. Ich kann auch noch Corona in den Ring schmeißen. Klima-Terroristen, Asyl-Touristen und Masken-Diktatur.
Das wär mein Mittel der Wahl. Den Verkehr umleiten (geht bei Unfällen und Baustellen ja auch), den Bereich absperren (Medien fernhalten) und die Aktivisten sitzen lassen.
Ich würde es toll finden, wenn die Aktivist:innen jedem Automobil, das im Stau steht, ein Fahrrad anbieten würden. Einfach Wagen stehen lassen und mit den Rad weiter zur Arbeit.
Das Wort Terrorr ist von mir in dem Fall nur als ein Wort genutzt worden. Gut daran kann man sich meinetwegen dran aufhängen. Es geht mir um den Inhalt und da sind diese unnötigen und gefährlichen Aktionen einfach nicht zielführend und schaffen nur eins Unruhe zwischen Gruppen und zusätzliche Gefahren im Straßenverkehr. Das einzige was es bewirkt ist mehr Aufmerksamkeit, weil die Medien davon berichten. Aber ist das wirklich die Aufmerksamkeit die es für eine gute Sache braucht? Das bezweifle ich stark. Auch das sich rausgenommen wird, dann kommt die Menschen eben später oder haben halt Pech. Was ist das bitte für eine Argumentation? Ganz ehrlich, das ist egoistisch und auch unfair. Eine Gruppe Aktivisten klebt sich fest und wieviele Menschen sind dann von der Aktion betroffen? Einfach schwach argumentiert.
Oh, das sehe ich aber anders. Wenn jemand hier die Rolle des Egoismus einnimmt, dann sind das doch eher die Leute, mit denen die Aktivist:innen ein Problem haben - nicht umgekehrt. Jemand, der nicht 15 Minuten auf den Bus warten möchte, oder nicht mit der Bahn fahren will, weil dort Maskenpflicht herrscht, und dann die 3km Arbeitsweg mit dem Auto zurücklegt... das ist doch Egoismus. Protest für die ggf. noch nicht geborenen Kinder, Enkel, Ur-Enkel? Nö.
Ich nehme jetzt mal ein anderes Beispiel: Die Tik Tok Dame, die sich für rein vegane Ernährung einsetzt um die Tötung von Tieren aufmerksam zu machen. Argument ist, das Tiere gequält werden und geschlachtet. Mag alles sein und viele Dinge finde ich da auch nicht gut. Aber was wäre die Folge, wenn das per se alle Menschen machen würden. Nutztiere werden abgeschafft, was durch wirtschafltiche Nöte und nicht Finazierbarkeit bereits passiert. Tiere die kein Geld erwirtschaften für Milch, Eier und Wolle oder oder wird es nicht mehr geben und damit werden Kühe und andere Nutztiere fast nur noch in Zoos zu sehen sein. Ist das das Ziel? Man muss sich auch mit den Folgen auseinandersetzen. Somal das vegane Essen sicher nicht für alle Menschen funtkioniert und viele dann krank werden. Warum nicht dafür werben weniger Fleisch zu essen?
Ich verstehe hier Deinen Punkt glaube ich nicht ganz. Meinst Du es ist kritikwürdig, wenn durch vegane Lebensweise die Anzahl der Nutztiere abnimmt? Vielleicht missverstehe ich Dich, aber in meinem "Montagmorgen-Kopf" liest sich das bisschen so, als könnten diese Tiere sich glücklich schätzen, dass sie uns dienen können. Diese Haltung würde ich sehr arrogant finden.
Ich esse sehr gerne Fleisch, Eier, Käse, etc. und ich weiß was dafür getan werden muss, dass diese Produkte bei mir auf den Teller kommen. Ich respektiere jede:n, die/der aus welcher Überzeugung auch immer sich dagegen entscheidet das zu konsumieren. Ich akzeptiere jede:n, wenn man nicht darauf verzichten möchte. Ich akzeptiere auch, wenn man hier sehr preisbewusst ist und auf die Billigprodukte zurückgreift. Das darf/soll/muss jede:r selbst entscheiden. Aber ich glaube wir müssen hier besser werden und vielleicht mal eine vernünftige Kennzeichnung der Produkte im Markt anstreben. Randnotiz: Warum dürfen selbst die "schlechten" Eier im Supermarkt relativ freundlich benannt werden, z.B. Bodenhaltung, aber bei Zigaretten schwingen wir mit der großen, bösen Keule?
Als dann häufig mit so einer extremen Haltung: Du bist Schuld das Tiere abgeschlachtet werden wenn du Fleisch ist. Ist das die Zukunft? Du bist nicht eins zu eins dafür, also bist du automatisch dagegen?
Absolute Zustimmung. Ich stoße an auf jede Veganerin und jeden Veganer, die mit sich selbst im Einklang sind und niemanden zu belehren versuchen. Aber das gilt für so viele Reibungsthemen und politische Streitpunkte heutzutage...
Gelingt die Umsetzung der Klimapolitik nicht (besonders auch im wirtschaftlichen Sinne), ist sie zum scheitern verurteilt und es werden wieder andere Wege eingeleitet, die für den momentanen Moment wirtschaftlicher sind, bei Krisen und Problemen die einfach existieren.
Nochmals, absolute Zustimmung.