@Eisenfuss57
Ich habe bezüglich Friedl nie behauptet, dass es Zeitverschwendung wäre. Habe doch bereits heute morgen geschrieben, dass das zwei Paar Schuhe sind.
Hier ging es um eine nachträgliche Reduzierung der Strafe, nicht um die rote Karte ansich.
Beim Rest kann ich dir nicht so ganz folgen.
Der VAR sollte niemals für KANN-Entscheidungen herangezogen werden, da hier je nach Entscheidung sowieso eine Seite auf den VAR schimpfen wird. Und eine solche Entscheidung war es hier bei Friedl. Hätte er nur gelb gegeben, hätte es drei Möglichkeiten gegeben:
1. VAR meldet sich und es bleibt dabei - Hertha meckert über den Schiri und VAR.
2. VAR meldet sich und es gibt rot - wir meckern über VAR, weil es keine klare Fehlentscheidung war.
3. Nix passiert - Hertha meckert über VAR.
Wie du siehst, da drehen wir uns im Kreis. Aus diesem Grunde gilt die Regel, dass er nur bei krassen Fehlentscheidungen eingreifen darf. Das Problem beim DFB scheint aber zu sein, dass kein VAR das checkt. Entweder wird gepennt oder man greift bei Sachen ein, die nicht notwendig sind.
Mir schon klar und meine Stellungnahmen betrafen immer einen Einspruch zu erheben. Mit ist schon klar, dass das Spiel oder die
rote Karte nicht annulliert wird. Mir ging es immer und auch jetzt noch um die Klarstellung. Durch die Urteilsbegründung wird klar, dass
es sich um eine Fehlentscheidung handelte, dieser aber nicht sanktioniert wird. Dafür findet das Sportgericht eine Formulierung
wie "atypische Notbremse". Ein Anwalt im Straf- oder Zivilverfahren würde denen das Urteil um die Ohren hauen. Warum?
Nach dem Motto, wie konnte es zu diesem schadenträchtigen Ereignis kommen? Ursache und Wirkung.
An diesem Punkt verweise ich nochmals auf das Wirken des VAR. Bei Vorlage dieser Bilder hätte er informieren müssen, vom Regelwerk her,
wie auch um den SR in seiner Fehleinschätzung zu schützen, um ihm die Gelegenheit gibt seine Entscheidung evtl. zu revidieren.
Deine These war, dass du Gelb gegeben hättest, aber auch Rot für vertretbar halten würdest. Also letztendlich siehst du darin auch
ein Vergehen welches mit Rot bestraft werden muss. Du berücksichtigst allerdings bei deiner Betrachtung die Kausalität der Abläufe nicht.
Dies hat aber selbst das Sportgericht in der Erklärung klar ausgewiesen.
"dass das
Halten an der Schulter seinen Ursprung hatte und dies
zu einem Nachteil Friedls führte."
Jeder Anwalt im Zivil- oder Strafprozess würde denen das Urteil mit dieser Begründung um die Ohren hauen. Es geht um die
Frage, wie konnte es zu diesem schadenträchtigen Ereignis kommen..... Ursache und Wirkung.
Da und genau da erwarte ich die Erfahrung eines VAR-Assi in einer solchen Sache zu informieren.
Ich weiß zwar nicht was die Darstellung 1 bis 3 herausstellen soll, aber ich gehe trotzdem mal daruaf ein.
Wir drehen uns im Kreis? Sorry .....
Es ist doch völlig Wumpe wer gegen wen und wer im Nachgang der Buhmann ist. Es geht darum den Job zu machen und ich
bin der festen Meinung bei Punkt 1würde Hertha Streich über Schiri und VAR meckern. Bei Betrachtung der Spielszene würde es
aber ruhig bleiben. Jetzt wurde ein Spieler und eine Mannschaft benachteiligt, auch infolge der roten Karte, plus viel Wirbel über
den Spieltag hinaus.
Dem Spieler Gregoritsch hier in dieser Situation ein Fairplay zukommen zu lassen ist der Hammer schlecht hin. In denke auf der Ebene
wiegeln fast alle Spieler bei einer Anhörung ab, um den Kollegen nicht noch weiter zu schädigen. Fairplay ist anders, eben wie ein
anderer User schrieb, Aaron Hunt bei seinem Verzicht auf einen Elfmeter. Die Freiburger werden es wohl professionell nennen,
wie wir es vielleicht auch machen würden, aber Fairplay, sorry.
Nochmals, weil es mir um die Arbeit des VAR ging und du den Aufgabenbereich so explizit mit Fakten belegst. Wo war denn jetzt
das Einwirken des VAR bei der Elfer- und Verwarnsituation?