Trotzdem tauchen in den Top 10 der wertvollsten Spieler keine aus dem defensiven MF auf.
Selbst wenn wir Joshua Kimmich im Kader hätten, dann würde er mMn weiter vorne spielen, weil seine Qualitäten für unser Offensivspiel noch wichtiger wären, als der Einsatz auf der 6er Position.
Für mich spielt Christian Groß auf der 6 und nicht in der IV, weil die 6er Position von den zentralen Positionen am ehesten von jedermann auszuführen ist.
Eine Liste der wertvollsten Spieler als Beweis für die Wertigkeit eines Spielers anzuführen ist so nicht haltbar. Es war die Rede von der
Aufgabenvielfalt des "modernen" 6er. Ob ein 6er etwas weiter vorgezogen spielt ist auch ein Frage des Matchplanes.
Der 6er ordnet das MF, sichert und ordnet die Abstände zwischen den Positionsgruppen (AW/MF/AS). Er sollte die Kommandos zum
Verschieben oder Pressen geben. In der Offensive übernimmt der 6er eine wichtige Rolle für den Spielaufbau. Er holt/fordert/verteilt den Ball.
Dabei muss dieser Spieler über hohe technische und taktische Fähigkeiten verfügen (Spielverlagerungen, Passgenauigkeit, Gespür für
Spielsituationen etc.). Kopfballfertigkeiten sicherlich auch, aber weniger, da dieser in der Offensive wie auch in der Defensive eher auf die
2. Bälle agieren soll.
Sollte systembedingt mit zwei 6er gespielt werden bewegt sicher der eine 6er eher horizontal der andere 6er (8er) vertikal je nach Spielsituation.
Der einzelne 6er im System sollte seine Vorstöße (vor allem unnötige 1:1) minimieren, da bei gegnerischem Ballgewinn der Raum vor den
IV verwaist ist (unsere Heimspiele) und da sind wir bei unseren Heimspielen. Genau in diese Räume wird das gegnerische Umschaltspiel
präferiert.
Mir scheint es du verwechselt die 6er-Position mit dem Spiel/Aufgaben des althergebrachten Vorstopper/Staubsauger .....
die Zeit ist vorbei.
Zu Groß:
Die von Groß gespielten Spiele bisher waren bis auf das Spiel gegen BMG (da waren alle zumindest in der 1. HZ. Klasse) eher
weniger solide und mit bedeutenden Fehlern behaftet. Hinzu kommt das auch gerade bei Heimspielen man einfach höher steht
und nicht wie in den Auswärtspartien aus einer defensiveren Kompaktheit agiert. Was seinen Orientierungssinn anbelangt haben wir
jetzt im letzten Heimspiel sehen dürfen. Beim 0:1 verlässt er die Zentrale und agiert halblinks an der ML und öffnet somit die vorgenannte
Zone. Beim 0:2 agiert er vorn halbrechts, öffnet wieder diesen Raum (dadurch fehlt er in der Verschiebung zur Doppelung auf der
Außenbahn) läuft zurück ohne Überblick was da aus dem Rückraum anrauscht. Er nimmt eine völlig sinnfreie Position ein.
Der Gegner kann in dieser Situation nur in den Raum spielen, weil er zudem einen zu weiten Abstand hat um (wenn er das wollte)
zu doppeln, zudem steht er in keiner offenen Spielstellung um schnell agieren zu können.