Letztlich sind viele 50-50-Entscheidungen (bzw Kann-Entscheidungen) von subjektiven Dingen abhängig. Hat der foulende (faule?

) Spieler schon zwei, drei Mal zugelangt oder war das sein erstes Foul überhaupt? War die Körperbewegung zum Ball, infolge derer der Ball mit dem Oberarm einen Tick abgelenkt wurde, eher Absicht oder zufällig usw. Insofern spielt Empathie immer ein wenig mit hinein. Völlig abstrahieren kann man glaube ich solche Entscheidungen nicht. Weil es eben Kann-Entscheidungen sind.
Zudem wird von Schiries doch auch oft genug gefordert - zurecht - sie sollten mit dem berühmten "Fingerspitzengefühl" an ein Spiel herangehen, also bei bestimmten Situationen, beim Umgang mit Spielern etc. Und was anderes als Empathie ist Fingerspitzengefühl?
Ganz schwieriges Thema. Und genau deswegen benötigen wir fähige Schiedsrichterbeobachter und kritikfähige Schiries. Und da ist mir ein Herr Aytekin, der sich auch zu seinen umstrittenen Entscheidungen äußert, sehr willkommen. Genau wie früher Markus Merk oder Pierluigi Collina, um mal exemplarisch zwei Schiries zu nennen. Aber das ist jetzt tatsächlich OT...