Klimapolitik, Energiewende, Fridays For Future....

https://www.n-tv.de/politik/Forscher-Methan-Menge-geringer-als-befuerchtet-article23631821.html
Unterdessen erklärte der russische Vizeregierungschef Alexander Nowak, dass der mutmaßliche Sabotageakt gegen die Nord Stream Pipelines offenbar die von Russland präferierte Leitung Nord Stream 2 verschont habe. "Was Nord Stream 2 betrifft, so ist diese Pipeline bisher nach vorläufiger Einschätzung tatsächlich in technisch geeignetem Zustand", sagte Nowak im Staatsfernsehen. Er bot an, durch diese Leitung Gas nach Europa "in kürzester Zeit" zu liefern. Zugleich forderte er eine Beteiligung Russlands an den Ermittlungen zur Sabotage

Kommt es nun so, wie es Prof. Rieck in einem Szenario hergeleitet hatte?
Also doch rationales handeln der Russen. Nur leider für einige Menschen zu durchschaubar :happy:

Da verdrehst Du jetzt aber schon einiges oder? ;-)

Das Szenario welches jetzt eintritt, nämlich dass die Russen die Dinger selbst gesprengt haben um eine Inbetriebnahme von Nordstream 2 zu erpressen, hat Rieck zwar betrachtet, aber nahezu vollumfänglich ausgeschlossen. Begründung: Kosten wären zu hoch und auf Jahre hinaus vermutlich nicht reparierbar + man hätte keine Einnahmen mehr. So doof wären die Russen ja nicht (Rationales Handeln).

Im zweiten Video rudert er da langsam zurück und sagt selbst, das er ja selber nur wild spekuliert ohne irgendwelche Erkenntnisse zu haben.

Wenn man alle / möglichst viele Szenarien mit vielen Worten erwähnt, ist die Wahrscheinlichkeit eines Treffers recht hoch.
 
Wer vollständig auf erneuerbare Energien setzt, sollte sich bewusst sein, dass es die Aufgabe unseres Wohlstands bedeutet.
Den meisten, die das so leichtfertig fordern, scheint nicht annähernd klar zu sein, was das bedeutet.

Schwachsinn. Was du schreibst.

Die Stromkosten würden, wenn wir bereits jetzt nur Erneuerbare Energie gäbe sehr viel niedriger als jetzt. Die Versorgung durch Erneuerbarer Energie ist sehr sicher und Nachhaltig. Man macht sich dazu 100% Unabhängig von anderen. Das heißt wir könnten sogar durch ein Speichersystem über Wasserstoff sogar das Gas ersetzen, was wir zum Heizen benutzen. Gas würde also Brennstoff zu 100% ersetzt in dem man durch Stromüberschüsse Wasserstoff produziert und dieses dann zum Heizen benutz anstatt Gas.

In Schleswig Holstein ist man bereits an den Punkt angekommen, das dort zu 100 % Erneuerbare Energie produziert und verbraucht wird. Es Siedeln sich bereits Firmen dort an, die auf Grünen Wasserstoff setzen und diesen in der Produktion brauchen. Das heißt, der nicht gebrauchte Strom, wird man in Wasserstoff umwandeln und diesen Firmen als Brennstoff zur Verfügung stellen. Das Zeigt, das dort wo Erneuerbare Energie gewonnen wird, Arbeitsplätze entstehen und das bedeutet im Umkehrschluss, das unser Wohlstand gestärkt wird.


Der Strompreis ist ja durch die Gasverstromung so teuer, weil die Gasverstromung an teuersten ist aber auch nur ein kleiner Anteil ausmacht. An zweite Stelle vom Preis her ist die Atomkraft, gleich dahinter die Verstromung von Kohle. Der Strom aus Atomkraft macht nicht einmal 8 % (wenn jetzt nicht mal so viel, da das AKW bereits in November vom Netzt geht beziehungsweise bis dahin im Streckbetrieb sein wird) von dem Strombedarf aus. Die Gasverstromung ist auch nur da, um den Energiebedarf zu sichern, wenn die Erneuerbaren nicht genug Strom liefern. Aber auch daran wird gearbeitet, da man bereits an Speichersystemen arbeitet, die dann die Gasverstromung überflüssig machen wird.
 
In Schleswig Holstein ist man bereits an den Punkt angekommen, das dort zu 100 % Erneuerbare Energie produziert und verbraucht wird. Es Siedeln sich bereits Firmen dort an, die auf Grünen Wasserstoff setzen und diesen in der Produktion brauchen. Das heißt, der nicht gebrauchte Strom, wird man in Wasserstoff umwandeln und diesen Firmen als Brennstoff zur Verfügung stellen. Das Zeigt, das dort wo Erneuerbare Energie gewonnen wird, Arbeitsplätze entstehen und das bedeutet im Umkehrschluss, das unser Wohlstand gestärkt wird.
Nur leider wurde genauso bereits vor 30 Jahren argumentiert.
Regenerative Energien seien im Schnitt:
  • besser für die Umwelt
  • günstiger
  • schaffen Arbeitsplätze
  • verbessern den Wohlstand
Wenn wirklich alle 4 Punkte zutreffen, dann wäre es schon längst umgesetzt.
Da wo wirklich qualitative Fortschritte gemacht werden, da werden sie auch allumfassend umgesetzt.
Wer z.B. benutzt noch einen Kühlschrank der 90er, wenn sich ein heutiger nach der Neuanschaffung in 3 bis 4 Jahren amortisiert hat?
 
Die Reaktion on @sergeant_mumm war nun nicht freundlich, aber Geschwurbel ist das mMn nicht. Das war eher. dass auf was er sich bezog. Denn dort wurde eine Stammtischparole verwendet ohne näher drauf einzugehen. Da ist die Frage nach "Belegen" aus meiner Sicht naheliegend. Das dann mit der Gegenfrage ob man es widerlegen könne gekontert wird, ist halt ein recht typische Verhalten für Leute die sich in die Enge getrieben fühlen. Tatsächlich hätte man Belege oder zumindest Erläuterungen zu der These bringen können und dann fragen ob diese entkräftet werden können. Aber ohne auf die ursprüngliche Frage zu antworten ist es dann doch relativ unpassend.

EDIT: Zusammenhang fehlt nun etwas, da Beiträge gelöscht wurden.
 
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Nur leider wurde genauso bereits vor 30 Jahren argumentiert.
Regenerative Energien seien im Schnitt:
  • besser für die Umwelt
  • günstiger
  • schaffen Arbeitsplätze
  • verbessern den Wohlstand
Wenn wirklich alle 4 Punkte zutreffen, dann wäre es schon längst umgesetzt.
Da wo wirklich qualitative Fortschritte gemacht werden, da werden sie auch allumfassend umgesetzt.
Wer z.B. benutzt noch einen Kühlschrank der 90er, wenn sich ein heutiger nach der Neuanschaffung in 3 bis 4 Jahren amortisiert hat?
Das passendere Beispiel wäre mE der Vergleich zwischen einem 90er Jahre Auto und einem modernen Verbrenner. Der hat sich durch die Nutzungskosten auch relativ schnell amortisiert durch den hohen Altersunterschied. Die Alternative beim Kühlschrank wäre jetzt, dass man z.B. die natürliche Kühle des Erdbodens nutzt, um im Garten das Bier kühl zu halten, statt einen Party-Kühlschrank im Geräteschuppen zu haben.

Das sich sowas nicht oder noch nicht durchsetzt, liegt mE auch zu erheblichen Teilen an den etablierten Lobbies. Solange mächtige Männer in den USA große Profite mit Öl machen können, werden sich die regenerativen Technologien nicht durchsetzen. Solange unsere Automobilhersteller allerbeste Kontakte bis in die Bundesregierung haben, geben sie das Tempo bei der E-Mobilität vor. Die Fließrichtung ist immer dieselbe.
 
Das sich sowas nicht oder noch nicht durchsetzt, liegt mE auch zu erheblichen Teilen an den etablierten Lobbies. Solange mächtige Männer in den USA große Profite mit Öl machen können, werden sich die regenerativen Technologien nicht durchsetzen.
Die Frage ist dann, warum sich im 20. Jahrhundert die Energiegewinnung durch Kernspaltung so viel schneller, als die regenerativen Energien durchgesetzt hat, wo es doch Windkraft schon viel länger gab?

Atomkraft hätte sich nie so schnell mit über 2/3 der Stromproduktion in Frankreich durchgesetzt, wenn die zuvor existierende Gewinnung durch Kohl/Öl mit der dazugehörigen Lobby nur Vorteile gegenüber Atomkraft hatte.
 
Ist das so?
ich stütze mich da auf Aussagen von diplomierten Physikern, die das unabhängig voneinander behaupten.
Sie begründen das damit, dass erneuerbare Energien nicht grundlastfähig seien.

Es kann natürlich sein, dass die mir einen Bären aufgebunden haben.
Aber es klang jedes mal sehr überzeugend.

Biomasse, Wasserkraft oder Wasserstoff / Ammoniak sind beispielsweise grundlastfähig. Auch Windkraft ist grundlastfähig, wenn man die Risiken (Flaute) entsprechend (deutschlandweit & europäisch) verteilt und nicht alle Anlagen an einem Standort betreibt.

Kombiniert mit entsprechenden (dezentralen) Speicherelementen (Power-to-Heat, Power-to-Gas, Power-to-X) sogar vermutlich stabiler als aktuelle Mechanismen.

Unsere aktuellen (Erdgas)-Kraftwerke werden auch schon entsprechend auf Wasserstoffbeimischung (und später kompletter Betrieb) umgerüstet.

Muss halt mal konsequent ausgebaut werden und das wurde in den letzten 20 Jahren verschnarcht.
 
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Die Frage ist dann, warum sich im 20. Jahrhundert die Energiegewinnung durch Kernspaltung so viel schneller, als die regenerativen Energien durchgesetzt hat, wo es doch Windkraft schon viel länger gab?

Atomkraft hätte sich nie so schnell mit über 2/3 der Stromproduktion in Frankreich durchgesetzt, wenn die zuvor existierende Gewinnung durch Kohl/Öl mit der dazugehörigen Lobby nur Vorteile gegenüber Atomkraft hatte.
Die Atomkraft hatte noch einflussreichere Lobbyisten in der Politik. Bzw. rekrutierten sich die Kohlelobbyisten i.d.R. nur aus den jeweiligen Regionen. d.h. in Deutschland von Ruhr und Saar, in Frankreich aus den Vogesen und dem Jura. Wogegen im Vereinten Königreich der Kohlebergbau von Maggie Thatcher zertrümmert wurde. Diese Atomlobby argumentiert stets, dass Atomstrom die preisgünstigste Variante der Energiegewinnung sei. Was zumindest aus Sicht der Betreiber stimmt, denn die Herstellung von Atomstrom ist billig. Aber eben nur die Herstellung.

Geflissentlich unterschlägt die Atomlobby, dass die Entwicklung und andere Aufwendungen von AKW ca. 40 - 60 Mrd. € kosteten. Und das ist nur der umgerechnete Kurswert ohne Berücksichtigung der Inflation seit Ende der Hoch-Zeit der AKW-Bauten vor ca. 30 Jahren. Das ist viel Geld für 17 Atommeiler (der abstruseste Bau war dabei das AKW in Mühlheim-Kärlich im erdbebengefährdeten Neuwieder Becken).Und darin sind noch nicht einmal die Kosten für die Instandhaltung der AKW, die Entsorgung des Atommülls inkl. der Instandhaltung der atomaren Endlager enthalten. All diese Kosten müssen die Kernkraftbetreiber nicht bezahlen, sondern wurden und werden durch Steuergelder finanziert.

Von den Gefahren der Atomkraft mal ganz zu schweigen. Selbst der den GAU in Tschernobyl 1986 konnte einen großen Teil der Jünger des Atomstrom nicht besinnen. Im Gegenteil, dieser GAU wurde in jenen Zeiten des Kalten Krieges vermehrt damit abgetan, dass dieser ja "nur" in der damaligen UdSSR passierte. Dass es aber zuvor u.a. in England (Sellafield 1973), den USA (u.a. 1979 in Three Mile Island / Pennsylvania) und Frankreich (1980 Saint Laurent) zu - wenn auch im Vergleich zu Tschernobyl im deutlich geringeren Ausmaß gab - wurde gerne unter den Teppich gekehrt.

Diese Hörigkeit gegenüber der Atomlobby war noch im Herbst 2010 zu beobachten, als die damalige Bundesregierung eine erneute Verlängerung der AKW-Laufzeiten beschloss - wenige Monate später, im März 2011, kam es im japanischen Fukushima zum größten atomaren Unfall seit Tschernobyl - und in Folge dessen in Deutschland zu einer atompolitischen Kehrtwende um 180°
 
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Auch Windkraft ist grundlastfähig, wenn man die Risiken (Flaute) entsprechend (deutschlandweit & europäisch) verteilt und nicht alle Anlagen an einem Standort betreibt.

Eine Verteilung erhöht zumindest die Wahrscheinlichkeit.

Muss halt mal konsequent ausgebaut werden und das wurde in den letzten 20 Jahren verschnarcht.

Aber wir reden doch jetzt über die aktuelle Situation und nicht über die, die wir gerne hätten.
Aktuell ist es irre, nur auf die erneuerbaren Energien zu setzen. Wir brauchen aktuell die Kernkraftwerke und auch die Kohlekraftwerke.
 
Die Atomkraft hatte noch einflussreichere Lobbyisten in der Politik. Denn diese argumentiert stets, dass Atomstrom die preisgünstigste Variante der Energiegewinnung sei. Was zumindest aus Sicht der Betreiber stimmt, denn die Herstellung von Atomstrom ist billig. Aber eben nur die Herstellung.
Alles richtig was du schreibst, aber warum hat sich die Lobby der Windkraft trotzdem nicht besser durchgesetzt, wenn es sie schon viel länger gibt.
Bei der Windkraft wird jedoch teilweise sogar argumentiert:
Windkraft kostet 0 cent / kWh, weil der Wind weht umsonst. Und das ist doch günstiger und umweltfreundlicher, als die Nutzung von Uran.

Zumindest wurde bei der Merit Order so argumentiert. Da wurde der Gaspreis für die aktuellen hohen Stromkosten verantwortlich gemacht, und Windkraft wird mit 0 Cent pro kWh eingestellt - ein ziemlich großer Ponyhof als Nährstoff für eine Lobby.
Ich meine es kostet quasi in der Produktion nichts! :happy2:
 
Aber wir reden doch jetzt über die aktuelle Situation und nicht über die, die wir gerne hätten.
Aktuell ist es irre, nur auf die erneuerbaren Energien zu setzen. Wir brauchen aktuell die Kernkraftwerke und auch die Kohlekraftwerke.

Es spricht doch niemand ernsthaft davon sofort alles Konventionelle abzuschalten (Kernkarft klammere ich da aus, aber auch da wird der Streckbetrieb kommen). Kohleverstromung wird aktuell sogar wieder angewiesen. Unsere Kohlemeiler sind alle wieder in der Reserve und sämtliche Kohlebunker, die eigentlich schon anderweitig genutzt wurden, nahezu voll.

Dass das eine Transformation ist, die uns die kommenden Jahrzehnte begleitet ist klar. Nur das als Grund zu nehmen, es weiterhin zu vertrödeln ( weil ist ja noch Zeit) ist fahrlässig.

Das passt aber besser den anderen Thread.
 
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Alles richtig was du schreibst, aber warum hat sich die Lobby der Windkraft trotzdem nicht besser durchgesetzt, wenn es sie schon viel länger gibt.
Das erklärt sich dadurch, dass die technische Entwicklung, die Windkraft für die Stromgewinnung zu nutzen, sehr zäh verlief. In der Bundesrepublik Deutschland wurde der erste Großversuch erst in den 1980er Jahren mit der Versuchsanlage Growian gestartet, bevor in den 1990er Jahren der Bau von Windkraftanlagen "in Serie" ging. In der Zeit hatte die Atomlobby ihre "Claims" in den Regierungsvierteln schon lange abgesteckt.
 
Es spricht doch niemand ernsthaft davon sofort alles Konventionelle abzuschalten.

Doch, das wird tatsächlich aus den Reihen von FFF, Extinction Rebellion & Co gefordert.

Dass das eine Transformation ist, die uns die kommenden Jahrzehnte begleitet ist klar.

Es könnte bestimmt auch schneller voran gehen, wenn man die Bürokratie für private Initiativen abbaut.
Ich würde sofort ein lukratives Angebot für eine Solaranlage annehmen. Aber wenn es mit Formularen und Finanzamt losgeht, bin ich raus.

Nur das als Grund zu nehmen, es weiterhin zu vertrödeln ( weil ist ja noch Zeit) ist fahrlässig.

Hier hast Du meine volle Zustimmung.

Das passt aber besser den anderen Thread.

Hier auch, lol. Warum ist das eigentlich nicht im Klima-Thread?
 
Dass man überhaupt darüber diskutieren muss, dass regenerative Energien die bessere Wahl sind, ist völlig absurd.

Es spricht doch niemand ernsthaft davon sofort alles Konventionelle abzuschalten
Genau. Aber es wird von der "Gegenseite" immer so dargestellt, als wäre dies der Fall. Und zwar immer, egal zu welchem Thema.
E-Autos? Achja, jetzt sollen alle mit Strom fahren, wie soll das gehen? Was ist mit meinem Traktor, häää?
> hier weitere Beispiele beliebig einfügen. Ich hatte gerade noch 1-2 im Kopf, die sind gerade weg. <

Ich habe so'n Oberdulli als Nachbar. Der hat "Alles für Greta" oberhalb von seinem Auspuff kleben. Da gehört der gesamten Wertschöpfungskette ne Backpfeife verteilt. Der, der die Idee hatte. Der, der gesagt hat "Jo, coole Idee". Der, der alles in Auftrag gegeben hat. Bis hin zu meinem dusseligen Nachbarn, der sich das dann auf die Karre klebt. Ist auch nur ein kleines Beispiel von so "Seufz"-Momenten.
 
Doch, das wird tatsächlich aus den Reihen von FFF, Extinction Rebellion & Co gefordert.

Ja ok, aber ich rede von den Personenkreis die wirklich was zu entscheiden haben und da wird aktuell von 10 - 15 Jahren ausgegangen um vermutlich auf 80-90% Regenerativ zu komme. Und das wäre schon ein Kraftakt mit allem was dranhängt, birgt aber auch enormes Potenzial.

Es ist ja nicht nur die Erzeugung, sondern auch die Netzinfrastruktur und die Speicherung. Und das wurde politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich komplett verschlafen in den letzten 20 Jahren, da wir uns auf billigem Gas ausgeruht haben.
 
Es könnte bestimmt auch schneller voran gehen, wenn man die Bürokratie für private Initiativen abbaut.
Ich würde sofort ein lukratives Angebot für eine Solaranlage annehmen. Aber wenn es mit Formularen und Finanzamt losgeht, bin ich raus.

Nicht nur private Initiativen. Wir produzieren für ein Genehmigungsverfahren eines einzelnen Windrads gut 50 Ordner Papier, was dann wieder den Behörden (in Papierform) übergeben und geprüft wird.

Eine spitzöhrige-doppelzüngige-braungestreifte Hasel-Erdbeer-Spitzmaus (leichter Sarkasmus hier) kann ein Genehmigungsverfahren um Jahre verzögern. Genauso wie ein Hans Müller, der jahrelang durch sämtliche Institutionen klagt um den Ausbau einer neuen Stromleitung zu verhindern (und damit meist noch Erfolg hat, weil die Betreiber irgendwann keinen Bock mehr haben).

Würde der Ausbau & die Genehmigung der Erneuerbaren ähnlich konsequent wie der Ausbau der LNG Terminals vorangetrieben, wären wir schon Jahre weiter.

Edit: Und just in dem Moment kommt auch dazu ein Artikel der Leopoldina
Energiekrise: Leopoldina-Präsident warnt vor Ende der chemischen Industrie in Deutschland - DER SPIEGEL
 
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Das erklärt sich dadurch, dass die technische Entwicklung, die Windkraft für die Stromgewinnung zu nutzen, sehr zäh verlief. In der Bundesrepublik Deutschland wurde der erste Großversuch erst in den 1980er Jahren mit der Versuchsanlage Growian gestartet, bevor in den 1990er Jahren der Bau von Windkraftanlagen "in Serie" ging. In der Zeit hatte die Atomlobby ihre "Claims" in den Regierungsvierteln schon lange abgesteckt.
Grundsätzlich war es nie schwer für die Menschheit Dinge größer zu machen.
Segelschiffe wurden bereits vor der Industrialisierung immer größer, bevor sich umweltschädliche Passagierflüge mit Kerosin durchsetzten.
Warum wurde nicht in der Windkraft dieser Weg eingeschlagen, bevor sich die relativ komplizierte und umweltschädliche Kernkraft im 20. Jahrhundert durchsetzte?

Diese Frage ist nicht provokant, und beruht auf Unwissenheit. Die Unwissenheit bleibt bestehen mit saloppen Antworten wie:
Die bösen Atom-Lobbyisten sind schuld.
Oder: Die waren alle ignorant bzw. hatten keine Ahnung:kaffee:
 
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