@ Mick Werder
Also ich hatte den Eindruck dass gegen WOB das System genau das Richtige war und die Einstellung gestimmt hat. Bei Aachen heute hätte ich doch den Eindruck die Einstellung stimmte nicht und das System passte auch nicht. Denke die Raute wäre besser gewesen.
Naja, mir kam es wiederrum so vor, dass Dinge passierten, die im Grunde systemimmanent sind und nur in Teilen von der Einstellung abhängen können.
Das gestern waren doch in Wirklichkeit
altbekannte Probleme. Wenn das Team nach gewisser Spielzeit feststellt, dass die Rädchen nicht wie gewünscht greifen, dass Chancen nicht sitzen, zudem der Gegner praktisch aus dem Nichts in Führung geht, wirkt das Ganze viel zu schnell ratlos. Dann fehlt der Mannschaft ganz deutlich die Kompetenz auf dem Platz, taktisch, psychologisch oder spielerisch umstellen zu können. Und hier beginnt eigentlich der Aufgabenbereich der sportlichen Leitung, wo TS & Co. energisch ins Geschehen eingreifen müssten. So wie es gestern aussah, taten sie es (scheinbar) wieder einmal nicht. Das Resultat war eine agierende Mannschaft, deren Konzept das Gleiche blieb - unabhängig von Spielstand, Spielverlauf und Qualität des Gegners ging es blindlings Richtung gegnerisches Tor. Statt dem eng stehenden Gegner mit psychologischen Mitteln die Konzentration zu nehmen oder spieltaktisch dessen Verbund durch kontrollierendes Verschieben zu lockern, um dann nach Balleroberung aus der Tiefe schnell spielen zu können und damit Überraschungsmomente zu produzieren, marschieren immer mehr Mann nach vorne und versuchen allein auf diese Weise, ein Übergewicht zu schaffen. Aber so wird es nicht besser, das Spiel wird immer enger und unmöglicher statt raumgreifender. Zusätzlich frustet das die Spieler, da ihr hoher Aufwand keine Erfolge zeitigt, zusätzlich kommen immer mehr Leute vor den Ball, was dem Gegner weitere Räume zum Kontern eröffnet. So gesehen gestern vor dem 2:0 und 3:0. Wenn wir solche Kontertore schon gegen einen, sagen wir mittelmäßigen Zweitligisten schlucken, was soll dann erst gegen konterstarke Teams wie Schalke, Stuttgart oder Köln passieren? Das, was wir somit geballte Offensive nennen, ist aus meiner Sicht tatsächlich Kicken ohne Verstand und schon gar keine Variante modernen Fussballs. Mensch Schaaf, müssen solche Spiele immer noch sein?
Deshalb meine ich, dass es weniger an einer nach harter Vorbereitungsphase platten Mannschaft, mangelnder Einstellung oder falschem System lag. Das spielt sicher alles eine Rolle, aber mMn nicht in dem Maße, wie es einen Spielverlauf wie gestern beeinflussen könnte. Ein Borowski offenbarte bspw. 06-08 ähnliche Mängel auf der Halbposition und wurde auch da teilweise zum Sicherheitsrisiko.
@Batigoal23
Nach der letzten Halbserie wähnte ich dort eigentlich Fortschritte erkennen zu können, aber so war es teilweise nach der Rückrunde 08 auch schon. Daher meckere ich bereits jetzt, weil hier grosse Angst mitschwingt, ähnlich vorgetragene Spiele gegen Union und Frankfurt zu erleben. Ich erkenne - pessimistischerweise - einfach Schwierigkeiten, weil diese Partien der ersten Halbzeit Marke Aachener Tivoli mir viel zu bekannt sind und sich in der Vergangenheit zu oft nach Schablone X wiederholten. Das kannst Du berechtigterweise ,,schwarz malen " nennen, nur wollte ich warnend den Finger heben, wohl wissend, dass das kaum was nützt oder irgendeinen interessiert. Insofern:
