Der Auto(-und-Spritpreise)-Thread

Wegen mir kann es gerne die Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h geben. Vorteile liegen alle auf der Hand und wurden zur Genüge untersucht.
Und wenn die, die gerne schnell fahren, das als Gängelung empfinden, dann ist das eben so. 2-3 Jahre nach Einführung einer Höchstgeschwindigkeit interessiert das eh niemanden mehr.
Bin ja früher auch gerne mal flotter gefahren. Auch mit dem Motorrad. Der Stressfaktor für den Körper ist aber schon enorm.
 
Wir hatten für Sonntagmorgen einen Spaziergang an der See geplant, und damit wir nicht in die Rushour kommen, waren wir sehr früh unterwegs.
Nebenbei bemerkt: Wunderschön: 7:00 Uhr, die Sonne war gerade aufgegangen, 2° und Ostwind (also arschkalt), eine handvoll Leute unterwegs. Nach 2-3 Stunden wieder nach Hause zum Frühstück. Normalerweise kommt uns dann ein Strom von Autos entgegen, viele aus Hamburg und Umzu und gegen Mittag sind die Leute an den Promenaden wie Ameisen unterwegs, die ufernahen Parkplätze sind dicht Seitenstrassen selbst in den. Gestern hingegen war noch Platz zum Parken und die Autos kamen übersichtlich daher, für mich ein klares Indiz, das wesentlich weniger gefahren wird. Die hohen Preise zeigen Wirkung.
 
2-3 Jahre nach Einführung einer Höchstgeschwindigkeit interessiert das eh niemanden mehr.
Japp, bei Einführung bzw. Verschärfungen von Verordnungen gab es immer riesengroßes Geschrei aus den Teilen des autofahrendem deutschen Michels, der sich dadurch in seinen Freiheitsrechten beraubt fühlte. Vom Geplärre der Autoindustrie mal ganz zu schweigen. Sei es z.B. bei der der Gurtpflicht, der Einführung des Katalysators oder dem Verbot von verbleitem Benzin: nachdem anfangs lautstark rumkraelt wurde, war irgendwann dann doch Schweigen im Walde.
 
Ich fahre selbst kein Motorrad. Trotzdem überraschst du mich. Denn du bist der erste der mir erzählt, dass schnelles Motorradfahren mit Stress verbunden ist.
Oder hattest du ein Firmen-Motorrad mit dem du Kundentermine wahrgenommen hast?
Ich sprach vom Stressfaktor des Körpers. Augen, Hirn. Und mit schnell meinte ich 270 km/h. Da ist nichts entspanntes bei.
 
Ich fahre selbst kein Motorrad. Trotzdem überraschst du mich. Denn du bist der erste der mir erzählt, dass schnelles Motorradfahren mit Stress verbunden ist.
Oder hattest du ein Firmen-Motorrad mit dem du Kundentermine wahrgenommen hast?
Hohe Geschwindigkeiten sind immer mit Stress verbunden, mehr noch mit dem Motorrad, kann ich mir vorstellen. Die Strasse wird zunehmend "enger".
 
Und die gestrichelte Linie(n) werden visuell zu durchgezogenen.

Und es kommt noch die körperliche Belastung zur geistigen hinzu. Ich bin bisher max 240kmh gefahren, leere Autobahn, 520er BMW. Meine Erfahrung ist, dass alles oberhalb 180kmh eine relativ starke Belastung für Körper und Geist ist, wobei das natürlich auch mit der Erfahrung zusammen hängt. Wer täglich wie ein Irrer fährt, der gewöhnt sich daran. Meine Reisegeschwindigkeit liegt häufig so bei ca. 150-160kmh. Da hält sich der Verbrauch auch noch in Grenzen.
 
Ich sprach vom Stressfaktor des Körpers. Augen, Hirn. Und mit schnell meinte ich 270 km/h. Da ist nichts entspanntes bei.
Das überrascht mich gleich ein weiteres mal, dass jemand in jungen Jahren noch 270 km/h fährt, und dann im mittleren Alter bereits eine allgemeine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h akzeptieren würde.

Hohe Geschwindigkeiten sind immer mit Stress verbunden, mehr noch mit dem Motorrad, kann ich mir vorstellen. Die Strasse wird zunehmend "enger".
Der eigentliche Stress kommt für mich erst in Kombination mit der hohen Verkehrsdichte.
Z.B. Tempo 80 in der Baustelle und dir sitzt einer 10m im Nacken.

Um global Sprit zu sparen, müsste das Schienennetz für den Ferngüterverkehr ausgebaut werden. Es sind außerdem in erster Linie die LKW's, die die Autobahnen kaputt machen.

Edit: Ich bin auch kein Raser. Maximal bisher 210 km/h gefahren, und ich fahre gerne spät mit ~130 km/h, weil ich dann lange auf der rechten Spur fahren kann, ohne den Überholstress haben zu müssen.
Ich bin deshalb für ein Tempolimit in Abhängigkeit von Zeiten bzw. Verkehrsdichte.
 
Das überrascht mich gleich ein weiteres mal, dass jemand in jungen Jahren noch 270 km/h fährt, und dann im mittleren Alter bereits eine allgemeine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h akzeptieren würde.
Dich überrascht das wirklich? In meinen Augen ist das wenig überraschend. "Man lernt nie aus", sagt man doch so schön. Durchs Leben lernt man ja auch und wertet bestimmte Dinge ein wenig anders.
Dieses Beispiel ist aber auch ein extremes. Spitzengeschwindigkeit war um genau zu sein 278km/h, laut Tacho. Du fühlst dich da nicht wirklich wohl. Ein Wimpernschlag und du hast etliche Meter "verpasst". Wenn du nen Abflug machst, kannst du nur hoffen, dass es dich (und sonst niemanden) direkt zerlegt. Wer Adrenalin sucht sollte dies im nicht-öffentlichen Bereich tun.

Ich stimme Fat Tonys Aussage in https://www.werder.de/forum/threads/der-auto-und-spritpreise-thread.319/page-65#post-5354501 zu. Bis zu 180 km/h bekommt man noch ganz gut hin. Dennoch ist meine Reisegeschwindigkeit mittlerweile zwischen 110 und 130 km/h anzusiedeln. Ich beobachte dabei aber auch sehr gut den rückwertigen Verkehr und warte liebe "ne Runde länger" hinter einem Lkw. Hab's nicht eilig, will lieber heile ankommen.
 
Edit: Ich bin auch kein Raser. Maximal bisher 210 km/h gefahren, und ich fahre gerne spät, weil ich dann lange auf der rechten Spur fahren kann, ohne den Überholstress haben zu müssen.
Ich bin deshalb für ein Tempolimit in Abhängigkeit von Zeiten bzw. Verkehrsdichte.
Wir sind neulich nach dem Spiel nachts von Bremen nach Dortmund gefahren. Absolut freie Fahrt. Da kann ich es schon verstehen, wenn man meint, hier könne man flotter fahren. Auf der anderen Seite (es war von 0:30 bis 2:45 Uhr) schlägt dann natürlich auch die Müdigkeit zu.
 
Wir sind neulich nach dem Spiel nachts von Bremen nach Dortmund gefahren. Absolut freie Fahrt. Da kann ich es schon verstehen, wenn man meint, hier könne man flotter fahren. Auf der anderen Seite (es war von 0:30 bis 2:45 Uhr) schlägt dann natürlich auch die Müdigkeit zu.
Auf dieser Strecke hatte ich meinen Schreckmoment. Um und bei 190 km/h, spät abends, alles frei, dann 2 Scheinwerfer auf der Spur entgegen der Fahrtrichtung, Vollbremsung. Es war ein Anhänger mit einem Fahrzeug drauf, wo das Standlicht brannte. Dunkelheit, hohe Geschwindigkeit UND Müdigkeit gehen gar nicht. Thanks God wird man mit zunehmenden Alter ruhiger.
 
Und es kommt noch die körperliche Belastung zur geistigen hinzu. Ich bin bisher max 240kmh gefahren, leere Autobahn, 520er BMW. Meine Erfahrung ist, dass alles oberhalb 180kmh eine relativ starke Belastung für Körper und Geist ist, wobei das natürlich auch mit der Erfahrung zusammen hängt. Wer täglich wie ein Irrer fährt, der gewöhnt sich daran. Meine Reisegeschwindigkeit liegt häufig so bei ca. 150-160kmh. Da hält sich der Verbrauch auch noch in Grenzen.

160 km/h empfinde ich als angenehme Reisegeschwindigkeit, 180 - 200 km/h sind auch mal möglich, aber belasten schon deutlich mehr.
Jetzt ist es ja auch nicht so, dass man längere Strecken mit einem Schnitt von 160 km/h fahren kann. Dafür a) ist zu viel Betrieb auf den Autobahnen und b) gibt es zu viele Baustellen und andere Strecken mit Geschwindigkeitsbeschränkung.
160 km/h gehen mal, auch über mehrere Kilometer, wenn die Strecke einigermaßen frei ist. Aber für mehr als 10 Minuten geht es meistens nicht, ohne dass man irgendwo zum Bremsen gezwungen wird.
 
Nachtrag zu #1295
Das ist auch das Problem an diesen albernen Modellechnungen, die behaupten, wie viel man Benzin und Emissionen wir sparen könnten, wenn wir nur noch 130 statt 160 fahren würden. Ja, wir würden Benzin sparen, aber nie in dem vorgerechneten Maße, weil es ja kaum längere Strecken gibt, die von den Massen überhaupt schneller als 130 gefahren werden.

Man könnte auch ausrechnen, wie viel wir bei 130 statt 250 sparen.
Da würde man in der Theorie noch mehr sparen. Aber das würden dann doch zu viele durchschauen, dass eine Prämisse von 250 km/h als Durchschnittsgeschwindigkeit einfach absurd ist. Bei 160 ist es auch so. Das geht wie gesagt mal ganz gut auf einigen freien Abschnitten. Aber nicht von Hamburg nach München.
 
Und es kommt noch die körperliche Belastung zur geistigen hinzu. Ich bin bisher max 240kmh gefahren, leere Autobahn, 520er BMW. Meine Erfahrung ist, dass alles oberhalb 180kmh eine relativ starke Belastung für Körper und Geist ist, wobei das natürlich auch mit der Erfahrung zusammen hängt. Wer täglich wie ein Irrer fährt, der gewöhnt sich daran. Meine Reisegeschwindigkeit liegt häufig so bei ca. 150-160kmh. Da hält sich der Verbrauch auch noch in Grenzen.
Das ist bei mir genauso, deshalb fände ich ein 130er Tempolimit auch einfach Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;). Ganz egoistisch und subjektiv.
 
... Dennoch ist meine Reisegeschwindigkeit mittlerweile zwischen 110 und 130 km/h anzusiedeln. Ich beobachte dabei aber auch sehr gut den rückwertigen Verkehr und warte liebe "ne Runde länger" hinter einem Lkw. Hab's nicht eilig, will lieber heile ankommen.

Zum Reisen, Urlaubsbeginn (Strecken 500+km) sind 110-130 mMn auch am besten. Man kann schön rollen, verballert beim Beschleunigen nicht unnötig Sprit und schont die Bremsen.
Man kommt außerdem nicht so gestresst an und hat noch was vom 1. Urlaubstag ohne direkt erstmal 4 Stunden pennen zu müssen.

Gegen ein Tempolimit von130 dementsprechend nix einzuwenden.
Wer meint, schneller fahren zu müssen, soll das halt tun - bis 150 lösen die Blitzer ja (aktuell) dann eh nicht aus und die PKW bremsen einen ja noch nicht alle automatisch runter...
 
Das ist bei mir genauso, deshalb fände ich ein 130er Tempolimit auch einfach Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;). Ganz egoistisch und subjektiv.

Joar, ist ja auch alles Gewöhnungssache. Beispielsweise fällt mir jedes mal wieder auf, wie viel entspannter es auf niederländischen Autobahnen zugeht. Da haben alle ihren Tempomat auf max. 120 eingestellt und gut ist. Wenn es Raser gibt, dann meistens mit deutschem Kennzeichen.
 
160 km/h empfinde ich als angenehme Reisegeschwindigkeit, 180 - 200 km/h sind auch mal möglich, aber belasten schon deutlich mehr.
Jetzt ist es ja auch nicht so, dass man längere Strecken mit einem Schnitt von 160 km/h fahren kann. Dafür a) ist zu viel Betrieb auf den Autobahnen und b) gibt es zu viele Baustellen und andere Strecken mit Geschwindigkeitsbeschränkung.
160 km/h gehen mal, auch über mehrere Kilometer, wenn die Strecke einigermaßen frei ist. Aber für mehr als 10 Minuten geht es meistens nicht, ohne dass man irgendwo zum Bremsen gezwungen wird.
Vom Grundsatz her stimme ich da zu. Wie du schon richtig anmerkst geht es meistens eh nicht auf den Autobahnen.
Vielleicht braucht man ja auch ein intelligenteres Model als z.B. stumpf "130 km/h für immer". Aber das ist dann womöglich auch wieder schwer zu verwalten.
Gefährlich sind wohl in der Regel große Geschwindigkeitsunterschiede, die auf der Bahn gefahren werden. Und zu schnelles fahren bei zu viel Verkehr. Eine grundsätzliche Höchstgeschwindigkeit würde das natürlich insgesamt drosseln. Dass man bei freier Bahn auch gut mit 160 km/h vorwärts kommt und kommen will, kann ich nachvollziehen. In modernen (Oberklasse?) Autos merkt man die Geschwindigkeit auch nicht so (gut oder schlecht?). Ich weiß noch, dass in meinem ersten Auto, ein Opel Kadett D, eine Unterhaltung ab 140 km/h nur noch schwer möglich war. :-D
 
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