Hertha BSC Berlin

Weil klar war, dass Hertha als Verein mit riesigen Schulden nicht wirklich mit so viel (nicht selbst erarbeitetem) Geld umgehen kann.
Wie viele Lottomillionäre verarmen, weil sie mit dem plötzlichen Geldregen nicht klar kommen?
Das gilt auch für die Hertha.
Übrigens würde sich Werder mit so vielen "geschenkten" Mios auch nicht besser anstellen.
In unseren guten Zeiten mit regelmäßiger CL- Teilnahme war es möglich, das erarbeitete Geld vernünftig einzusetzen.
Immer Schritt für Schritt.
DAS geht.
 
Wieso, weil er so ein guter Investor ist?

;)
Nein. Weil die Hertha von jeher nie ein wirkliches Aushängeschild war, weder für richtig guten Fußball über längere Zeit, noch als Vorzeigeverein.
Mit anderem Personal wäre vielleicht etwas mehr drin gewesen, aber bei dem ganzen Hick Hack der letzten Jahre war das Kind tot geboren.
Dann wurden am Anfang halbwegs gute Transfers getätigt (Cunha, Cordoba), aber nicht wirklich kontinuierlich auf Erfolg hin gearbeitet.
 
Big City Club. Die wollten mMn. mit hohem Einsatz die Hauptstadt-Nummer fahren. Berlin, Flipper, Geld, Glamour. Haben sich das vermutlich sehr einfach vorgestellt, nach dem Motto: Hat ja in Leipzig auch geklappt, jetzt aber Berlin statt sächsische Provinz, da spielt man auf der ganz großen Bühne, die Stars kommen von alleine, so wie die Schauspieler und Künstler. Tja, zwei Punkte: Die in Leipzig haben einen Plan und sie haben ihn vor Corona umgesetzt. Mit den richtigen Leuten am Ruder kann sowas eine sich selbst erfüllende Prophezeiung werden. Aber sowas bereitet man von langer Hand vor, eine Brechstange hingegen ist selten eine gute Idee. Windhorst hat eine Brechstange verkauft...

Da ist wohl viel Wahres dran.

Ich denke, dass dieses Modell in einer Stadt wie Berlin möglicherweise Erfolg hätte haben können, wenn man sich als Vehikel nicht ausgerechnet einen Traditionsverein ausgesucht hätte.

Hätte das Leipziger RB-Modell mit einer Umpolung der Klubs Sachsen Leipzig oder Lok Leipzig funktionieren können? Hätten da nicht zu viele Widerstände von Gremien, Mitgliedern und Fans überwunden werden müssen? Ähnlich ist es bei Hertha ganz offensichtlich auch. Als prominentester "Bremser" einer rasanten Umsetzung des Projektes "Big City Klub" gilt wohl ausgerechnet Präsident Gegenbauer, der das Geld der Investoren trotzdem gern annahm, ohne Entscheidungsgewalt abgeben zu wollen.

Das Projekt RB Leipzig gelang laut Rangnick auch deshalb, weil er dort, ohne Umwege über Gremien und Interessensgruppen direkt durchregieren und -delegieren konnte. Ob etwas Ähnliches auch in Berlin funktionieren könnte? Wie war das eigentlich einst bei ALBA im Basketball?
 
Ich denke, dass dieses Modell in einer Stadt wie Berlin möglicherweise Erfolg hätte haben können, wenn man sich als Vehikel nicht ausgerechnet einen Traditionsverein ausgesucht

Das war mMn weniger das Problem, sondern mehr wie hier schon angemerkt wurde, das vorhandene Personal und die Ungeduld. Die hätten mit dem Investoreneinstieg direkt einen Typen wie Rangnik installieren müssen, dachten aber, mit Klinsi wird das ein Selbstläufer (lustig, die Autokorrektur besteht auf Selbstbräuner :D ). Ich hatte auch kurz Sorge, dass das mit dem vielen Geld auf Anhieb klappen könnte. Dann haben sie auf Covic gesetzt und dann Klinsmann....
 
Bei der Hertha muss morgen in Freiburg voraussichtlich Keeper Nr. 4 (Lotka) ran.
Schwolow (Corona), Christensen (Oberschenkel) und Jarstein (Reha nach Knie-OP) werden nicht spielen können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Noch ja. Mal sehen was Bobic macht, denn wenn er ihn schmeißt, was eigentlich unausweichlich ist, dann müsste er selbst auch Konsequenzen ziehen.
Dass das aber nicht immer so sein muss, haben wir ja selbst erfahren:ugly:
Er hätte Korkut nie holen dürfen. Das war nur ein weiteres Puzzleteil in dem Gebahren von Bobic in Berlin. Seitdem er da ist, hat er gefühlt nur falsche Entscheidungen getroffen.
 
Hertha ist das irgendwie auch zu gönnen...
In deren Größenwahn mal schön Kohle verbrannt und jetzt spielt der Trümmerhaufen gegen den Abstieg.
Da hält sich mein Mitleid in eng überschaubaren Grenzen.
 
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