Max Kruse (Laufbahn beendet)

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas corox
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Wenn man liest, dass sein Vertrag in Kappstadt bis 2023 läuft, muss ich bei seiner Aussage „Ich danke euch allen für euer Vertrauen in mich – und jetzt bitte ich euch um euer Verständnis für meine Entscheidung, ein Angebot, das langfristig und hoch dotiert ist, anzunehmen. Dazu geht es um einen Verein, bei dem ich noch ein Kapitel offen habe“ schon beide Augen zu drücken, um nicht denken zu müssen: "Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;)!" Ein Loch, in dem immer noch zahlreiche Fans mit Hilfe einer großen Drehleiter pilgernd Einzug halten.
 
Ich finde es natürlich sehr schade. Union ist toll und Wolfsburg nicht.
Ich glaube, man ist jetzt bei Max Kruse enttäuscht, weil man von ihm noch am ehesten erwartet hätte, dass er die "Gesetzmäßigkeiten" der Branche durchbricht. Dass die meisten anderen Spieler groß anders wären, kann man nicht behaupten.
Also bitte, genau er verkörpert doch wie kein Zweiter Abgehobenheit, ohne auf irgendetwas als sich selbst Rücksicht zu nehmen.
Da fehlt mir einfach Selbstreflektion wie z.B. bei einem Kramer oder Gosens.
Jungs die wissen wo sie herkommen und einfach Spaß am kicken haben und dankbar sind so privilegiert zu sein.
 
Ich glaube, man ist jetzt bei Max Kruse enttäuscht, weil man von ihm noch am ehesten erwartet hätte, dass er die "Gesetzmäßigkeiten" der Branche durchbricht. Dass die meisten anderen Spieler groß anders wären, kann man nicht behaupten.
Wer hat von MK10 etwas anderes erwartet?

Er macht was er für richtig hält. Projekt Union fand er gut, jetzt findet er Wolfsburg und mehr Gehalt besser.
Die Träumerei im Fussball sollte man vergessen, der ganze Fussball ist Geldgelenkt.
Finde gut er ist ehrlich und ein hoch dotierter Vertrag ist ihm halt wichtiger.

Gibt keine Romantik mehr im Fussball, gibt da eine nette Doku wie selbst der Amateurfussball auf Geld basiert.
 
Also bitte, genau er verkörpert doch wie kein Zweiter Abgehobenheit, ohne auf irgendetwas als sich selbst Rücksicht zu nehmen.
Da fehlt mir einfach Selbstreflektion wie z.B. bei einem Kramer oder Gosens.
Jungs die wissen wo sie herkommen und einfach Spaß am kicken haben und dankbar sind so privilegiert zu sein.
Ich kenne Kramer und Gosens nicht gut genug, aber ich glaube, Kramer geht auch in eine ähnliche Richtung. Selbstbewusst und nicht 0815.
Für mich steht Kruse für Selbstbewusstsein und Individualität. Ich finde auch nicht alles interessant, was er erzählt, z.B. einmal über sein Sexleben, das ist eher aufdringlich. Trotzdem brauche ich nicht den 1000. Milchschnittejungen. Die Zeiten mit Interviews mit Wiese und Co. wirken so weit weg wie Lichtjahre.* Da fällt mir außer Kruse kaum noch jemand ein, dessen Interviews kurzweilig sind.

*edit: schlechtes Deutsch, aber was soll's...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Wer einen Max Kruse verpflichtet, sollte um seine Mentalität wissen, diese nutzen und akzeptieren und nicht unnötig viel hinein-
interpretieren.
Ich bin mit ihm im Reinen, er ist ja ein "Ehemaliger" angeblich soll man ja loslassen können und sich nicht so dermaßen an ihm
abarbeiten.:D;)

Jap - Kruse muss man sich leisten können. Finanziell wie mental. :-)

Kolportiert werden im Union Forum 4 Mio. Netto per Annum. Macht dann schlanke 6 Mio. bis 2023 (+ ggfs. ein weiteres Jahr Option). Kann Wolfsburg mal machen für einen bald 34 Jährigen. :-)
 
Ich kenne Kramer und Gosens nicht gut genug, aber ich glaube, Kramer geht auch in eine ähnliche Richtung. Selbstbewusst und nicht 0815.
Für mich steht Kruse für Selbstbewusstsein und Individualität. Ich finde auch nicht alles interessant, was er erzählt, z.B. einmal über sein Sexleben, das ist eher aufdringlich. Trotzdem brauche ich nicht den 1000. Milchschnittejungen. Die Zeiten mit Interviews mit Wiese und Co. wirken so weit weg wie Lichtjahre.* Da fällt mir außer Kruse kaum noch jemand ein, dessen Interviews kurzweilig sind.

*edit: schlechtes Deutsch, aber was soll's...
Hab Kramer in ein paar Interviews gelesen und gehört, Selbstbewusst, ja aber nicht abgehoben mMn.
Ich finde ihn deutlich angenehmer als Kruse, hat auch, mit Verlaub, deutlich mehr in der Birne.
Müllers Interviews sind nach wie vor unterhaltsam, finde ich, Gosens auch erfrischend.
Hummels etwas zu "klugscheisserisch" aber hat auch Hand und Fuss oft.
Neuer geht auch noch....Viele Interviews von Spielern kann man sich aber nicht anhören, die klingen wie abgelesen....Ist wohl manchmal auch besser.
 
Kolportiert werden im Union Forum 4 Mio. Netto per Annum. Macht dann schlanke 6 Mio. bis 2023 (+ ggfs. ein weiteres Jahr Option). Kann Wolfsburg mal machen für einen bald 34 Jährigen. :)
Wolfsburg hat MK10 sicher nicht als Mehrwertspieler geholt.
Er macht andere Spieler besser und kann den Unterschied ausmachen, selbst wenn er nur save den Elfer reinmacht.

Kann die Wolfsburger verstehen. Mal sehen ob Max und Wind direkt einschlagen.
 
Hab Kramer in ein paar Interviews gelesen und gehört, Selbstbewusst, ja aber nicht abgehoben mMn.
Ich finde ihn deutlich angenehmer als Kruse, hat auch, mit Verlaub, deutlich mehr in der Birne.
Müllers Interviews sind nach wie vor unterhaltsam, finde ich, Gosens auch erfrischend.
Hummels etwas zu "klugscheisserisch" aber hat auch Hand und Fuss oft.
Neuer geht auch noch....Viele Interviews von Spielern kann man sich aber nicht anhören, die klingen wie abgelesen....Ist wohl manchmal auch besser.
Dann muss man aber festhalten, das die Fragen oft selten dämlich und stereotyp gestellt werden. Dementsprechend sind auch die Antworten einzuordnen, und nicht jedem ist es gegeben, klar und deutlich zu formulieren. Das hat dann auch nicht unbedingt was mit der Murmel zu tun.
 
Wenn irgendein Fußballer noch für irgendwas steht und damit ein Vorbild ist, dann ja wohl Max Kruse.
Man sollte die Kirche mal im Dorf lassen. Was wird ihm denn groß vorgeworfen? In Wolfsburg wollte man ihn damals nicht mehr so richtig, bei Fenerbahce kam sein Gehalt nicht.
Sein junges Erwachsenalter bei Werder Bremen hat ihn eben geprägt.
Wir haben Max Kruse 2009 wie eine heisse Kartoffel fallen gelassen, und er musste erstmal auf St. Pauli bei den Kiez-Kickern anschaffen.
Für die Integration von Jugendspielern hatten wir 2009 nicht so richtig Lust, also haben wir für über (8 Mio €) einen Marko Marin aus Gladbach geholt, der finanziert wurde durch Diego (27 Mio €). Das war ein Rekord Einkauf/Verkauf.
Wie in aller Welt kam nun Max Kruse auf die Idee beim Fussball an Geld zu denken? :denk:

BTW:
Ging es ihm damals beim Wechsel von Wolfsburg nach Bremen auch nur ums Geld?
 
Wobei ich, zumindest in meinem Umfeld, auffällig häufig einen anderen Trend beobachte: Reduktion der Stundenzahl um mehr Zeit für Freizeit und Familie zu haben. Das ist natürlich ein Luxus, weil das bedeutet, dass man mit der reduzierten Arbeitszeit dennoch gut leben kann und ein entsprechend gutes Gehalt hat. Aber den Trend nach immer mehr, den erkenne ich im privaten Umfeld nicht. Ich kann aber nicht ausschließen, dass ab einem gewissen Einkommen die Habgier das Kommando übernimmt.
Stimmt, den Trend gibt es auch, auch bei mir selbst. Habe vor 2 Jahren auch reduziert und arbeite nur noch auf einer 2/3- Stelle. Das habe ich aber nur für euch alle getan, damit ich mehr Zeit habe, hier im Forum zu schreiben.
 
Dann muss man aber festhalten, das die Fragen oft selten dämlich und stereotyp gestellt werden. Dementsprechend sind auch die Antworten einzuordnen, und nicht jedem ist es gegeben, klar und deutlich zu formulieren. Das hat dann auch nicht unbedingt was mit der Murmel zu tun.
Schon klar, dennoch kann man bei Manchen schon recht schnell raushören, dass die einer höheren Macht danken sollten Profifussballer geworden zu sein.;)
 
Was soll man ihm vorwerfen? Für sich macht er Alles richtig, wenn man das Finanzielle sieht.
Gäbe es nur noch so Spieler (ja, die meisten sind so), würden wohl auch keine Trikots mit Flock mehr verkauft werden.
Nicht einmal das glaube ich. Wenn heute Baumann Lewandowski verpflichtet, rennt auch halb Bremen los und kauft das Trikot, auch wenn es wahrscheinlich ist, dass er nicht lange hier bleibt.
 
Nicht einmal das glaube ich. Wenn heute Baumann Lewandowski verpflichtet, rennt auch halb Bremen los und kauft das Trikot, auch wenn es wahrscheinlich ist, dass er nicht lange hier bleibt.
Stimmt schon, die Kids heutzutage stehen oft auch mehr auf Einzelspieler als auf die Vereine...Ich glaub, mein Neffe hat auch nicht mehr soviel Bock auf Barcelona, seit Messi da weg ist....Sowieso Schade, dass der sich für keinen deutschen Club interessiert.
 
Sein junges Erwachsenalter bei Werder Bremen hat ihn eben geprägt.
Wir haben Max Kruse 2009 wie eine heisse Kartoffel fallen gelassen, und er musste erstmal auf St. Pauli bei den Kiez-Kickern anschaffen.
Für die Integration von Jugendspielern hatten wir 2009 nicht so richtig Lust, also haben wir für über (8 Mio €) einen Marko Marin aus Gladbach geholt, der finanziert wurde durch Diego (27 Mio €). Das war ein Rekord Einkauf/Verkauf.
Wie in aller Welt kam nun Max Kruse auf die Idee beim Fussball an Geld zu denken? :denk:

BTW:
Ging es ihm damals beim Wechsel von Wolfsburg nach Bremen auch nur ums Geld?

Ich habe Kruse damals in der Ostkurve gegen Bielefeld gesehen und fand ihn gut.
Das ist an sich auch eine schöne Geschichte, mit welchem langen Anlauf er ein überragender Fußballer wurde.
Wir haben jetzt über Kruses Charakter geredet, ich finde aber auch seinen Spielstil fantastisch. Er ist überall zu finden, hat einfach einen besseren Radar als alle anderen und fühlt sich für das ganze Spiel verantwortlich. Während viele oft nur Dienst nach Vorschrift schieben. In der Hinsicht finde ich ihn schon vorbildlich (nur Thomas Müller würde mir da aktuell noch einfallen, der sich ähnlich besonders bewegt und immer verantwortlich fühlt. Die beiden hätte ich sehr gerne zusammen bei der WM2018 gesehen.).
 
Fußballer sind ganz normale Menschen - mit Fehlern, Schwächen und Eitelkeiten, wie wir alle. Sie sind deswegen auch keine besonderen Vorbilder, waren es nie, werden es nie sein - und wollen es vermutlich auch gar nicht sein. Sie sind nicht dafür verantwortlich, daß ihr Job finanziell deutlich besser bewertet wird, als der eines Krankenpflegers. Ich kann mich mit dieser Tatsache auch nicht anfreunden, es ist aber so.

Wenn ich damals ein besserer Fußballer gewesen wäre, hätte ich auch versucht, ganz unromantisch möglichst viel Geld zu verdienen, um die Existenz meiner Familie abzusichern. Wer mich jetzt dafür geldgeil nennt, heuchelt möglicherweise ganz schön scheinheilig rum.
 
Back
Top