Corona - generelle Diskussion

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Sind wir wieder an der (Brechreiz auslösenden) Stelle, verstorbene Menschen gegeneinander aufzurechnen?!

Sagen die nackten Zahlen etwas darüber aus, welche der mit/an einer anderen Todesursache Verstorbenen kausal wegen der letztjährigen Überlastung des Gesundheitssystems verstorben sind? Also, wievielen der Platz auf der ITS oder am Beatmungsgerät wegen COVID-19 Fällen verweigert werden musste?
Oder wieviele Sterbefälle durch COVID-19 evtl. vermeidbar* gewesen wären?

'Vermeidbar, da COVID-19 verleugnet/verharmlost und erforderliche Maßnahmen (die in England bspw. zu spät und inkonsequent ergriffen wurden) unterlaufen bzw. diskreditiert wurden, eine gesellschaftlich kleine Gruppe durch Desinformation, Falschbehauptungen und medialen Lärm durchaus etliche Menschen verunsicherte?
So wie seit Verfügbarkeit der Impstoffe seit Monaten Kampagnen gegen die Impfungen und die Fachleute, die diese empfehlen, gefahren werden?
 
https://rumble.com/vpn2vz-das-testimonies-projekt-the-testimonies-project-german-translation.html

"Das Testimonies Project wurde ins Leben gerufen, um allen Betroffenen eine Plattform zu bieten, nachdem sie die Covid-19-Impfstoffe erhalten hatten, und um sicherzustellen, dass ihre Stimmen gehört werden, da sie in den israelischen Medien nicht gehört werden."

Initiiert von Menschen aus Israel und deren Imperfahrungen.

Aber solange hier die "anderen" bzw. deren Angehörige schwerwiegende Nebenwirkungen haben. scheint es manchen wirklich "weniger relevant", um es vorsichtig auszudrücken. Zum :kotz:
 
Solange hier die 'anderen' bzw. deren Angehörige sterben, scheint es manchen wirklich 'weniger relevant', um es vorsichtig auszudrücken. Zum Ko...

Besonders Dir möchte ich Folgendes nahelegen:

Das Schleswig-Holstein-Magazin von gestern war sehr interessant. Da ging es um die Rhetorik von Geimpften vs. Ungeimpfte. Es wurden Menschen befragt, die sich mit dem Thema auskennen. Ruth Baumann-Hölzle hat sich zur aktuellen Rhetorik und der Gefahr, die von der aktuellen Rhetorik ausgeht, geäußert. Sie hat gesagt, was daran so gefährlich ist. Dort wurde u.a. auch ein ungeimpfter Arzt befragt. Die Folge ist in der Mediathek.
 
Die Bevölkerung in DE ist jedoch die letzten 60 Jahre langfristig gewachsen:
1960: ~73 Mio
1980: ~78 Mio
2000: ~82 Mio
2020: ~83 Mio
während die Produktivität ebenfalls gestiegen ist.
Das Problem ist nur, dass die Messlatte schneller höher gelegt wird, als die Bevölkerung/Arbeitsproduktivität steigen tut.
Das mit dem Bevölkerungswachstum ist richtig. Das ändert jedoch nichts daran, dass die Zahl der Erwerbstätigen in den kommenden Jahren abnehmen wird, weil immer mehr Menschen aus den geburtenstarken Jahrgängen in Rente gehen und weniger Menschen ist Berufsleben nachrücken.

Und ebenso richtig ist, dass die Produktivität ebenfalls gestiegen ist. Aber das liegt in großen Teilen daran, dass über die Jahrzehnte Produktionsprozesse automatisiert wurden. Heutzutage nimmt z.B. der Bau eines Automobils je nach Größe und Ausstattung ca. 15-40 Stunden in Anspruch. Diese Zeiten wurden früher mit wesentlich mehr Handarbeit trotz einfacherer Bauweise nicht erreicht. Von der Verarbeitungsqualität mal ganz zu schweigen.
 
In England hat man ähnliche Inzidenzwerte und ein Recht normales Leben. Es gab dort keine Überlastung des Gesundheitssystems. Die Impfquote ist fast identisch.

Millionen warten auf Behandlung – Englands Gesundheitssystem vor dem Kollaps
  • 5,8 Millionen Menschen in England warteten im September auf ihre medizinische Behandlung – so viele wie nie zuvor.
  • Durch den Arbeitskräftemangel reagierten Krankenwagen später als vorgesehen auf Notrufe und Notaufnahmen bräuchten fast die dreifache Zeit.
  • Expertinnen und Experten warnen jetzt vor dem Kollaps des Gesundheitssystems.
https://www.rnd.de/gesundheit/engla...r-dem-kollaps-AF5YMDZZX35UNKVZRJKV4ZKVTM.html
 
Die Briten haben keine Überlastung des Gesundheitssystems. Sie benutzen Medikamente, die hier nicht zugelassen sind. Und wenn sie besser beim Boostern sind, müssen wir uns fragen, warum wir es hier nicht hinbekommen. Tote zu verhindern ist auch dort nicht Aufgabe der Regierung. Ich würde sagen, man hat dort gelernt mit dem Virus zu leben.

Dass die Sache mit dem Boostern hierzulande mit Karacho in den Sand gesetzt wurde...ich würde sagen, da gibt es keinen Zweifel. Und ich finde das wirklich haarsträubend. Ich frage mich aber, wie Du Dir das gerade vorstellst in der aktuellen Situation - das "mit dem Virus leben". Alles einfach so laufen lassen? Die Corona-Deutschlandkarte färbt sich schrittweise immer weiter lila. Patienten werden durch die Republik geflogen. Irgendwann sind die Bundesländer, in die man jetzt fliegt, auch ausgelastet. Wichtige OPs werden abgesagt. Das gilt vom Großen bis zum Kleinen. Jemand in meinem Umfeld müsste dringend einen kleinen Eingriff vornehmen lassen, um etwas zu überprüfen. Dafür muss diese Person jetzt aber erst einmal einen Termin irgendwo bekommen. Ich weiß nicht, wie aktuell die Lage in den Krankenhäusern in den Griff bekommen werden soll, wenn wir uns jetzt mal alle sagen, ach, wir leben jetzt mal mit dem Virus. Dass das Gesundheitssystem gestärkt werden muss - okay, aber aktuell bringt dieser Gedanke nicht sooo viel.
 
Dieses ganze Thema geht mir schwer auf den Sack.
Ich denke, das Ding wird nie ganz verschwinden, wenn wir nicht versuchen Alles zu tun es in Schach zu halten und das machen mMn zu wenige.
Dazu kommt eine schwache Regierung in Deutschland.
Ob die Impfung zu 100% hilft ist doch uninteressant, zumindest glaube ich dass es besser ist sich impfen zu lassen als eben nicht.
Nach wie vor gilt es doch private Kontakte zu beschränken, eben weil es da keine Kontrolle gibt.
Im ÖPNV wird auch nicht kontrolliert obwohl es propagiert wird, vermutlich nur zur Abschreckung.
In Duisburg gab es wohl schon einen Fall wo der Busfahrer attackiert wurde, weil er kontrollieren wollte...Überrascht mich auch nicht besonders.
Die Diskussion hier dreht sich auch im Kreis, es gibt ja keine Neuigkeiten.

Was der Spahn da erzählt...Junge, Junge, normal muss man den da vom Podium ziehen um ihn vor sich selbst zu schützen.
Peinlich, der Typ.
 
Dass die Sache mit dem Boostern hierzulande mit Karacho in den Sand gesetzt wurde...ich würde sagen, da gibt es keinen Zweifel. Und ich finde das wirklich haarsträubend. Ich frage mich aber, wie Du Dir das gerade vorstellst in der aktuellen Situation - das "mit dem Virus leben". Alles einfach so laufen lassen? Die Corona-Deutschlandkarte färbt sich schrittweise immer weiter lila. Patienten werden durch die Republik geflogen. Irgendwann sind die Bundesländer, in die man jetzt fliegt, auch ausgelastet. Wichtige OPs werden abgesagt. Das gilt vom Großen bis zum Kleinen. Jemand in meinem Umfeld müsste dringend einen kleinen Eingriff vornehmen lassen, um etwas zu überprüfen. Dafür muss diese Person jetzt aber erst einmal einen Termin irgendwo bekommen. Ich weiß nicht, wie aktuell die Lage in den Krankenhäusern in den Griff bekommen werden soll, wenn wir uns jetzt mal alle sagen, ach, wir leben jetzt mal mit dem Virus. Dass das Gesundheitssystem gestärkt werden muss - okay, aber aktuell bringt dieser Gedanke nicht sooo viel.
Vor lauter Nachfragen wäre ich eher gestorben als einen OP-Termin zu bekommen. Jetzt habe ich mich ambulant, privat versorgen lassen. :D
 
Das mit dem Bevölkerungswachstum ist richtig. Das ändert jedoch nichts daran, dass die Zahl der Erwerbstätigen in den kommenden Jahren abnehmen wird, weil immer mehr Menschen aus den geburtenstarken Jahrgängen in Rente gehen und weniger Menschen ins Berufsleben nachrücken.
[Off-Topic]
Diese Aussage höre ich seit Mitte der 90er Jahre,
während die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse seitdem gestiegen ist ;)
 
Ich habe mir nicht angemaßt zu behaupten, dass in Deutschland die Lage besser sei. Sondern nur einen Artikel über die Lage des Gesundheitssystem in UK gepostet, der mMn nicht dafür spricht, dass dort ein recht normales Leben geführt werden kann.

Und nur so ganz nebenbei bemerkt, ohne damit eine politische Diskussion entfachen zu wollen: die Maßnahmen in UK sind wohlmöglich auch deswegen weniger restriktiv, weil PM Boris Johnson seinem Volk ein paar großzügige "Bonbons" geben wollte/musste, um von den desaströsen Folgen des Brexit abzulenken, dessen volkswirtschaftlichen Schaden die Finanzaufsichtsbehörde OBR (Office for Budget Responsibility) für gravierender hält als den der Pandemie.
 
[Off-Topic]
Diese Aussage höre ich seit Mitte der 90er Jahre,
während die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse seitdem gestiegen ist ;)
Das liegt daran, weil die demoskopische Entwicklung schon damals bekannt war. Doch zu der Zeit standen die 1950 bis Mid-1960er voll im Berufsleben. Hierzu auch interessanter Artikel aus dem Jahr 2017:
Derzeit kommen bei uns noch etwa 36 Rentner auf 100 Arbeiter, in zehn Jahren werden es 47 sein. Damit sind wir dann nach Japan das Land mit der zweitschlimmsten Rentnerquote. Etwas mehr als zwei Erwerbstätige müssten dann die Rente von einem Senioren finanzieren, heute sind es immerhin noch knapp drei. Für den Staat wird eine solche Situation nicht mehr finanzierbar sein, zumal die Rentner auch immer länger leben. Derzeit zahlen Arbeitnehmer und Arbeitgeber je 9,35 Prozent des Lohns an die Rentenversicherung. Bei einem durchschnittlichen Bruttolohn von 2.783 Euro im vergangenen Jahr sind das etwa 520 Euro. 2,7 Erwerbstätige können einem heutigen Rentner also etwa 1.400 Euro Rente erarbeiten - in zehn Jahren schaffen 2,1 Erwerbstätige nur noch 1.100 Euro. Das wäre schon ein Minus von rund 22 Prozent.
https://www.finanzen100.de/finanzna...7-die-meisten-rentner-gibt_H549243059_523434/

Es stellt sich aber noch eine ganz andere Frage: wie schaffen wir beide es, von diesem Thema den Bogen zurück zum Thema dieses Thread zu spannen? ;)
 
Ich habe mir nicht angemaßt zu behaupten, dass in Deutschland die Lage besser sei. Sondern nur einen Artikel über die Lage des Gesundheitssystem in UK gepostet, der mMn nicht dafür spricht, dass dort ein recht normales Leben geführt werden kann.

Und nur so ganz nebenbei bemerkt, ohne damit eine politische Diskussion entfachen zu wollen: die Maßnahmen in UK sind wohlmöglich auch deswegen weniger restriktiv, weil PM Boris Johnson seinem Volk ein paar großzügige "Bonbons" geben wollte/musste, um von den desaströsen Folgen des Brexit abzulenken, dessen volkswirtschaftlichen Schaden die Finanzaufsichtsbehörde OBR (Office for Budget Responsibility) für gravierender hält als den der Pandemie.

Ist das als Kritik oder als Information zu verstehen?

Ich finde es zum Beispiel auch wichtig das Gesamtkonstrukt zu betrachten. Länder wie Schweden und England haben keine große Spaltung der Gesellschaft, sie haben nur geringe Maßnahmen und was das Gesundheitssystem betrifft, müsste man eben vergleichen. Aber es läuft, so wie ich es von außen betrachte, in beiden Ländern erstmal besser als hier. Und da muss man sich fragen warum und was man hier besser machen kann.
 
Z.B. durch die Kritik an den politischen Entscheidern - lokal wie überregional - einen harten 14-21tägigen LD zu meiden wie das Weihwassser, weil das BSP - und damit zusammenhängend auch die Sozialkassen - nicht noch mehr Einbußen erleben soll? ;)
Und das bleibt auch garantiert bei einem 14-21tägigen LD? In Deutschland sicher nicht. Letztes Jahr hatten wir hier die gleiche Diskussion und dann dauerte der LD von Weihnachten bis nach Ostern.
 
Ist das als Kritik oder als Information zu verstehen?
Es ist als Information gedacht - sollte jedoch aus dem einleitenden Satz selbsterklärend sein ;)

Ich finde es zum Beispiel auch wichtig das Gesamtkonstrukt zu betrachten. Länder wie Schweden und England haben keine große Spaltung der Gesellschaft, sie haben nur geringe Maßnahmen und was das Gesundheitssystem betrifft, müsste man eben vergleichen. Aber es läuft, so wie ich es von außen betrachte, in beiden Ländern erstmal besser als hier. Und da muss man sich fragen warum und was man hier besser machen kann.
Ich stimme dir zu, dass man das Gesamtkonstrukt betrachten sollte. In wie weit die Gesellschaft in UK auch im Vergleich zur BRD durch Corona gespalten ist oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass durch die weniger restriktiven Corona-Maßnahmen in UK die in Corona bedingte Spaltung möglicherweise kleiner sein könnte. Zum Gesamtkonstrukt gehört aber auch, dass die britische Gesellschaft dafür an anderen Stellen tief gespalten ist, wie z.B. Gegner vs. Befürworter des Brexits, bei den Unabhängigkeitsbestrebungen Schottlands sowie dem religiösen Konflikt in Nordirland. Wobei die beiden letztgenannten Punkte durch den Brexit wieder befeuert wurden - auch das nur rein informativ. Dafür haben wir z.B. die Spaltung zwischen Ost und West. Wohl jedes Land hat seine dahingehende Rucksäcke zu tragen.

Es ist auch legitim, dass man sich fragen darf, was in anderen Ländern bei Corona besser gemacht wurde. Wobei ich persönlich nicht den Eindruck habe, das weder hier in der Scheinwelt eines Forums noch draußen in der realen Welt die deutschen Corona-Maßnahmen gänzlich unkritisch gesehen werden. Nur darf man sie aber auch nicht schlechter machen als sie sind. Auch im internationalem Vergleich nicht, bei dem sicherlich auch das Gesamtkonstrukt betrachtet werden sollte. Und dort ist z.B. beim Vergleich UK ./. BRD zu sehen, dass UK sowohl bei der Gesamtzahl der Infektionen je 100.000 Einwohner - UK: 14.438,9 BRD: 6.846,4 - als auch die Zahl der Todesfälle je 100.000 Einwohner - UK: 213,0 BRD: 121,5 - deutlich schlechter dasteht. Jede Medaille hat zwei Seiten.
 
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