Corona - generelle Diskussion

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Aber für die Glaubwürdigkeit halte ich es für einen Vorteil sich mit der Materie auszukennen, es ist doch oft die Mischung aus Theorie und Praxis die es macht.
Mag etwas naiv sein, auch hier wieder.
Mir ist schon klar, dass es mehr braucht ein Ministerium zu leiten als eine abgeschlossene medizinische Ausbildung aber mMn ist sie zumindest nicht hinderlich.

Ich klaue mir als Antwort ein Zitat:

Wenn einer nicht vom Fach ist, sollte er wenigstens Menschen um sich versammeln, die ihm/ihr a) gesicherte Informationen liefern und b) beratend zur Seite stehen bei Bekanntgabe von a). Ein hin und her in der Informationspolitik ist kontraproduktiv.

Genau so ist es nämlich, du benötigst die richtigen Leute um dich herum. Um die zu erkennen ist Fachwissen sicher nicht schädlich. Aber nicht zwingende Voraussetzung. Wenn man zum Beispiel (mini Ausflug in die Politik) als Außenministerin komplett ein unbeschriebenes Blatt ist, dann schadet es sicherlich nicht wenn man sich erfahrene Diplomaten mit ins Boot holt. Dazu muss man gar nicht so groß beurteilen können wie gut sie sind, auch dafür kann man sich beraten lassen. Dazu gehört natürlich ein hohes Maß an Vertrauen in die Leute die einen beraten, da kommen wir dann zu Netzwerken etc.
 
Ich klaue mir als Antwort ein Zitat:



Genau so ist es nämlich, du benötigst die richtigen Leute um dich herum. Um die zu erkennen ist Fachwissen sicher nicht schädlich. Aber nicht zwingende Voraussetzung. Wenn man zum Beispiel (mini Ausflug in die Politik) als Außenministerin komplett ein unbeschriebenes Blatt ist, dann schadet es sicherlich nicht wenn man sich erfahrene Diplomaten mit ins Boot holt. Dazu muss man gar nicht so groß beurteilen können wie gut sie sind, auch dafür kann man sich beraten lassen. Dazu gehört natürlich ein hohes Maß an Vertrauen in die Leute die einen beraten, da kommen wir dann zu Netzwerken etc.
Leuchtet mir doch Alles ein aber es ist nicht schädlich und dem kleinen Mann besser vermittelbar, wenn er aus der Materie kommt, so symbolisch auch.
 
Leuchtet mir doch Alles ein aber es ist nicht schädlich und dem kleinen Mann besser vermittelbar, wenn er aus der Materie kommt, so symbolisch auch.
Grundsätzlich hast Du recht, es wäre wünschenswert, käme ein Minister vom Fach, für Bildung einen Pädagogen, für Medizin einen Arzt usw.
Wir hatten 1998/2000 im Kabinett von Schröder mal als Quereinsteiger einen Minister für Kultur und..??.., der war vorher in Bayern in der Kultur tätig, von Haus aus war er Professor für Philosophie. Er hatte m.M. nach nicht das notwendige Politik(selbst)verständnis und in meiner Erinnerung agierte diese Minister eher unglücklich und hat auch nur eine Periode durchgehalten. Mir wäre ein Offizier von der BW als Verteidigungsminister auch lieber als z.Zt. AKK, aber man darf nicht vergessen, das Politik ein dreckiges Geschäft geworden ist, zum Job verkommen. Beruf statt Berufung
 
Lustig finde ich in dem Zusammenhang, dass Brazzo den Jungens schon vor nem Monat nahegelegt haben soll sich impfen zu lassen, spricht auch für die Autorität von ihm mMn....
Punkt ist, geh den Leuten ans Geld und die kommen schon auf den rechten(?) Weg.
Was die Freiwilligkeit bringt sehen wir ja, manche sind einfach auch so ....dass du denen sagen musst was sie machen sollen.

Das ist eine Frage der Überzeugungsstärke von Brazzo und nicht von dessen Autorität. Denn seine Autorität als Vorgesetzter begrenzt sich auf berufliche Anweisungen, aber weil kein Arbeitgeber seine Mitarbeiter zu einer Impfung auffordern kann, muss dieser mit Argumenten überzeugen.
 
Wir hatten 1998/2000 im Kabinett von Schröder mal als Quereinsteiger einen Minister für Kultur und..??..
Erster Beauftragter der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und der Medien (1999-2000), Michael Naumann (Journalist. Publizist, Verleger). Hatte eine Krise, weil er eine Zeit lang eine umstrittene Einzelmeinung zum Holocaust-Mahnmal in Berlin vertrat.
 
Das ist eine Frage der Überzeugungsstärke von Brazzo und nicht von dessen Autorität. Denn seine Autorität als Vorgesetzter begrenzt sich auf berufliche Anweisungen, aber weil kein Arbeitgeber seine Mitarbeiter zu einer Impfung auffordern kann, muss dieser mit Argumenten überzeugen.

Brazzo...wahrscheinlich mit nicht medizinischen Argumenten oder? .....Ich bin mir sicher, das Kimmisch und Co....schon genügend Gespräche mit den Bayern Docs und eventuell noch mit anderen Medizinern hatten.
 
Das ist eine Frage der Überzeugungsstärke von Brazzo und nicht von dessen Autorität. Denn seine Autorität als Vorgesetzter begrenzt sich auf berufliche Anweisungen, aber weil kein Arbeitgeber seine Mitarbeiter zu einer Impfung auffordern kann, muss dieser mit Argumenten überzeugen.
Denke sowohl als auch, wenn ein Olli Kahn als Typ nicht in der Funktion gesagt hätte lasst euch impfen, hätten die das aus Respekt (Angst,) vermutlich getan.:D
 
Erster Beauftragter der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und der Medien (1999-2000), Michael Naumann (Journalist. Publizist, Verleger). Hatte eine Krise, weil er eine Zeit lang eine umstrittene Einzelmeinung zum Holocaust-Mahnmal in Berlin vertrat.
Ich meinte Julian Nieda-Rümelin, der war Staatsminister im Bundeskanzleramt, ist noch ein etwas anderes, hochrangiges Amt als Minister
 
Ich denke, mit einer ehrlicheren und transparenteren Impfkampagne wäre es besser gelaufen.

Mich stört zB schon wieder der unehrliche Weg von Spahn. Statt ehrlich zu sagen, was Sache ist und vernünftig aufzuklären, versetzt er Menschen unnötig in Not.

Es wird Zeit, dass der Gesundheitsminister eine Person ist, die von dem Thema selbst was versteht und dann aber auch noch in der Lage ist, Wissen und Weisung sachlich, ruhig und durchdacht an den Mann und die Frau zu bringen.

Ich hoffe auf eine absolut transparente und damit glaubwürdige Politik. Maßnahmen müssen logisch und nachvollziehbar sein, damit so viele Menschen wie möglich mitgenommen/abgeholt werden.

Dass Spahn das erforderliche Fingerspitzengefühl fehlt, darüber sind wir uns einig. Aber er war/ist beileibe nicht der einzige auf diesem Planeten, der auf die Notwendigkeit von Impfungen hinwies, sondern ebenso eine ganze Reihe von Personen / Institutionen (zuletzt sogar der Bundespräsident), die in der diesbezüglichen Kommunikation ihre Hausaufgaben deutlich besser mach(t)en als der baldige Bundesgesundheitsminister a.D.

Aber eine noch so gute Kommunikation kann auch nur dann funktionieren, wenn die Adressaten die notwendige Bereitschaft zur Annahme aufbringen. Denn wer sich seit den ersten Corona-Impfungen vor ca. 11 Monaten immer noch nicht ausreichend über die Impfthematik informiert fühlt, der sollte sich vielleicht auch mal selber hinterfragen, in wie weit man selbst für den eigenen unzureichenden Informationsstand mitverantwortlich ist. Sich bequem in den Sessel zu setzen und allein darauf zu hoffen, dass der Staat einen mit den erforderlichen Informationen füttert, damit ist es nicht getan. Denn wer als mündiger Bürger behandelt werden will, von dem sollte man als mündigen Bürgern auch ein gewisses Maß an Eigeninitiative erwarten dürfen, um an die Informationen zu kommen, die einem fehlen. In unserer globalen-multimedialen Welt ist das sogar bequem im Sessel sitzend machbar . und wenn das immer noch nicht reichen sollte, steht sicherlich aus der Hausarzt mit Rat und Tat zur Seite. Sofern man es denn will.
 
Dass Spahn das erforderliche Fingerspitzengefühl fehlt, darüber sind wir uns einig. Aber er war/ist beileibe nicht der einzige auf diesem Planeten, der auf die Notwendigkeit von Impfungen hinwies, sondern ebenso eine ganze Reihe von Personen / Institutionen (zuletzt sogar der Bundespräsident), die in der diesbezüglichen Kommunikation ihre Hausaufgaben deutlich besser mach(t)en als der baldige Bundesgesundheitsminister a.D.

Bis auf AFD Politiker hat jeder Politiker der in der Öffentlichkeit auftritt, auf die Notwendigkeit von Impfungen hingewiesen.
 
Dass Spahn das erforderliche Fingerspitzengefühl fehlt, darüber sind wir uns einig. Aber er war/ist beileibe nicht der einzige auf diesem Planeten, der auf die Notwendigkeit von Impfungen hinwies, sondern ebenso eine ganze Reihe von Personen / Institutionen (zuletzt sogar der Bundespräsident), die in der diesbezüglichen Kommunikation ihre Hausaufgaben deutlich besser mach(t)en als der baldige Bundesgesundheitsminister a.D.

Aber eine noch so gute Kommunikation kann auch nur dann funktionieren, wenn die Adressaten die notwendige Bereitschaft zur Annahme aufbringen. Denn wer sich seit den ersten Corona-Impfungen vor ca. 11 Monaten immer noch nicht ausreichend über die Impfthematik informiert fühlt, der sollte sich vielleicht auch mal selber hinterfragen, in wie weit man selbst für den eigenen unzureichenden Informationsstand mitverantwortlich ist. Sich bequem in den Sessel zu setzen und allein darauf zu hoffen, dass der Staat einen mit den erforderlichen Informationen füttert, damit ist es nicht getan. Denn wer als mündiger Bürger behandelt werden will, von dem sollte man als mündigen Bürgern auch ein gewisses Maß an Eigeninitiative erwarten dürfen, um an die Informationen zu kommen, die einem fehlen. In unserer globalen-multimedialen Welt ist das sogar bequem im Sessel sitzend machbar . und wenn das immer noch nicht reichen sollte, steht sicherlich aus der Hausarzt mit Rat und Tat zur Seite. Sofern man es denn will.
Also entschuldige mal ... als mündiger Bürger wahrgenommen werden wollen. Da haben wir jetzt anscheinend tatsächlich den absoluten Bruch in der Gesellschaft zwischen Geimpften und Ungeimpften und somit die "Schuld" komplett auf jene abgeschoben.

Disclaimer, weil er anscheinend mittlerweile notwendig ist: Ich bin geimpft, ich bin pro Impfung, ich finde jeder sollte sich impfen lassen, ich hoffe wir kommen da voran. Ich bin einer Impfpflicht mittlerweile gar nicht mehr so ablehnend gegenüber wie noch zu Anfang. Aber!

Man muss auch dazu sagen, dass viele sich nicht einfach nur nicht ausreichend informiert fühlen, sondern dass sie sich fehlinformiert fühlen. Und das irgendwie auch vollkommen zu Recht, da man nie wirklich mit offenen Karten gespielt hat. (Z.B. eingestehen, dass man etwas nicht wusste oder erwartet hat) Und da möchte ich nur als Beispiel (@FatTony) die Aussage "Niemand auf dieser Welt hat je behauptet, dass die Impfung zu 100% vor einer Infektion schützt" heranziehen. Erstens gab es sicher mindestens eine Person die das behauptet hat soviel dazu und zweitens wurde mir persönlich die Impfung schon als Schutz vor der Infektion verkauft. Ob ich selbst dafür verantwortlich bin wie ich es damals aufgenommen habe? Mag sein, aber der erste Gedanke war "Impfung? Wie bei Masern und Kinderlähmung? Cool, bin ich ja geschützt! Auf zur Herdenimmunität". Davon, dass eine Impfung vor schweren Verläufen schützt war zu dem Zeitpunkt überhaupt keine Rede. Es ging um Schutz vor der Infektion.

Fool me once, shame on you. Fool me twice, shame on me. Und es gibt eben so viele Beispiele in denen diese Experten sich geirrt, bzw. irgendetwas falsches vorausgesagt haben. Voraussagen sind eh nie gut! Hätte man einfach lassen sollen, denn so entsteht eben Mißtrauen.

Wie das ganze jetzt weitergeht und wie gut die Impfung vor schweren Verläufen schützt (und vor Infektionen) werden wir sehen. Aktuell bereiten mir die Zahlen unbehagen. Ich schreibe das aus einer Art Hilflosigkeit heraus weil ich mir persönlich mehr davon erhofft habe.
 
Dass Spahn das erforderliche Fingerspitzengefühl fehlt, darüber sind wir uns weites gehend einig. Aber er war/ist beileibe nicht der einzige auf diesem Planeten, der auf die Notwendigkeit von Impfungen hinwies, sondern ebenso eine ganze Reihe von Personen / Institutionen (zuletzt sogar der Bundespräsident), die in der dahingehenden Kommunikation ihre Hausaufgaben deutlich besser mach(t)en als der künftige Bundesgesundheitsminister a.D.

Aber eine noch so gute Kommunikation kann auch nur dann funktionieren, wenn die Adressaten die notwendige Bereitschaft zur Annahme aufbringen. Denn wer sich seit den ersten Corona-Impfungen vor ca. 11 Monaten immer noch nicht ausreichend über die Impfthematik informiert fühlt, der sollte sich vielleicht auch mal selber hinterfragen, in wie weit man selbst für den eigenen unzureichenden Informationsstand mitverantwortlich ist. Sich bequem in den Sessel zu setzen und allein darauf zu hoffen, dass der Staat einen mit den erforderlichen Informationen füttert, damit ist es nicht getan. Denn wer als mündiger Bürger behandelt werden will, von dem sollte man als mündigen Bürgern auch ein gewisses Maß an Eigeninitiative erwarten dürfen, um an die Informationen zu kommen, die einem fehlen. In unserer globalen-multimedialen Welt ist das sogar bequem im Sessel sitzend machbar. Und wenn das immer noch nicht reichen sollte, steht sicherlich aus der Hausarzt mit Rat und Tat zur Seite. Sofern man es denn will.

Ich habe mir mal die Mühe gemacht und die 30 Gründe durchgelesen. Das liest sich teilweise nicht nach schlecht informiert, es liest sich nach Skepsis. Skepsis ist nicht gleich unmündig. Als wären die Leute keine mündigen Bürger - unfassbar. Wenn man Menschen natürlich direkt auf diese Art und Weise herabwürdigt, fällt es mir schwer zu diskutieren.

Ich versuche es mal anhand eines sachlichen Beispiels. Neulich ist ein Kind aus Cuxhaven im Zusammenhang mit der Impfung verstorben. Reflexartig wurde auf die Vorerkrankung des Kindes verwiesen. Andersherum musste man sich Vorwürfe anhören. Und genau dieser Umgang sorgt für Skepsis. Das kann man verstehen, muss man natürlich nicht.

Ich bleibe dabei, mit Herabwürdigungen oder alle über einen Kamm scheren erreicht man nichts. Davon, finde ich, sollte man Abstand nehmen.
 
https://www.t-online.de/gesundheit/...sind-die-ungeimpften-studie-gibt-hinweis.html

"Menschen im "unteren Viertel der Einkommensverteilung" wollten sich demnach häufiger nicht impfen lassen als solche mit höherem Einkommen. "Nahezu 30 Prozent der Personen, die angaben, nur 'mit großen Schwierigkeiten' über die Runden zu kommen, waren unentschlossen oder lehnten die Impfung ab"

"Der Cosmo-Studie zufolge sind auch Menschen mit Migrationshintergrund häufiger ungeimpft als Menschen ohne einen solchen Hintergrund. Sie werden möglicherweise schlechter erreicht oder finden kein verständliches Informationsmaterial vor."



"Während unter den Arbeitslosen fast 30 Prozent eine Impfung ablehnten, waren es bei den Rentnern nur rund 11,5 Prozent."

"Knapp 15 Prozent der Menschen mit niedriger Schulbildung möchten sich nicht impfen lassen oder sind noch unentschlossen, während es bei den Menschen mit mittlerer Schulbildung 16 Prozent waren und bei jenen mit höherer Schulbildung nur noch gut neun Prozent."

"So sind im Durchschnitt 14,5 Prozent der Frauen unentschlossen und "eher zögerlich" als Männer, bei denen es nur etwa 13 Prozent sind."

 
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