Sonntag den 31.10.2021 bei Anne Will...
Karl Lauterbach schließt bei Anne Will am 31.10.2021 in seiner Gegenrede aus, dass der Impfstoff Langzeitwirkungen besitzt.
Das anzunehmen, bezeichnet er in Richtung Wagenknecht als „Räuberpistole“, diese persönliche Abwertung
einer anderen Meinung wird er noch weitere dreimal in Richtung seiner Widersacherin wiederholen.
Offensichtlich müssen Schmähungen so lange durchexerziert werden, bis sie als „Fakt“ anerkannt sind.
Er meint, die neuen mRNA-Impfstoffe wären besonders sicher. Zum Haftungsausschluss der Hersteller
bezüglich Langzeitfolgen und Nebenwirkungen führt er an, der Staat würde dabei immer haften,
egal um welchen Impfstoff es sich handelt.
Ich muss dann die Frage stellen, warum das Europäische Parlament einen
„Entschlussantrag zur Einrichtung eines europäischen Fonds zur Entschädigung der Opfer der COVID-19-Impfstoffe“
(
B9-0475/2021 vom 23.09.2021) eingereicht hat? Weil das „so üblich“ ist? Wohl kaum.
“Solidarität?” Ein Wieselwort, hier sogar noch ein irreführendes, denn auch Geimpfte können ansteckend sein.
Wie war das gleich mit dem Corona-Ausbruch im Berliner Club Berghain, wo 2G galt?
Sarah Wagenknecht führt als wichtiges Problem an, dass 5.000 Intensivbetten abgebaut wurden.
Will versucht Wagenknechts Glaubwürdigkeit zu erschüttern, indem sie diese immer wieder erfolglos auf dieZ ahl „4.500“ korrigiert.
Sahra Wagenknecht prangert zusätzlich an, dass ungeimpfte Menschen geächtet werden.
Außerdem greift sie das Gesundheitssystem an und verweist darauf, dass Krankenhäuser kommerzialisiert und kaputtgespart werden.
Lauterbach, unterstellt ihr eifrig, sie „mische alles durcheinander“ und betont das geschätzt zehnte Mal, dass sie „falsch“ liege.
Für mich auffallend ist, dass er Wagenknecht wie eine Studentin professoral ständig von oben herab stark abwertet.
Ein Stilmittel was hier ähnlich auch von einigen Foristen betrieben wird.

Dazu passt auch seine „Feststellung“, sie würde „Unsinn“ erzählen. Diese anmaßenden Bewertungen wendet Lauterbach ganz bewusst
als Kommunikationskiller an, auch, damit seine Gegnerin klein wirkt und er sich selbst aufwerten kann.
Die Journalistin Christina Berndt der Süddeutschen unterstellt Wagenknecht, dass sie „alles verdreht“.
Sie habe außerdem eine „verschobene Risikowahrnehmung“.
Eine nette Umschreibung für die (unverschämte) Unterstellung, dass Wagenknecht einen an der Klatsche hätte.
Nichts Neues darüber, dass Menschen mit unbequemen Meinungen nicht nur stigmatisiert und ausgegrenzt, sondern auch pathologisiert werden.
Ganz wie hier im Forum , beim voken, diversen, weltoffenen, respektvollen, vielfältigen Werder Forum...zur Kultur des Dialogs und der Meinungsfreiheit gehöre, auch die zu ertragen, deren Ansichten man nicht teilt!
Die Verzweiflung und die Argumentationsarmut müssen sehr groß sein, wenn Wagenknecht immer wieder persönlich unterhalb
der Gürtellinie von den im Studio anwesenden Diskutanten angegriffen wird.
Sie pariert die Anmache mit Erfahrung und Anstand, indem sie darauf nicht eingeht.
Dabei ist es die Protagonistin der „Süddeutschen“, die mit falschen Karten spielt:
Das eigentliche Problem wären ungeimpfte junge Menschen, die die Intensivstationen verstopfen würden.
Wagenknecht kontert mit Fakten, es sind gerade einmal 19 Prozent und keineswegs die Mehrheit, wie fälschlicherweise behauptet!
Kurzes Schweigen im Raum zur entlarvten Falschangabe.
PS.: Sahra Wagenknecht hat sich selbst auch zur Sendung positioniert via Facebook:
Die Impfdebatte erreicht immer absurdere Züge. Zwar sind selbstverständlich die Corona-Impfungen trotz der zunehmenden Durchbrüche nicht wirkungslos. Insbesondere für ältere Menschen spricht deshalb nach wie vor sehr viel dafür, sich impfen zu lassen. Aber wenn fast jeder zweite Covid-19-Fall ein Impfdurchbruch ist und 40 Prozent der hospitalisierten Covid-19-Patienten doppelt geimpft sind, dann ist es falsch, von einer „Pandemie der Ungeimpften“ zu sprechen und 2G-Maßnahmen zu propagieren. Auch die Abschaffung der kostenlosen Tests war ein folgenschwerer Fehler, genauso wie das kaputt gesparte und auf Profit getrimmte Gesundheitssystem. Für die Lage auf den Intensivstationen ist deshalb nicht nur das Virus, sondern auch eine falsche, verantwortungslose Politik verantwortlich. Es ist ein Skandal, dass wir nach anderthalb Jahren Corona tausende Intensivbetten und Pflegekräfte weniger haben sowie Krankenhäuser geschlossen wurden.
Zur kompletten Sendung (Anne Will vom 31.10.2021):
https://daserste.ndr.de/annewill/index.html