Corona - generelle Diskussion

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Kurze Frage:

Hast Du Dich inhaltlich überhaupt mit dem Beitrag von @Klunz auseinandergesetzt oder hast Du dies direkt abgelehnt, weil Du hinsichtlich des Poscasts einen Promi als Meinungsäußerer für inkompetent hältst?

Ich finde, man kann sich durchaus auch mit Meinungsäußerungen von Leuten auseinandersetzen, die keine Forscher, Virologen oder Ärzte sind. Hier beweihräuchern sich User und Mods gegenseitig für ihre Beiträge, ohne dass sie irgendeine Fachkompetenz auf dem Gebiet besitzen.

Ich gehe auf den Inhalt ein:

Im Podcast wird von mutmaßlich 25.000 Grippetoten 2017/2018 gesprochen. Die Schätzungen pendeln sich zwischen 20.000-25.000 ein. Die Krankenhäuser waren so stark überlastet, dass Patienten auf den Gängen lagen. Es gab keine Einschränkungen im gesellschaftlichen Leben, es gab keine Einschränkungen für Ungeimpfte, diese heftige Grippewelle hatte keine spürbaren Folgen. Und die Toten wurden akzeptiert.

Wenn an/durch/mit Corona täglich 50 Menschen sterben, ist der Ruf nach harten Maßnahmen laut.

Darum muss die Frage, selbst wenn sie von einem Promi gestellt wird, erlaubt sein, warum man so unterschiedlich mit dem Ergebnis umgeht. Ich setze noch einen drauf: Der Krankenhauskeim fordert jährlich rund 20.000 Tote in Deutschland. Auch das wird ohne Maßnahmen und Folgen akzeptiert.

Dass der Staat nicht dafür zuständig ist, jeden einzelnen Menschen vor Corona oder anderen Krankheiten zu schützen, ergibt sich aus den Antworten der Regierung auf die Anfragen der FDP. Es ist ein Punkt, auf den man ruhig mal eingehen kann.
Ja, habe ich, und, was soll ich sagen, ich habe überwiegend mit dem Kopf geschüttelt. Warum habe ich in einem separaten Post gerade erläutert.
 
Botschaft...hmmm ...vielleicht die...der Fachmann für Alles bist eigentlich Du
Das bin ich definitiv nicht, keine Ahnung, wie Du darauf kommst. Aber ich habe einen gewissen Grundanspruch, der erfüllt sein muss, damit ich einen Bericht, eine Quelle oder was auch immer als seriös werte. Und diesem Anspruch ist (nicht nur) Herr Precht nicht gerecht geworden. Ich glaube jedenfalls nicht, dass er selbst zu den Auswirkungen der Impfstoffe auf das Immunsystem von Kindern geforscht hat. Und, wenn nicht, dann sollte er schon darlegen, woher er seine vermeintlichen Kenntnisse hat.
 
https://www.cicero.de/innenpolitik/...ch-verstandnis-signalisieren-erich-freisleben

"
„Die Dunkelziffer bei den Impfschäden ist enorm hoch“



 
Zu Bayern/NRW: In Bayern gibt es meines Wissens deutlich mehr kleinere Gemeinden mit kleineren Kirchen (schlechtere Lüftung), da Bayern in der Fläche eine deutlich 'ländlichere Struktur' hat als NRW. Das ist aber nur ein (theoretischer) Krümel von der großen Torte 'Infektionsgeschehen'.

Ich werfe mal noch die Impfquote in den Ring. Bayern hat bei den vollständig Geimpften eine Quote von 64,6, NRW von 70,2.
 
Dann sollte sich der Geimpfte, der wegen der Ungeimpften keine Einschränkungen (welche das auch immer noch sein mögen) mehr akzeptieren möchte, an die Politiker wenden, die einst versprochen hatten, sämtliche Maßnahmen fallen zu lassen, wenn jeder die Möglichkeit zur Impfung hatte, anstatt weiter unnötigen Druck auf Menschen aus zu üben, die mehr Angst vor dem neuartigen Impfstoff haben als vor einer Infektion.

Generell aber ein komischer Fall von geheuchelter Solidarität:

Der geimpfte geht mit dem Wissen, dass auch er sich infizieren und die Krankheit weiter verbreiten könnte zum Gruppenkuscheln in 2G Clubs oder ins Stadion und zeigt dann mit dem Finger auf Ungeimpfte, die sich aber für jede Teilnahme am sozialen Leben testen müssen und damit ein kleineres Risiko für die Mitmenschen darstellt.

Nicht der Ungeimpfte kann an der jetzigen Situation wirklich etwas ändern, es wäre lediglich eine politische Befriedigung einiger.

Da kann ja eher der Geimpfte, wenn er denn Angst vor Corona hat, etwas ändern, nämlich einfach bis zum Frühling Menschenansammlungen vermeiden.
Jetzt alle Maßnahmen fallen zu lassen, wäre aus meiner Sicht verantwortungslos, weil noch zu viele Menschen ungeimpft sind, mit schweren Verläufen ins Krankenhaus kommen und ggf. nicht adäquat versorgt werden könnten. Dass die Maßnahmen, die es noch gibt, noch bestehen, finde ich daher für mich als geimpfte Person ätzend, aber aus gesamtgesellschaftlicher Sicht richtig. Verantwortlich dafür, dass diese Maßnahmen noch bestehen, sind jedoch aus meiner Sicht die Ungeimpften. NUR SIE können daran etwas ändern. Von daher ist für mich nicht nachvollziehbar, dass Du versuchst, den Spieß umzudrehen. Jeder Ungeimpfte mag ja für sich denken "mich wird's schon nicht treffen", aber dass hier seitens der Entscheidungsträger anders gewertet wird, finde ich, wie gesagt richtig, denn letzten Endes wird auch jeder Ungeimpfte, den es trifft, erwarten, dass sich im Fall der Fälle um ihn gekümmert wird. Oder etwa nicht?

Ich habe übrigens geimpft tatsächlich deutlich weniger Angst vor Corona als ich vorher hatte, weil ich darauf vertraue, die Wahrscheinlichkeit eines schweren Verlaufes mit der Impfung deutlich verringert zu haben. Das Stadion hat sich für mich gut angefühlt, und das hätte ich vorher nie gedacht, es war für mich durchaus ein Experiment nach mehr als 1,5 Jahren mit minimalem (Körper)kontakt zu Fremden.
 
Diese „Spacken“ sibd von unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung so weit entfernt wie der Mond von der Erde. Sie würden sonst nicht mit Hass, Hetze und merkwürdigsten Verschwörungstheorien agieren. Noch dazu ist besonders Hildmann ein Nazi. Diese Extremisten lache ich aus, wenn sie sich aufs Grundgesetz berufen, weil sie es sonst mit Füßen treten.

Dennoch, die Impfpflicht greift tatsächlich zu stark in die Grundrechte ein und ist aufgrund der Neuartigkeit der Impfstoffe verfassungswidrig. Ich schreibe dies so bestimmt, weil es unsere Justizministerin und mehrere Verfassungsrechtler so formulierten.
Dein erster Absatz ist einer der wenigen Punkte, bei dem ich Dir zustimme.

Aber Absatz zwei...? Welche Impfpflicht? Wir haben hier keine, von daher verstehe ich nicht, was Du sagen willst. Und dass wir keine haben, finde ich auch gut so.
 
Ich möchte einmal eine ganz andere Frage / ein ganz anderes Thema in den Raum werfen, und zwar nicht zuletzt für diejenigen, die Massentests wünschen, um festzustellen, wie viele Personen unentdeckt infiziert sind.

Wie viele von Euch haben - und nutzen - die Corona-Warn-App oder ggf. auch Luca, wenn Luca die gleichen Funktionalitäten hat? Wenn maximal viele Personen eine Kontaktverfolgungs-App nutzen und positive Testergebnisse eintragen würden, würde sich aus meiner Sicht die Frage der Massentests nicht mehr stellen. Denn dann könnte jeder, dem eine Risikobegegnung angezeigt wird, sich daraufhin bewusst testen lassen.

Das wäre deutlich effizienter als die mMn utopische Idee, Zehntausende von Leuten an einem erratisch gewählten Datum zu einem Massentest zu bitten.

EDIT: Ich nutze die Corona-App, seitdem es sie gibt. Eine relevante Risikobegegnung wurde mir in der ganzen Zeit 1x angezeigt. Und das führe ich darauf zurück, dass die App deutlich zu wenig genutzt wird, was ich schade finde.
 
Seit Veröffentlichung nutze ich ebenfalls die Corona-Warn-App; Luca war mir von Anfang an zu unsicher.
Risiko-Kontakte: 0, was vermutlich in erster Linie an der recht niedrigen Nutzerzahl liegt. Ich halte die App vom Grundsatz her für sehr sinnvoll.
 
Wie viele von Euch haben - und nutzen - die Corona-Warn-App oder ggf. auch Luca, wenn Luca die gleichen Funktionalitäten hat?

Die Warn-App benutze ich. Ist ja auch sehr nützlich wegen der Zertifikate die man dort speichern kann. Luca wird boykottiert. Wo es geht nutze ich lokal Gast-Bremen. Sonst überall Papier. Bisher hatte ich keine Warnung auf der Corona-App, kenne aber genügend, die bereits einige hatten.
 
Jetzt alle Maßnahmen fallen zu lassen, wäre aus meiner Sicht verantwortungslos, weil noch zu viele Menschen ungeimpft sind, mit schweren Verläufen ins Krankenhaus kommen und ggf. nicht adäquat versorgt werden könnten. Dass die Maßnahmen, die es noch gibt, noch bestehen, finde ich daher für mich als geimpfte Person ätzend, aber aus gesamtgesellschaftlicher Sicht richtig. Verantwortlich dafür, dass diese Maßnahmen noch bestehen, sind jedoch aus meiner Sicht die Ungeimpften. NUR SIE können daran etwas ändern. Von daher ist für mich nicht nachvollziehbar, dass Du versuchst, den Spieß umzudrehen. Jeder Ungeimpfte mag ja für sich denken "mich wird's schon nicht treffen", aber dass hier seitens der Entscheidungsträger anders gewertet wird, finde ich, wie gesagt richtig, denn letzten Endes wird auch jeder Ungeimpfte, den es trifft, erwarten, dass sich im Fall der Fälle um ihn gekümmert wird. Oder etwa nicht?

...und alle anderen Notfälle wollen ja auch behandelt werden... Auch wenn wir es schon x mal durchgekaut haben: Habe gerade in der Lokalzeitung wieder einen Artikel gelesen über ermüdetes Klinikpersonal in einem Krankenhaus hier in der Region. Ich zitiere mal ein paar Dinge:

"Auch wenn die Zahl der Neuinfektionen im Kreis noch moderat ist und weiter freie Intensivbetten zur Verfügung stehen – im Klinikum verfolgt man die Entwicklung der letzten Tage mit großer Sorge. Denn unter den 5.800 Beschäftigten rumort es. „Wir haben eine große Ermüdung der Bereitschaft bei den Pflegekräften, sich um Corona-Patienten kümmern zu wollen, speziell auf der Intensivstation“, sagt der Medizinische Direktor des Hauses. Die Pflege habe aus den vergangenen Monaten „große Angefasstheit“ mitgenommen, sagt er und fügt bitter an: „Die Zeit des Klatschens auf dem Balkon ist vorbei.“ Wer jetzt auf Intensiv landet, der ist in der Regel ungeimpft – neun von zehn Patienten mit derart schweren Verläufen wurden im Vorfeld nicht immunisiert. Das steigert nicht gerade die Bereitschaft der Mitarbeiter, sich zu engagieren und die eigene Gesundheit zu riskieren. Die Erkrankung ist nicht mehr schicksalshaft wie vor einem Jahr, sie wäre, meistens jedenfalls, vermeidbar gewesen (...) Das hat Konsequenzen für die Motivation des Pflegepersonals. Vergangenes Jahr hätten sich noch alle „richtig in dieses Szenario geschmissen“, das sei jetzt vorbei. Inzwischen hätten die Mitarbeiter der Anästhesie für den OP-Bereich bereits mehrfach angekündigt, das Klinikum zu verlassen, „wenn sie weiter für Einsätze auf Intensiv missbraucht werden“."

Wie gesagt, das wurde hier alles schon diskutiert, aber man kann es nicht oft genug sagen. Man sieht an diesen Aussagen auch gut, dass die in den Keller absackende Motivation der Pflegekräfte aktuell nicht von der generell schlechten Situation im Gesundheitssystem hervorgerufen wird, die ja immer wieder gerne bemüht wird, wenn darauf hingewiesen wird, dass die Pflegekräfte mit ihren Kräften am Ende sind.
 
Wer jetzt auf Intensiv landet, der ist in der Regel ungeimpft – neun von zehn Patienten mit derart schweren Verläufen wurden im Vorfeld nicht immunisiert. Das steigert nicht gerade die Bereitschaft der Mitarbeiter, sich zu engagieren und die eigene Gesundheit zu riskieren. Die Erkrankung ist nicht mehr schicksalshaft wie vor einem Jahr, sie wäre, meistens jedenfalls, vermeidbar gewesen
:top:
 
Luca kam mir auch nicht in die Tüte ... Ähhhh... aufs Handy ;) Aber auch das mag jeder für sich entscheiden, am Ende ist auch das besser als nichts.

Bei mir war das von Anfang an und ist noch immer eine Sache des Prinzips. Da halte ich es ganz mit dem CCC:

„Zweifelhaftes Geschäftsmodell, mangelhafte Software, Unregelmäßigkeiten bei der Auftragsvergabe: Der Chaos Computer Club (CCC) fordert das sofortige Ende der staatlichen Alimentierung von Smudos Steuer-Millionengrab ‚Luca-App‘“
 
Tja, wissen wir, wie hoch die Impfquote direkt in dem entsprechenden Wahlkreis ist?
Der Gesamt-Durchschnitt des Stadtgebietes ist eher nichtssagend, selbst bei mutmaßlich 99,7% - die irischen Zahlen zur Impfquote dürften vermutlich nicht genauer sein als in DE (fundierte Schätzungen).
Es könnten sich dort - rein spekulativ - viele Menschen auf engem Raum finden, die aus unterschiedlichsten Motiven (Religion, mangelndes Wissen, Bildungsferne u.a.) nicht geimpft sind? Handelt es sich u.U. um einen Ausbruch von Delta+, gibt es dazu weitere Angaben?
Gibt es Informationen zu den Verläufen, klinische Behandlung erforderlich in wie vielen Fällen?

Ohne detailliertere Informationen ist das doch bloß - mal wieder - ein Versuch, einen Fuchs in den Hühnerhof zu werfen - Clickbait auf irisch.
 
Dein erster Absatz ist einer der wenigen Punkte, bei dem ich Dir zustimme.

Aber Absatz zwei...? Welche Impfpflicht? Wir haben hier keine, von daher verstehe ich nicht, was Du sagen willst. Und dass wir keine haben, finde ich auch gut so.

Hättest Du die Unterhaltung vollständig mitverfolgt, wüsstest Du, warum der Satz mit der Impfpflicht von mir erwähnt wurde.

Lies doch einfach nach, möchte nicht alles wiederholen.
 
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