Also ich bewerte seine Verkäufe als sehr gut. Werder hat endlich Spielraum und das nur weil Baumann gut gezockt hat. Wäre Baumann gegangen, wäre es vielleicht deutlich schlechter. Durch rausschmeißen ist noch nie ein Verein besser geworden. Im Gegenteil meistens geht es danach erst einmal runter. Bestes Beispiel ist der Rausschmiss von Kohfeldt. Danach ist es nicht besser geworden sondern erst einmal schlechter. Der neue Trainer muss das Umfeld erst einmal kennenlernen und sich ein Bild machen. Bis dahin kostet es schon mal Punkte.
Mal dahin gestellt, ob man seine Arbeit (Verkäufe) als sehr gut oder sehr schlecht bewertet... da sind wir unterschiedlicher Meinung, aber das ist schon okay, sehen werden wir es in den kommenden Spielen, wie gut seine Arbeit wirklich war... für mich ist etwas anderes entscheidend:
Ein Geschäftsführer, der zockt, ist meiner persönlichen Meinung nach einfach fehl am Platz. Das kann er von mir aus an der Börse machen, aber im normalen Geschäft führt das Zocken normalerweise in den Ruin.
Gewisse Risiken abzuwägen und einzugehen gehört im normalen Geschäftsbereich dazu. Wenn man "hanseatischer Kaufmann" ist, versucht man sowenig Risiken wie möglich einzugehen, sondern grundsolide zu handeln. Das war übrigens mal etwas, bei dem Werder mit eine Führungsposition innehatte. Der Begriff des "zocken" kam da nicht mal ansatzweise vor.
Dein Beispiel mit Kohfeldt finde ich nicht so gelungen. Zum einen weil ich immer noch der Meinung bin, das eine frühere Freistellung uns geholfen hätte die Klasse zu halten und zum anderen weil es a) auch genügend Gegenbeispiele gibt und b) du einen Trainer, der eine ganz andere Aufgabe hat mit einem Geschäftsführer vergleichst, der auch ganz andere Entscheidungen treffen muss. Wir sind hier auch im wirtschaftlichen Bereich.
Um bei deinem Beispiel zu bleiben: Schlecker hat damals nichts geändert und wo sind sie jetzt? Im Gegensatz dazu das Unternehmen Pfaff. Stand vor der Pleite und hat die Geschäftsführung ausgetauscht. Nicht lange gezögert, sondern gemacht und ist heutzutage wieder ein gesundes Unternehmen.
Um im sportlichen Bereich zu bleiben:
Bayern hat sich am 02.07.2012 von Nerlinger getrennt und nicht erst die Transferphase abgewartet wie wir, weil ja sonst keine Zeit zur Einarbeitung wäre.
Wie hat sich Bayern nochmal in den Jahren danach entwickelt? Also einen Absturz in der Saison 2013, korrigiere mich bitte wenn ich falsch liege, habe ich da nicht gesehen.
Edit: Das es nach dem Rausschmiss von Kohfeldt schlechter geworden wäre, sehe ich auch nicht so.
Wir haben vorher keine Punkte geholt und danach auch nicht. Schlechter würde ja bedeuten, wir hätten Punktabzüge bekommen. Das war aber, aus meiner Sicht, nicht der Fall.
Wir sind gleich schlecht geblieben, aber nicht schlechter geworden.