Gleichberechtigung / Genderneutrale Sprache

Wörter alleine verändern jedoch nichts.
Zwanghaftes benutzen dieser schon mal gar nicht.

Einfach mal ein paar Jahre zurück gucken, als Frauen nur arbeiten durften mit Zustimmung des Ehemannes bzw.
wenn das „mit ihren Pflichten in Ehe und Familie vereinbar“ war.

Diese Zeiten sind, zum Glück, durch. Auch ohne andere Sprache, sondern weil Frauen sich ihr Recht erstritten haben. Männer, die vorher erzogen worden sind, tragen dieses Weltbild natürlich noch mit sich - bleibt ja nicht aus.
Diese sterben aber langsam aber sicher aus. Und die nachfolgenden Generationen müssten "nur" ihre Töchter entsprechend stark und selbstbewusst erziehen, das diese auch andere Berufe ergreifen, damit sich das Gehaltsgefälle angleicht. Überwiegend arbeiten ja nunmal Frauen in den Niedriglohnbranchen, Lagermitarbeiter, Retourenbearbeitung usw. bei Tchibo, Amazon, Otto... Reinigungsjobs in den Firmen...
für unter 11€ die Stunde sind nun mal überwiegend Damen.

Da kann man die Sprache noch so aufbohren, noch so viele Quoten ins Leben rufen, wenn die Mädels bestimmte Berufe nicht ergreifen wollen / können, weil die entsprechende Erziehung und Förderung von zu Hause nicht da ist hilft das alles nicht.

Dann klopfen sich die Herren nur auf die Schultern und sagen "wir machen was wir können"...
 
Ich bald nix verstehen mehr, wie Du sprechen gut Basisdeutsch.


P.s. Zweimal gelesen das. Ergebnis: T-Shirt bestellt.

@FatTony Edit: Wow! Google Übersetzer macht aus dem Satz über Englisch Französisch und Finnisch: "Bald verstehe ich nichts mehr, weil du gut Deutsch sprichst."
 
Zuletzt bearbeitet:
Thema Rechtschreibreform: Das ist aber nun auch mehr, man möge es mir verzeihen, so ein Boomer-Problem, oder? Weil, mich dünkt, die Kinderchen heute in der Schule, oder meine 25-Jährigen Kolleg*innen, die haben sich noch nie über derlei beschwert.

Thema Zugewanderte: In was für ein tolles Land sind wir gekommen! Reichtum, Wohlstand, Dichter und Denker. Hier definiert sich der Mann und sein Selbstwertgefühl nicht darüber, ob es am Abend etwas zum Essen auf dem Teller gibt oder ob das Haus noch steht. Sondern über, zum Beispiel, Sternchen.
 
Sag mir wo die Sternchen sind,
Wo sind sie geblieben?
Sag mir wo die Sternchen sind,
Was ist geschehen?
Sag mir wo die Sternchen sind,
Männer nahmen sie geschwind
Wann wird man je verstehen?
Wann wird man je verstehen?
 
Es geht ja nicht per se darum nichts zu ändern - im Gegenteil: sinnvoll und gerecht gerne und jederzeit. :top:
Gibt reichlich Dinge zu ändern ...
Nur die Sprache sollt doch bitte einfach und flüssig zu lesen, zu sprechen, zu schreiben und zu verstehen sein ;).

Und zum Thema Mensch 2. Klasse:
In Deutschland sind Väter in der Familiengesetzgebung - und das ist die heutige gelebte und juristische Realität - Menschen 2. Klasse.
Empfinde ich als bedeutend gravierender für deren Kinder und die Väter selbst als ... eine nicht zu 100 % passende Form der Anrede ...
und bedarf definitiv dringender einer Korrektur.


Trotzdem einen Guten Morgen :kaffee:
Ok, beim Thema Sorgerecht (oder noch weitergestrickt: Abtreibung) muss ich passen. Da kann man ja nur verlieren. :D Sind einfach schwierige Themengebiete, die wegen unterschiedlichen Voraussetzungen auch sehr schwierig gleichberechtigt zu bewältigen sind.

Aber Sprache ist einfach etwas, das jeden betrifft und mit dem jede und jeder in Berührung kommt. Ich habe Sprache auch überwiegend über „Sprachgefühl“, wie ich es nannte, gelernt und wenig über grammatikalische Regeln. In den letzten Jahren habe ich an Sternchen, Doppelpunkten, etc. aber durchaus gefallen gefunden. Flüssige Sprache? Ist doch am Ende auch viel Gewohnheitsdenken.

Wenn ich bei „Zuschauer“ an ein hauptsächlich männliches Publikum denke, dann ist noch halb so wild. Wenn man bei „Ärzte“ aber überwiegend die männlichen Ärzte vor Augen hat, ist das mMn ein sehr großes Problem. Das so genannte generische Maskulinum ist doch Ungleichheit par Excellence.
 
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Wenn ich bei „Zuschauer“ an ein hauptsächlich männliches Publikum denke, dann ist noch halb so wild. Wenn man bei „Ärzte“ aber überwiegend die männlichen Ärzte vor Augen hat, ist das mMn ein sehr großes Problem. Das so genannte generische Maskulinum ist doch Ungleichheit par Excellence.


Ich denke bei "Ärzte" eher an so ne musikalische 3er Kombo - ist das ein Problem? :D

Nein, wenn ich von "Ärzten", also Medizinern spreche, meine ich alle, die den Beruf ausüben, alle Geschlechter inbegriffen.
Wenn ich sage "die Zuschauer im Stadion" - dann meine Ich damit: alle, die da sind.
Kinder, Alte, kleine, große, dicke, dünne, weiße, schwarze, Männer, Frauen, Divers... was weiß ich, alle, die im Stadion sind und zugucken eben.

Das, was die Leute aus der Sprache, inhaltlich wie interpretationstechnisch machen, ist aber nicht das Problem des Wortes, wie es geschrieben steht, sondern das Problem "Sender" + "Empfänger".
Und da stecken mMn die größten Probleme heutzutage, da die Wörter teils doppelt / dreifach von der Bedeutung her besetzt werden und viele dann aneinander vorbei reden.

Jemanden, der Frauen verachtet, wird auch wenn er *:Innen schreibt oder sagt, immer noch Frauen verachten und dieses auch weiter ausleben.
Jemand, der Frauen als gleichranging in allen Bereichen ansieht, würde dieses auch ohne *:innen weiter so handhaben und diese Haltung entsprechend vorleben im direkten Kontakt.

So jedenfalls meine Sicht.
Wer gerne :Innen schreiben will, soll das gerne tun - stört mich gelegentlich bei Texten wie dem einen Artikel über Lamas den ich im Winter gelesen habe, wo von dann nicht über Rivalen sondern Rival:Innen geschrieben wurde ... :facepalm: Glaub den Tieren ist das relativ egal, ob deren Geschlechter "gleichwertig" sind, männliche Tiere begatten die weiblichen, oder auch nicht, Homosexualität gibts da in der Tierwelt ja schließlich auch, die Art bleibt insgesamt erhalten und das wars.
 
Wenn ich sage, dass ich mal zum Arzt muss, dann meine ich, dass ich mich ärztlich behandeln lassen muss und nicht, dass die behandelnde Person männlich sein muss. Letzteres ist mir völlig egal. Trotzdem werde ich nie sagen, dass zur Ärzt-Pause-in muss.

Ich gehe auch zum Bäcker, um Brötchen zu holen. Ob in der Backstube Bäcker oder Bäckerinnen oder Backmenschen anderer Geschlechter sind, ist mir völlig Latte. Die einzigen, die ich da sehe, sind die Verkäuferinnen.

Worte wie Bürger*innenmeister*innenkanditat*innen zeigen doch, dass das nicht sehr praktikabel ist.
 
Ich denke bei "Ärzte" eher an so ne musikalische 3er Kombo - ist das ein Problem? :D

Nein, wenn ich von "Ärzten", also Medizinern spreche, meine ich alle, die den Beruf ausüben, alle Geschlechter inbegriffen.
Wenn ich sage "die Zuschauer im Stadion" - dann meine Ich damit: alle, die da sind.
Kinder, Alte, kleine, große, dicke, dünne, weiße, schwarze, Männer, Frauen, Divers... was weiß ich, alle, die im Stadion sind und zugucken eben.

Das, was die Leute aus der Sprache, inhaltlich wie interpretationstechnisch machen, ist aber nicht das Problem des Wortes, wie es geschrieben steht, sondern das Problem "Sender" + "Empfänger".
Und da stecken mMn die größten Probleme heutzutage, da die Wörter teils doppelt / dreifach von der Bedeutung her besetzt werden und viele dann aneinander vorbei reden.

Jemanden, der Frauen verachtet, wird auch wenn er *:Innen schreibt oder sagt, immer noch Frauen verachten und dieses auch weiter ausleben.
Jemand, der Frauen als gleichranging in allen Bereichen ansieht, würde dieses auch ohne *:innen weiter so handhaben und diese Haltung entsprechend vorleben im direkten Kontakt.

So jedenfalls meine Sicht.
Wer gerne :Innen schreiben will, soll das gerne tun - stört mich gelegentlich bei Texten wie dem einen Artikel über Lamas den ich im Winter gelesen habe, wo von dann nicht über Rivalen sondern Rival:Innen geschrieben wurde ... :facepalm: Glaub den Tieren ist das relativ egal, ob deren Geschlechter "gleichwertig" sind, männliche Tiere begatten die weiblichen, oder auch nicht, Homosexualität gibts da in der Tierwelt ja schließlich auch, die Art bleibt insgesamt erhalten und das wars.
Das glaube ich dir. Also zumindest Dir will ich das glauben. Aber es gibt eben zahlreiche Studien, die gegenteiliges erahnen lassen. Und aus persönlichen Gesprächen zu dem Thema habe ich nun schon öfter den Eindruck gewonnen, dass Männer zwar sagen/aussprechen dass sie bei „Geschäftsführer“ neutral denken und nicht zuerst ein Gruppe Männer vor Augen haben, aber dass gerade diese Argumentation auch häufig von Männern kommt, die nicht im Traum daran denken würden abends noch für die Frau zu kochen, mal ein Jahr in Elternzeit zu gehen oder die von dem Schlag Mann sind, dass sie ein großes Problem damit hätten, wenn die Frau die Großverdienerin im Haushalt wäre.

Aber anders: Warum soll denn die männliche Variante gleichberechtigt und gleichlautend mit der übergeordneten/allgemeinen Variante sein? Und warum soll die weibliche Version die „Abweichung“ sein? Kannst du dir nicht vorstellen, dass das unfair und rüberkommen kann? Warum sagen wir immer noch Frauenfußball, während die Herren für sich das Wort Fußball in Anspruch nehmen?
 
Aber anders: Warum soll denn die männliche Variante gleichberechtigt und gleichlautend mit der übergeordneten/allgemeinen Variante sein? Und warum soll die weibliche Version die „Abweichung“ sein? Kannst du dir nicht vorstellen, dass das unfair und rüberkommen kann? Warum sagen wir immer noch Frauenfußball, während die Herren für sich das Wort Fußball in Anspruch nehmen?

Weil die Medien, die diese Begriffe immer benutzen und damit pushen, nach wie vor suggerieren (wollen), das es unterschiedliche Sportarten sind. Ich sage, wenn ich die Werder Frauenmannschaft meine, "unsere Mädels, Werdermädels etc...", so wie auch sage "unsere Jungs".

Dieser Begriff "Frauenfußball" ist tatsächlich einer von wenigen, der mir auf den Keks geht - weil der eben auch nach meinem Sprachempfinden etwas suggeriert, was nicht da ist. Und daher bemühe ich mich auch, diesen nicht zu benutzen - zumindest verbal gelingt mir das mittlerweile ganz gut.
In vielen Sportarten heißt es "XYZ der Herren" oder XYZ der Damen". So müsste das im Fußball auch sein, der Sport, die Regeln, der Ablauf... alles identisch.
Und bei den Damen teilweise sogar der Sport an sich ansehnlicher, weil eben mehr gespielt und weniger geschwalbt und gemeckert wird. Nettospielzeit bei den Mädels oft, zumindest gefühlt, deutlich mehr als bei den Jungs.


Das glaube ich dir. Also zumindest Dir will ich das glauben. Aber es gibt eben zahlreiche Studien, die gegenteiliges erahnen lassen. Und aus persönlichen Gesprächen zu dem Thema habe ich nun schon öfter den Eindruck gewonnen, dass Männer zwar sagen/aussprechen dass sie bei „Geschäftsführer“ neutral denken und nicht zuerst ein Gruppe Männer vor Augen haben, aber dass gerade diese Argumentation auch häufig von Männern kommt, die nicht im Traum daran denken würden abends noch für die Frau zu kochen, mal ein Jahr in Elternzeit zu gehen oder die von dem Schlag Mann sind, dass sie ein großes Problem damit hätten, wenn die Frau die Großverdienerin im Haushalt wäre.

Solche Typen gibts noch, natürlich gar keine Frage.
Dem muss man auch entgegen treten, bzw. mit anderem, besserem Vorbild vorangehen, seine eigenen Kinder anders erziehen.

Bei uns wechseln wir uns mitm Kochen i.d.R. ab, mal ich, mal meine Frau.
Beide in Vollzeit am arbeiten, sie in Schichten (früh + spät) da bleibt gar nix anderes übrig, als das der Haushalt sich, zumindest teilweise je nach Möglichkeiten, geteilt wird. Wäsche machen, Staubsauge, Staubwischen usw. wird ebenfalls geteilt
Ist für mich auch selbstverständlich so.
Würde nur ich arbeiten + (viel) Geld verdien und sie Hausfrau sein, oder auch umgekehrt, Sie viel Geld verdienend und ich als Hausmann, dann wäre die Last zu Hause natürlich anders verteilt, rein weil der tägliche Zeitaufwand das gar nicht anders zuließe, wenn man auch noch Zeit zu zweit haben will.
 
Wenn schon anführen, dann richtig.
Zu Anfang:
....der größte Teil der Befragungsteilnehmerinnen und -teilnehmer für unwichtig und lehnt das Gendern in sämtlichen Kontexten ab,
und zum Ende:
.....Debatte vor allem eins: unwichtig. 86 Prozent haben dies angegeben.

Wenn 86% (als der größte Teil) das Thema als unwichtig erachten, muss man im Kontext des übrigen Textes davon ausgehen, das eben auch 86% dem Gendern ablehnend gegenüberstehen.
Daher: Unwichtig gleich Ablehnen.
So ein Blödsinn, es wird später explizit auf das "ablehnen" eingegangen. Deine Schlussfolgerung darf man seriös so nicht ziehen.
 
Ich finde auch, dass man "Frauenfußball" abschafft. Ich nenne sie ab nun "Softkicker". Baseball lässt grüßen.
 
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