Nach der Anleihe sind diese Zeiten aber auch vorbei, zudem der Kredit.Werder hat zudem im zweiten Halbjahr 2020 insgesamt "nur" EUR 205.000 für Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgegeben
Trotzdem Top Darstellung. Danke

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Nach der Anleihe sind diese Zeiten aber auch vorbei, zudem der Kredit.Werder hat zudem im zweiten Halbjahr 2020 insgesamt "nur" EUR 205.000 für Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgegeben

Richtig, deswegen ja auch meine Hinweise auf die FremdkapitalquoteIch beziehe mich wie gesagt nur auf die Finanzverbindlichkeiten, also auf jene Verbindlichkeiten, auf die Werder Zinsen zahlen muss. Verbindlichkeiten sind auch Lohnsteuerzahlungen, Ablösesummen und Beraterhonorare für Spieler, usw. Aber diese Verbindlichkeiten hat jeder andere Klub auch. Laut DFL hatte Bayern München z.B. zum Stichtag 30. Juni 2019 (also noch vor der Corona-Krise) Verbindlichkeiten von EUR 128 Mio., Dortmund von EUR 115 Mio. und Hertha von EUR 92 Mio. Zum Stichtag 31. Dezember 2019 hatte Frankfurt Verbindlichkeiten von EUR 96 Mio. und Gladbach von EUR 96 Mio. Geht es diesen Vereinen finanziell schlechter als Werder? Definitiv nicht. Und deshalb sagt der Betrag der Gesamtverbindlichkeiten wenig aus.
Na ja, die Grenzen zwischen sportlicher und wirtschaftlicher Probleme sind mitunter fließend. Zum Beispiel dann, wenn so wie bei Werder die sportliche Leitung bei ihren Verpflichtungen den Fokus zu stark auf ältere / verletzungsanfällige Spieler legt, so dass in der Gesamtheit die Chancen auf Transferüberschüsse signifikant sinken bzw. die sportliche Leitung generell zu wenige Transfereinnahmen generiert. Schon vor Corona lag der Transfersaldo bei -18 Mio. € zuzüglich der im Sommer 2020 fälligen 11 Mio. Kaufverpflichtungen für Toprak und Bittencourt. Diese 29 Mio. wären auch ohne dem Eintreten der Pandemie ein dickes Brett gewesen, so dass wahrscheinlich auch ohne Corona die v.g. Kaufverpflichtungen nur mit dem Verkauf von Klaassen hätte gestemmt werden können - und wir somit unseren zweitbesten Scorer verloren, dessen Weggang, wie in 20/21 zu sehen war, eine nicht zu schließende Lücke bedeutete.Was ich sagen will: Werder steht sicher vor wirtschaftlichen Herausforderungen, aber diese sind zu bewältigen. Die sportlichen Probleme (Kaderstruktur, sportliche Leitung, etc.) schätze ich um einiges größer als die wirtschaftlichen Probleme ein.
Mal sehen, ob in den kommenden Jahren die Inflation die Verzinsung der Anleihe übertrifft

Das ist eine Crux. Die andere Crux ist die Höhe der Personalkosten im Verhältnis zum Gesamtaufwand. Vor ein paar Jahren hatte ich bei einer diesbezüglichen Diskussion eine kleine Übersicht erstellt, vielleicht finde ich sie hier noch...Die Personalaufwandszahlen der DFL zeigen sehr gut, was DAS finanzielle Problem bei Vereinen wie Werder und z.B. auch Köln ist: Die zu hohen Gehälter im Vergleich zu Vereinen wie Freiburg, Mainz und Union. Wir hatten zwar vor der Pandemie höhere Zuschauereinnahmen als diese Vereine, aber diese Einnahmequelle ist nun weggefallen. Die zu hoch dotierten Spielerverträge (in Relation zur Leistung) sind aber geblieben und enden überwiegend erst 2022 oder sogar noch später.
Danach sind doch die Gehaltskosten erst explodiert.Zumal wir ohnehin prozentual zu den Gesamtaufwendungen über hohe Personalkosten verfügen; zum Vergleich (erste Zahl Gesamtaufwand € , zweite Zahl Personalkosten, jeweils Geschäftsjahr 2015/16 bzw. 2016):

Richtig.Angesichts der aktuellen Situation während der Zeichnungsfrist mit dem Bundesligaabstieg vielleicht wirklich noch beachtlich. Andererseits waren aber bis zu 30 Millionen aufgelegt und 20 Millionen waren das eigentliche (auch im WP-Prospekt genannte) Ziel von Werder.
Dieses wurde verfehlt und Filbry verkauft es trotzdem als großen Erfolg, naja....![]()
Richtig.
In der Bundesliga hätte ich auch gezeichnet, aber nach dem Abstieg lieber nicht. In der Bundesliga wäre mehr drin gewesen.
Durchaus möglich. Aber all zu viel mehr wären es meiner Einschätzung nach trotzdem nicht geworden. Denn es war ja nicht nur der Abstieg, der einem die Petersilie verhagelte, sondern auch der grauseligen Fußball und das schlechte Management in den letzten 2 Jahren.Ich vermute, dass viel mehr Privatpersonen gezeichnet hätten, wenn Werder in der 1.Liga geblieben wäre.

So wie sich die Politik derzeit um das Thema "Großveranstaltungen" rumdruckst und skeptisch sich hinsichtlich der diversen Veranstaltungen/Feste im Herbst gibt sowie schon eine vierte Welle heraufbeschwört, bleibt zu befürchten, das zumindest in der Hinrunde die Stadien kaum zu mehr als 25 % -wenn überhaupt so viel- gefüllt werden dürfen. Was das umgerechnet für Werder bedeuten würde: Bei kalkulierten 1,5 Mios Gesamteinnahmen pro Spiel (lt. Filbry) und angenommenen 10 Pflichtspielen zu Hause wären das weitere Mindereinnahmen von rund 11 Millionen. Damit wäre der Großteil des Anleihengeldes (das vorwiegend dafür zurückgelegt wird) auch schon verbraucht.
Würde mich nicht wundern, wenn im nächsten Sommer der zweite, restliche Ausverkauf von Spielern stattfindet. Der ganze Irrsinn kennt wohl keine Grenzen mehr...
