Guck Dir mal die Spieler an von Werder und vergleiche sie mit anderen Mannschaften (Union, Freiburg). Werder hat an sich bessere Einzelspieler mit mehr Potential. Nur holt FK es nicht heraus. Der aktuelle Tabellenstand ist nicht positiv, das ist das Mindeste, was man mit dieser Mannschaft erreichen muss. Hätte Werder eine Mannschaft wie Bielefeld, dann wäre das positiv. Und dann muss man sich fragen, wie es so weit letzte Saison mit den Verletzungen kommen konnte? Was ist die Ursache dafür? Also ob es aus dem Nichts einfach passierte. Und zu Schmid: Ja, er hat ihn bekommen und er hat vorher schon gute Leistungen gebracht in der EL League. Auch da viel zu spät eingesetzt und er hat jetzt keinen Schritt bei Werder gemacht. Sondern knüpft an seiner Leistung aus der letzten Saison an.
Das kann man so sehen wie Du, muss es aber nicht.
Ich stimme Dir zu, dass (zumindest der Großteil) der Spieler, im Durchschnitt betrachtet, mit denen der von Dir genannten Teams auf Augenhöhe sind.
Einige sogar besseres Potential haben, aber auch einige deren Spieler widerum besser sind, als die von Werder.
Alles in allem sind diese Kader in etwa ausgeglichen.
An dieser Stelle ist folgende festzustellen.
Beide Teams, Freiburg und Union, haben einen sehr aufeinander abgestimmten Kader.
Auch einen positionsbezogen abgestimmten Kader.
Gut abgestimmt bei der Größe, Kampfkraft und fußballerischen Fähigkeiten in allen Mannschaftsteilen!
Das führt dann dazu, dass sie so spielen, wie sie spielen und sich das auch tabellarisch so darstellt.
Wobei Union wohl schon über seine Verhältnisse spielt, was ja sehr positiv ist.
Bei Werder sehe ich, von außen betrachtet, diesbezüglich nicht die gleiche personelle Ausgewogenheit.
Spieler, wie Selke, wurden sinnfrei mit einer aberwitzigen Kaufverpflichtung ohne besonderen Mehrwert gekauft.
Mit Osako turnt ein Spieler herum, der bei Werder nie angekommen ist, mehr am Boden liegt, als sich durchsetzt.
Mit Füllkrug wurde (wissentlich) in Kauf genommen, dass es sich um einen Spieler handelt, der in seiner Laufbahn gefühlt mehr knieverletzt war, als den auf dem Platz gestanden hat.
Ein viel zu großes Risiko, in ihm DIE Lösung der Zukunft in der Sturmmitte zu sehen, denn die nächste Verletzung war quasi vorprogrammiert.
Groß kommt, böse bzw. hart ausgedrückt, als Fußball-Opa zu BL-Ehren, usw., usf.
Damit Du mich nicht falsch verstehst, einige der Genannten sind einzeln betrachtet gute Fußballer.
Nur passt m.M.n. nicht alles so zusammen, wie das bei den beiden anderen Teams der Fall ist.
Sowohl von der körperlichen Robustheit, als auch der einzelnen Spielertypen in fußballerischer Sicht.
Nun kannst Du argumentieren, dass es gerade dann die Aufgabe des Trainers ist, das zu harmonisieren.
Bildlich gesehen ist es jedoch so, dass man aus einer Menge von sehr unterschiedlichen Zutaten nicht immer ein Gourmet-Essen anrichten kann.
Ich hoffe, Du verstehst, was ich meine.
Ich will auch nicht ausnahmlos für FK eine Lanze brechen.
Sicher hat er auch Fehler gemacht.
Ebenso sicher aber auch Gutes bewirkt.
Das zeigt sich jetzt ganz allmählich, denn er scheint offensichlich in der Lage zu sein, die jüngeren Spieler heranzuführen.
Für einen Trainer, der hier teilweise in Grund und Boden kritisiert wird, keine Selbstverständlichkeit.
Welchen Anteil FK auch immer an der Scheiße der Vorsaison hat, steht für mich ohne wenn und aber jedoch fest, dass der eigentliche "Übeltäter" Frank Baumann's Arbeit der letzten Jahre ist.
Und, um etwaige Gegenargumente entgegenzutreten Folgendes.
FB ist der Chef von FK.
Er hat ihn geholt, er hat an ihm festgehalten, er ist LETZTLICH (!) für die Spielerverpflichtungen HAUPTverantwortlich.
Wenn also FK eine Pfeife ist, wie viele es meinen, dann ist FK eine noch größere, weil er in diesem Fall nicht zum Wohle Werders, sondern dahingegend gehandelt hat, seinen eigenen Hintern zu retten.
DESHALB ist FK des Übels Kern.
Sehe ich persönlich jedenfalls so ... ohne darauf ein Alleinstellungsmerkmal beanspruchen zu wollen.