Corona mit Fokus auf Folgen für den Fussball


Das ist kein Problem, die Pressemeldung ist schon fertig und wird gerade noch formal geprüft: "Thomas Müller hatte seit seiner Einreise nach Katar keinen engen Kontakt zu Mitspielern oder Angehörigen des Trainingsstabes. Der Spieler wird sich freiwillig 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben. Der FC Bayern kommt damit seiner gesellschaftlichen Vorbildsfunktion nach indem er hier schnell und konsequent handelt. Dem Heimspiel gegen Bielefeld steht damit nichts im Wege." gez. Der Vorstand.
 
Das ist kein Problem, die Pressemeldung ist schon fertig und wird gerade noch formal geprüft: "Thomas Müller hatte seit seiner Einreise nach Katar keinen engen Kontakt zu Mitspielern oder Angehörigen des Trainingsstabes. Der Spieler wird sich freiwillig 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben. Der FC Bayern kommt damit seiner gesellschaftlichen Vorbildsfunktion nach indem er hier schnell und konsequent handelt. Dem Heimspiel gegen Bielefeld steht damit nichts im Wege." ggez. Der Vorstand.

"P.S.: Das wäre nicht passiert, wenn unsere Spieler bei Impfungen Sonderrechte erhielten hätten." - gez. Kalle Rummenigge
 
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich nun erst den gesamten Beitrag gelesen habe, statt nur den zitierten Teil.
Der Vergleich mit der DDR oder Nordkorea ist natürlich völlig Banane aber dennoch sollte es mMn Ausnahmen bei der Einreise geben in solchen Fällen.
Wenn Liverpool sich da quer stellt hat das natürlich nichts mit den Einreiseregularien zu tun.
:tnx: Ich hatte auch nur den zitierten Teil gelesen und fand mit Blick auf das Zitat die Reaktion von @FatTony und @WOMLSascha überzogen. Mit Blick auf den gesamten Beitrag von @neuegrünewelle nehme ich das zurück. Stattdessen würde ich @neuegrünewelle empfehlen, sich in Nordkorea einmal so staatskritisch zu äussern, wie es hier problemlos geht. Da wäre er schneller im Knast als er sich umdrehen kann und wüsste, wie dämlich die Aussage war.
 
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich nun erst den gesamten Beitrag gelesen habe, statt nur den zitierten Teil.
Der Vergleich mit der DDR oder Nordkorea ist natürlich völlig Banane aber dennoch sollte es mMn Ausnahmen bei der Einreise geben in solchen Fällen.
Wenn Liverpool sich da quer stellt hat das natürlich nichts mit den Einreiseregularien zu tun.

Die Frage ist dann aber, wo fangen die Ausnahmen an und wo enden diese? Beerdigung, Hochzeit eines nahen Verwandten, Geburt, Runder Geburtstag usw.? Gibts dann ein Standardformular (Passierschein A38 :D) oder darf jeder selbst Hand anlegen? Wer prüft das? Die Bundespolizei bei der Einreise oder die Ämter vor Ort? Wieviel Bürokratie ist damit verbunden um das alles zu prüfen ob das auch valide ist oder ob da jemand unter einem Vorwand bestimmte Regularien umgehen will? Und kann man diese Kräfte dann nicht sinnvoll woanders eher verwenden?

Ich kann verstehen, dass man sich in so einer emotionalen Ausnahmesituation durchaus ein "flexibleres" Vorgehen wünscht, mir persönlich sind aber klare einheitliche Regeln lieber, als wenn aufgeweicht wird und man ggfs. sogar eher über einen Sonderstatus / "Promi-Bonus" Privilegien erhält.

Was ich mich dann auch frage: Was wiegt schwerer? Die gesellschaftlichen Belange oder die des Einzelnen - auch wenn es, wie bereits geschrieben, emotional durchaus nachvollziehbar ist.

Zum Thema Liverpool / Arbeitgeber allgemein: Gerade ein Top Klub wie Liverpool sollte es hinbekommen

a) auf seinen Cheftrainer - teilweise - zwei oder drei Wochen verzichten zu können (dafür gibt es eine ganze Horde an Assistenzen und was passiert denn wenn der mal krankheitsbedingt ausfällt? Dann stellen die auch auch nicht den Spielbetrieb ein) und

b) die digitalen Möglichkeiten zu schaffen das ein Klopp z.B. virtuell an Taktik- und Teammeetings teilnehmen und ggfs. sogar remote das Training beobachten kann.

Die aktuelle Situation und die Möglichkeiten der Digitalisierung kann man auch als Chance betrachten bestehende Strukturen zu hinterfragen und ggfs. zu optimieren.
 
Die Frage ist dann aber, wo fangen die Ausnahmen an und wo enden diese? Beerdigung, Hochzeit eines nahen Verwandten, Geburt, Runder Geburtstag usw.? Gibts dann ein Standardformular (Passierschein A38 :D) oder darf jeder selbst Hand anlegen? Wer prüft das? Die Bundespolizei bei der Einreise oder die Ämter vor Ort? Wieviel Bürokratie ist damit verbunden um das alles zu prüfen ob das auch valide ist oder ob da jemand unter einem Vorwand bestimmte Regularien umgehen will? Und kann man diese Kräfte dann nicht sinnvoll woanders eher verwenden?

Ich kann verstehen, dass man sich in so einer emotionalen Ausnahmesituation durchaus ein "flexibleres" Vorgehen wünscht, mir persönlich sind aber klare einheitliche Regeln lieber, als wenn aufgeweicht wird und man ggfs. sogar eher über einen Sonderstatus / "Promi-Bonus" Privilegien erhält.

Was ich mich dann auch frage: Was wiegt schwerer? Die gesellschaftlichen Belange oder die des Einzelnen - auch wenn es, wie bereits geschrieben, emotional durchaus nachvollziehbar ist.

Zum Thema Liverpool / Arbeitgeber allgemein: Gerade ein Top Klub wie Liverpool sollte es hinbekommen

a) auf seinen Cheftrainer - teilweise - zwei oder drei Wochen verzichten zu können (dafür gibt es eine ganze Horde an Assistenzen und was passiert denn wenn der mal krankheitsbedingt ausfällt? Dann stellen die auch auch nicht den Spielbetrieb ein) und

b) die digitalen Möglichkeiten zu schaffen das ein Klopp z.B. virtuell an Taktik- und Teammeetings teilnehmen und ggfs. sogar remote das Training beobachten kann.

Die aktuelle Situation und die Möglichkeiten der Digitalisierung kann man auch als Chance betrachten bestehende Strukturen zu hinterfragen und ggfs. zu optimieren.
Für mich wären Ausnahmen tatsächlich nur Beerdigung und Sterbebegleitung. Alles andere ist entweder zu Corona Zeiten eh nicht opportun oder nicht derart emotional belastend, wenn man nicht dabei ist.
 
Für mich wären Ausnahmen tatsächlich nur Beerdigung und Sterbebegleitung. Alles andere ist entweder zu Corona Zeiten eh nicht opportun oder nicht derart emotional belastend, wenn man nicht dabei ist.

Aber auch das ist eine persönliche Einschätzung.

Persönliches Beispiel:
- Der Papa stirbt 2019 nach monatelangem Aufenthalt auf der Intensivstation + nächtelangem Wachen der gesamten Familie im Schichtbetrieb am Krankenbett
- Die Mama "feiert" im April 2020 den runden 70sten Geburtstag und ist eh psychisch komplett angeschlagen und massiv depressiv
- lässt man die jetzt alleine, weil man die Einreise verwehrt bekommt?

Ist dann mit Familienbesuchen auch Mist gewesen und war eine Scheiß Zeit.

Für jeden sind andere Belange wichtig.

Noch ein persönliches Beispiel aus der vor Corona Zeit (2001):
Gerade frisch bei der Bundeswehr im Grundwehrdienst. Opa stirbt recht plötzlich und und ich hab ein Vorstellungsgespräch für meine Ausbildungsstelle in der gleichen Woche. Oberleutnant der Bundeswehr macht mich vor versammelter Mannschaft zur Schnecke wie ich mich erdreisten kann, zwei Sonderurlaube anzugeben und ich darf mich jetzt spontan für einen entscheiden.

Was ich damit sagen will: Sowas gab es auch schon vor Corona in der Gesellschaft, nur wirds dann durch einen Klopp halt mal öffentlich gemacht.
 
Studie von TU Berlin, RKI und Charité zur Frage der Übertragungswahrscheinlichkeiten:

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Wobei mit dem Begriff Mehrpersonenbüro 50% Belegung meinen sie wohl ein Großraumbüro, wo >10 Menschen über 8 Stunden mit nur ca. 1-2 Meter Abstand sitzen.
Andernfalls kann ich mir nicht erklären warum ein Kinobesuch ohne Maske mit 30/40% Belegung einen so viel geringeren Wert haben kann :denk:
 
Wobei mit dem Begriff Mehrpersonenbüro 50% Belegung meinen sie wohl ein Großraumbüro, wo >10 Menschen über 8 Stunden mit nur ca. 1-2 Meter Abstand sitzen.
Andernfalls kann ich mir nicht erklären warum ein Kinobesuch ohne Maske mit 30/40% Belegung einen so viel geringeren Wert haben kann :denk:
Dem ist wohl so. Im Büro ist man idR deutlich länger den Aerosolen der Kollegen (8 plus X Stunden) ausgesetzt als bei 2 Stunden Kino.
 
Das ist mMn davon abhängig, zu welchen Uhrzeiten fährt bzw. fahren muss. Denn in den Rushhours ist das Infektionsrisiko höher als außerhalb.

Wäre spannend einen Blick in die Originalstudie zu werfen. Offenbar wurden für das Modell unterschiedliche Zeitansätze berücksichtigt (zb 8 Stunden Büro, aber max. 1 Stunde Supermarkt) um die Risiken zu bestimmen, von den Tageszeiten steht im Artikel hingegen nichts. Schätze die eigentliche Studie ist noch nicht veröffentlicht denn im Artikel wird sie nicht als Referenz verlinkt.
 
Ich finde Tonis Vergleiche hier genau richtig, den genau das hat NGW gemacht, er hat dieses angebliche (! siehe meinen Link) Verbot der Einreise durch den Staat durch die Worte "mit das Schlimmste was ein Land sich überhaupt leisten kann" auf eine Stufe gestellt mit diversen Kriegen, dem Holocaust, dem Schießbefehl an der Innerdeutschen Grenze (die DDR erwähnt er selber), de Handlungen und Ermordungen von Menschen in Nordkorea (auch das Land erwähnt er selber) und schreibt dann das aktuelle Handeln in D sei "viel schlimmer". Da ist die Wortwahl nicht unpassend, sie ist zum Kotzen! Diese arrogante selbstgefällige Verhalten von dieser Person ist echt übel. Ich weiß wieder warum er im Ignore war, dort geht er nun auch wieder hin.

Mein lieber Gesangsverein, was hier wieder abgeht. Jetzt werden Weltkriege und Holocaust ausgegraben und mir deren Verharmlosung unterstellt. Eigentlich dachte ich, das wir (noch) in einem demokratischen Land leben und davon ausgehend finde ich es schlimm und menschenverachtend, wenn man nicht zur Beerdigung der eigenen Mutter anreisen darf. Aber ist ja nicht neues, das hier einige Leute wieder alles verdrehen und einem die abenteuerlichsten Dinge unterstellen.
 
Offenbar wurden für das Modell unterschiedliche Zeitansätze berücksichtigt (zb 8 Stunden Büro, aber max. 1 Stunde Supermarkt) um die Risiken zu bestimmen, von den Tageszeiten steht im Artikel hingegen nichts.
Also basierend auf dem normalen Tagesablauf. Wobei, wenn ich an unseren Azubi denke, ist ein für ihn normaler Arbeitstag 1 Stunde Büro und 8 Stunden Media Markt / Saturn :D
 
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