Die Frage ist dann aber, wo fangen die Ausnahmen an und wo enden diese? Beerdigung, Hochzeit eines nahen Verwandten, Geburt, Runder Geburtstag usw.? Gibts dann ein Standardformular (Passierschein A38

) oder darf jeder selbst Hand anlegen? Wer prüft das? Die Bundespolizei bei der Einreise oder die Ämter vor Ort? Wieviel Bürokratie ist damit verbunden um das alles zu prüfen ob das auch valide ist oder ob da jemand unter einem Vorwand bestimmte Regularien umgehen will? Und kann man diese Kräfte dann nicht sinnvoll woanders eher verwenden?
Ich kann verstehen, dass man sich in so einer emotionalen Ausnahmesituation durchaus ein "flexibleres" Vorgehen wünscht, mir persönlich sind aber klare einheitliche Regeln lieber, als wenn aufgeweicht wird und man ggfs. sogar eher über einen Sonderstatus / "Promi-Bonus" Privilegien erhält.
Was ich mich dann auch frage: Was wiegt schwerer? Die gesellschaftlichen Belange oder die des Einzelnen - auch wenn es, wie bereits geschrieben, emotional durchaus nachvollziehbar ist.
Zum Thema Liverpool / Arbeitgeber allgemein: Gerade ein Top Klub wie Liverpool sollte es hinbekommen
a) auf seinen Cheftrainer - teilweise - zwei oder drei Wochen verzichten zu können (dafür gibt es eine ganze Horde an Assistenzen und was passiert denn wenn der mal krankheitsbedingt ausfällt? Dann stellen die auch auch nicht den Spielbetrieb ein) und
b) die digitalen Möglichkeiten zu schaffen das ein Klopp z.B. virtuell an Taktik- und Teammeetings teilnehmen und ggfs. sogar remote das Training beobachten kann.
Die aktuelle Situation und die Möglichkeiten der Digitalisierung kann man auch als Chance betrachten bestehende Strukturen zu hinterfragen und ggfs. zu optimieren.