Florian Kohfeldt (SV Darmstadt 98)

Naja, es war unser Anspruch, offensiver zu spielen. Wir haben es allerdings, vom Saisonstart abgesehen, kaum mal vernünftig hinbekommen.

Natürlich hat die Umstellung von Jojo zum Achter auch seinen Teil beigetragen, dass er hier (noch) nicht glücklich wurde (auch wenn ich den Ansatz nach wie vor nachvollziehen kann). Aber man muss auch nicht so tun, als würde Jojo alleine deshalb beim LASK so erfolgreich sein, weil er da als Stürmer spielen darf. Da gehört schon einiges mehr dazu.

Richtig. Ein Trainer, der ihn fördert und fordert.
 
Ich habe in einem Interview von Jojo gelesen, er wäre so erfolgreich, weil die Mannschaft höher anläuft, stärker presst und es dadurch mehr Strafraumszenen gäbe. Ich wage zu behaupten, das er zu diesem Zeitpunkt, wo Werder eher tiefer steht und auf schnelles Umschaltspiel setzt, er diesen Erfolge, diese Form hier nicht hätte.
 
Ich habe in einem Interview von Jojo gelesen, er wäre so erfolgreich, weil die Mannschaft höher anläuft, stärker presst und es dadurch mehr Strafraumszenen gäbe. Ich wage zu behaupten, das er zu diesem Zeitpunkt, wo Werder eher tiefer steht und auf schnelles Umschaltspiel setzt, er diesen Erfolge, diese Form hier nicht hätte.

Genauso ist es. Auf den Punkt gebracht. Er wird wahrscheinlich mit viel Selbstvertrauen nach Bremen zurückkommen und ich befürchte sehr stark in altbekannte Muster zu verfallen.
 
Auch in der Österreichischen Liga muss man erstmal so eine Performance hinlegen.
Um Romano Schmid im Deichstuben-Interview zu zitieren:

"Was war für Sie der größte Unterschied zur österreichischen Bundesliga?

Es ist das Tempo. Hier kommt man kaum zum Stehen, muss immer laufen, da geht es auf und ab die ganze Zeit. In Österreich hat man mehr Ruhe am Ball und mehr Zeit, um Entscheidungen zu treffen."

Natürlich muss man auch in Österreich die Buden erstmal machen, ich meine nur, dass es dort einfacher ist.
 
"Was war für Sie der größte Unterschied zur österreichischen Bundesliga?
Es ist das Tempo. Hier kommt man kaum zum Stehen, muss immer laufen, da geht es auf und ab die ganze Zeit. In Österreich hat man mehr Ruhe am Ball und mehr Zeit, um Entscheidungen zu treffen."
Das sagte bereits Zlatko Junuzovic in einem ähnlichen Wortlaut vor etwa 8 Jahren.
Ich stelle mir die Frage, warum denn angeblich die österreichischen Vereine nichts an diesem Umstand ändern, wenn es doch angeblich leichter ist gegen so einen Fußball die Tore zu erzielen...
 
Es ging um die Art des Fussballs mit dem Bezug auf das Tempo und um die Einstellzng zu laufen:

Da braucht es keine teureren besseren Spieler.
Und wenn doch, dann hätte sich Österreich bei Sportfreunde Lotte bedienen können.
Doch natürlich braucht es da bessere Spieler. Spieler, die entweder eben schneller, athletischer sind (ohne dass die fußballerische Qualität darunter leidet natürlich) oder Spieler, die intelligenter pressen können. Je besser die Spieler, desto schneller die Abläufe, desto schneller das Spiel.

Keine Ahnung btw, was die Sportfreunde Lotte damit zu tun haben.
 
Was du in Klammern hast:
(ohne dass die fußballerische Qualität darunter leidet natürlich)
Darauf hat Romano Schmid überhaupt kein Bezug genommen.
Es ging um Tempo und Laufbereitschaft. Die bekommst Du auch in unterklassigen deutschen Mannschaften wie bei Lotte oder Osnabrück.

Sonst hätte Romano Schmid einfach salopp sagen können:
"Die Spieler in Österreich sind einfach schlechter"
 
Es ging um Tempo und Laufbereitschaft. Die bekommst Du auch in unterklassigen deutschen Mannschaften wie bei Lotte oder Osnabrück.
Ja, aber dann leidet darunter eben die fußballerische Qualität. Natürlich könnten sich österreichische Mannschaften einfach extrem athletische Spieler kaufen, die dann 90 Minuten quer über den Platz laufen, aber dann würden eben der spielerische Aspekt darunter leiden.
Sonst hätte Romano Schmid einfach salopp sagen können:
"Die Spieler in Österreich sind einfach schlechter"
Letztlich meint er mit seiner Aussage ja auch genau das.
 
Wenn es nur um die allgemeine Güte der Spieler geht, dann reicht ein Blick nach transfermarkt.de
Dort sind jedoch die österreichische Bundesliga mit der deutschen 2. Bundesliga auf ca. einem Level.
Wenn Johannes Eggestein bei Kiel, Bochum, Fürth die Tore am Fließband machen würde, dann würden sie deutlich höher bewertet werden.

Wenn Du in der 2. Bundesliga erstligareif auftritts, dann bist Du eben doch bundesligareif.
 
Wenn es nur um die allgemeine Güte der Spieler geht, dann reicht ein Blick nach transfermarkt.de
Dort sind jedoch die österreichische Bundesliga mit der deutschen 2. Bundesliga auf ca. einem Level.
Wenn Johannes Eggestein bei Kiel, Bochum, Fürth die Tore am Fließband machen würde, dann würden sie deutlich höher bewertet werden.

Wenn Du in der 2. Bundesliga erstligareif auftritts, dann bist Du eben doch bundesligareif.
So einfach ist das auch nicht.
Wenn du in der Zweiten Liga triffst ohne Ende heisst das noch lange nicht, dass du das in der Ersten Liga auch tust.
Beispiel Simon Terodde.
 
Das sagte bereits Zlatko Junuzovic in einem ähnlichen Wortlaut vor etwa 8 Jahren.
Ich stelle mir die Frage, warum denn angeblich die österreichischen Vereine nichts an diesem Umstand ändern, wenn es doch angeblich leichter ist gegen so einen Fußball die Tore zu erzielen...

Das lässt sich "mal eben" nicht so einfach ändern. Es ist, wie hier es auch schon erwähnt wurde, an dem auch finanziell zur Verfügung stehenden Spielermaterial und auch am Fußball-Stil eines Landes. Denn im Gegensatz zum teutonischen Kraftmeier-Fußball wurde über Jahrzehnte in Österreich mehr Wert auf spielerische Aspekte gelegt (siehe der sog. Wundermannschaft Anfang der 1930er Jahre)
 
So einfach ist das auch nicht.
Wenn du in der Zweiten Liga triffst ohne Ende heisst das noch lange nicht, dass du das in der Ersten Liga auch tust.
Beispiel Simon Terodde.

Sowas ist doch auch klar, das ein Stürmer in einer Unterspielklasse immer mehr Tore schießt als in einer Oberen Spielklasse.
Praktisch heißt es doch einfach, das ein Stürmer sich in seiner Spielweise anpassen muss um in der höheren Liga genau so erfolgreich sein kann.
Das bedeutet, das man in der ersten Saison in der höheren Spielklasse nicht das gleiche erwarten kann, wie in der untern Spielklasse geleistet wurde.
 
Sowas ist doch auch klar, das ein Stürmer in einer Unterspielklasse immer mehr Tore schießt als in einer Oberen Spielklasse.
Praktisch heißt es doch einfach, das ein Stürmer sich in seiner Spielweise anpassen muss um in der höheren Liga genau so erfolgreich sein kann.
Das bedeutet, das man in der ersten Saison in der höheren Spielklasse nicht das gleiche erwarten kann, wie in der untern Spielklasse geleistet wurde.
Wenn man sich da in seiner Spielweise anpassen kann um auch nur ähnlich erfolgreich zu sein, dann herzlichen Glückwunsch.
Ich behaupte, das schlicht und einfach bei Manchem einfach die Qualität nicht reicht, die gleiche Anzahl von Toren eine Liga höher zu schießen.
 
Ich behaupte, das schlicht und einfach bei Manchem einfach die Qualität nicht reicht, die gleiche Anzahl von Toren eine Liga höher zu schießen.
Das hapert i.d.R. nicht nur an den individuellen Stürmerqualitäten, sondern besonders daran, dass in einer höheren Liga die defensive Qualität deutlich besser ist. Selbst zB ein Rudi Völler, dessen Qualitäten als Stürmer unumstritten waren, erreichte in seinen Erstligasaison nicht einmal ansatzweise die Quote von 1,0 Toren/Spiel, die er 81/82 in 37 Partien für 1860 München in der 2. Bundesliga erzielte. Seine beste Quote in der 1. Liga war 0,78 (84/85 bei Werder).
 
Das hapert i.d.R. nicht nur an den individuellen Stürmerqualitäten, sondern besonders daran, dass in einer höheren Liga die defensive Qualität deutlich besser ist. Selbst zB ein Rudi Völler, dessen Qualitäten als Stürmer unumstritten waren, erreichte in seinen Erstligasaison nicht einmal ansatzweise die Quote von 1,0 Toren/Spiel, die er 81/82 in 37 Partien für 1860 München in der 2. Bundesliga erzielte. Seine beste Quote in der 1. Liga war 0,78 (84/85 bei Werder).
Natürlich aber wenn die Qualität der Abwehrspieler stärker wird, wird auch die Qualität des Stürmers abgewertet.;)
 
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