Ich finde auch das die Abhängigkeit unserer Trainer vom Verein einem Assimilierungsprozess unterliegt. Am Anfang starten alle frisch und mutig und quatschen auch frei drauf los. Eigene Ideen und Systeme kommen an den Tag und es gibt unterschiedlich lange Höhenflüge. Der typische neue Besen Erfolg setzt ein, aber es ist auch noch ein wenig Abstand vom Trainer zu den Verantwortlichen zu sehen.
Tja und dann kommen die Rückschläge und die dürfen auch kommen.
Man darf nur nicht so damit umgehen wie Werder. Denn anstatt klar Ross und Reiter zu benennen, Spieler zu kritisieren und wütend Leistungssteigerungen zu fordern und auch Schlechtleistung zu sanktionieren und sehr wachsam zu sein, wird bei Werder alles schön geredet und so dermaßen die Tatsachen verbogen, das Pinocchios Nase in einer Sekunde zweimal den Erdball umkreist.
Werder hat gar kein strukturiertes Krisenmanagement außer den sofortigen Schutz- und Beissreflex für Trainer und Mannschaft. Tja und so wird aus den Rückschlägen, die gar nicht mal so schlimm sind, immer und immer wieder sehr lange strukturelle Krisen, denn ohne Erkenntnis keine Verbesserung.
Und jetzt kommt es, Erkenntnis entwickelt sich aus der Diskussion heraus. Da Werder aber alle Diskussion tabuisiert, kommt halt auch keine Erkenntnis. Diese Heimkrise, die hoffentlich jetzt endet, ist doch total bekloppt. Sowas gibt es doch gar nicht, das man so lange nicht zuhause gewinnt. Bei Werder beginnt die Krise halt nach 10 Niederlagen, anstatt nach der ersten. Werder nimmt Trends nicht ernst aufgrund einer klimatischen Genügsamkeit als Grunddirektive im Verein. Tja und so versinkt der Trainer in der Krise, weil vom Verein keine Forderungen kommen ggü. der Mannschaft, sondern nur Solidaritätsbekundungen ggü. dem Trainer. Das hilft keinem bzw. ist eher Contraproduktiv wenn man Schlechtleistung quasi indirekt toleriert!
Danach ist es meistens um den Trainer geschehen. Der werderanische Schutzwall hat ihn fest im Griff. Er ist eine Marionette geworden und in einem Mix aus Abhängigkeit und Dankbarkeit ggü. den Werder Verantwortlichen praktisch assimiliert und gefangen worden. Danach wird von allen Seiten nur noch Kritiklos das gleiche Gesülze abgelassen. Alle stehen zusammen und keiner wagt eine Bewegung, vor allem nicht die Mannschaft. Werder im Krisenmodus heißt nicht Druck auf die Mannschaft und indirekt auf den Trainer auszuüben und in die erkenntnisreiche Diskussion zu kommen, sondern gnadenlos zusammenstehen und jede weitere Niederlage tapfer ertragen und den Schutzwall und Tabuisierung zu erhöhen. Kopf in den Sand! Bloß kein Meter Raum geben für öffentliche Kritik. Das ist einfach nur dumm im übrigen und schon fast sektenhaft.
Ihr könnt mich gerne einen Dummkopp nennen, aber ich glaube Kohfreldt reißt sich gerade so´n bisserl wieder los von diesen grünweißen klebrigen und veralteten Marionettenfäden. Hauptsache er kriegt nicht nen Hausbesuch von Bode, der ihm klarmacht, daß man in der Komune Weserstadion nicht öffentlich kritisiert, sondern sich gefälligst bei den Händen nimmt und "we shall overcome" singt. Ich weiß ich hab den Vergleich schon dreimal gemacht, aber ich muß halt immer wieder dabei lachen, wie die in weißen Roben sich bei den Händen nehmen und dieses Lied singen



Auf geht´s Kohfeldt und hol Dir Dein Standing zurück. Jetzt ein Sieg gg. Augsburg und dann forderst Du trotzdem Neuzugänge. Raus aus dem Schutzwall, Du mußt Dein eigenes Ding durchziehen....