Gleichberechtigung / Genderneutrale Sprache

Es gibt auch Bundesländer, in denen bei Ausschreibungen für Stellen im Landesdienst der Text steht "bei gleicher Eignung werden Frauen bevorzugt".
Ich habe da auch an Bewerberrunden teilgenommen und kann sagen, dass Frauen auch oft bei fehlender Eignung bevorzugt werden, nur um eine Quote zu erfüllen.

So war es auch in meiner Ex-Firma. Das "Ende vom Lied": Die zwei aufgrund einer Frauenquote bevorzugten Bewerberinnen haben in ihrem Job total versagt und die jeweiligen Geschäftsstellen komplett runtergewirtschaftet. Der männliche Vertreter einer von denen, ein absoluter Topmann, hat frustriert hingeschmissen und unsere Firma verlassen. So vergrault man auch (gutes) Personal.
Aber nur weiter so mit diesem Irrsinn, Leistung und Können spielen ja offensichtlich keine Rolle mehr.
 
Gibts hierzu eigentlich nochmal ne Antwort?

Klage aus der Justiz (schon 2014): https://www.lawblog.de/archives/2014/02/06/maenner-derzeit-mangelware-in-der-justiz/

hier eine spannende Auseinandersetzung mit einer Männerquote in Hamburg, weil es zu wenige Männer in der Justiz gab oder gibt (2018): https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/staatsanwaltschaft-hamburg-maennerquote-gleichbehandlung/

hier leider hinter eine Paywall: https://www.google.de/amp/s/www.waz...auen-als-maenner-id226466503.html?service=amp


Da ich beruflich häufiger mit Personen zu tun habe - in der Regel auch mit den Staatssekretären und -Räten in den Ressorts macht man sich da Sorgen. Man möchte schon möglichst eine Parität.

Übrigens irgendwie ist heute auch ein Kobold in meiner Internetleitung. Geschwindigkeit ist so für den Allerwertesten. Sonst hätte ich dir mehr gegoogelt.
 
In Werders Führungsriege würde ich mir allerdings mal eine Frauenquote wünschen. Schlechter werden kann es eh nicht mehr. Obwohl...ich könnte wetten, das dann "intern" eine gefunden wird, z.B. Frau Filbry oder Frau Baumann. Der Job muß schließlich in der Werderfamilie" bleiben...:D
 
Bei der Einstellungsrunde im letzten Jahr führte das dazu, dass im Bezirk des OLG Hamm 44 Frauen ihren Dienst antraten, jedoch nur 23 Männer. Bei den Staatsanwaltschaften fingen 22 Frauen und zehn Männer an. Eine Ursache haben die Verantwortlichen bereits ausgemacht. Der Justizdienst ist nach ihrer Auffassung derzeit einfach nicht attraktiv genug. Das ergebe sich schon aus den Bewerberzahlen insgesamt. Diese seien sowohl bei Männern als auch Frauen „auffällig“ rückläufig.

Männliche Jung-Juristen, so die Vermutung, gingen lieber zu Großkanzleien oder in die Wirtschaft. Dort werde einfach besser gezahlt. Außerdem ist es in der Tat längst nicht mehr ausgemacht, dass man im Justizdienst eine vergleichsweise ruhige Kugel schieben kann. Der OLG-Präsident spricht selbst davon, dass lange Arbeitszeiten, Bereitschaftsdienste und schwierige Verfahren heute durchaus alltäglich sind.

Also womöglich viel Arbeit und vergleichsweise schlechte Bezahlung, darauf wollen sich offenbar immer weniger Juristen mit Spitzenexamen einlassen. Das ungleiche Verhältnis der Geschlechter sieht Keders übrigens auch darin begründet, dass Frauen den öffentlichen Dienst noch als etwas attraktiver empfinden, weil dort Arbeit und Familie als leichter vereinbar gelten.
Ist ja interessant, aber was hat das mit dem Thema zu tun? Da steht ja, dass Männer sich vermutlich deshalb weniger beworben haben, weil sie sich woanders mehr Gehalt erhoffen. Zeigt eher ein veraltetes Rollenbild, weil das Vereinbaren von Arbeit und Familie immer noch eher als Aufgabe der Frauen angesehen wird.

Bzgl. des anderen Links: Warum sollte es eine Männerquote geben? Werden Männer strukturell benachteiligt oder was?
 
Wäre irgendwie nett, darf aber nicht auf Krampf durchgeprügelt werden.

Nein! Die Justiz ist halt in meinen Augen ein Beispiel für einen Bereich an dem viele Männer das Interesse verloren haben. Weil im Zweifel quälst du dich durch ein völlig irrsinniges Bewebungaverfahren (als ich mit dem Ref durch war durftest du noch handgeschriebene Lebensläufe in mehrfacher Ausführung abliefern) und durftest dann noch an einem selbst gebastelten Assessment Center durch, um dann doch nur abgelehnt zu werden, weil du kein Doppel X hast. Hinzu kommt dann noch, dass die R-Besoldung nicht besonders doll ist und die Aufstiegsmöglichkeiten, wie oben dargestellt sehr gering.
Wenn du also das damals noch notwendige Doppelprädikat hast, dann konntest du auch in eine Kanzlei gehen, die nicht nach RVG abrechnen muss, sondern nur mit Honorarvereinbarung arbeitet.
Wobei ich nochmal sage, dass die Kolleginnen fachlich alle top sind. Aber es ist eben doch richtig und wichtig, dass du in manchen Verfahren auch mal einen männlichen Blick auf den Sachverhalt hast. Aber noch geht es. Ich weiß aber nicht wie sich das in Zukunft entwickelt.
 
Es ist natürlich ein wenig Offtopic, aber da wir die Diskussion heute hatten muss ich diesen Artikel hier verlinken. Auch wenn er bei Adam und Eva beginnt, trifft er vieles von dem was ich auch denke und hier schon in verschiedenen Diskussionen gesagt habe. Vor allem das:


Viele Menschen, die auf problematische Denkweisen hingewiesen werden, glauben, dadurch zu ideologischen Rassisten, Rechtsextremen oder Nazis erklärt worden zu sein. Zugegeben, mitunter geschieht genau das, vor allem im Netz. Doch Evans' Buch und die Kommentatoren-Studie erzählen vom Gegenteil: davon, dass Rassismen eben nicht von bewussten Haltungen und bösem Willen abhängen. Um rassistisch zu handeln, reicht es völlig aus, in einer Welt sozialisiert zu werden, die Menschen seit Jahrhunderten nach rassifizierten Merkmalen wertet. Das gilt für Weiße und Nicht-Weiße.


Weißer Geist, Schwarzer Körper Wie wir den Sport vom Rassismus befreien

Ein Essay von Philipp Awounou

Es hilft nicht, sich reflexhaft über Rassismus im Sport zu empören. Sinnvoller wäre ein Herantasten an die Ausprägungen und eine Überprüfung des eigenen Verhaltens.


 
@holgerwehlage habe ich mich für eine Männerquote ausgesprochen? Nein! Ich lehne jede Art von Quotenregelungen ab. Nur, dass diese Diskussion in Hamburg geführt wurde, zeigt doch das Problem. Und wenn ich es mir aussuchen kann, dann werde ich mich nicht durch ein Auswahlverfahren quälen an deren Ende ich eben aufgrund des falschen Geschlechts abgelehnt werde. Wie gesagt habe mir das auch geschenkt. Dabei würde ich wohl derzeit ungefähr das gleiche netto erzielen und wäre verbeamtet und damit bis zum Lebensende Save.
 
Nirgends auf der Welt braucht es eine Frauenquote.
So etwas ist völlig absurd.

Die gibts auch kaum auf der Welt... Aber Deutschland will ja DER Weltverbesserer sein, Frauenquote, Gleichberechtigung, keine Atomkraft usw.
Apropo Atomkraft: Hat sich schon mal einer gefragt, wie wir den ganzen wahnsinnigen Strombedarf künftig decken wollen, wenn alles elektrisch betrieben sein soll? Kohle, nein Danke, klimaschädlich, Windkraft, nein Danke, verschändelt die Landschaft, Atomkraft, nein Danke, zu gefährlich...:D
 
Wie lächerlich die ganze Genderdiskussion ist, zeigt sich doch auch an solchen Dingen wie der Abschaffung der Männerhandtasche.
Dass da Leute gegen protestieren, ist schon ein Witz. Dass dem Protest nachgegeben wird, ist skandalös.
 
Quizfrage, Dr.rer.nat und neuerdings auch Dr.-Ing. Neuegrünewelle:

Wie viele Stromausfälle gab es in Japan, als man alle Atomkraftwerke nach der Katastrophe von Fukushima abgeschaltet hat?
Eine grobe Schätzung als Antwort reicht, muss nicht die exakte Zahl sein.
Man kann Dinge aus Japan nicht einfach nach Europa übertragen.
Die Japaner sind ein hoch diszipliniertes und sehr hygienisches Volk.
Das ist eine ganz andere Gesellschaft als unsere.

Wir werden in Zukunft Kernenergie aus Frankreich, Tschechien und vielleicht Polen importieren.
Dann sind wir sauber.
 
Es gibt auch Bundesländer, in denen bei Ausschreibungen für Stellen im Landesdienst der Text steht "bei gleicher Eignung werden Frauen bevorzugt".
Ich habe da auch an Bewerberrunden teilgenommen und kann sagen, dass Frauen auch oft bei fehlender Eignung bevorzugt werden, nur um eine Quote zu erfüllen.
Man braucht nur eine starke Gleichstellungsbeauftragte und einen Schlappschwanz als Abteilungsleiter. Dann geht das so.

.... bei gleicher Eignung und Befähigung ....;)
 
Ich (w) finde es ja irgendwie schon amüsant, dass die Leute, die hier am nachdrücklichsten für gendergerechte Sprache eintreten, ausgerechnet Männer sind (ich nehme einfach mal an, dass sich bei den Usern, die ich meine, keine Damen hinter eindeutig männlichen Nicknames verbergen). Und das war in ähnlichen Diskussionen, die ich bisher geführt habe, auch (fast) immer so ... Eigenartiger Zufall.

Ich persönlich verwende privat (!) weiterhin das generische Maskulinum und fühle mich (logischerweise) auch nicht benachteiligt oder diskriminiert, wenn es von Anderen verwendet wird.

Wirklich gruselig finde ich btw. die „Lösung“ mit Partizip I das generische Mskulinum bzw. Gendern zu umgehen – Leute, entscheidet Euch mal. :ugly:
 
Zuletzt bearbeitet:
Andersrum wäre das aber in Ordnung? Was meinst du denn, warum es eine Frauenquote gibt?

Nein! Wäre es auch nicht. Die Frauenquote gibt es, da es mal eine strukturelle Benachteiligung gab. Diese setzte aber in der Regel nicht beim Bewerbungsgespräch ein, sondern schon bei der Frage, ob Abi ja oder nein, oder ob es sich geziemt zu studieren als Dame und dann auch noch Recht.

Nur auch für diese Ungerechtigkeiten kann eben der Mitte bis Ende Zwanzig alte Absolvent der zwei juristischen Staatsexamina nichts. Der wird staatlicherseits aktiv benachteiligt, weil in der Vergangenheit als er noch gar nicht lebte mal was schief lief. Der Versuch Ungerechtigkeiten mit neuen Ungerechtigkeiten auszugleichen führt nicht zu Gerechtigkeit.
 
Nein! Wäre es auch nicht. Die Frauenquote gibt es, da es mal eine strukturelle Benachteiligung gab. Diese setzte aber in der Regel nicht beim Bewerbungsgespräch ein, sondern schon bei der Frage, ob Abi ja oder nein, oder ob es sich geziemt zu studieren als Dame und dann auch noch Recht.

Nur auch für diese Ungerechtigkeiten kann eben der Mitte bis Ende Zwanzig alte Absolvent der zwei juristischen Staatsexamina nichts. Der wird staatlicherseits aktiv benachteiligt, weil in der Vergangenheit als er noch gar nicht lebte mal was schief lief. Der Versuch Ungerechtigkeiten mit neuen Ungerechtigkeiten auszugleichen führt nicht zu Gerechtigkeit.
Ach komm, als sei das nur eine Sache der Vergangenheit. Strukturelle Benachteiligung von Frauen existiert nach wie vor, gerade wenn es um Führungspositionen geht. Und daher brauchst du die Quote, um eben diesen Zustand aufzubrechen, da das alleine nicht passieren wird. Zu behaupten, die Benachteiligung sei Vergangenheit und nun sei auf einmal der arme männliche Absolvent ja so benachteiligt (was aus deinem verlinkten Text übrigens gar nicht hervorging - eher im Gegenteil), blendet die Realität aus.
 
Ach komm, als sei das nur eine Sache der Vergangenheit. Strukturelle Benachteiligung von Frauen existiert nach wie vor, gerade wenn es um Führungspositionen geht. Und daher brauchst du die Quote, um eben diesen Zustand aufzubrechen, da das alleine nicht passieren wird. Zu behaupten, die Benachteiligung sei Vergangenheit und nun sei auf einmal der arme männliche Absolvent ja so benachteiligt (was aus deinem verlinkten Text übrigens gar nicht hervorging - eher im Gegenteil), blendet die Realität aus.

Das Gegenteil ist heute und wird in kommenden Jahren sogar der Fall sein, denn es ist mittlerweile in Wissenschaft ein offenes Geheimnis, dass Jungen in den Schulen strukturell Benachteiligt werden. Wenn auch unbewusst. (Hier Quellen:
https://www1.wdr.de/wissen/mensch/schulen-jungen-westpol-100.html
https://www.swr.de/swr2/wissen/broadcastcontrib-swr-11198.html
https://www.focus.de/familie/lernen...jungen-das-leben-schwer-macht_id_9495586.html). Dies führt zu schlechteren Abschlüssen, weniger männlichen Studienabsolventen etc.pp.. Natürlich wird das von der GEW und anderen einschlägigen Personenkreisen abgestritten. Zum Teil gibt es Studien, die das zwar zugeben, aber dann versuchen das ganze zu rechtfertigen. Fakt ist beispielsweise, dass bei den Empfehlungen für die weiterführenden Schulen Jungs bei gleicher Leistung und Befähigung im Schnitt die schlechtere Empfehlung bekommen. Und das Zentralorgan des Feminismus in Deutschland, die EMMA, hat genau dies 1986 schon gefordert (Hier eine Sekundärquelle, ganz am Anfang der Einleitung: https://www.grin.com/document/449125).

Den Wunsch nach Gleichstellung zu erreichen, in dem man andere schlechter stellt, ist nicht nur nicht fair sondern völlig daneben. Und genau diesen Wirkeffekt haben eben Quotenregelungen. Das hat mit Chancengerechtigkeit nichts mehr zu tun. Die viel - gerade von linker politischer Seit - postulierte Chancengleichheit wird es im übrigen nie geben, außer wir haben irgendwann nur noch Designerbabys, denn wir sind schon von Natur aus alle unterschiedlich. Wir haben unterschiedliche Talente, unterschiedliche Intelligenz etc.pp..

Das was du möchtest - mehr Frauen in Führungspositionen - ergibt sich schlicht über die Zeitschiene. Schau dir das Durchschnittsalter von Vorständen und Aufsichtsräten an, dann wirst du erkennen, was ich meine. Es wird das gleiche passieren wie in der Justiz auch. Du hast mehr weibliche Absolventen, wodurch allein schon die Zahl der Frauen im Justizwesen gestiegen ist. Und ähnlich wird es auch in anderen Bereichen sein, denn wie gesagt, die Mehrheit der Studierenden ist schon seit einigen Jahren weiblich. Tendenz steigend. Womit eben auch klar wird, dass diese eben auch zunehmend in die Führungspositionen rutschen.
 
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