Gleichberechtigung / Genderneutrale Sprache

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Das stimmt, bis zur Wahl von George W. und dem 11. September konnte man tatsächlich an das oft zitierte "Ende der Geschichte" und eine bessere Welt glauben. War damals im Studium, meine größte Sorge war da, dass es am WE womöglich keine Party und folglich keinen Grund zum Saufen gibt. Gab und gibt schlechtere Zeiten zum Jungsein, dieses ganze Jahr zB.

Heute musst du bei jedem Wort, welches du sagst aufpassen, dass du nicht einem Shitstorm untergehst. Bei jedem Furz aufpassen, dass dich Umwelthilfe nicht wegen des zu hohen Methangehalts verklagt. Schon vor diese Pandemie hat sich alles irgendwie in eine Richtung entwickelt, die weit weg ist von dem „leben und leben lassen“ der damaligen Zeit.
 
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Heute musst du bei jedem Wort, welches du sagst aufpassen, dass du nicht einem Shitstorm untergehst. Bei jedem Furz aufpassen, dass dich Umwelthilfe nicht wegen des zu hohen Methangehalts verklagt. Schon vor diese Pandemie hat sich alles irgendwie in eine Richtung entwickelt, die weit weg ist von dem „leben und leben lassen“ der damaligen Zeit.
Allein dieser Genderwahnsinn....
 

Das ist einer dieser Auswüchse. Wenn du heute schon eine Email, die du höflich mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ einleitest, mit einer Email beantwortet wird, in der du am Ende aufgefordert wirst bei dem nächsten mal doch bitte eine „geschlechtsneutrale Anrede“ zu verwenden, denn in der entsprechenden Institution würden nicht nur Damen und Herren arbeiten, dann weißt du was alles kaputt ist.
 

Mal abgesehen davon das ich fragen würde, was daran nun so schlimm ist (Firstworld Problems...oh mein Gott, wir müssen alte Gewohnheiten loswerden), wie wäre denn die korrekte Anrede? Sehr geehrte Damen, Herren und Hermaphroditen? :D Nein im ernst, nicht das mir das schon passiert wäre wie dir, aber was schreibt man denn dann?
 
Mal abgesehen davon das ich fragen würde, was daran nun so schlimm ist (Firstworld Problems...oh mein Gott, wir müssen alte Gewohnheiten loswerden), wie wäre denn die korrekte Anrede? Sehr geehrte Damen, Herren und Hermaphroditen? :D Nein im ernst, nicht das mir das schon passiert wäre wie dir, aber was schreibt man denn dann?


Ich verwende jetzt „Moin!“ welches ich auch für die Mails an die internen Verteiler verwende. Grundsätzlich bleibe ich aber bei Sehr geehrte Damen und Herren.
 
Ich verwende jetzt „Moin!“ welches ich auch für die Mails an die internen Verteiler verwende. Grundsätzlich bleibe ich aber bei Sehr geehrte Damen und Herren.

Moin ist mir zu persönlich oder kumpelhaft, mache ich auch nur bei internen Verteilern. Aber klar, im Norden wäre das eine Möglichkeit. Ich bleibe aber dennoch erstmal bei Damen und Herren, bisher hat es niemanden gestört :)
 
Mal abgesehen davon das ich fragen würde, was daran nun so schlimm ist (Firstworld Problems...oh mein Gott, wir müssen alte Gewohnheiten loswerden), wie wäre denn die korrekte Anrede? Sehr geehrte Damen, Herren und Hermaphroditen? :D Nein im ernst, nicht das mir das schon passiert wäre wie dir, aber was schreibt man denn dann?
Ich habe mir angewöhnt ein freundliches "Guten Tag," zu schreiben, weil mir das "Sehr geehrte(r) ..." auch zu hochgestochen vorkommt.
 
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Heute musst du bei jedem Wort, welches du sagst aufpassen, dass du nicht einem Shitstorm untergehst. Bei jedem Furz aufpassen, dass dich Umwelthilfe nicht wegen des zu hohen Methangehalts verklagt. Schon vor diese Pandemie hat sich alles irgendwie in eine Richtung entwickelt, die weit weg ist von dem „leben und leben lassen“ der damaligen Zeit.
Ist definitiv so,,leider. Aber gut, wir sind weg von den Schalkerinnen und Schalkern, wie @Theonline uns wohl gerade zu sagen versucht hat.
 
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Heute musst du bei jedem Wort, welches du sagst aufpassen, dass du nicht einem Shitstorm untergehst. Bei jedem Furz aufpassen, dass dich Umwelthilfe nicht wegen des zu hohen Methangehalts verklagt. Schon vor diese Pandemie hat sich alles irgendwie in eine Richtung entwickelt, die weit weg ist von dem „leben und leben lassen“ der damaligen Zeit.
"Leben und Leben lassen" aka "ein bisschen Diskriminierung müsst ihr halt aushalten, ihr Nicht-Privilegierten"
 
Das ist einer dieser Auswüchse. Wenn du heute schon eine Email, die du höflich mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ einleitest, mit einer Email beantwortet wird, in der du am Ende aufgefordert wirst bei dem nächsten mal doch bitte eine „geschlechtsneutrale Anrede“ zu verwenden, denn in der entsprechenden Institution würden nicht nur Damen und Herren arbeiten, dann weißt du was alles kaputt ist.

Echt? Sind wir schon so weit? Ich hab bis zuletzt immer "Sehr geehrte Damen und Herren geschrieben"...:D
Zumindest in förmlichen Briefen. Bei eMails aber auch öfters "Guten Tag" oder "Guten Abend", weil es für mich lockerer klingt.
 
"Leben und Leben lassen" aka "ein bisschen Diskriminierung müsst ihr halt aushalten, ihr Nicht-Privilegierten"

Auch wenn es weiter ot ist:

Weiß nicht ob und wie du dich an die Neunziger erinnerst, aber mit Diskriminierung war nicht viel außer von ein paar Hardcorenazis. Wir hatten die echten Lovepardes, da hat es einfach kein Schwein interessiert. Und falls es dich interessiert, ich habe einen orientalischen Migrationshintergrund. Darüber hat man sich aber damals weder definiert noch sich Gedanken gemacht. Das war einfach so. Und so habe ich auch Menschen, die sich irgendeiner anderen „Minderheit“ zugehörig gefühlt haben, erlebt. Das ist eine in meinen Augen völlig neumodische Erscheinungen das einige - weiß Gott nicht alle - meinen sie müssten ihr „Anderssein“ wie eine Monstranz vor sich hertragen und jede Ungerechtigkeit, die ihnen widerfährt, auf dieses Anderssein schieben. Dazu kommt dann bei ein paar „Privilegierte“ die dann an diesen ihren Helferkomplex ausleben oder ihr Schlechtes gewissen erleichtern müssen.
 
Auch wenn es weiter ot ist:

Weiß nicht ob und wie du dich an die Neunziger erinnerst, aber mit Diskriminierung war nicht viel außer von ein paar Hardcorenazis. Wir hatten die echten Lovepardes, da hat es einfach kein Schwein interessiert. Und falls es dich interessiert, ich habe einen orientalischen Migrationshintergrund. Darüber hat man sich aber damals weder definiert noch sich Gedanken gemacht. Das war einfach so. Und so habe ich auch Menschen, die sich irgendeiner anderen „Minderheit“ zugehörig gefühlt haben, erlebt. Das ist eine in meinen Augen völlig neumodische Erscheinungen das einige - weiß Gott nicht alle - meinen sie müssten ihr „Anderssein“ wie eine Monstranz vor sich hertragen und jede Ungerechtigkeit, die ihnen widerfährt, auf dieses Anderssein schieben. Dazu kommt dann bei ein paar „Privilegierte“ die dann an diesen ihren Helferkomplex ausleben oder ihr Schlechtes gewissen erleichtern müssen.
Äußerst treffend analysiert.
 
Auch wenn es weiter ot ist:

Weiß nicht ob und wie du dich an die Neunziger erinnerst, aber mit Diskriminierung war nicht viel außer von ein paar Hardcorenazis. Wir hatten die echten Lovepardes, da hat es einfach kein Schwein interessiert. Und falls es dich interessiert, ich habe einen orientalischen Migrationshintergrund. Darüber hat man sich aber damals weder definiert noch sich Gedanken gemacht. Das war einfach so. Und so habe ich auch Menschen, die sich irgendeiner anderen „Minderheit“ zugehörig gefühlt haben, erlebt. Das ist eine in meinen Augen völlig neumodische Erscheinungen das einige - weiß Gott nicht alle - meinen sie müssten ihr „Anderssein“ wie eine Monstranz vor sich hertragen und jede Ungerechtigkeit, die ihnen widerfährt, auf dieses Anderssein schieben. Dazu kommt dann bei ein paar „Privilegierte“ die dann an diesen ihren Helferkomplex ausleben oder ihr Schlechtes gewissen erleichtern müssen.
Ist ja schön für dich, dass du keine negativen Erfahrungen machen musstest. Aber das kannst du wohl kaum generalisieren. "Leben und leben lassen" heißt halt auch automatisch, dass die weniger Privilegierten nicht aktiv gegen ihren Status vorgehen sollen, um daran etwas zu ändern.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ist ja schön für dich, dass du keine negativen Erfahrungen machen musstest. Aber das kannst du wohl kaum generalisieren. "Leben und leben lassen" heißt halt auch automatisch, dass die weniger Privilegierten nicht aktiv gegen ihren Status vorgehen und daran etwas ändern sollen.
Es hat aber aus meiner Sicht alles Grenzen, nicht zuletzt auch sprachliche. Für mich ist es wichtiger, dass ein Text leserlich ist, als dass neben Männlein und Weiblein jetzt auch noch verzweifelt versucht werden soll, divers unterzubringen. Da, wo es einfach geht, fein, und da, wo es nicht geht, geht es eben nicht.
 
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