Florian Kohfeldt (SV Darmstadt 98)

Bei Trainerpostendiskussionen nach der Sommerpause habe mich bewusst zurückgehalten, denn a) finde ich es trotz mancher Kritik am Handlung richtig, dass mit der neuen Saison das Finden von Sicherheit ganz oben auf der Agenda von FK steht und b) bei einem Umbruch Rückschläge unvermeidbar sind.

Doch das, was wir in den letzten Spielen (Bayern ausgenommen) erleben mussten, ist auch aufgrund der Summe schon kein Rückschlag mehr, sondern ein bedenklicher Negativtrend. Und wenn es dabei einem Coach auch noch "gelingt", innerhalb eines Kalenderjahres gleich 2x eine Serie mit 8 sieglosen Spielen in Folgen hinzulegen, bei denen die Auftritte in großer Mehrheit nicht den Eindruck vermittelten, dass hier was heranwachsen kann (so wie in den ersten Jahren der Ära TS), dann keimt zwangsläufig wieder die Frage auf, ob ein Trainerwechsel nicht doch zielführender wäre?
 
Vielleicht denkt Kohfeldt mal irgendwann drüber nach, ob dieses permanente Beschuldigen des Schiedsrichters vom Seitenrand, ganz egal ob tatsächlich eine Fehlentscheidung gegen uns vorliegt oder nicht, erfolgsfördernd ist oder eher das Gegenteil bewirkt. Meiner Meinung nach schafft es Alibis für die Spieler, wodurch immer ein paar Prozente unnötig verloren gehen.
 
Vielleicht denkt Kohfeldt mal irgendwann drüber nach, ob dieses permanente Beschuldigen des Schiedsrichters vom Seitenrand, ganz egal ob tatsächlich eine Fehlentscheidung gegen uns vorliegt oder nicht, erfolgsfördernd ist oder eher das Gegenteil bewirkt. Meiner Meinung nach schafft es Alibis für die Spieler, wodurch immer ein paar Prozente unnötig verloren gehen.

In der Vergangenheit wurde Werder häufig überverhältnismäßig von Fehlentscheidungen getroffen. Damals gab es viel Kritik daran, dass die Werderverantwortlichen Schirientscheidungen stets einfach schweigend hinnehmen würden und man es "deshalb ja mit Werder machen" könne. Da finde ich jetzt nicht per se schlecht, wenn er da laut wird, auch wenn man zumindest aus TV-Sicht schon sagen muss, dass man den Elfer definitiv geben kann.
Übrigens hat sich FK nach Spielende auch nochmal beim Linienrichter entschuldigt. Das zeigt auch Größe.

Zum Sportlichen: Was mich heute wieder aufregte, war die Positionierung von Groß. Der gehört nicht in die Abwehr. Im Mittelfeld finde ich ihn ordentlich, aber weiter hinten sah das mal wieder nicht besonders gut aus.
 
In der Vergangenheit wurde Werder häufig überverhältnismäßig von Fehlentscheidungen getroffen. Damals gab es viel Kritik daran, dass die Werderverantwortlichen Schirientscheidungen stets einfach schweigend hinnehmen würden und man es "deshalb ja mit Werder machen" könne. Da finde ich jetzt nicht per se schlecht, wenn er da laut wird, auch wenn man zumindest aus TV-Sicht schon sagen muss, dass man den Elfer definitiv geben kann.
Übrigens hat sich FK nach Spielende auch nochmal beim Linienrichter entschuldigt. Das zeigt auch Größe.

Zum Sportlichen: Was mich heute wieder aufregte, war die Positionierung von Groß. Der gehört nicht in die Abwehr. Im Mittelfeld finde ich ihn ordentlich, aber weiter hinten sah das mal wieder nicht besonders gut aus.

Das ist eben das Dilemma mit Groß. Wenn man ihn auf dem Platz haben möchte, weil Kampfgeist und Einstellung immer stimmen, dann geht das zulasten der spielerischen Komponente. Wenn man es aber mit dieser versuchen will, dann ist kein Platz für Groß im Mittelfeld. Also rutscht er in die Abwehr. Dort war er dann ein zwei mal überfordert, stimmt schon. Aber die entscheidende Szene zum 0:2 hatte nichts mit der Position auf dem Papier zu tun. Im Prinzip ist die Moral aus der Geschicht, dass gegen Dortmund Milos ran muss. Den Rest würde ich nicht ändern, obwohl ich der Meinung bin das Bittencourt so langsam mal eine Pause bräuchte.
 
Werder kassierte jetzt im dritten Spiel in Folge eine Pleite, ist seit acht Spielen ohne Sieg. Dazu noch die letzte Schrottsaison...Jeder andere Verein würde die Notbremse ziehen, in Bremen ticken die Uhren aber leider anders.
Nibelungentreue ohne Gegenwert...anscheinend ist Erfolgsdenken bei Werder genauso verpönt wie Kritik an diese Totengräber...
 
Das ist eben das Dilemma mit Groß. Wenn man ihn auf dem Platz haben möchte, weil Kampfgeist und Einstellung immer stimmen, dann geht das zulasten der spielerischen Komponente. Wenn man es aber mit dieser versuchen will, dann ist kein Platz für Groß im Mittelfeld. Also rutscht er in die Abwehr. Dort war er dann ein zwei mal überfordert, stimmt schon. Aber die entscheidende Szene zum 0:2 hatte nichts mit der Position auf dem Papier zu tun. Im Prinzip ist die Moral aus der Geschicht, dass gegen Dortmund Milos ran muss. Den Rest würde ich nicht ändern, obwohl ich der Meinung bin das Bittencourt so langsam mal eine Pause bräuchte.

Nach meinem Empfinden gehörte Groß in den letzten Spielen tendenziell sogar noch zu den Spielern, die spielerisch ein klein wenig zu unserem Offensivspiel beizutragen hatten.
In der Abwehr gehört er trotzdem nicht. Und erst recht nicht, wenn er nicht zentral sondern als RIV ran soll.
 
Werder kassierte jetzt im dritten Spiel in Folge eine Pleite, ist seit acht Spielen ohne Sieg. Dazu noch die letzte Schrottsaison...Jeder andere Verein würde die Notbremse ziehen, in Bremen ticken die Uhren aber leider anders.
Nibelungentreue ohne Gegenwert...anscheinend ist Erfolgsdenken bei Werder genauso verpönt wie Kritik an diese Totengräber...
es ist wohl der nächste Ex-Spieler dran, der sich irgendwo im Verein tummelt. Borowski zum Beispiel....
weil Baumann zu nicht mehr Fantasie fähig ist..... ob es Boro jetzt viel schlechter als Kohfeldt macht bleibt dahingestellt
 
In der Vergangenheit wurde Werder häufig überverhältnismäßig von Fehlentscheidungen getroffen. Damals gab es viel Kritik daran, dass die Werderverantwortlichen Schirientscheidungen stets einfach schweigend hinnehmen würden und man es "deshalb ja mit Werder machen" könne. Da finde ich jetzt nicht per se schlecht, wenn er da laut wird, auch wenn man zumindest aus TV-Sicht schon sagen muss, dass man den Elfer definitiv geben kann.
Übrigens hat sich FK nach Spielende auch nochmal beim Linienrichter entschuldigt. Das zeigt auch Größe.
:tnx:
 
Meine Güte, so langsam sollte wirklich mal Schluss sein. Es ist doch seit einem Jahr fast nur noch Quälerei mit ihm, drei gute Spiele gegen Dortmund (Pokal), die bereits geretteten Kölner (34.ST) und Bayern reichen einfach nicht. Und viel mehr Herausragendes fällt mir jetzt echt nicht ein in diesem Zeitraum. Nur Sieglosserien, Heimspielflauten, derbe Pleiten (Mainz!), zwei Unenttschieden in der Rele und Schönreden von Leistungen.
Und das sollte doch langsam mal auch so trägen Akteuren wie Baumann/ Bode auffallen.
 
Nach meinem Empfinden gehörte Groß in den letzten Spielen tendenziell sogar noch zu den Spielern, die spielerisch ein klein wenig zu unserem Offensivspiel beizutragen hatten.

Kommt dann darauf an, was man mit "spielerisch" meint. Groß ist, in Ermangelung eines besseren Begriffs, ein Laufspieler. So wie, zur Zeit noch, Mbom auch. Ebenso Bittencourt. Keiner von denen hat die Fähigkeiten für einen konstruktiven Spielaufbau. Keiner nimmt den Ball an und schickt den Stürmer steil, das gehört schlicht nicht zu deren Kompetenzen. Diesbezüglich ist sogar Chong besser weil der aus dem Fußgelenk einen irren Druck auf den Ball bekommt und durchaus ein Auge hat, auch wenn er im Stellungsspiel ohne Ball noch häufig überfordert ist. Mbom und Grosso sind Stealer, Bittencourt ist eine Ein-Mann-Armee aber kein Spielmacher. Am ehesten kommt dem noch Eggestein weil er der einzige ist, der wirklich über strategische Fähigkeiten verfügt. Möhwald ist irgendwo dazwischen und der tut Eggestein auch unübersehbar gut. Natürlich nicht heute, dafür war der Gegner zu gut. Aber so grundsätzlich. Auf unserem Niveau halt.
 
Er ist eigentlich kein Stratege, sondern eher ein sehr emsiger Zuarbeiter

Was meinst du mit Zuarbeiter? Eggesteins mit Abstand beste Fähigkeit ist es Räume zu erkennen. Er steht eigentlich nie falsch. Das ist genau der Grund aus dem er letzte Saison immer und immer wieder gespielt hat. Du erlebst bei ihm nicht, dass er im falschen Moment raus kommt, einen Raum ungedeckt lässt oder anläuft wo bereits ein Mitspieler steht. In dieser Disziplin ist er eine Klasse besser als jeder andere in der Mannschaft. Aber: Er braucht Mitspieler für seine sonstigen Fähigkeiten als 8er. Das sieht man sofort (nicht gerade gegen einen Gegner wie heute) wenn ein Möhwald auf dem Platz steht, oder ein Groß der ihm den Rücken frei hält so dass er in die Zwischenräume kommen kann. Genau das hat ihn ja zur NM gebracht, kurzfristig. All das hat nichts damit zu tun, ob er -wie heute geschehen- einen Steilpass ins Nirvana schickt oder einen Zweikampf verbaselt oder derlei Dinge. Wo ich absolut bei dir bin: Ein Stratege im Sinne eines Spielmachers ist er nicht. Er ist es noch am Ehesten, aber das spricht nicht für ihn sondern gegen den Kader. Unser Mittelfeld ist wie es ist, schauen wir mal wofür es am Ende reicht.
 
Mal eine ernsthafte Frage:

Worauf beruhen immer noch eure Hoffnungen, dass wir diese Saison nicht absteigen?

Meine nur noch, dass mit viel Glück tatsächlich drei Mannschaften noch schlechter sein sollten...

Fast unvorstellbar, aber man wird ja mal hoffen dürfen!
 
Meine Güte, so langsam sollte wirklich mal Schluss sein. Es ist doch seit einem Jahr fast nur noch Quälerei mit ihm, drei gute Spiele gegen Dortmund (Pokal), die bereits geretteten Kölner (34.ST) und Bayern reichen einfach nicht. Und viel mehr Herausragendes fällt mir jetzt echt nicht ein in diesem Zeitraum. Nur Sieglosserien, Heimspielflauten, derbe Pleiten (Mainz!), zwei Unenttschieden in der Rele und Schönreden von Leistungen.
Und das sollte doch langsam mal auch so trägen Akteuren wie Baumann/ Bode auffallen.

Natürlich fällt das denen auf. Aber die beiden sind doch selbst unfähig und völlig fehlbesetzt auf ihren Positionen und gewaltig mitschuldig an der Lage. So deckt und steht einer hinter dem anderen, die schützen sich gegenseitig, ein sogenannter Dreierklüngel.
Hoffnung auf nachhaltige Besserung gäbe es erst dann, wenn alle drei weg wären. Darauf können wir aber noch sehr, sehr lange warten. :(
 
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