Florian Kohfeldt (SV Darmstadt 98)

@BECKS:
Ist die Situation so kritisch, dass man jetzt alles versuchen sollte?! Ich finde: nein.

Wenn ich die Lage derzeit nüchtern sehe, kommt Werder momentan als eher unbequemer Gegner, defensiv organisiert und regelmäßig punktend. Also effektiv.
Wenn man sich den Kader genauso nüchtern ansieht (und die Phantasie mal außen vor lässt), kann er nicht mehr liefern. Individuelle Klassespieler fehlen, und nur mit Teamgeist forciert man kein Schönspielen. Tiki-Taka oder lange, öffende Pässe, schnelle Konter, sicherer Aufbau...alles schwierig mit dem jetzigen Personal. Mag derzeit nicht attraktiv sein, aber mal ehrlich: welcher Hahn kräht am Ende der Saison danach, wenn man die Klasse hält? Es bringt nicht mehr, mitreißende Spiele zu sehen, die verloren gehen. Mehr Chancen verwandeln will im Grunde jedes Team. Das ist kein Werder-Problem im exklusiven Sinne.

Abgesehen davon: diese Geisterspiele haben doch eh nur einen begrenzten Wert. Auch in Sachen Unterhaltung. Am Bildschirm kommt der Funke nicht so rüber. Ist zwar subjektiv, aber geht vielleicht auch anderen so.

Also mitreißende Spiele verlieren, daß möchte wohl keiner, das sehe ich auch so. Das war aber auch nicht meine Intention.

Bei dem Zeitpunkt zum Versuchen sehe ich das genau anders. Gerade weil wir etwas Luft haben kann er was versuchen. Gerade weil wir im Aufschwung sind. Keine Konstellation hält lange zusammen, alleine aufgrund von Verletzungen und Sperren. Da gibt es immer Bewegung. Never Change a wining Team ist Irrglaube!

Kohfeldt sollte versuchen das Personal auszuprobieren was Lösungen bringt. Wir haben nach wie vor gar keine Lösungen in den Heimspielen und solange Kohfeldt nicht die Heimspiele wieder souverän gestaltet sind wir auch nicht nachhaltig raus aus der Krise. München war schön, aber die Königsdisziplin sind die Heimspiele. Über letzte Saison brauchen wir nicht sprechen, das Stigma haben einige Jungs bis heute intus. Und diese Saison? Hertha reden wir mal nicht drüber, Hoffenheim stabil, aber Ultra ungefährlich. Bielefeld? Ich glaube einige Hosen riechen jetzt noch! Und Kölle - Not gegen Elend. Wir haben einfach keine Lösungen auf dem Platz, aber potentielle Lösungsbringer im Kader, also ausprobieren.

Mir geht es nicht um Schönspielerei oder um Funken. Schön wenn das noch dazu kommt, aber in erster Linie geht es um Lösungen im Spielaufbau. Um Chancengenerierung; .... ob über Ballbesitz, Konter, Umschaltspiel oder mit Vodoopuppen ist mir dabei egal. Kohfeldt muß die personelle Kombination finden die Lösungen in Heimspielen präsentiert. Nach WOB kommt Stgt. zuhause. Wäre sehr angebracht, wenn Kohfeldt mal wieder eine Truppe aufs Feld schicken würde, die Chancen generiert! Und zwar im Weserstadion! Nach 1 1/4 Saison HeimspielTristesse eher überfällig! Da müssen wir dran bleiben an dem Thema!
 
Tja oder es zeigt das manche Menschen/Trainer eben länger brauchen um durchzublicken oder um Zöpfe abzuschneiden …. kann man sehen wie man will … oder besser auf welcher Seite man steht!

Das hat nichts mit Seiten zu tun. Wenn man ein Seiten-Denker ist, dann verflucht man den Verein bis heute dafür, dass Kohfeldt überhaupt noch Trainer ist. Ich denke ich muss das nicht weiter ausführen. Ob ein Trainer dann schnell oder langsam ist, kann man als Seiten-Denker aber naturgemäß gar nicht einschätzen weil man dem Trainer ja weder Zeit noch Gelegenheit dazu geben möchte. Du wirst dich noch gut erinnern. Aber zum Glück reden wir jetzt über das Lerntempo von Florian Kohfeldt und nicht über einen geeigneten Nachfolger für zb Markus Gisdol. Der ganze Rest ist ehrlich gesagt müßig zu diskutieren. Wenn vier Verteidiger verletzt ausfallen und sich dann beklagt wird, Kohfeldt würde an Moisander "festhalten", dann kann es jedenfalls um die Sache als solche nicht gehen. Wenn sich durch die komplette Vorbereitung und -bis auf ein Spiel- alle Pflichtspiele eine signifikant andere Strategie abzeichnet als im Vorjahr, dann kann man natürlich weiter davon reden es dauere alles länger, bloß muss man dann eher die eigene Anspruchshaltung überdenken und wie schnell man es denn nach so einer Saison gerne hätte. Was indes bei dir dann doch recht angenehm ist, ist die Tatsache das es bei dir keine persönliche Fehde um den Trainer ist sondern du mit dem Neustart eben auch den Reset machst.

P.S.: Ob die letzten Spiele Erfolg gebracht haben, darüber könnte man trefflich streiten. Denn jedes einzelne der fünf Unentschieden hätte auch kippen können. In beide Richtungen. Erfolgreich ist sicherlich, dass wir schwer zu bespielen sind, kaum noch dumme individuelle Fehler machen und Standards ziemlich ordentlich wegverteidigen. Weniger erfolgreich war über Wochen die Präzision im Passspiel und damit auch (aber nicht nur) das eigene Spiel mit Ball. Es wird sich zeigen müssen, ob die Verbesserung diesbezüglich in den letzten beiden Spielen (ja, auch gegen Köln) sich nun fortsetzt und auch der Aufwärtstrend mehrerer Spieler (Möwe, Toprak, Rashica, Megge, Friedl) bestand hat.
 
Wäre sehr angebracht, wenn Kohfeldt mal wieder eine Truppe aufs Feld schicken würde, die Chancen generiert!

Womit wir bei Osako wären ;) 4-3-3 mit Ludde/Friedl/Toprak/TGS, davor Möwe/Megge/Bittencourt und dann Osako als Ballverteiler hinter Füllkrug und Rashica. Die Abteilung Arbeit (Mbom, Groß) ist dann erst mal auf der Bank. Ich bin mir nicht sicher, ob wir das jetzt schon versuchen sollten. Denke wir bleiben erst mal bei dem was funktioniert, also 5-2-2-1.
 
Das hat nichts mit Seiten zu tun. Wenn man ein Seiten-Denker ist, dann verflucht man den Verein bis heute dafür, dass Kohfeldt überhaupt noch Trainer ist. Ich denke ich muss das nicht weiter ausführen. Ob ein Trainer dann schnell oder langsam ist, kann man als Seiten-Denker aber naturgemäß gar nicht einschätzen weil man dem Trainer ja weder Zeit noch Gelegenheit dazu geben möchte. Du wirst dich noch gut erinnern. Aber zum Glück reden wir jetzt über das Lerntempo von Florian Kohfeldt und nicht über einen geeigneten Nachfolger für zb Markus Gisdol. Der ganze Rest ist ehrlich gesagt müßig zu diskutieren. Wenn vier Verteidiger verletzt ausfallen und sich dann beklagt wird, Kohfeldt würde an Moisander "festhalten", dann kann es jedenfalls um die Sache als solche nicht gehen. Wenn sich durch die komplette Vorbereitung und -bis auf ein Spiel- alle Pflichtspiele eine signifikant andere Strategie abzeichnet als im Vorjahr, dann kann man natürlich weiter davon reden es dauere alles länger, bloß muss man dann eher die eigene Anspruchshaltung überdenken und wie schnell man es denn nach so einer Saison gerne hätte. Was indes bei dir dann doch recht angenehm ist, ist die Tatsache das es bei dir keine persönliche Fehde um den Trainer ist sondern du mit dem Neustart eben auch den Reset machst.

P.S.: Ob die letzten Spiele Erfolg gebracht haben, darüber könnte man trefflich streiten. Denn jedes einzelne der fünf Unentschieden hätte auch kippen können. In beide Richtungen. Erfolgreich ist sicherlich, dass wir schwer zu bespielen sind, kaum noch dumme individuelle Fehler machen und Standards ziemlich ordentlich wegverteidigen. Weniger erfolgreich war über Wochen die Präzision im Passspiel und damit auch (aber nicht nur) das eigene Spiel mit Ball. Es wird sich zeigen müssen, ob die Verbesserung diesbezüglich in den letzten beiden Spielen (ja, auch gegen Köln) sich nun fortsetzt und auch der Aufwärtstrend mehrerer Spieler (Möwe, Toprak, Rashica, Megge, Friedl) bestand hat.

Schön diese Ausführungen übers Seiten Denken von einem hardcore-Seitendenker zu hören ;). Da weiß man doch das es vom Fachmann kommt. Und natürlich kann man die Veränderungsgeschwindigkeit und -Willigkeit bei Kohfeldt auch als Seitendenker einschätzen. Jeder ist mal Seitendenker und mal nicht. Kannst Du ja auch :D Der ganze Rest ist müßig zu diskutieren, da sind wir uns einig.

Mir geht Erfolg über alles, auch über Personen. Solange Werder erfolgreich ist, ist mir vollkommen egal wer da am Ruder sitzt. Von mir aus die Muppets, da hast Du vollkommen Recht. Geht es runter mit einer derart erschreckenden Hilflosigkeit und Vernebelung wie letzte Saison, dann hingegen schon. Ich glaube das hat man gemerkt. Haben wir Erfolg geht es eher um das Streben noch besser zu werden!

Ich habe nix gegen Kohfeldt persönlich, soviel kann ich sagen, solange wir Erfolg haben, ……... aber so ist das Fussi Geschäft; weiß er selber! Er hat auch m. E. in einigen Punkten gut die Kurve bekommen (Auswärtstaktik, Entwicklung einzelner Spieler, Motivation, Bissigkeit und sogar in Teilen beim Umbruch). Überrascht mich und in Summe gefällt mir das! Was mir ganz und gar nicht gefällt sind weiterhin die Lösungsarmen Heimspiele. Das ist nicht Werder-like und auch das weiß er selber, auch wenn er natürlich aus reinem Selbstschutz das so nicht sagen kann! Da geht es nicht darum a´la Bayern den Gegner zu beherrschen, aber da geht es darum gefährlicher zu werden und irgendwann wieder eine Heimmacht zu werden. So ist das ewige Streben, ein paar Punkte sind erreicht, nun geht's weiter!

Ich glaube ganz ehrlich, ihm fehlt der Mut da einfach mal nen Woltemade, Schmid oder Chong reinzubringen oder auch mal Gebre pausieren zu lassen. Er steht da noch zu sehr mit dem Rücken an der Wand und sagt sich "in dubio pro Sicherheit". Ich glaube er sollte weiterhin sein Personal durchtesten, um in den Heimspielen wieder mehr Lösungen zu finden, bzw. personelle Konstellationen zu finden, die den Gegner und uns überraschen!. Da geht es nicht darum alles Erreichte jetzt umzuwerfen. Ich glaube das passiert auch nicht, weil wir ziemlich stabil hinten stehen, ohne Moisander und mit Friedl. Aber mal nen Schmid von Anfang an oder mal nen Mbom auf rechts für Gebre könnten schon Impulse bringen. Köln war ein Offenbarungseid an Hilflosigkeit. Die Heimspiele müssen besser und Chancenreicher werden!
 
Womit wir bei Osako wären ;) 4-3-3 mit Ludde/Friedl/Toprak/TGS, davor Möwe/Megge/Bittencourt und dann Osako als Ballverteiler hinter Füllkrug und Rashica. Die Abteilung Arbeit (Mbom, Groß) ist dann erst mal auf der Bank. Ich bin mir nicht sicher, ob wir das jetzt schon versuchen sollten. Denke wir bleiben erst mal bei dem was funktioniert, also 5-2-2-1.

Find ich ja gut das du Osako so gerne als Ballverteiler in der ersten Elf hättest. Ich finde er hat selbst in einem 4-3-3 nichts in der Mannschaft zu suchen. Die 3-4 guten Spiele von ihm, selbst bei Köln kann man an einer Hand abzählen. Sehe nichts bei ihm wie er die Mannschaft im Moment weiterbringen und weiterhelfen soll. Sehe etwas anders als du, aber jedem seine Meinung.
 
Find ich ja gut das du Osako so gerne als Ballverteiler in der ersten Elf hättest.

Ich hätte gerne jemand anders dort, aber wir sind ja nunmal nicht bei wünsch dir was.

Ich finde er hat selbst in einem 4-3-3 nichts in der Mannschaft zu suchen.

Das 4-3-3 ist Kohfeldts eigentliches System. Sage ich jetzt mal so. Und es funktioniert nur, wenn es zentral hinter den Spitzen diesen Verbindungsspieler gibt. Unser Absturz letzte Saison hatte maßgeblich damit zu tun, dass Kohfeldt an seinem System festgehalten hat, aber gleichzeitig keine Alternative für Osako da war. Also hat ein formschwacher Osako nach seiner Verletzung eine Szene nach der anderen vergurkt. Und als dann die 5-x-x Taktik los ging brach unser Offensivspiel endgültig in sich zusammen, die Gegner mussten nur noch mit einfachsten Mitteln das machen was wir zur Zeit mit unseren Gegnern machen: An den Rand drängen, vom Rest der Mannschaft isolieren und zugucken wie sie keine Ideen haben.

Sehe etwas anders als du, aber jedem seine Meinung.

Du mißverstehst mich glaube ich. Was ich sage, ist, dass Osako in dem Moment wieder im Team stehen WIRD, in dem wir ballbesitzorientiert durch das Zentrum spielen wollen. Ich fordere ihn nicht. Das sollte schlicht und ergreifend jedem klar sein, der weg will von unserem aktuell nicht so richtig schön anzuschauenden Fußball. Komm mir keiner mit Schmid der selbst von Zweitligisten abgekocht wird oder einem Jungen der gerade der A-Jugend entwachsen ist. Ich weiß was für ein Standing Osako hier hat und ich selbst habe schon oft genug geschrieben, dass es keinen ärgerlicheren Spieler als Osako gibt. Weil er nämlich eigentlich so viel könnte, aber dies leider so selten zeigt. Möhwald ist keiner für die Position hinter den Spitzen, Bittencourt auch nicht, der macht halt sein Solo-Ding und bringt damit einiges für die Mannschaft. Rashica, naja, das Experiment haben wir oft genug gesehen, bringt nix. Megge könnte man versuchen, der dann natürlich hinten fehlt. Auch keine so dolle Idee. Also wer bleibt? Osako. As a matter of fact.
 
Interessiert nicht. An Osako kann man sich gut abarbeiten, selbst wenn er nicht spielt. In dem Moment, wo bei uns nicht mehr safety first gilt, sondern wir zb in einem 4-3-3 wieder selbst mehr Ballbesitzfußball wagen, ist Osako wieder in der Mannschaft....

Hoffentlich erlebe ich das nicht mehr... Ballbesitzfußball, Osako, Pleiten, nein, das muss echt nicht mehr sein.
 
Definitiv Nein. FK hat ja selbst geäußert, dass wir in der Breite besser aufgestellt sind als in der Vorsaison. Das impliziert, dass der Qualitätsunterschied zwischen Stammspielern und 2. Reihe geringer geworden und somit ein erfreulicherweise größerer Konkurrenzdruck innerhalb der Mannschaft entstanden ist. Somit sind die Risiken für den einen oder andern positionsgebundenen (!) Versuch besser als im Vorjahr, wo Experimente u.a. deshalb in die Hose gingen, weil diese a) zum Teil nicht positionsgebunden waren b) Offensivfußball in der Sache bedingt über eine geringere Stabilität verfügt als defensivere Spielweisen, so dass c) der Offensivfußball, wie er in der Hinrunde gespielt (bzw. vielmehr versucht wurde) einer der Beschleuniger der rasanten Negativ-Spirale in 19/20 fungierte.

Somit bietet die derzeit richtigerweise praktizierte Vorgehensweise mit einer defensiven Grundordnung das Fundament für größere Stabilität, die, wie auch von mir im vorherigen Post erwähnt, unbedingt gewonnen werden muss. Ebenso ist es verständlich, dass die 2. Reihe nicht auf allen Positionen gleich stark besetzt ist, und somit nicht überall etwas ausprobiert werden kann. Aber mit dem richtigen Gespür sollte es möglich sein, Stabilität und Talentförderung durch Einsätze nicht nur unter einen gemeinsamen Hut zu bringen, sondern auch zu einer Symbiose miteinander zu verbinden. Denn solche Symbiosen gehörten zu den Säulen der erfolgreichen Zeiten unsers SV Werder Bremen.
 
Definitiv Nein. FK hat ja selbst geäußert, dass wir in der Breite besser aufgestellt sind als in der Vorsaison. Das impliziert, dass der Qualitätsunterschied zwischen Stammspielern und 2. Reihe geringer geworden und somit ein erfreulicherweise größerer Konkurrenzdruck innerhalb der Mannschaft entstanden ist. Somit sind die Risiken für den einen oder andern positionsgebundenen (!) Versuch besser als im Vorjahr, wo Experimente u.a. deshalb in die Hose gingen, weil diese a) zum Teil nicht positionsgebunden waren b) Offensivfußball in der Sache bedingt über eine geringere Stabilität verfügt als defensivere Spielweisen, so dass c) der Offensivfußball, wie er in der Hinrunde gespielt (bzw. vielmehr versucht wurde) einer der Beschleuniger der rasanten Negativ-Spirale in 19/20 fungierte.

Somit bietet die derzeit richtigerweise praktizierte Vorgehensweise mit einer defensiven Grundordnung das Fundament für größere Stabilität, die, wie auch von mir im vorherigen Post erwähnt, unbedingt gewonnen werden muss. Ebenso ist es verständlich, dass die 2. Reihe nicht auf allen Positionen gleich stark besetzt ist, und somit nicht überall etwas ausprobiert werden kann. Aber mit dem richtigen Gespür sollte es möglich sein, Stabilität und Talentförderung durch Einsätze nicht nur unter einen gemeinsamen Hut zu bringen, sondern zu einer Symbiose miteinander zu verbinden.

Wirklich klasse geschrieben und analysiert.
100% Zustinmung!
 
Definitiv Nein. FK hat ja selbst geäußert, dass wir in der Breite besser aufgestellt sind als in der Vorsaison. Das impliziert, dass der Qualitätsunterschied zwischen Stammspielern und 2. Reihe geringer geworden und somit ein erfreulicherweise größerer Konkurrenzdruck innerhalb der Mannschaft entstanden ist. Somit sind die Risiken für den einen oder andern positionsgebundenen (!) Versuch besser als im Vorjahr, wo Experimente u.a. deshalb in die Hose gingen, weil diese a) zum Teil nicht positionsgebunden waren b) Offensivfußball in der Sache bedingt über eine geringere Stabilität verfügt als defensivere Spielweisen, so dass c) der Offensivfußball, wie er in der Hinrunde gespielt (bzw. vielmehr versucht wurde) einer der Beschleuniger der rasanten Negativ-Spirale in 19/20 fungierte.

Somit bietet die derzeit richtigerweise praktizierte Vorgehensweise mit einer defensiven Grundordnung das Fundament für größere Stabilität, die, wie auch von mir im vorherigen Post erwähnt, unbedingt gewonnen werden muss. Ebenso ist es verständlich, dass die 2. Reihe nicht auf allen Positionen gleich stark besetzt ist, und somit nicht überall etwas ausprobiert werden kann. Aber mit dem richtigen Gespür sollte es möglich sein, Stabilität und Talentförderung durch Einsätze nicht nur unter einen gemeinsamen Hut zu bringen, sondern auch zu einer Symbiose miteinander zu verbinden. Denn solche Symbiosen gehörten zu den Säulen der erfolgreichen Zeiten unsers SV Werder Bremen.

:top: und das macht auch einen erfolgreichen und guten Trainer aus. Bevor hier nun wieder des Geschrei los geht, man achte auf das Wort
auch. In diesem Sinne wäre z. B. Christian Streich ein solcher Trainer.
 
Definitiv Nein. FK hat ja selbst geäußert, dass wir in der Breite besser aufgestellt sind als in der Vorsaison. Das impliziert, dass der Qualitätsunterschied zwischen Stammspielern und 2. Reihe geringer geworden und somit ein erfreulicherweise größerer Konkurrenzdruck innerhalb der Mannschaft entstanden ist. Somit sind die Risiken für den einen oder andern positionsgebundenen (!) Versuch besser als im Vorjahr, wo Experimente u.a. deshalb in die Hose gingen, weil diese a) zum Teil nicht positionsgebunden waren b) Offensivfußball in der Sache bedingt über eine geringere Stabilität verfügt als defensivere Spielweisen, so dass c) der Offensivfußball, wie er in der Hinrunde gespielt (bzw. vielmehr versucht wurde) einer der Beschleuniger der rasanten Negativ-Spirale in 19/20 fungierte.

Somit bietet die derzeit richtigerweise praktizierte Vorgehensweise mit einer defensiven Grundordnung das Fundament für größere Stabilität, die, wie auch von mir im vorherigen Post erwähnt, unbedingt gewonnen werden muss. Ebenso ist es verständlich, dass die 2. Reihe nicht auf allen Positionen gleich stark besetzt ist, und somit nicht überall etwas ausprobiert werden kann. Aber mit dem richtigen Gespür sollte es möglich sein, Stabilität und Talentförderung durch Einsätze nicht nur unter einen gemeinsamen Hut zu bringen, sondern auch zu einer Symbiose miteinander zu verbinden. Denn solche Symbiosen gehörten zu den Säulen der erfolgreichen Zeiten unsers SV Werder Bremen.
Top-Post:tnx:.... Natürlich zählt heute erstmal nur WOB, aber wirklich gespannt bin ich auf die Kost im Heimischen Weserstadion …..Symbiosen:top: i like
 
Ich schmeiße einmal die These in den Ring, dass die übliche Wertigkeit von Heimspielen, kaum von Bedeutung ist.
Was macht den der Vorteil eines Heimspiels aus?
Dass die Fans die eigene Mannschaft anfeuern, teils vorwärtstreiben.
Psychologisch macht das mit den meisten Spielern etwas.
Beim Heim-Team kitzeln die Fans in der Regel mehr Willen, mehr Einsatz, etc. heraus.
Die Fans sind quasi der 12. Mann.
Auch den Gegner beeindruckt das, zumindest wirkt die Zusatzbereitschaft des Heimteams gegen den eigenen Plan.

Jetzt ist das nicht mehr so.
Gähnende Leere stellt beide Teams praktisch auf eine Ebene.
Argumente, dass die eigene Kabine Vorteile bringt, jeder jeden Grashalm kennt, empfinde ich als Quatsch.

Im Prinzip sind die Spiele, wie Spiele auf neutralem Boden, durch die fehlenden Zuschauer bzw. Fans zudem ebenso beschissen.

Deshalb vertrete ich die Meinung, dass in der diesbezüglichen Diskussion gegenwärtig dem Heimvorteil zuviel Bedeutung beigemessen wird.
Werder und jeder andere Verein ist m.M.n. gut beraten, sich auf seine eigenen Stärken zu besinnen, die fehlenden Zuschauer aus den Gedanken zu streichen und zu versuchen trotzdem die bestmöglich Leistung zu bringen.
 
Ach, jetzt stecke ich plötzlich unsere Spieler oder Funktionäre in Schubladen? Ok.



Dann brauchen wir an der Stelle tatsächlich nicht weiter diskutieren.

Also weiterdiskutieren brauchen wir wirklich nicht, aber nicht weil mir Erfolg über Personen geht, sondern weil wir uns gut ausgetauscht haben und unseren jeweils kleinen unterschiedlichen Denkweisen nicht wirklich noch was hinzufügen müssen. War doch gut! Habe Deine etwas vorsichtigere Herangehensweise schon verstanden im Umbruch. Eigentlich wollen wir doch das gleiche, nur eben mit etwas anderen Denkweisen und vielleicht Geschwindigkeit. Ich bin ein ausgehungerter Fan, was die Heimspieltristesse anbelangt und nun hat uns Kohfeldt den kleinen Finger gegeben und nun rate mal was ich will ….:wink2: (das was rechts oben winkt)

"Erfolg geht über Personen" heißt ja nicht gleich "über Leichen gehen", sondern immer wieder konsequent Erfolg einfordern. Personen dahinbringen den Vereinserfolg zu sehen, im Dialog Einzelinteressen und Vereinsinteressen ausloten, ausprobieren und verbessern und wenn es in der Tat mit der Person nicht mehr geht, dann heißt es auch manchmal Abschied nehmen. Das ist im Fußballbusiness doch nix Neues und Werder ist ja diesbzgl. auch nicht gerade ne Hire and Fire Bude. Also ich habe viele unterschiedliche Personen bei Werder gesehen und man konnte sich auch mehr oder weniger mit Ihnen identifizieren, aber der Verein als Institution, jedenfalls für mich, steht nochmal darüber! Ich bin Werder Fan und nicht Marko Bode Fan oder Florian Kohfeldt Fan. Ich freue mich aber wenn beide erfolgreich sind, denn dann sollte der Verein ebenfalls erfolgreich sein. Es sei denn es gibt ne Dissonanz zwischen Eigeninteresse und Vereinsinteresse. Aber das Fass mach ich jetzt nicht wieder auf :ugly:

Und zum Schubladendenken, also Du steckst vielleicht die Funktionäre nicht in Schubladen (oder vielleicht doch in die Gut-Schublade?), aber das vehemente verteidigen dieser bzw. das "in Schubladen packen" einiger User ist auch irgendwie Seitendenken. Ich habe den Begriff hier ja nicht rein gebracht ;) .… jeder denkt in Schubladen und Seiten und Dimensionen und verallgemeinert auch mal. Ist doch kein Drama:kaffee: Häufig wechseln wir auch mal die Seite, was auch kein Beinbruch ist! Alles halb so wild …..
 
Zuletzt bearbeitet:
...ich selbst habe schon oft genug geschrieben, dass es keinen ärgerlicheren Spieler als Osako gibt. Weil er nämlich eigentlich so viel könnte, aber dies leider so selten zeigt.

Ich frag mich immer, woher die Mär kommt, dass Osako so viel kann? Wenn der Großteil der Spiele (auch schon bei Köln) schrottig sind, nehm ich dann die paar Ausreißer nach oben als „Können“ an oder muss dann nicht viel eher die Essenz daraus sein, dass er halt eigentlich nicht wirklich viel kann und ab und an mal einen zufälligen Ausreißer nach oben hat?

Andersherum betrachtet finde ich ja fast noch übler: jemand der so hochtalentiert sein soll und so gut wie nix draus macht. Beide Szenarien würden bei mir dazu führen, dass Osako keine Rolle spielt. Auch nicht als Einwechseloption. Dann lieber jungen Leuten ein paar Minuten geben, die es vielleicht in 1-2 Jahren mal zurückzahlen. Die werden auch mal nen zufälligen Ausreißer nach oben haben, aber mit der Chance, dass sie dann da regelmäßiger dran anknüpfen. Osako hat doch nun jetzt lang genug bewiesen, dass das Dauerformtief die Regel ist (bzw meine Theorie ist ja eher, dass er es gar nicht besser kann - richtig gute Spieler, rufen das öfter ab als 1-2 Mal pro Halbserie...)!
 
Ich frag mich immer, woher die Mär kommt, dass Osako so viel kann? Wenn der Großteil der Spiele (auch schon bei Köln) schrottig sind, nehm ich dann die paar Ausreißer nach oben als „Können“ an oder muss dann nicht viel eher die Essenz daraus sein, dass er halt eigentlich nicht wirklich viel kann und ab und an mal einen zufälligen Ausreißer nach oben hat?

Andersherum betrachtet finde ich ja fast noch übler: jemand der so hochtalentiert sein soll und so gut wie nix draus macht. Beide Szenarien würden bei mir dazu führen, dass Osako keine Rolle spielt. Auch nicht als Einwechseloption. Dann lieber jungen Leuten ein paar Minuten geben, die es vielleicht in 1-2 Jahren mal zurückzahlen. Die werden auch mal nen zufälligen Ausreißer nach oben haben, aber mit der Chance, dass sie dann da regelmäßiger dran anknüpfen. Osako hat doch nun jetzt lang genug bewiesen, dass das Dauerformtief die Regel ist (bzw meine Theorie ist ja eher, dass er es gar nicht besser kann - richtig gute Spieler, rufen das öfter ab als 1-2 Mal pro Halbserie...)!

Osako hatte eine einzige richtig gute Saison, die mit Köln in die EL führte. Da profitierte er von einem funktionierendem Team, in dem alles stimmte, und von der Euphorie. Und ganz besonders von seinem Mitspieler Modeste, der in vorderster Front die gegnerische Abwehr auf sich zog und so viel Platz für Osako freimachte.
Ansonsten hat Osako nie mehr als Durchschnitt präsentiert, hat wenn es nicht lief oder er fasch eingesetzt wurde sogar oft unterirdisch gespielt. Dazu eine katastrophale Körpersprache, Wehleidigkeit und kein Wille und Durchsetzungsvermögen. Ein reiner Schönwetterspieler.

Ich weiß bis heute nicht, was Werder beim damaligen Kauf zu dem hohen Preis in ihm sah. Und erst recht werde ich nie verstehen, wie man auf die Idee kommen kann, das ein Osako einen Kruse ersetzen kann. Zwischen diesen beiden Spielern liegen Welten und das in allen Bereichen.
 
Ich frag mich immer, woher die Mär kommt, dass Osako so viel kann?

Naja wenn man ihn regelmäßig spielen sieht ;)

nehm ich dann die paar Ausreißer nach oben als „Können“ an oder muss dann nicht viel eher die Essenz daraus sein, dass er halt eigentlich nicht wirklich viel kann und ab und an mal einen zufälligen Ausreißer nach oben hat?

Manche Dinge lernst du nicht, die kannst du. Wie du sie dann auf den Platz bringst ist entscheidend dafür wie deine Karriere verläuft. Osako ist diesbezüglich ein einziges Ärgernis. An seinen guten Tagen wird er angespielt und verteidigt den Ball auf dem Bierdeckel bis ein Mitspieler in die Gasse läuft in die Osako dann aus schier unmöglicher Lage noch reinspielt. Und an seinen nicht so guten (und leider häufigeren) Tagen, nimmt er jeden Kontakt hin und sitzt lamentierend auf dem Boden. Letzteres ist der Grund dafür, aus dem Osako nie wirklich zünden konnte.

Dann lieber jungen Leuten ein paar Minuten geben, die es vielleicht in 1-2 Jahren mal zurückzahlen.

Das kann man als Fan so fordern, die Frage ist aber ob man das als Trainer dann auch so sehen würde. Denn speziell auf Werder bezogen gilt es ja etwas aufzubauen was eine gewisse Stabilität mit sich bringt. Wie viele 20-Jährige willst du gleichzeitig einbauen? Und bekommt der Trainer dann die Zeit wenn sich die jungen Leute als zu schlecht erweisen, oder fordert man seinen Kopf weil er solche Spieler überhaupt gebracht hat?

Davon mal ab: Osako spielt zur Zeit keine relevante Rolle, auch wenn manche hier das noch so oft herbei geschrieben haben. Und mal was ganz anderes: Osako war der Korkenzieher in einem bis dahin offenen Spiel nachdem wir dann noch die Chance bekommen haben die Relegation zu spielen. Unser bester Torschütze war er in einer Katastrophensaison glaube ich auch. Aber was interessiert das schon, er ist durch bei vielen Fans und das war's dann. Besser wir würden heute Woltemade in der 2. Liga zugucken?

P.S.: Wenn es ginge, würde ich mich über Trennung im Winter auch freuen, natürlich nur wenn wir dafür einen Ersatz bekommen. Denn egal was Osako kann oder nicht kann, seine Konstanz war und ist ein Problem. Aber wenn es nicht geht, dann ist er Spieler des Kaders wird selbstverständlich auch wieder eingesetzt werden.
 
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