Corona mit Fokus auf Folgen für den Fussball

Mein Eindruck damals war, dass Firmen sich grundsätzlich eher gescheut haben in Vorleistung zu gehen um erst mal zu helfen. Eben weil sie die Implikationen hinsichtlich Zertifizierung kennen. Und weil, so makaber es ist, kein Markt vorhanden war. Ein Beatmungsgerät entwickelst du nicht mal eben so, da geht es um Sauerstoffsättigung und -Überwachung. Wohl aber gab es einen Mangel zb an austauschbaren Mundstücken etc., da gab es die wildesten Ideen, wie Anschlussstücke an Schnorchelmasken die sich mit Beatmungsgeräten kombinieren lassen. Am Ende des Tages fehlte es zwar an allem, aber keine Firma konnte die improvisierten Ideen wirklich anbieten weil ein medizinisches Produkt nunmal eine Zertifizierung braucht. Da gab es dann zb überall Mails mit dem Inhalt, das egal was man macht, es nicht das Wort "Schutz" enthalten darf. Denn eine Schutzmaske impliziert einen Standard und eine Firma die sowas an den Markt bringt ohne den Standard halten zu können, ist mehr oder weniger direkt pleite wegen möglicher Klagen. Das war auch die Zeit, als Rechtsanwälte davor gewarnt haben selbst genähte Masken als Schutzmasken zu verkaufen. Die wurden dann direkt als Aasgeier und Kriegsgewinnler gebranntmarkt, obwohl sie genau wussten wovor sie warnen. Wir haben zb versucht aus flexiblen Materialen via 3D-Druck Masken zu bauen die austauschbare Filter beinhalten, hatten da auch diverse Prototypen gebaut. Aber dann geht es los: Wie ist die bioverträglichkeit des Grundmaterials, wie die des Filters, wie wirkt der Filter, wie misst du die Dichtigkeit, wie die Langzeitverträglichkeit, wie ist die Reproduzierbarkeit deines Prozesses, wie sieht deine Lieferkette für das Rohmaterial aus, wie viel kannst du garantieren. Keine Chance das "mal eben so" zu machen. Und manche Dinge haben dennoch geholfen denn wenn es an allem fehlt, dann ist fast alles besser als nichts zu haben.
Du steckst ja tiefer drin, als ich dachte ;)
 
Du steckst ja tiefer drin, als ich dachte ;)
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:rolleyes:
 
Was soll denn jetzt Dein Zitat dazu (ein herausgepicktes Teilstück aus einem anderen Beitrag von mir) und obiges bedeuten? Verstehe NULL den Sinn hinter Deinem Post...:confused::confused::confused:

Du hast ein armes Land ins Spiel gebracht das mit dem Thema hier in Deutschland nichts zu tun hat, nicht ich. Davon abgesehen gebe ich dir ja durchaus recht, in vielen Ländern auf der Welt hat man gerade ein paar andere und größere Probleme. Das ist aber bestenfalls whataboutism. Thema war Suizid. Aber dazu hast du ja alles gesagt.
 
Du hast ein armes Land ins Spiel gebracht das mit dem Thema hier in Deutschland nichts zu tun hat, nicht ich. Davon abgesehen gebe ich dir ja durchaus recht, in vielen Ländern auf der Welt hat man gerade ein paar andere und größere Probleme. Das ist aber bestenfalls whataboutism. Thema war Suizid. Aber dazu hast du ja alles gesagt.
Du kannst ein globales Problem nicht einfach auf ein einzelnes Land eingrenzen, nur weil dir NGWs Argumentation nicht gefällt. Ein Blick über den Tellerrand hinaus hat nichts mit whataboutism zu tun. Aber das Spiel mit sinnlosen Begriffen beherrschst du exzellent :top: Framing lässt Grüßen :wink2:
 
Sorry, aber Suizid ist doch eine nahezu völlig unbedeutende Folge aufgrund der geringen Größenordnung, viel gravierender sind WELTWEITE Folgen, die kaum einer wahrnimmt oder wahrnehmen will wie z.B.:

- Massenarbeitslosigkeit
- Deutlich mehr Hungerleidende
- Zahllose kaputte Existenzen oder Existenzen, die vor dem Zusammenbruch stehen
- Horrende Zahl zunehmender Depressionen
- Zahllose verschobene oder nicht mehr möglich gewesene Krankenhaus/Arztbesuche mit schwerwiegensten gesundheitlichen Folgen
- Riesiger Bildungsrückstand gerade der armen Kinder
- Wirtschaftliches und finanzielles Chaos mit Massenverschuldung

Leute, die Welt besteht nicht nur aus dem reichen Deutschland! Die Folgen in vielen anderen Ländern sind deutlich verheerender! Ich habe engen Kontakt zu Menschen in Gambia, die interessiert kein Corona, die interessiert nur noch, ob sie morgen noch was zu essen haben!

Und wenn man sich das alles mal vor Augen hält, dann MUSS man sich eigentlich fragen: War es das wert?

Ich gebe dir vollumfänglich recht, auch mit den Suiziden. Natürlich sind 20000 Suizide in DE keine bedeutende Größe im Vergleich zu den weltweiten Folgen, aber dann muss man erst recht sagen, warum diskutieren wir bei der Hälfte der angeblich an Corona verstorbenen über einen weiteren Lockdown, obwohl wir eigentlich jetzt schon die Folgen nicht mehr bezahlen können?
 
Du kannst hier alles aufzeigen was du willst und brauchst Dich deswegen auch nicht selbst in eine Ecke stellen ("wenn das noch erlaubt ist usw usf...") - auch wenn das en vogue im Moment anscheinend ist... :)

In dem Diskussionsstrang ging es um die Behauptung es gäbe 20k Suizidtote. Dafür gibt es aber keine Quelle, noch nichtmal für 2019. Nur darum ging es in dem Diskussionsstrang und um auf mehr habe ich nicht reagiert.

So, ich hatte bis gerade eben versucht, auf die Seite des Statistischen Bundesamts zu kommen, die Seite wurde aber nicht geladen. Gerade eben ging es wieder kurz und nun stelle ich erstaunt fest, dass die Daten zu 2019 und 2020, die wir in einer Runde mit mehreren Leuten vor drei Wochen noch für einen Flyer herangezogen hatten, nicht mehr existieren. Klingt komisch, ist aber so. Ich werde die Kollegen fragen, ob die die Seiten gesichert haben.
 
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