Ich frage mich schon lange wie es zu der Unsitte gekommen ist das Mannschaftskapitäne vom Trainer bestimmt werden. Das hat meiner Meinung nach eine Entscheidung der Mannschaft zu sein und früher war das auch so.
Man begründet das häufig mit dem Begriff "flache Hirarchie", soll wohl heißen, dass alle Spieler das gleiche Recht zur Meinungsäußerung besitzen.
Aber auch das ist ein Grund, dass es nicht mehr die Effenbergs, Matthäus, Sammers, etc. gibt.
Die Anzahl der sogenannten Führungsspieler, AUF DEM PLATZ, die in der nötigen Körpersprache und auch verbal vorangehen wird immer geringer.
Stattdessen sind immer mehr glattgebügelt.
Die entsprechenden DFB-Schulungen im NW-Bereich tragen da ihre Früchte, das ist so gewollt.
Inzwischen gibt es bei nahezu allen Teams nur noch "Leisetreter".
Die Typen, die ich vorstehend genannt habe, sterben aus oder sind gar schon ausgestorben.
Dein, mein und sicher vieler Wunsch, gehört leider der Vergangenheit an.
Auch ein Grund, warum es in schwierigen Spielsituationen, schlechten Saisonphasen bzw. in Abstiegsgefahr kaum noch Spieler gibt, die die Ärmel hochkrempeln und andere mitreißen können (wollen).
Das Credo heißt, "nicht anecken".
So gesehen wählt sich eben ein Trainer oft den Spieler aus, der mit ihm auf einer Wellenlänge liegt und nicht etwa auch ihm gegenüber vermehrt Kritik äußert.
Aus meiner Sicht ein unkluges Verhalten, da konstruktive Kritik etwas positiv anschieben und verändern kann.
Natürlich gibt es auch vereinzelte Ausnahmen dieser Regel.
Trotzdem wird es immer mehr so sein, dass sich diese "Unsitte" verfestigt.
LEIDER!