Selbst wenn Schalke vorwiegend durch Corona ins Schlingern gekommen wäre, wäre staatliche bzw von einem Bundesland gewährte Hilfe für einen Profi Fussballclub, der Gehälter in Millionenhöhe zahlt, mMn fehl am Platz. Egal welcher, das würde ich auch für Werder so sehen. Da ist breit gestreute Hilfe für Amateurvereine, kulturelle Einrichtungen etc, die durch Corona oder Ähnliches in Not geraten, viel eher angebracht.
Das sehe ich etwas differenzierter, denn die Profifussballklubs sind schon ein gewisser Wirtschaftsfaktor und hoher Imagegewinn für Kommunen, Regionen und Länder. Nur weil da zehn oder mehr Angestellte Gehälter im Millionenbereich verdienen, ändert dies nichts. Und Hilfe bekommen durchaus auch andere. Also die Corona-Pakete und -Unterstützen kosten einiges. Das ist auch weitestgehend in Ordnung.
Wie gesagt ich tue mich schwer mit Hilfen für Unternehmungen oder Einrichtungen, die aufgrund eigener Fehlleistungen so oder so in Schlingern geraten sind. Zudem würde ich bei Hilfspaketen durchaus auch auf bestimmte Bedingungen achten. Nehmen wir die Lufthansa und den Umgang mit ihren Töchtern und deren Mitarbeitern. Die Mißbrauchen jetzt diese Krise um Germanwings endgültig platt zu machen. Ein Plan, den sie seit Jahren verfolgen, aber die Mitarbeiter nicht so einfach loswurden. Da würde ich beispielsweise als Staat ganz erhebliche Bedingungen stellen, aber da passiert dann wieder nichts, weil zu groß, zu mächtig und zu wichtig.


