Corona mit Fokus auf Folgen für den Fussball

Ein chinesisches Sprichwort sagt: Kontrolle ist kein Zeichen von Misstrauen, sondern von Klugheit.
Wenn das wirklich ein chinesisches Sprichwort ist, dann ist es um die Klugheit bei der Verantwortlichen in China, die die Ausbreitung des Corona-Virus nicht eingegrenzt haben, wohl ziemlich schlecht bestellt.

Abgesehen davon finde solche Sprichwörter inhaltlich ziemlich bedenklich, weil sie stets das Gschmäckle haben, daß totalitäre Herrscher sich in ihrem Handeln bestätigt fühlen. Ähnlich dem "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser", welches vermutlich von Lenin stammt.
 
Wenn das wirklich ein chinesisches Sprichwort ist, dann ist es um die Klugheit bei der Verantwortlichen in China, die die Ausbreitung des Corona-Virus nicht eingegrenzt haben, wohl ziemlich schlecht bestellt.

Abgesehen davon finde solche Sprichwörter inhaltlich ziemlich bedenklich, weil sie stets das Gschmäckle haben, daß totalitäre Herrscher sich in ihrem Handeln bestätigt fühlen. Ähnlich dem "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser", welches vermutlich von Lenin stammt.
Wir bemängeln zwar das politische System in China, auch zu recht, aber man stelle sich vor, das Riesenreich mit 1,4 Milliarden Menschen sollte regiert werden nach unseren Maßstäben mit einer Regierung wie der unsrigen.
 
Wenn das wirklich ein chinesisches Sprichwort ist, dann ist es um die Klugheit bei der Verantwortlichen in China, die die Ausbreitung des Corona-Virus nicht eingegrenzt haben, wohl ziemlich schlecht bestellt.

Abgesehen davon finde solche Sprichwörter inhaltlich ziemlich bedenklich, weil sie stets das Gschmäckle haben, daß totalitäre Herrscher sich in ihrem Handeln bestätigt fühlen. Ähnlich dem "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser", welches vermutlich von Lenin stammt.

Dein Zitat wird in der Tat Lenin zugeschrieben, hat er aber wohl in der Form nie gesagt. Was er meinte ist wohl, das man nur den Dingen vertrauen soll, die man auch überprüfen kann. Wie zum Beispiel einer Corona-App mit offenem Quelltext ;) Das Chinesische Sprichwort habe ich gegoogelt weil ich wissen wollte, von welchem Diktator es stammt ;) Konnte es aber leider nicht finden und Mandarin lerne ich erst im nächsten Leben, wenn es Englisch als Weltsprache abgelöst hat...
 

Als wenn es eine Rolle spielen würde. Die haben einen Maßnahmenkatalog definiert, ohne Penalties. Da können sich mal eben 6 Dortmunder einen Friseur einfliegen lassen, alles mißachten, Fotos machen, bei Instagram posten, eine kleine Geldstrafe kriegen und öffentlich darüber pöbeln. Eigentlich müssten alle 6 für 2 Wochen in Quarantäne. Statt dessen? Sancho und Co. in die Startelf. Und keine Sau interessiert es, weil das Konzept ja eh nicht das Papier wert ist auf dem es steht. Bin schon gespannt, ob die Vereine zukünftig auch die Doping-Tests selber machen dürfen.
 
Noch mal, was spielt die Einwohnerzahl für eine Rolle bezüglich des Regierungssystems? Dass die USA "nur" 330mio Einwohner haben, ist mir selber klar. Europa hat 740mio Einwohner und das Problem ist eher die Kleinstaaterei.
Weil ich denke, das man solch eine Masse Mensch in China nicht anders führen kann, weil sie es nie "gelernt" haben. Dazu kommt, dass China, ich schätze mal, mindestens doppelt so groß ist wie Indien.
Das es auch demokratisch gehen kann, zeigt aber Indien. Die Inder sind '47 von den Briten in die Unabhängigkeit entlassen worden, wobei sie in ihrer Besatzungszeit begonnen haben, demokratische Strukturen einzuziehen.
 
Weil ich denke, das man solch eine Masse Mensch in China nicht anders führen kann, weil sie es nie "gelernt" haben.

Das ist aber was anderes als nur die reine Masse. Ja, wie man in vielen Staaten der Welt gelernt hat, kannst du Demokratie weder in die Köpfe der Menschen reinbomben, noch es ihnen verordnen. Der Prozess muss von innen kommen. Taiwan ist ja laut China auch China und dort funktioniert das mit der Demokratie wunderbar. Korea und Vietnam waren lange hammerharte Diktaturen, aber sie haben sich transformiert. Wenn die Chinesische Führung wollte, könnte sie schrittweise eine liberalisierung der Gesellschaft einführen. Aber die Menschen werden unterdrückt und indoktriniert. Dennoch, es ist schon ein wenig Wessi-Arroganz zu sagen, dass man die Menschen nicht anders führen kann, und vor allem führen muss. Ich lasse mich hier in Deutschland nicht führen, ganz im Gegenteil. Das ist ja der Sinn von Meinungsfreiheit ;)

Das es auch demokratisch gehen kann, zeigt aber Indien.

Wobei Indien das Wörtlein "Demokratie" auch ein wenig wie ein Kleeblatt vor sich her trägt. Wenn man sich deren in den Köpfen weiter existierendes Kastensystem anguckt, oder die Rechte der Frauen dort, dann zuckt es immer in mir wenn von Indien als der größten Demokratie der Welt berichtet wird. Ja, sie sind es irgendwo tatsächlich. Aber eine freiheitlich-demokratische Grundordnung haben sie mMn. nicht.
 
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Ein Virologe (!!!) mit ähnlichen Gedanken wie ich sie habe...:D
 
Als wenn es eine Rolle spielen würde. Die haben einen Maßnahmenkatalog definiert, ohne Penalties. Da können sich mal eben 6 Dortmunder einen Friseur einfliegen lassen, alles mißachten, Fotos machen, bei Instagram posten, eine kleine Geldstrafe kriegen und öffentlich darüber pöbeln. Eigentlich müssten alle 6 für 2 Wochen in Quarantäne. Statt dessen? Sancho und Co. in die Startelf. Und keine Sau interessiert es, weil das Konzept ja eh nicht das Papier wert ist auf dem es steht.
:tnx:
Es ist bedenklich, wie sich Profi-Fußballer sanktionsfrei solche Freiheiten rausnehmen können. Private Corona-Partys werden von der Polizei vollkommen zu recht aufgelöst aber solche unverantwortlich handelnden Schwachmaten haben offenbar Narrenfreiheit. Aber es passt zum Profi-Fußball wie die Faust aufs Auge, denn so ist zB die 50+1 Regel auch nicht mehr das Papier wert, auf dem es steht.


Bin schon gespannt, ob die Vereine zukünftig auch die Doping-Tests selber machen dürfen.
Ich auch, daß wäre wie als man einen hungrigen Dackel erlauben würde, auf die Wurst aufzupassen.
 
Das ist aber was anderes als nur die reine Masse. Ja, wie man in vielen Staaten der Welt gelernt hat, kannst du Demokratie weder in die Köpfe der Menschen reinbomben, noch es ihnen verordnen. Der Prozess muss von innen kommen.

Richtig, die Weimarer Republik ist u.a. auch daran gescheitert, daß bei den Menschen nach Jahrhunderten des Absolutismus der innere Lernprozess für die Demokratie bzw. freiheitlich-demokratische Grundordnung im Deutschen Reich (allein das war schon ein Widerspruch "Demokratie" und "Deutsches Reich" als damals offizielle Staatsbezeichnung) bestenfalls in den Kinderschuhen stecke. Und das Bedenkliche ist, daß weltweit die Politiker, die die freiheitlich-demokratische Grundordnung mehr oder weniger stark mit den Füßen treten - und zu denjenigen gehören, die die Corona-Pandemie verharmlos(t)en - indem sie nach alter "Tradition" von totalitären Despoten zB die Gesellschaften spalten (wollen) = Hass zu schüren immer mehr Zulauf bekommen. Das ist auch hierzulande auch aktuell bei Corona erkennbar. Schon vor einem Monat war auf der Tagesschau-Seite zu lesen:
Bei einer Kundgebung in Berlin herrschte teilweise aggressive Stimmung [...]Mindestens ein Mann trug eine Armbinde mit dem "Judenstern", mit dem die Nationalsozialisten einst jüdische Mitbürger stigmatisierten. Auch im Netz nutzen User solche Motive als Profilbild. Mit Vergleichen als "Juden von heute" wollen sich verschiedene politische Milieus als vermeintlich verfolgte Dissidenten inszenieren - verharmlosen damit aber den NS-Terror.

Augenzeugen berichten aus Berlin von einer Mischung aus Rechtsextremen, Esoterikern und älteren Linksradikalen, aber auch Bürgerinnen und Bürger, die sich keinem Milieu zuordnen ließen. Der Reporter Lutz Jäkel beobachtete teilweise "blinden Hass", der ihn fassungslos gemacht habe. Es zeige sich "ein großes Problem, das den Sicherheitsbehörden zunehmend Sorge bereitet und das auch auf den Fotos zu sehen ist: Dass Links- und Rechtsextremisten und Verschwörungsideologen sich die Unsicherheit zunutze machen, die offenbar viele Bürgerinnen und Bürger durch die globale Corona-Pandemie verspüren, oftmals einhergehend mit dem Gefühl des Kontrollverlusts. Damit werden auch normale Bürger angesprochen, viele lassen sich da unreflektiert hineinziehen."
 
Die Größe der Bevölkerung tut aber wirklich nichts zur Sache.

Was wir haben, zumindest in den Köpfen und Aussagen aus der Kommunistischen Partei Chinas, ist ein "Kampf der Systeme". Die chinesische Führung ist der Meinung, dass Diktatur besser und erfolgreicher ist als Demokratie.

Hierbei muss man bedenken, dass Lügen, Propaganda, Unterdrückung von Wahrheit und Meinungsäußerung ebenso zu diesem "überlegenen" System gehört, wie die Million Menschen in Konzentrations- oder "Umerziehungs"lagern, die totale Überwachung der eigenen Bevölkerung und die zunehmend aggressive Außenpolitik in der Region.

Gibt es Parallelen zum Kalten Krieg? (Die, die ihn erlebt haben, werden so etwas nicht wieder erleben wollen.)
Diejenigen, die keinen neuen Kalten Krieg sehen, verweisen darauf, dass wir mit China viel mehr handeln als damals mit dem Warschauer Pakt. Allerdings kann hier aktuell von "Wandel durch Annäherung" keine Rede sein, und auch die Abhängigkeit ist aktuell eher falsch herum, denn China hat einen großen Binnenmarkt, den es erst einmal ausbauen könnte, wenn der Rest der Welt nicht mehr mit China handeln wollte.
Außerdem ist die Welt multipolarer als früher; aber aktuell spielt das dem chinesischen Regime in die Karten.

Da immer noch Millionen von Chinesen an ausländischen Universitäten ausgebildet werden, hatte ich die Hoffnung, dass diese nach ein paar Jahren in Freiheit einfach nicht zurückkehren wollen. Aber auch hier lässt sich aufgrund familiärer Bande, politischen Drucks und zu wenig Entgegenkommen auf unserer Seite noch keine ausreichend große Welle registrieren.

Trotz "brain washing" und Propaganda vertrauen die Chinesen ihrem Regime nicht. Aber das Regime hat sie immer mehr im Griff und wird auch nach außen immer gefährlicher.



300 Millionen (USA) - 1.400 Millionen (China)
Sie könnten ja mal versuchen, das förderalistische System der BRD zu übertragen.
 
Unter gesellschaftlichen Aspekten war es falsch, die Bundesliga wieder zu starten, denn man hätte sich darauf konzentrieren sollen, diejenigen zu unterstützen, die keine Lobby haben. Außerdem ist das "Hygienekonzept" ein dummer Witz.

Für die Bundesliga hatte das jedoch einen gewaltigen Vorteil - in der Auslandsvermarktung. Nur so als Beispiel herausgegriffen: Vietnam. Ein wunderschönes Land, das nichts weniger braucht, als die beschissene English Premier League im Frühstücksfernsehen. Aber so war es. Jeder kennt Liverpool. Jetzt hatten wir mal ein paar Wochen, während welcher es als Produkt für den Konsumenten nur die Bundesliga gab.

Falls CL usw noch einmal angepfiffen werden, werden die deutschen Vereine auch sportlich im Vorteil sein - erstens voll im Spielbetrieb und zweitens nicht so erschöpft wie diejenigen, die mal so eben mehr als zehn Spieltage nachholen müssen.


:tnx:
Es ist bedenklich, wie sich Profi-Fußballer sanktionsfrei solche Freiheiten rausnehmen können. Private Corona-Partys werden von der Polizei vollkommen zu recht aufgelöst aber solche unverantwortlich handelnden Schwachmaten haben offenbar Narrenfreiheit. Aber es passt zum Profi-Fußball wie die Faust aufs Auge, denn so ist zB die 50+1 Regel auch nicht mehr das Papier wert, auf dem es steht.



Ich auch, daß wäre wie als man einen hungrigen Dackel erlauben würde, auf die Wurst aufzupassen.
 
Die Größe der Bevölkerung tut aber wirklich nichts zur Sache.

Was wir haben, zumindest in den Köpfen und Aussagen aus der Kommunistischen Partei Chinas, ist ein "Kampf der Systeme". Die chinesische Führung ist der Meinung, dass Diktatur besser und erfolgreicher ist als Demokratie.

Hierbei muss man bedenken, dass Lügen, Propaganda, Unterdrückung von Wahrheit und Meinungsäußerung ebenso zu diesem "überlegenen" System gehört, wie die Million Menschen in Konzentrations- oder "Umerziehungs"lagern, die totale Überwachung der eigenen Bevölkerung und die zunehmend aggressive Außenpolitik in der Region.

Gibt es Parallelen zum Kalten Krieg? (Die, die ihn erlebt haben, werden so etwas nicht wieder erleben wollen.)
Diejenigen, die keinen neuen Kalten Krieg sehen, verweisen darauf, dass wir mit China viel mehr handeln als damals mit dem Warschauer Pakt. Allerdings kann hier aktuell von "Wandel durch Annäherung" keine Rede sein, und auch die Abhängigkeit ist aktuell eher falsch herum, denn China hat einen großen Binnenmarkt, den es erst einmal ausbauen könnte, wenn der Rest der Welt nicht mehr mit China handeln wollte.
Außerdem ist die Welt multipolarer als früher; aber aktuell spielt das dem chinesischen Regime in die Karten.

Da immer noch Millionen von Chinesen an ausländischen Universitäten ausgebildet werden, hatte ich die Hoffnung, dass diese nach ein paar Jahren in Freiheit einfach nicht zurückkehren wollen. Aber auch hier lässt sich aufgrund familiärer Bande, politischen Drucks und zu wenig Entgegenkommen auf unserer Seite noch keine ausreichend große Welle registrieren.

Trotz "brain washing" und Propaganda vertrauen die Chinesen ihrem Regime nicht. Aber das Regime hat sie immer mehr im Griff und wird auch nach außen immer gefährlicher.
Für mich spielen sowohl die Größe des Landes, als auch die Einwohnerzahl eine Rolle. Du verneinst das, aber dann bitte schreibe auch, wie z.B. eine dortige Regierungsform gestaltet werden sollte? Wir wissen, das Indien eine Demokratie darstellen soll, was aber nur einer oberflächlichen Betrachtung standhält. Jetzt zumindest diesen Staus auf China übertragen? Ich wüsste nicht, wie das vonstatten gehen soll.
Dass das Ziel "Wandel durch Handel" weit verfehlt wurde, ist ja offensichtlich
 
Die Antwort ist doch schon mehrfach angedeutet worden - demokratische Ebenen.

Man stelle sich vor, die Europäische Politische Union sei durchgesetzt worden. Dann hätten wir ein direkt gewähltes Europäisches Parlament, sehr viel demokratischer gewählt z.B. als das britische (wo das antidemokratische Wahlrecht einer von mehreren Faktoren ist, der Fortschritt verhindert).
Unter den EU-Institutionen hätten wir weiterhin nationale und regionale Palamente, Verfassungsgerichte, Polizeiorgane usw.


Für mich spielen sowohl die Größe des Landes, als auch die Einwohnerzahl eine Rolle. Du verneinst das, aber dann bitte schreibe auch, wie z.B. eine dortige Regierungsform gestaltet werden sollte? Wir wissen, das Indien eine Demokratie darstellen soll, was aber nur einer oberflächlichen Betrachtung standhält. Jetzt zumindest diesen Staus auf China übertragen? Ich wüsste nicht, wie das vonstatten gehen soll.
Dass das Ziel "Wandel durch Handel" weit verfehlt wurde, ist ja offensichtlich
 
Die Antwort ist doch schon mehrfach angedeutet worden - demokratische Ebenen.

Man stelle sich vor, die Europäische Politische Union sei durchgesetzt worden. Dann hätten wir ein direkt gewähltes Europäisches Parlament, sehr viel demokratischer gewählt z.B. als das britische (wo das antidemokratische Wahlrecht einer von mehreren Faktoren ist, der Fortschritt verhindert).
Unter den EU-Institutionen hätten wir weiterhin nationale und regionale Palamente, Verfassungsgerichte, Polizeiorgane usw.
OHA, da ist aber viel Wunschdenken dabei. Im Hier und Jetzt sieht das leider anders aus. Da bräuchte es eine neue Revolution. China war noch nie demokratisch organisiert, immer Top>Down, wie will man da demokratische Ebenen einziehen?
Was die Europäische Politische Union angeht, da sind wir ja nun sehr weit davon entfernt.
 
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