Florian Kohfeldt (SV Darmstadt 98)

Wieso sollte "der beste Trainer für Werder" diesen Verein verlassen?

Nicht, daß ich davon ausgehe, daß es bei FK der Fall sein wird, dennoch ist in diesem schnelllebigen Geschäft nichts unmöglich bzw. haben manche Aussagen mehr oder weniger überraschend sehr kurze Gültigkeit. So ist zB der "Bestmögliche Trainer für Werder Bremen" gerade einmal 23 Tage nach dieser Stellungnahme gegangen worden.
;)
 
Das, was er mit der Mannschaft vom Beginn der Saison an zeigen wollte, ging einfach nicht.
Es wäre mühselig, Verletztenlisten zu diskutieren, aus dem Alter sind wir ja raus.
Ja, er hat NATÜRLICH seine Fehler gemacht.
Und? Macht Ihr nie welche?
Wichtig ist für mich, dass jetzt, wo er die Spieler zur Verfügung hat, sein Konzept und seine Ideen greifen.
Und das tun sie.
Es ist mir zu billig, dem Trainer den Fehdehandschuh hinzuschmeißen nach solch einer Gurkensaison.
Von seinen Stammplatzgarantien scheint er ja ENDLICH abgerückt zu sein, wenn auch nicht von allen (ME).
Im Großen und Ganzen ist zu sehen, dass es geht, dass die Jungs mit ihm kein Problem haben und ihm vertrauen.

Andere Mannschaften mit einer solchen Verletztenmisere wären nach 15 Spieltagen definitiv abgestiegen.
Es war nicht alles gut und richtig was er gemacht hat, aber jetzt, wo die Fitness da ist und die Truppe fast vollzählig, da sieht man, dass sein Konzept greift.

Zur Fitness:
Ja, das muss ihm als Chefcoach angekreidet werden.
Standardtrainer Gruev: Ich glaubte gelesen zu haben, der wäre seines Amtes enthoben. Neulich tauchte der Name denke ich wieder auf.
Das sind Dinge, nebem seiner Stammplatzphilosofie, die NICHT GEHEN.

Aber sein Plan , sein Konzept, das ist ok.

Baumann wäre da viel eher ein Kandidat, der einer Überprüfung bedarf.
Denn letztendlich hat er den Kader und somit einige der Langzeitverletzten zu verantworten.
Alles in Allem war es eine unendliche Verkettung von Gegebenheiten, die sich demaßen ausgewirkt hat.
Sie haben beide ihren Anteil daran, wobei ich gerne sehen möchte, was Flo hinbekommt, wenn er nicht nur die halbe Mannschaft zur Verfügung hat.

Sei es wie es sei..... Klassenerhalt wird gesichert, da gehe ich fest von aus und dann müssen aber ENDLICH UND WIRKLICH die einzelnen Steine mal umgedreht werden, was in der Winterpause schon passieren sollte.
 
In der Hinsicht wird sich mMn nichts ändern, zumal das u. a. Geld kostet. Das was Werder definitiv nicht hat, ist eben Geld.
Tun aber auch nicht viel um diesen Umstand bzw. Zustand zu ändern....
Dann mußt du entweder einen Investor oder strategischen Partner suchen oder du setzt auf die Karte Talente. Dafür sind aber unser Scouting und Nachwuchstrainer wohl nicht gut genug
Aber nur Rumnölen, dass ich kein Geld habe, wird die Sache nicht besser machen. Eher schlechter, weil am Verhandlungstisch der Partner weiß dass Werder finanziell nicht gut dasteht...
So etwas würde ich als GF nicht tun...
Geben da ein erbärmliches Bild ab.
Wir sollten einen "Macher" vom Schlag Rudi Assauers haben.... Aber nicht "Milchbubi" Baumann....
 
Der Psycho-Löhr scheint seine Wirkung haben .
Floko spricht so in der PK , wie WIR schreiben , er redet nichts mehr schön .
Der erste Weg zur Besserung .
 
Die Geschichte mit den Talenten ist ein zweischneidiges Schwert. Glaubst du daran, dass sich absehbar die Talente mit
dem entsprechenden Niveau hier in Bremen einfinden werden? die Spielerberater werden sich genau anschauen wo sie
Spieler/Mandanten positionieren. Die gesamte Außendarstellung in dieser Saison wird mit Sicherheit Spuren hinterlassen.
Dazu wird man das Leistungsniveau des NLZ genauestens überprüfen. Da geht es nicht um das Stadion oder goldene
Wasserhähne. Es geht um Arbeitsbedingungen, Trainer/Kompetenzstab etc., aber vielleicht wird ja alles gut.
Ich glaube so manche Leute sind noch nicht in der Realität angekommen.
Ach und die Mär vom Trainer der die jungen Talente besser macht zieht dann auch nicht mehr .......
Beste Grüße von JE, ME, JS, etc.
 
Das solltest du dir noch mal überlegen , der RUDI hat uns 1980 in die 2.Liga mit befördert .

Richtig, aber der Abstieg kam damals ebenso wenig überraschend wie es der derzeit drohende ist. Schon in den ca. 10 Jahren vor 1980 war Werder eine graue Maus, mehr oder weniger ständiger Gast im Abstiegskampf und Geld war nach dem Flop mit den "Millionaros" auch nicht mehr vorhanden, so daß 1977 sogar der Lizenzentzug drohte.
 
Der "späte Rudi" hat in Schalke große Erfolge feiern können....
Klar hast du Recht. Aber ich meinte auch sein Auftreten.... Er hatte Autorität und ist nicht "nur" nett....

Rudi Assauer war der erste richtige "Manager" in der Bundesliga, ein damals modern denkender Typ, der den -sorry- uralten Büromief seines Vorgängers Wolff beseitigte. Er hat aus den äußerst beschränkten Möglichkeiten damals das bestmögliche herausgeholt. Nämlich die Klasse zu halten. Nach dem drohenden Lizenzentzug hat er erste Weichen für ein moderneres Weserstadion gestellt mit dem Bau der Nordtribüne. Der Abstieg 1980 war wirklich ein Betriebsunfall, festzumachen zum größten Teil an der Causa Watson, die in die Hose ging.

Mit der Verpflichtung von zuerst Kuno Klötzer und später Otto Rehhagel hat er aber auch die entscheidenden Weichen für eine erfolgreichere Zukunft gestellt. Seine Personalpolitik nach dem Abstieg war überragend und entscheidend für den sofortigen Wiederaufstieg. Für die Erfolge danach hat dann Otto gesorgt.

Auf Schalke hatte er es verdammt schwer. Sein Spruch "Entweder schaffe ich Schalke oder Schalke mich" wurde berühmt. Er benötigte zwei Anläufe auf Schalke, um Schalke zu schaffen. Er hat dort viel erreicht und ist nur haarscharf an der Krönung (dem ersten BL-Meistertitel) vorbeigeschrammt. Assauer war ein richtiger Typ, allerdings auch ein knallharter. So hart, das sogar seine dicke Freundschaft mit unserem früheren Präsidenten Dr. Böhmert zerbrach. Ein Bruch, den aber auch der harte Rudi nie so richtig überwunden hat.

Ja, er hatte Autorität, große sogar. Wenn Baumann nur einen Hauch davon hätte, wäre ich schon froh. Unter Assauer hätte es niemals nach solch desaströsen Spielen und Serien wie in dieser Saison so blutleere und einschläfernde Analysen und Auftritte gegeben. Niemals!

Ups, ich sehe gerade, das wir ja hier im Kohfeldt-Thread sind. Wie kommt denn der Rudi hierher? :D
 
Rudi Assauer war der erste richtige "Manager" in der Bundesliga, ein damals modern denkender Typ, der den -sorry- uralten Büromief seines Vorgängers Wolff beseitigte. Er hat aus den äußerst beschränkten Möglichkeiten damals das bestmögliche herausgeholt. Nämlich die Klasse zu halten. Nach dem drohenden Lizenzentzug hat er erste Weichen für ein moderneres Weserstadion gestellt mit dem Bau der Nordtribüne. Der Abstieg 1980 war wirklich ein Betriebsunfall, festzumachen zum größten Teil an der Causa Watson, die in die Hose ging.

Mit der Verpflichtung von zuerst Kuno Klötzer und später Otto Rehhagel hat er aber auch die entscheidenden Weichen für eine erfolgreichere Zukunft gestellt. Seine Personalpolitik nach dem Abstieg war überragend und entscheidend für den sofortigen Wiederaufstieg. Für die Erfolge danach hat dann Otto gesorgt.

Auf Schalke hatte er es verdammt schwer. Sein Spruch "Entweder schaffe ich Schalke oder Schalke mich" wurde berühmt. Er benötigte zwei Anläufe auf Schalke, um Schalke zu schaffen. Er hat dort viel erreicht und ist nur haarscharf an der Krönung (dem ersten BL-Meistertitel) vorbeigeschrammt. Assauer war ein richtiger Typ, allerdings auch ein knallharter. So hart, das sogar seine dicke Freundschaft mit unserem früheren Präsidenten Dr. Böhmert zerbrach. Ein Bruch, den aber auch der harte Rudi nie so richtig überwunden hat.

Ja, er hatte Autorität, große sogar. Wenn Baumann nur einen Hauch davon hätte, wäre ich schon froh. Unter Assauer hätte es niemals nach solch desaströsen Spielen und Serien wie in dieser Saison so blutleere und einschläfernde Analysen und Auftritte gegeben. Niemals!

Ups, ich sehe gerade, das wir ja hier im Kohfeldt-Thread sind. Wie kommt denn der Rudi hierher? :D

Sehr gut die Arbeit von Assauer unter den damaligen Bedingungen herausgestellt. Er war zu der damaligen Zeit ein Gewinn für Werder.
 
Rudi Assauer war der erste richtige "Manager" in der Bundesliga, ein damals modern denkender Typ, der den -sorry- uralten Büromief seines Vorgängers Wolff beseitigte.
Hier muss ich Dich leider berichtigen. Der erste Manager der Bundesliga war Robert Schwan bei Bayern München, es folgten Helmut Grashoff
bei Borussia Mönchengladbach und noch ein Jahr vor Assauer bei Werder Peter Krohn beim HSV, der großspurig sich selbst den Titel Generalmanager verlieh. ;)
 

Die Änderungen im Tonfall bei den Interviews, gepaart mit dem Auftreten der Mannschaft die sich endlich wehrt hat zumindest bei mir dazu geführt, dass ich wieder mehr bei Werder bin und auch wieder mehr mitfiebere...

damit ist sicherlich nicht alles gut, die Saison hat nachhaltige Spuren hinterlassen, aber es ist zumindest ein Anfang.
 
Die Änderungen im Tonfall bei den Interviews, gepaart mit dem Auftreten der Mannschaft die sich endlich wehrt hat zumindest bei mir dazu geführt, dass ich wieder mehr bei Werder bin und auch wieder mehr mitfiebere...

damit ist sicherlich nicht alles gut, die Saison hat nachhaltige Spuren hinterlassen, aber es ist zumindest ein Anfang.

:tnx:

Bei FK könnte man aufgrund dessen Fachwissen und seiner rhetorischen Fähigkeiten kilometerlangen Referaten zuhören, ohne daß es langweilig werden würde. Aber wie schon Otto Rehhagel äußerte, wird man nicht mit dem Mund Meister und demzufolge wird damit auch nicht der Klassenerhalt erreicht; denn entscheidend ist überwiegend das, was auf dem grünen Rasen passiert.

In der jüngeren Vergangenheit hat FK viele große Worte vor den Spielen geschnackt und es ist sehr wenig dabei herausgekommen. Offenbar hat er dahingehend seine Lektion in "Weniger ist manchmal mehr" gelernt und die kleine Momentaufnahme scheint ihm Recht zu geben. Wichtig ist jedoch, daß er diese Veränderung nicht nur während der letzten Spiele diese Saison, sondern generell aufrecht erhält und somit nicht wieder in das alte Strickmuster zurückfällt.
 
Rudi Assauer war der erste richtige "Manager" in der Bundesliga, ein damals modern denkender Typ, der den -sorry- uralten Büromief seines Vorgängers Wolff beseitigte. Er hat aus den äußerst beschränkten Möglichkeiten damals das bestmögliche herausgeholt. Nämlich die Klasse zu halten. Nach dem drohenden Lizenzentzug hat er erste Weichen für ein moderneres Weserstadion gestellt mit dem Bau der Nordtribüne. Der Abstieg 1980 war wirklich ein Betriebsunfall, festzumachen zum größten Teil an der Causa Watson, die in die Hose ging.

Mit der Verpflichtung von zuerst Kuno Klötzer und später Otto Rehhagel hat er aber auch die entscheidenden Weichen für eine erfolgreichere Zukunft gestellt. Seine Personalpolitik nach dem Abstieg war überragend und entscheidend für den sofortigen Wiederaufstieg. Für die Erfolge danach hat dann Otto gesorgt.

Auf Schalke hatte er es verdammt schwer. Sein Spruch "Entweder schaffe ich Schalke oder Schalke mich" wurde berühmt. Er benötigte zwei Anläufe auf Schalke, um Schalke zu schaffen. Er hat dort viel erreicht und ist nur haarscharf an der Krönung (dem ersten BL-Meistertitel) vorbeigeschrammt. Assauer war ein richtiger Typ, allerdings auch ein knallharter. So hart, das sogar seine dicke Freundschaft mit unserem früheren Präsidenten Dr. Böhmert zerbrach. Ein Bruch, den aber auch der harte Rudi nie so richtig überwunden hat.

Ja, er hatte Autorität, große sogar. Wenn Baumann nur einen Hauch davon hätte, wäre ich schon froh. Unter Assauer hätte es niemals nach solch desaströsen Spielen und Serien wie in dieser Saison so blutleere und einschläfernde Analysen und Auftritte gegeben. Niemals!

Ups, ich sehe gerade, das wir ja hier im Kohfeldt-Thread sind. Wie kommt denn der Rudi hierher? :D
Den habe ich ins Spiel gebracht....
 

Danke dafür. Sonst wären uns 4 Jahre Arbeit nebst Abstieg in die 2. Bundesliga als Betriebsunfall entgangen und solche Forenperlen machen WOL ja überhaupt erst so wertvoll. Hätte es damals ein Internet gegeben, es hätte wohl einen User gegeben der Rudi Assauer täglich komplette Unfähigkeit bescheinigt hätte, nebst Forderung einen neuen Manger für den Neuaufbau in der 2. Liga zu installieren denn Assauer hat ja 4 Jahre gezeigt, daß er es nicht kann. Wie kann man da allen ernstes mit der selben Person in Liga 2 weitermachen, ein weiter so darf es nicht geben :lol:

Aaaaaaaaber, wir alle kennen ja unseren Pappenheimer, im Nachhinein kann man labern wie toll alles damals war und wie schlecht heute ist :D
 
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Danke dafür. Sonst wären uns 4 Jahre Arbeit nebst Abstieg in die 2. Bundesliga als Betriebsunfall entgangen und solche Forenperlen machen WOL ja überhaupt erst so wertvoll. Hätte es damals ein Internet gegeben, es hätte wohl einen User gegeben der Rudi Assauer täglich komplette Unfähigkeit bescheinigt hätte, nebst Forderung einen neuen Manger für den Neuaufbau in der 2. Liga zu installieren denn Assauer hat ja 4 Jahre gezeigt, daß er es nicht kann. Wie kann man da allen ernstes mit der selben Person in Liga 2 weitermachen, ein weiter so darf es nicht geben :lol:

Aaaaaaaaber, wir alle kennen ja unseren Pappenheimer, im Nachhinein kann man labern wie toll alles damals war und wie schlecht heute ist :D
In erster Linie ging es mir um den Typen Assauer. Im Vergleich zu Baumann. Das meinte ich!
Ein Manager mit Charisma und Autorität (auch in der DFL und am Verhandlungstisch).
Was er hier bei Werder damals geschafft oder nicht geschafft hat war kein Bestandteil der Diskussion.
Und @FatTony.... Was Baumann angeht, ich glaube dass er einfach zu "nett" für den Job ist. Und seine Kompetenz? Er gehört wohl nicht zu den Top 10 im Ligavergleich
 
Ein Manager mit Charisma und Autorität (auch in der DFL und am Verhandlungstisch).

Das hängt ja immer von der Zeit und den Gegenübern ab. Ein "harter Hund" mit Zigarre im Mund mag bei dem einen für Autorität sorgen und bei dem anderen für Geringschätzung. Ist eine Sache der persönlichen Einstellung, des Charakters. Assauer fiel auf, so viel ist klar ;)
 
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