1899% Zustimmung
Ein "Weiter so" wie im vergangenen Jahrzehnt darf es im Fall des Klassenerhalt nicht geben, weil sonst der nächste Abstiegsk(r)ampf nur eine Frage der Zeit ist. Es muß jeder Stein umgedreht und selbstkritisch durchleuchtet werden, besonders in den Arbeitsweisen der Führungsebenen. Woran es dort krankt, ist bekannt, denn bereits im Sommer 2018 haben FB und FK von dem mit FK befreundetem Berater Jan de Witt ein paar Schwachpunkte
- Zu enge persönliche Bindungen vehindern erforderliche Aussprachen
- Infrastrukturelle Baumaßnahmen beim NWLZ erforderlich
- Verbesserung der medizinischen und physiotherapeutischen Betreuung
- Personelle Qualitätsoffensive zur individuellen und somit zielführenden Nachwuchsförderung
- Mehr Einsatzzeiten für Talente bei den Profis
- Reduzierung der Anzahl an kostenintensiven Profis in der 2. Reihe zu Gunsten der eigenen Talente
aufgezeigt bekommen, wobei der erste Punkt der größte Kern allen Übels hier ist. Deswegen hatte de Witt Werder auch einen Kulturwandel nahegelegt und wiederholte Anfang 2019 diese Forderung mit dem unmissverständlichen Hinweis, daß der Verein jetzt aus dem Quark kommen muß, bevor es sonst zu spät ist.
Daß Werder trotz des Hochs in den letzten 3 Spielen immer noch tief im Abstiegssumpf steckt, ist auch eine Folge dessen, daß die Entscheider bei Werder diese Ratschläge bisher bestenfalls nur unzureichend befolgten.
In den letzten 10 Jahren haben die Skipper der Werder-Kogge durch schier unzählige Abstiegssorgen und Negativrekorde einige Schüsse vor den Bug bekommen. Wenn jetzt selbst die sportlich schlechteste Saison in 121 Jahren Vereingeschichte nicht für den dringend erforderlichen Kulturwandel ausreicht, dann wäre den Verantwortlichen hier auch nicht mehr zu helfen. Gegen Ignoranz ist bekanntermaßen kein Kraut gewachsen.