Stichwort Gallier,
und jetzt der Fantasie freien Lauf
Hüter der Religion
Als Hüter der Religion überwachten sie nicht nur alle Gottesdienste und Kulthandlungen, sie hatten auch das Amt des obersten Richters inne, wenn es darum ging ungeklärte Besitzverhältnisse oder Verbrechen wie Mord oder Diebstahl zu verhandeln. Ihr Wort war Gesetz. Als höchste Strafe galt der Ausschluss vom Gottesdienst, was für den Verurteilten schlimmer war als die Todesstrafe.
Wissen - streng geheim
Das Wissen der Druiden wurde immer von Meister zu Schüler weiter gegeben. Die Lehrlinge folgten ihrem Meister im Alter von 7 bis 12 Jahren zur Ausbildung an einen geheimen Ort. Da die Druiden ihr Wissen streng hüteten, gab es keine Lehrbücher.
Die Lehrlinge mussten deshalb ein ausgezeichnetes Gedächtnis mitbringen. Je nach Fleiß und Talent dauerte die Ausbildung 15 bis 20 Jahre. Die Stellung eines Druiden brachte viele Vorteile mit sich. Sie waren vom Kriegsdienst befreit und mussten keine Steuern zahlen.
Opfer für die Götter
Die Klasse der Druiden war dreigeteilt. Ganz oben rangierten die
Priester, dann kamen die
Wahrsager und zuletzt die
Barden, also Dichter und Geschichtenerzähler.
Die Priester führten alle Kulthandlungen durch. Tier- und Menschenopfer waren beliebt, weil sie die Götter milde stimmten. Doch die Priester benutzten die Opfer auch zur Weissagung. Aus der Bewegung des sterbenden Opfers konnten sie deuten, was die Zukunft bringt.
Weiße Gewänder
Woher die Bezeichnung Druide kommt, ist nicht ganz geklärt. Es könnte aber Eichenkundiger bedeuten. Die Druiden bewegten sich oft in heiligen Hainen, die von Eichen eingeschlossen waren. Auf den Eichen wuchsen Misteln, die als Heilpflanze und für religiöse Zwecke verwendet wurden. Über die Kleidung der Druiden gibt es ebenfalls keine verlässlichen Quellen. Die Römer, die Feinde der Kelten, berichteten jedoch von langen, weißen Gewändern der Druiden.
Die Traditionen leben fort
Auch wenn es Druiden im herkömmlichen Sinn nicht mehr gibt, sorgen so genannte Neu-Druiden dafür, dass ihre Traditionen nicht in Vergessenheit geraten. Im 14. Jahrhundert, also zur Zeit der Renaissance, und später in der Zeit der Romantik am Anfang des 19. Jahrhunderts lebte der Druidenkult wieder auf.
Wer mir die fettgedruckten Figuren (im übertragenen Sinne) richtig benennt, dem werde ich 2021 ein oder zwei Bier in der
"Flaschenpost" kredenzen. Egal, ob 1. oder 2. Liga. Sollten Zuschauer schon vorher wieder zugelassen ein, dann gerne eher.

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