Corona mit Fokus auf Folgen für den Fussball

https://www.focus.de/sport/fussball...l-ist-der-quotenkoenig-im-tv_id_11956906.html

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Calmund pro Bundesliga-Restart: "Fußball hat doch schon längst einen Sonderstatus"

Ach der Cali :D
Neulich bei Maischberger.
Eigentlich mag ich ihn ja aber da war nur Bla Bla, wie wichtig der Fussball wäre, was die an Steuern zahlen und und und.
Dann doch Geschäftsmann unterm Strich.
Da kam das "arme" ehemalige Schalkemitglied Peter Lohmeyer gar nicht zu Wort.
 
Das eigentlich traurige ist, dass der gesunde Menschenverstand bei den verantwortlichen durch Einahmeverluste und Linientreue komplett gegen Null geht.
Der Profifussball gibt in Corona Zeiten ein armseliges Bild ab. Angefangen mit Watzke jetzt bei Hertha gelandet.
Klinsmann hat doch recht gehabt, nur Volldeppen bei Hertha:) Warscheinlich nicht Nur bei Hertha:wall:
 
Soweit ich das mitbekommen habe, redet er von regulärem Unterricht. Das muss nicht heißen, dass die Schulen dicht sind.
Und was genau ist denn daran eines Experten unwürdig?
Das heißt aber, dass sie immer nur für einen Teil der Schüler geöffnet sein werden, also zum Teil dicht. Unwürdig finde ich daran, dass man für diesen Zeitraum, nämlich ein Jahr, nicht sprechen kann. Es kann sich immer noch herausstellen, dass Kinder das Virus nicht oder deutlich weniger übertragen, dass die Übertragung durch Aerosole überschätzt wird, dass man ein Medikament findet, dass die schweren Verläufe deutlich mildert und damit die Maßnahmen überflüssig werden (denn wenn ich mich recht entsinne, ging es doch ursprünglich darum, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten), dass Tests in viel größerem Umfang möglich sind oder ein Impfstoff vom Himmel fällt. Da ist der Zeitraum "ein Jahr" mE zu hoch gegriffen.
Und dann diese Absolutheit der Aussage: "Regulärer Unterricht fällt für mindestens ein Jahr aus!" Geht gar nicht.
 
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Zitat:
"Wenn sich jetzt herausstellen würde, die zehn sind in den verschiedensten Regionen Deutschlands, dann würde ich sagen, wir haben eine deutlich höhere Dunkelziffer mit diesen Tests aufgedeckt, als mir lieb wäre." Laut der Expertin ist die Summe dann zwanzigfach höher als die Dunkelziffer, von der man bisher ausgegangen ist..."

Genau mit dem zitierten habe ich ein Problem. Wovon ging sie bisher aus? Will die uns veräppeln?

10 Fälle von 1700 ergibt einen Prozentsatz von 0,588 (das wären rund 470000 Menschen). Wenn der dann 20mal höher sein soll als die Zahl wovon sie bisher ausging, dann ging sie von einer Dunkelzifferquote von 0,029.aus. Das sind bezogen auf 80 Millionen Bundesbürger 23200 Menschen. Hallo? Sie gingen von einer Dunkelziffer von 23200 Menschen bisher aus? Bei allein schon nachgewiesenen über 160000 Infizierten? Das ist absurd und lächerlich und wird von allen bisher gemachten Antikörperstudien mehr als deutlich widerlegt.

Sorry, ich nehme die echt nicht mehr ernst, und einige andere Virologen auch nicht.

Die Aussage bezieht sich ja eben nicht darauf, dass es insgesamt 10/1700 sind. Das wäre ja in der Tat völlig unspektakulär, wenn sich das in etwa mit den übrigen Zahlen deckt (also in Corona-"Hotspots" mehr Fällen, in bisher als wenig betroffen eingeschätzten Regionen weniger Fälle). Wenn sich aber "jetzt herausstellen würde, die zehn sind in den verschiedensten Regionen Deutschlands" verteilt, könnte das eben darauf hinweisen, dass die vermeintlich weniger betroffenen Regionen gar nicht weniger betroffen sind, sondern genauso stark wie alle anderen und einfach nur eine viel höhere Dunkelziffer haben als bisher vermutet. Wenn man eine relativ homogene Gruppe wie Profifußballer testet, besteht eben auch die Möglichkeit, dass diese Gruppe insgesamt besonders selten angesteckt wird (z. B. könnte es sein, dass es als Millionär einfacher ist sich von persönlichem Kontakt zu isolieren und gesund zu bleiben) und die Gesamtzahl daher nicht repräsentativ für die Bevölkerung ist. Wenn diese besonders sichere Gruppe aber überall in etwa das gleiche Risiko hätte, an Corona zu erkranken, dann könnte das ein Signal dafür sein, dass es eben keine verhältnismäßig sicheren Gebiete gibt, sondern nur Gebiete mit niedrigeren und höheren Dunkelziffern bei überall in etwa gleich hohem Risiko. Deshalb ist auch die Information entscheidend, wo die positiven Fälle aufgetreten sind - so lange diese Information "Verschlusssache" bleibt, hat die Frau völlig offensichtlich recht: "Diese Zahlen sagen gar nichts." Das hat mit veräppeln nichts zu tun, die Zahlen lassen sich nicht so ohne weiteres direkt auf die Gesamtbevölkerung hochrechnen.

Das ganze war ja eine Antwort auf die Aussage "die Bundesliga hat mir gerade heute mit diesen Testergebnissen ein wahnsinnig positives Signal gegeben". Diese Schlussfolgerung kann man eben nicht so einfach ziehen, wenn man nur einen Bruchteil der Informationen über den Test hat. Vielleicht ist es ein positives Signal, könnte sein. Vielleicht bestätigen die Zahlen auch nur die aktuellen Einschätzungen. Und vielleicht sind sie ein Hinweis darauf, dass man bisher zu optimistisch war. Alles möglich. Aber um zu beurteilen, was wirklich Sache ist, müsste man halt die ganzen Zahlen vorliegen haben, ansonsten sagt ein Blick auf diesen kleinen Ausschnitt der Daten nichts aus. Darauf hinzuweisen ist einfach nur seriös, auch wenn einem das nicht schmeckt.
 
Zitat:
"Wenn sich jetzt herausstellen würde, die zehn sind in den verschiedensten Regionen Deutschlands, dann würde ich sagen, wir haben eine deutlich höhere Dunkelziffer mit diesen Tests aufgedeckt, als mir lieb wäre." Laut der Expertin ist die Summe dann zwanzigfach höher als die Dunkelziffer, von der man bisher ausgegangen ist..."

Genau mit dem zitierten habe ich ein Problem. Wovon ging sie bisher aus? Will die uns veräppeln?

10 Fälle von 1700 ergibt einen Prozentsatz von 0,588 (das wären rund 470000 Menschen). Wenn der dann 20mal höher sein soll als die Zahl wovon sie bisher ausging, dann ging sie von einer Dunkelzifferquote von 0,029.aus. Das sind bezogen auf 80 Millionen Bundesbürger 23200 Menschen. Hallo? Sie gingen von einer Dunkelziffer von 23200 Menschen bisher aus? Bei allein schon nachgewiesenen über 160000 Infizierten? Das ist absurd und lächerlich und wird von allen bisher gemachten Antikörperstudien mehr als deutlich widerlegt.

Sorry, ich nehme die echt nicht mehr ernst, und einige andere Virologen auch nicht.
Und du meinst, Frau Brinkmann könne diese Rechnung nicht durchführen oder kenne die Zahlen nicht? Das würde ich eher bezweifeln. Vielmehr denke ich, dass ihr Gedankengang noch etwas weiterging und sie die von ihr genannte möglicherweise erhöhte Dunkelziffer durchaus irgendwie begründen kann. Wurde in der Sendung denn noch weiter nachgefragt?

Auf jeden Fall finde ich es unsinnig, jetzt den Virologen zu misstrauen. Aus welchem Grund sollten die denn irgendwelche falschen Zahlen nennen?

e: Gojiras Post zeigt ja bereits einen plausiblen Gedankengang auf. :tnx:
 
Ich finde einfach, dass die nach wie vor vorsichtig sind.
Es hat ja den Anschein, dass die Zahlen runtergehen.
Das sagt der Typ vom RKI ja auch aber willst du jetzt Alles lockern oder gar Alles wie vorher?
Die Eier hätte ich da auch nicht und wäre auch vorsichtig, bevor das Chaos ausbricht.
Wie wahrscheinlich das ist weiß ich nicht aber ich würde denken lieber Vorsicht walten lassen,noch ne Weile.
 
Und du meinst, Frau Brinkmann könne diese Rechnung nicht durchführen oder kenne die Zahlen nicht? Das würde ich eher bezweifeln. Vielmehr denke ich, dass ihr Gedankengang noch etwas weiterging und sie die von ihr genannte 20fach erhöhte Dunkelziffer durchaus irgendwie begründen kann. Wurde in der Sendung denn noch weiter nachgefragt?

Laut Zusammenfassung von n-tv hat Frau Brinkmann keinen Zugang zu den Zahlen und fordert die Bundesligavereine dazu auf, die Daten zugänglich zu machen.

Dennoch scheinen sie Unklarheiten zu beunruhigen, denn bislang wurde nicht in allen Fällen der betroffene Bundesligaklub veröffentlicht. [...] In der Bundesliga hält man sich bedeckt. Die Geheimniskrämerei ist Brinkmann ein Dorn im Auge: "Wenn sie der Wissenschaft helfen wollen, sagen sie es."

Dass sie einfach nur "aus Prinzip" gegen positive Interpretation ist, scheint auch nicht naheliegend. Immerhin geht es direkt danach mit "Unabhängig von ihren besorgniserregenden Vermutungen zeigt sich Brinkmann begeistert von den geringen Infektionszahlen der ersten Infektionswelle." weiter. Das ganze war also keine miesepetrige Panikmache sondern einfach nur ein seriöser Hinweis darauf, dass man aus unvollständigen Datensätzen jede Information lesen kann, die man da gerne sehen möchte. Der Kern der Aussage war ja auch nicht, dass die Daten eine hohe Dunkelziffer belegen, sondern dass man das genausogut da rauslesen könnte wie eine positive Entwicklung und dieser unvollständige Datensatz daher keinen echten Wert hat. Vollständige Datensätze die auf positive Entwicklungen hindeuten scheint sie ja auch nicht zu verschweigen oder zu relativieren, sondern bewertet diese durchaus positiv.

Die Sendung selbst konnte ich leider nicht persönlich verfolgen, da ich nicht in Deutschland lebe und kein ARD empfangen kann.
 
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Ich finde einfach, dass die nach wie vor vorsichtig sind.
Es hat ja den Anschein, dass die Zahlen runtergehen.
Das sagt der Typ vom RKI ja auch aber willst du jetzt Alles lockern oder gar Alles wie vorher?
Die Eier hätte ich da auch nicht und wäre auch vorsichtig, bevor das Chaos ausbricht.
Wie wahrscheinlich das ist weiß ich nicht aber ich würde denken lieber Vorsicht walten lassen,noch ne Weile.

Richtig. Mich stimmen die Zahlen auch mittlerweile etwas positiver... was aber leider viele Menschen immer noch vergessen: Sie sind nur ein Indikator für das, was vor rund 2 Wochen (!) geschehen ist und spiegeln NICHT den aktuellen Stand wieder. Aufgrund der langen Inkubationszeit ist dies gar nicht anders möglich. Entwickeln sich die Zahlen in 2, 3 Wochen, ergo unter Berücksichtigung der Lockerungen, immer noch in diese Richtung, dann haben wir die erste Welle wohl mindestens im Griff, wenn nicht gar überstanden. Allerdings ist dies dann trotz der Lockerungen, sowohl der offiziellen und insbesondere auch der privaten selbst verordneten, geschehen... das muss man schon einzuordnen wissen. Und das kann dann eigentlich nur bedeuten, dass diese Fortführung des positiven Trends aus dem Lockdown nicht vom Menschen herbeigeführt worden ist und ohnehin geschehen wäre - und da fällt mir offen gesagt nur eine einzige mögliche Erklärung ein: Das Ende der kalten Jahreszeit. Und wenn dies tatsächlich der Grund für die positive Entwicklung (nach dem Lockdown) sein sollte, dann könnten wir nun zwar erstmal durchatmen, müssten uns aber gleichzeitig auf eine wesentlich längere zweite Welle im Herbst einstellen (an deren Ende im nächsten Frühjahr dann ggf. ein Impfstoff stehen könnte).
 
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Die Aussage bezieht sich ja eben nicht darauf, dass es insgesamt 10/1700 sind. Das wäre ja in der Tat völlig unspektakulär, wenn sich das in etwa mit den übrigen Zahlen deckt (also in Corona-"Hotspots" mehr Fällen, in bisher als wenig betroffen eingeschätzten Regionen weniger Fälle). Wenn sich aber "jetzt herausstellen würde, die zehn sind in den verschiedensten Regionen Deutschlands" verteilt, könnte das eben darauf hinweisen, dass die vermeintlich weniger betroffenen Regionen gar nicht weniger betroffen sind, sondern genauso stark wie alle anderen und einfach nur eine viel höhere Dunkelziffer haben als bisher vermutet. Wenn man eine relativ homogene Gruppe wie Profifußballer testet, besteht eben auch die Möglichkeit, dass diese Gruppe insgesamt besonders selten angesteckt wird (z. B. könnte es sein, dass es als Millionär einfacher ist sich von persönlichem Kontakt zu isolieren und gesund zu bleiben) und die Gesamtzahl daher nicht repräsentativ für die Bevölkerung ist. Wenn diese besonders sichere Gruppe aber überall in etwa das gleiche Risiko hätte, an Corona zu erkranken, dann könnte das ein Signal dafür sein, dass es eben keine verhältnismäßig sicheren Gebiete gibt, sondern nur Gebiete mit niedrigeren und höheren Dunkelziffern bei überall in etwa gleich hohem Risiko. Deshalb ist auch die Information entscheidend, wo die positiven Fälle aufgetreten sind - so lange diese Information "Verschlusssache" bleibt, hat die Frau völlig offensichtlich recht: "Diese Zahlen sagen gar nichts." Das hat mit veräppeln nichts zu tun, die Zahlen lassen sich nicht so ohne weiteres direkt auf die Gesamtbevölkerung hochrechnen.

Das ganze war ja eine Antwort auf die Aussage "die Bundesliga hat mir gerade heute mit diesen Testergebnissen ein wahnsinnig positives Signal gegeben". Diese Schlussfolgerung kann man eben nicht so einfach ziehen, wenn man nur einen Bruchteil der Informationen über den Test hat. Vielleicht ist es ein positives Signal, könnte sein. Vielleicht bestätigen die Zahlen auch nur die aktuellen Einschätzungen. Und vielleicht sind sie ein Hinweis darauf, dass man bisher zu optimistisch war. Alles möglich. Aber um zu beurteilen, was wirklich Sache ist, müsste man halt die ganzen Zahlen vorliegen haben, ansonsten sagt ein Blick auf diesen kleinen Ausschnitt der Daten nichts aus. Darauf hinzuweisen ist einfach nur seriös, auch wenn einem das nicht schmeckt.

Zwei Dinge dazu: Erstens habe ich nicht davon gesprochen, das diese Tests repräsentativ sind (das sind sie nämlich ganz sicher nicht und wären sie auch nicht bei Offenlegung) und zweitens bezweifle ich, das Profifußballer "sicherer" leben.bzw. leben wollen als "Normalos".
Und die Aussagen von Frau Brinkmann gestern haben nicht nur bei mir zum Kopfschütteln geführt...
 
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Und du meinst, Frau Brinkmann könne diese Rechnung nicht durchführen oder kenne die Zahlen nicht? Das würde ich eher bezweifeln. Vielmehr denke ich, dass ihr Gedankengang noch etwas weiterging und sie die von ihr genannte möglicherweise erhöhte Dunkelziffer durchaus irgendwie begründen kann. Wurde in der Sendung denn noch weiter nachgefragt?

Auf jeden Fall finde ich es unsinnig, jetzt den Virologen zu misstrauen. Aus welchem Grund sollten die denn irgendwelche falschen Zahlen nennen?

Die Virologen stehen nicht nur bei mir, sondern auch bei vielen anderen und zunehmend auch in der Politik mehr und mehr in der Kritik. Die widersprechen sich sogar gegenseitig immer mehr.

Weiter nachgefragt wurde in der Sendung übrigens diesbezüglich nicht mehr, weil der Sternekoch bei diesem Thema regelrecht zornig über Frau Brinkmann herfiel. Die stand gestern -zu Recht!- mal so richtig in der Schusslinie und hatte keinen leichten Stand.
 
Die Virologen stehen nicht nur bei mir, sondern auch bei vielen anderen und zunehmend auch in der Politik mehr und mehr in der Kritik. Die widersprechen sich sogar gegenseitig immer mehr.
Ja, teilweise widersprechen sie sich, teilweise ändern sie ihre Meinungen. Und das ist völlig in Ordnung so. Warum sollte man sie deswegen kritisieren?

e: Wobei ich Beispiele für konkrete widersprüchliche Ansichten von Virologen gerne mal sehen würde. Kannst ja mal zitieren.
 
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Ich hab mir das teilweise ja auch angesehen, natürlich ist der Hermann angefressen und möchte die Läden lieber heute als morgen wieder öffnen und ist skeptisch, weil er Ergebnisse sehen will aber so einfach ist das nun mal eben nicht.
Der Matthes (Schauspieler) der gestern auch da war sieht die Filmbranche auch schwer gefährdet aber er hat Vertrauen in die Virologen und die Politik, eine andere Chance hat er nun mal auch nicht.
 
Und jeder weiß: Nur Virologen die einer Meinung sind, sind gute Virologen!

Dieser Zustand wäre zumindest wünschenswert...

Es wäre ja schon schön gewesen, wenn da von Anfang an ein Expertenkreis gebildet worden wäre, der der Politik beratend zur Seite gestanden hätte. Stattdessen kocht nahezu jedes Institut und jeder Virologe sein eigenes Süppchen und gibt eigene, seine Statements dazu ab.
 
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