Was meinst Du mit "privaten Einschränkungen"?
Ob und was man revidiert und wie stark Einschränkungen sein werden, hängt sicher massiv davon ab, wie sich die Situation entwickelt. Ich persönlich sehe jedenfalls jetzt eine Reihe von Faktoren, die bedenklicher sind als vor dem ersten Lockdown (Fallzahlen; dazu ist die große Unflexibilität in Bezug auf eine zeitnahe Reaktion auf Entwicklungen bei höheren Fallzahlen wesentlich kritischer; hinzu kommt, dass die Bereitschaft der Menschen mitzuziehen, denn die ist zwingend notwendig, der Staat kann nicht alles überwachen, geringer sein dürfte als beim ersten Mal). Ich denke nach wie vor, dass es wesentlich klüger gewesen wäre, den Status Quo noch 2, 3, max. 4 Wochen lang durchzuhalten und dann aus einer Situation, in der der Virus im Griff ist, nachhaltiger agieren zu können, sowohl privat als auch wirtschaftlich. Dann wäre man wieder in einer Lage gewesen, in der es nur vereinzelte Hot Spots gegeben hätte, die man vielleicht regional hätte kontrollieren können.
Ein Hin- und Her zwischen einem extremem Lockdown und Lockerungen, die dann aus Missverständnis wie die totale Befreiung "gefeiert" und gelebt werden, wird mehr schaden als es uns nutzt und zwar wesentlich mehr.
Absolute Sicherheit gibt es nicht, aber ich persönlich finde es mehr als auffällig, dass ausgerechnet 2 Wochen nach Ostern die Ansteckungsrate wieder ansteigt - und zwar nicht nur von gestern auf heute, sondern nun mehrere Tage in Folge (mit einem zwischenzeitlichem Verharrem auf einem Level knapp unter 1) und immerhin von 0,7 auf 1,0 - das ist keine irrelevante Steigerung, sondern schon recht deutlich.