Na ja. Das will man hier am Ende aber nicht. MB hat zwar gesagt, dass er im Falle einer bundesweiten Lösung von Investoren sich dem nicht grundsätzlich verschließen würde, aber das ist der falsche Ansatz. Man ist vor der Welle und rennt nicht einer Entwicklung hinterher. 1999 haben sie ihre KG gegründet und außer der Ausgliederung nichts mit ihrer GmbH & Co KA aA angefangen. Die Altvorderen werden auch nicht müde zu betonen, dass sie einen Einstieg zu ihren Lebzeiten nicht mehr erleben wollen, vgl. Dr Born.
Wenn man sich für Investoren zu X Prozent- Beteiligung entscheiden würde, wäre eine regionale Lösung zu favorisieren. Entspricht auch dem Kind-Modell. Was dieses Modell so problematisch macht, ist die Kommunikationsform von Kind selbst und sein Agieren innerhalb von H96. In der Analyse finde ich seinen Denkansatz und das Modell dazu richtig.
Es wird kein Investor kommen, der das Versorgungswerk des SVW mit Geld unterstützt. Ehemalige Spieler zu holen und sie an entscheidende Positionen zu setzen (unabhängig ihrer Kompetenz) ist kein schlüssiges Konzept. Hier wird es als der Werderweg verkauft. Wenn man die letzten 10 Jahre betrachtet, muss man feststellen, dass dieser Weg in die Bedeutungslosigkeit geführt hat. Diese Saison bislang sogar in die 2. Liga.
Werder tut sich immer dadurch hervor, mehr Geld aufgrund ihrer Tradition von der DFL zu fordern. Neue Geldmöglichkeiten aufzutun passt nicht ihr Weltbild. Allein ihr Wirken letzten Sommer zeugt von Naivität. Werder war, ist und bleibt ein Durchlauferhitzer für Talente. Sie müssen Spieler verkaufen, neue preiswert einkaufen, ausbilden bzw weiterentwickeln und dann veräußern. Stattdessen besagte Neuverpflichtungen ohne Mehrwert.
Das ist ein viel zu enger Finanz-Korridor auf dem sie sich bewegen. Das war schon unter Müller/Allofs so und wurde von Filbry fortgeführt. Keine Weiterentwicklung oder Innovationen und somit in der Corona-Krise sehr existenzbedrohend.