Ich habe mich als "Gast" ja erst vor Kurzem im eurem Forum angemeldet.
Inzwischen habe ich sehr viele Beiträge sehr interessiert und aufmerksam gelesen.
Dass überwiegend Wut und Enttäuschung vorherrscht, ist für mich ein normaler Vorgang.
Diesem schließen sich, logischerweise Beiträge an, die einseitige Sichtweisen erzeugen.
Von außen betrachtet, kann ich alles nachvollziehen.
Würde es den BVB betreffen, würde ich sicher auch teils wutbefallen reagieren.
Was denkt ihr denn, was bei uns los war, als der Dauer-Zauderer Favre die DM Ups, ich muss meine Wortwahl ändern

und zu einem Zeitpunkt, als rechnerisch noch nichts entschieden war, den Roten vorzeitig gratulierte.
Klar, das ist nicht ganz mit der aktuellen Situation von Werder vergleichbar.
Bei euch geht es um existenzielle Fragen, ist also um ein Vielfaches schlimmer.
Trotzdem möchte ich einmal Folgendes feststellen.
Nachdem ich eben viele Beiträge gelesen und Einiges miteinander in Verbindung gebracht habe, komme ich zu der festen Überzeugung, dass ich meine Meinung zu FK nicht ändern muss.
Für mich ist er, wie auch bei vielen externen Fachleuten, ein durchaus guter Trainer.
Sicher werden jetzt einige von euch aufschreien.
Nur kann und will ich meine Meinung, auch unter dem Eindruck von FB's Auftritt im Sportstudio, begründen.
Nicht FK ist das Grundübel an Werders Situation.
Er macht unter diesem Druck als junger Trainer sicher einiges nicht richtig.
Er verfolgt jedoch eine klare, moderne Spielidee.
Die Frage ist nur, ob er diese mit diesem Kader überhaupt umsetzen kann.
Ich sehe dafür nicht die entsprechenden kadermäßigen Voraussetzungen, hinzu kommt diese unsägliche Verletzungsmisere.
Kein Trainer der Welt wird es, in einem so wie Werder aufgestellten Verein, schaffen, den langfristigen Ausfall seiner kompletten Abwehrreihe zu kompensieren.
Da bekanntlich die Abwehr Spiele entscheidet, eine äußerst personell fatale Situation.
Der Weggang von Kruse, der Ausfall von Füllkrug spitzen die Lage noch zu.
Eins kam zum Anderen, die Abwärtsspirale begann sich zu drehen.
Sicher, jetzt kamen auch Fehler von FK hinzu.
Für mich, im dieser Situation, ein durchaus normaler, wenn auch total beschissener Vorgang.
Wer trägt dafür jedoch die Hauptverantwortung.
Florian Kohfeldt?
Ich meine NEIN.
Für mich ist der Hauptschuldige ganz klar FB.
Hinzu kommt ein jahrelanges Hin und Her, unklare bzw. rückwärts und nostalgisch gedachte Handlungsweise der vor FB's Zeit handelnden Verantwortlichen.
Die schleichende Entwicklung der aktuellen Situation begann schon etwa bzw. mindestens vor einem Jahrzehnt!!!
Wenn ihr das mal Revue passieren lasst, werdet ihr vielleicht zum selben Schluss kommen.
Wenn das so ist, solltet ihr sofort zur folgenden Frage kommen.
Nämlich, was kann ein Trainer in einem Zeitraum von 17.11.2017 bis jetzt, an den langjährigen Versäumnissen korrigieren?
Die meisten Spieler waren schon da, Kruse, das Gesicht des aktuellen Teams, weg, die Transfers sportlich Mittelmaß bis dünn.
Sein Einfluss darauf, auch wegen der finanziellen Situation, fraglich.
Ich will FK hier nicht als völlig schuldlos darstellen.
Ihr solltet nur nicht das, was aktuell passiert, am Trainer festmachen und über ihn quasi Kübel von Sch... gießen.
Klar ist er der sportliche Leiter.
Ebenso klar muss ihm, muss jedem Trainer, das Management zuarbeiten.
Ist diese Zuarbeit gestört oder schlecht, reichen die Mittel nicht für einen besseren Kader, ist sein Schuldanteil wohl der Geringste.
Das solltet ihr euch mal durch den Kopf gehen lassen.
Die Hauptschuld bzw. Hauptverantwortung liegt m.M.n. grundsätzlich im Chaos des unbefriedigten Mangement des letzen Jahrzehnts und besonders in der Ära von FB.
Ich habe vorstehend versucht, die Situation, nach meinem Wissensstand sachlich zu beleuchten.
Danach bin ich, als großer Sympathiesant von Werder, von außen betrachtet zu vorstehendem Ergebnis gekommen.
Steinigt mich jetzt bitte nicht, weil ich euer "Feindbild Nr. 1", FK verteidige.
Ich sehe das nun einmal so.