partiell wurde der mMn schon gefunden. ich frage mich nur warum es die Spieler nicht hinbekommen in einen "flow" zu kommen und Spaß daran entwickeln sich GEMEINSAM Spiel für Spiel nach vorne zu entwickeln und zu VERBESSERN? der tritt da ständig auf die Bremse und nimmt den Wind aus den Segeln? Fussball ohne Spaß auf dem Platz ist wie eine bürdevolle Arbeit. man ist froh das sie vorbei ist und mit dem Kopf nie ganz bei der Sache. ich will eine Mannschaft sehen die in jeder Aktion versucht das bestmögliche rauszuholen, die die Limits auslootet, anstatt sich mit dem minimun zufrieden zu geben.
Das frage ich mich doch schon die ganze Zeit.
Ein Klaassen verkündet in der Presse vollmundig: "Wir müssen dem Trainer was zurückgeben!"
Und dann?
Dann tun sie es wieder nicht!
Die Spieler zu motivieren, sie dazu bringen, dass sie brennen (obwohl sie es eigentlich wollen) -
genau das ist sein Kerngeschäft!
Wenn er das nicht kann, wird es natürlich in dem Job natürlich schwierig.
Für mich braucht ein Trainer für seinen Job auch eine gewisse Härte.
Eine Härte in der Entscheidung, z.B. was unpopuläre Maßnahmen anbetrifft, aber auch eine Härte nach außen bis hin zu seinem Auftreten und Erscheinungsbild.
Ich bin im Zweifel, ob er das genügend verkörpert.
Bei dem Video mit Osako, wo er schrie: "Dann schieß ihm den Ball in die Fresse" - da musste ich schon etwas schmunzeln.

Verkörpert er das?
Er ist da natürlich jetzt a bissl in der Zwickmühle.
Er ist die ganzen vielen Monate anständig und beinahe kumpelhaft mit den Spielern umgegangen, hat von Ihnen nur geschwärmt, sie stets vor allem Bösen in Schutz genommen und dummerweise ist es in Krisenzeiten oft so, dass du da ein harter Hund sein musst.
Da musst du den Spielern richtig auf die Füße treten.
Die Frage ist jetzt, wenn er nun auf "harten Hund" macht, nehmen ihm die Spieler das ab?
Eine weitere Schwierigkeit für mich liegt dann darin, dass, wenn du dann die unpopulären Maßnahmen triffst, dabei nicht einige Spieler (im schlimmsten Fall "Leistungsträger" - auch wenn der Begriff bei Werder derzeit etwas Paradoxes an sich hat

).gegen dich aufbringst.
Wenn das geschieht, ist aber Feuer im Topf.
Und ob das Kohfeldt überstehen würde?
Es wäre auch die Frage zu stellen, ob Kohfeldt bisher immer leistungsmäßig aufgestellt hatte.
Warum mussten Osako und M.Eggestein ständig spielen? Warum Sahin so selten? Usw.
Mal ganz ketzerisch nebenbei...bei sowas haben "Trainerwechsel" übrigens den Charme, dass bei einem neuen Trainer sich auch wieder Spieler anbieten können, die bei einem vorigen Trainer abgeschrieben waren. Das schafft wieder eine gesunde Konkurrenzsituation.
Schönes Beispiel Thomas Müller von den Bayern...der ist nach dem Trainerwechsel ja wieder so richtig aufgeblüht.^^
Wenn man da so einen authentischen Christian Streich sieht, das ist schon eine ganz andere Hausnummer.
Dem nimmt man die Rollen ab, aber er drückt das auch aus.
Das wäre überhaupt einer der ganz wenigen, bei dem ich mir vorstellen könnte, mit ihm in die 2. Liga zu gehen. Der strahlt für mich das Vertrauen aus, dass er das auch wirklich kann.
Unter Kohfeldt wäre das für mich ein reines Himmelfahrtskommando.
Freilich darf man einen fast noch Trainer-Novizen wie Kohfeldt nicht mit einem alten Haudegen wie Christian Streich vergleichen.
Das wäre ihm gegenüber nicht gerecht.
Aber so alt, wie der Streich nun ist, der erscheint mir geistig flexibler, innovativer zu sein, wie unser Kohfeldt.
Wenn ich allein sehe, wie der sein (gewiss nicht hochklassiges) Team auf die Gegner einstellt und vor allem seine Spielweise danach ausrichtet, anpasst usw., dann sehe ich bei Kohfeldt nur einige wenige Varianten, aber hinsichtlich unserer jetzigen dramatischen Lage ist bis jetzt noch nicht auf Abstiegs"kampf" umgestellt worden.
Wir sehen, wie das Team immer noch den gleichen Stiefel runterspielt- Spieltag für Spieltag.
Und wenn man Kohfeldt in den Interviews so hört, denkt er überhaupt nicht daran, von seiner erfolglosen Spielweise abzugehen.
Man kann das schon als "beratungsresistent" bezeichnen.
Wenn ich da sehe, wie ein Streich selbst in seinem relativ hohen Alter noch dazulernt, sich von Neuem inspirieren lässt, auch weiter an sich und den Unzulänglichkeiten seiner Person arbeitet, dann ist das immens selbstreflektierender, wie das ein "junger" Kohfeldt sein müsste.
Aber manchmal muss man ja meinen, Kohfeldt wäre die Innovation in persona.
Man kann nur hoffen, dass die Unerfahrenheit und fehlende (Selbst-)Reflexion unseres Trainers dem Verein nicht den Kopf kostet.
Seine Sätze nach dem BVB-Pokalspiel, wie: "Wir haben endlich wieder 'unseren' Fußball gespielt, das ist das Wichtigste..." lässt mich nach wie vor an seiner Einsichtigkeit und auch seiner Kompetenz stark zweifeln.
