Florian Kohfeldt (SV Darmstadt 98)

Kohfeldt geht es genauso, wie vielen jungen Spielern, die nach einer guten Saison schon in die Nationalelf hochgejubelt wurden, um dann steil abzustürzen. Deswegen habe ich auch die hohe Zielsetzung EL nicht verstanden, da wäre eine verhaltenere Zielsetzung ggf. nachhaltiger gewesen. Der Drops ist gelutscht, 8 Punkte auf Platz 15 sind kaum aufzuholen und Platz 16 zähle ich nicht, das ist ein Lotterie-Platz.

Die Zielsetzung in der Sommerpause war schon in Ordnung. Man kann doch nicht ein niedrigeres Ziel ausgeben als das vorher Erreichte. Wir schimpfen immer wieder über die Selbstzufriedenheit der Spieler gerade in Bremen, da wäre ein Rückfahren des Zieles sicherlich das falsche Zeichen gewesen. Zudem ist mit Ausnahme von Kruse der gesamte Kader unverändert geblieben. Leider wurde es aber versäumt, in der Transferphase an den richtigen problematischen Schrauben zu drehen.

Was ich Werder aber vorwerfe ist, das man an diesem Ziel viel zu lange festgehalten hat und die Realität ausblendete bzw. lange Zeit nicht ernst nahm. Nach der oberpeinlichen Heimniederlage gegen Paderborn noch von Europa zu faseln ist einfach unfassbar. Viel zu spät wurde in Bremen erkannt, in welch eine fatale Lage man gerade hineinschlittert. Ist man aber da erst mal drin, ist es natürlich umso schwerer, da wieder rauszukommen.
 
Alter Schwede! Hat sie nicht funktioniert oder warum willst Du sie opfern?
um hier mal gleich wieder für ruhe zu sorgen, sollte nen witz sein (hinter dem ein bisschen ernst steckt). hätte auch schwiegermutter geschrieben aber dann hätte meine freundin nicht mehr funktioniert und mir mit harten worten den tag vermasselt :kommmalher::trost:
 
Ich hab den Eindruck, dass sowohl Baumann als auch Kohfeldt die zweite Liga unterschätzen. Anders sind die Aussagen, auch mit Kohfeldt in die zweite Liga zu gehen und kontinuierlich etwas aufzubauen, nicht zu erklären. Ich glaube nicht dran, dass man a) in der zweiten Liga überhaupt in der Lage ist grundlegend wichtige Umbaumaßnahmen anzustoßen da dafür auch Geld nötig ist was dann fehlt und b) man in der Lage ist einen konkurrenzfähigen Kader ins Rennen zu schicken da man vermutlich wieder komplett falsche Prioritäten setzt.

Naja, über die Relegation können wir noch drin bleiben, dafür muss jetzt allerdings schon viel zusammenkommen.

Allein die Formulierung "aufzubauen" zeigt die unrealistische Einschätzung.
 
Jetzt mal ab von Hexen-, Mütter oder Schwiegermütterverbrennungen.

Trainerwechsel sind kein mythischer Schwachsinn. Es ist ein völlig normales Instrument im Fussball. Das können wir auch diese Saison wieder bei einigen Vereinen sehen, dass ein neuer Blick auf eine Mannschaft, ein anderes System und veränderte Ansprache, durchaus etwas bringen können. Ob nun die Bayern, die nach der Wintervorbereitung, echt zu begeistern wissen. Also was die da in Chelsea aber auch gestern abgeliefert haben. Das ist schon wieder Fussball aus einer anderen Liga. Auch in Köln ist man richtig in Fahrt gekommen nachdem man Gisdol an die Linie geholt hat. Ganz unten in der Tabelle stehen mit Paderborn und Werder übrigens die beiden Mannschaften, die trotz sportlicher Talfahrt stoisch am Trainer festhalten. Wobei ich das bei Paderborn nachvollziehen kann, da die mit ihren Mitteln tatsächlich alles versuchen. Die beißen und kratzen und in dem Team ist Leben. Bei uns ist höchstens schon vor jedem Spiel braunes Leben in der Büx und entsprechend treten die auf.

Die Bilanz bis zum heutigen Tag spricht Bände. Man kann Hoffnungen haben. Aber die Wahrscheinlichkeit den Eurojackpot zu knacken dürfte größer sein als mit FloKo die Liga noch zu halten.
 
So Männers und Mädels, ich denke, wir drehen uns hier seit Wochen im Kreis. Jede Aussage, egal von welcher Seite, ob von den Baumann/Kohfeldt Befürwortern als auch von den "Gegnern", sind alle Argumente und Meinungen bereits zigfach vorgetragen worden.

Ich denke, alle Aufregung, die jetzt noch kommt, kann man sich getrost sparen, ändern lässt sich sowieso nichts.
Ich sehe es durch die ausgesprochene Tatsache, dass es an den Positionen, sowohl in der ersten, als auch in der zweiten Liga nichts zu rütteln geben wird, mittlerweile nach 1-2 Wochen Sackenlassen, schon sehr viel entspannter.

Bleiben wir in der ersten Liga, wird in der nächsten Saison ein noch größeres Zittern stattfinden. Steigen wir ab, sind wir wenigstens automatisch einige Versager los, die es nicht gebacken kriegen, trotz schlechtem Einwirken durch Fehler der sportlichen Führung, zwei/drei Vereine hinter sich zu lassen. Selbst wenn Baumann/Kohfeldt noch so viel falsch machen, mit dem Kader muss man trotzdem zumindest den 15. oder meinetwegen auch den 16. Platz erreichen, ohne Wenn und Aber....

Ich würde daher jedem empfehlen, die Zeit mit etwas sinnvollerem zu verbringen, anstatt sich tagtäglich stundenlang mit einem Haufen von Millionären und der Fussballblase (anm. Julian Nagelsmann) zu beschäftigen.
 
Klar, wenn Baumann in dieser Situation den Trainer wechselt oder es schon gemacht hätte, dann gäbe es viele Schulterklopfer, die ihn dafür loben, dass er etwas unternimmt, statt sich der Situation zu ergeben und nicht alles zu versuchen.
Aber das ist natürlich eine sehr einfach gestrickte Denke.

Erst einmal ist ja schon die Vorstellung, man müsse alles versuchen, Unsinn.
Oder soll man jetzt auch eine Hexe verbrennen, um sich nicht später vorwerfern lassen zu müssen, nicht alles versucht zu haben?
Man kann also nicht alles versuchen, aber man kann und sollte das tun, von dem man überzeugt ist.

Die Verantwortlichen, die jede Woche viele Stunden viel näher an Kohfeldt und seiner Arbeit sind als wir, sind der Überzeugung, dass es richtig ist,
ihn weiter arbeiten zu lassen. Meinst Du, dass denen das Schicksal Werders egal ist?
Warum meinst Du, dass Du als Fan diese Personalfrage besser beurteilen kannst als die Leute, die viel näher dran sind?

Dass man nur zuschaut und abwartet, was passiert, stimmt auch nicht.
Es wird weiter akribisch trainiert und daran gearbeitet, dass sich die sportliche Situation verbessert. Oder hast Du da andere Informationen?
Dein Beispiel mit der Hexe ist ja supertreffend. Kompliment, auf so einen Mist muss man erst einmal kommen.

Und zu deinem letzten Satz: Ich gehe auch davon aus, dass FK seit Wochen und Monaten akribisch trainiert. U.v.a. Standards. Und was ist das Ergebnis? Wir kennen es alle. So wird aus deiner Anmerkung eher ein Argument für einen Trainerwechsel.
 
Dein Beispiel mit der Hexe ist ja supertreffend. Kompliment, auf so einen Mist muss man erst einmal kommen.

Und zu deinem letzten Satz: Ich gehe auch davon aus, dass FK seit Wochen und Monaten akribisch trainiert. U.v.a. Standards. Und was ist das Ergebnis? Wir kennen es alle. So wird aus deiner Anmerkung eher ein Argument für einen Trainerwechsel.
Fett 1: Irgendwie hat er ja recht.
Fett 2: Irgendwie hast du ja recht.
 
1. Die Verantwortlichen, die jede Woche viele Stunden viel näher an Kohfeldt und seiner Arbeit sind als wir, sind der Überzeugung, dass es richtig ist,
ihn weiter arbeiten zu lassen. Meinst Du, dass denen das Schicksal Werders egal ist?

2. Warum meinst Du, dass Du als Fan diese Personalfrage besser beurteilen kannst als die Leute, die viel näher dran sind?

3. Dass man nur zuschaut und abwartet, was passiert, stimmt auch nicht.
Es wird weiter akribisch trainiert und daran gearbeitet, dass sich die sportliche Situation verbessert. Oder hast Du da andere Informationen?
1. Na sagen wir mal so: Sie machen nicht den Eindruck. 2. Vielleicht weil ihm die Betriebsblindheit (Achtung, das ist keine Beleidigung) abgeht. 3. Da gebe ich dir Recht. Schließlich wurde von Flori schon gesagt, dass die Qualität im Training seit Wochen steigt (sinngemäß).
 
Fett 1: Irgendwie hat er ja recht.
Fett 2: Irgendwie hast du ja recht.

:-) Vielleicht hat er wirklich recht. Ich nehme nicht für mich in Anspruch, die Lösung gepachtet zu haben.
Ich weiß wirklich nicht, was nun richtig ist. Aber ich halte die Verantwortlichen nicht für Volldeppen.

Mir ist es lieber, dass sie ihrer Überzeugung folgen, als dass sie in blindem Aktionismus "den Mechanismen des Geschäfts" zu beugen, nur weil andere das auch so machen, und es manchmal schon so aussah, als wäre es die richtige Entscheidung gewesen.
Dabei hoffe ich natürlich, dass sie wirklich gute Gründe für ihre Überzeugung haben.

Die Überzeugung darf natürlich nicht aus der Hoffnung herrühren, dass man bei weiterer Zusammenarbeit in 5 Jahren die Ernte einfährt.
Man muss eine berechtigte Hoffnung haben, dass er die Klasse halten wird.
 
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