Herr Zeigler entscheidet also was halbgar und oberflächlich ist und was nicht
Das tut auch niemand, wobei der Tabellenplatz natürlich trotzdem ein äußerst stichhaltiges Argument ist.
33% Zweikampfquote gegen Augsburg sind für mich völlig indiskutabel. Und in einer Phase, wo er selbst gefragt gewesen wäre, andere Lösungen zu finden die einen Trainerwechsel obsolet machen würden hat er der Mannschaft teils gute Leistungen attestiert und sie für "zu gut um abzusteigen" befunden.
Er würde mehr als 6 Punkte aus 12 Spielen holen, das ist mir konkret genug und erstmal entscheidend.
Also ist es stattdessen gewissenhaft, den Abstieg der Bundesligamannschaft eines Millionenkonzerns in Kauf zu nehmen weil Veränderung in dieser Personalie gleichbedeutend mit Aktionismus wäre? (ich kann mich nicht erinnern, wann ein BL-Trainer in einer vergleichbaren Situation je so viel Zeit bekommen hat, den Bock noch umzustoßen, da kann von Aktionismus nun wirklich keine Rede sein).
Den Abstieg in Kauf zu nehmen um mit einem Trainer, der in der jüngeren Vergangenheit nur nachgewiesen hat dass er der Mannschaft nichts mehr vermitteln kann auf einen erfolgreichen Neuanfang zu hoffen ist dann was?
Gewagte These, da sie mit Beierlorzer höchstwahrscheinlich abgestiegen wären.
Ich halte dagegen dass die jüngsten 3 Trainerentlassungen bei Werder alle maßgeblich dazu beigetragen haben, die Klasse zu halten.
Das sind allein 4 Trainer von späteren Absteigern, und irgendwer steigt nun mal am Ende ab. Hier haben die Entlassungen nichts gebracht, meine persönliche Meinung ist aber, dass die auch mit dem alten Trainer abgestiegen wären. Bei Augsburg kann kein Mensch beurteilen, ob die Augsburger nicht irgendwann unter Manuel Baum völlig eingebrochen wären, so punkten die für ihre Verhältnisse weiterhin einigermaßen stabil, stehend aktuell 10 Punkte vor Werder und Niederlechner ist in der Form seines Lebens.
Und bei Schalke muss man schon das gesamte Bild betrachten, wo sich David Wagner im Nachhinein ja wohl als absoluter Glücksgriff entpuppt hat. Ein werdertypischer Fehler wäre es, wenn die Schalker jetzt davon ausgehen würden, dass das 10 Jahre so weitergehen muss.


Um danach mit Labbadia auf Rang 6 und in der EL zu enden. Wer schreibt hier nochmal Halbgares und Oberflächliches?
Bleibt die Frage, was zuerst da war: Das Huhn oder das Ei. Dass beim HSV kein Trainer vernünftig arbeiten konnte sehe ich ja ein. Bei Werder hängt das Chaos aber ja gerade damit zusammen, dass man viel zu lange an Trainern festhält, die selbst nur aus der Not heraus verpflichtet wurden und immer nur ein Strohfeuer entfacht haben, da würde ich FK ausdrücklich mit einschließen. Kontinuität erreicht man nicht, indem man um jeden Preis an einem Trainer festhält sondern man muss alles daran setzen, einen Trainer zu finden der nachhaltig arbeitet und diese Kontinuität selbst verkörpert
Wird FK wirklich von allen Spielern akzeptiert? Die Spieler sind Profis, die dürfen gar nicht öffentlich sagen, dass der Trainer gehen muss.
Dass er damit ein Problem hat, wundert mich jetzt nicht wirklich.
Das ist nun wirklich ein Extrembeispiel und Chaosclubs wie der HSV sind ein Thema für sich. Genauso kann ich sagen, dass den Verpflichtungen von Klopp (Dortmund) und Nagelsmann (Hoffenheim) eine Entlassung vorausging.
Zweifellos richtig, wobei die vielen Trainerwechsel da auch wohl mehr das Symptom der insgesamt schlechten Arbeit sind und davon auszugehen ist, dass auch den Vorgängern nicht die Wende gelungen wäre. Es gibt aber mindestens genauso viele Gegenbeispiele, wo ein neuer Trainer die Chance bekam und den Verein zurück in die Erfolgsspur geführt hat.
Siehe oben? Nein, das sehe ich da eben nicht, mal abgesehen davon dass das teilweise ein Vergleich der Sorte "Äpfel mit Birnen" ist
Davon ab hatte FK jetzt 22 Spieltage Zeit selbst etwas zu verändern, was am Ende selbst nur in Aktionismus (Kurztrainingslager) ausgeartet ist.
Wahnsinn ist es, immer das gleiche zu tun aber andere Ergebnisse zu erwarten. Aber wenn Herr Zeigler selbst bessere Änderungsvorschläge als irgendwelche verzweifelten Fan-Aktionen hat, dann immer her damit, ich versuche immer lösungsorientiert zu denken.
Klopp hat selbst gemerkt, dass es nicht mehr funktioniert, und ist zurückgetreten um in Liverpool erneut Geschichte zu schreiben. Eigentlich Win-Win für alle. Dass er nach wie vor ein extrem hohes Ansehen in Dortmund genießt hängt ja gerade mit dem Umstand zusammen, dass er rechtzeitig den Schlussstrich gezogen hat. Schaaf, der hier in Bremen sein eigenes Denkmal beschädigt hat taugt da
ein Stück weit als Gegenbeispiel
Was für ein billiges Zirkelargument. Aber um trotzdem darauf einzugehen: An Skripnik wollte man auch unbedingt festhalten, das Ergebnis ist bekannt.
Zeiglers Argumente: Diese Vorstellung ist oberflächlich und das ist nicht so...Wow
Die ganz feine englische Art, sich pauschal irgendwelche unliebsamen Meinungen rauszunehmen und damit zur Presse zu rennen statt denen die eigene Meinung ins Gesicht zu sagen
Kann man so sehen....muss man aber zweifellos nicht
Hier bewegt er sich dann schon wieder auf sehr dünnem Eis
Tja, und genau in solchen Situationen wechselt man in der Regel den Trainer und die Folge ist oft, dass die Mannschaft befreit aufspielt. Wenn jemand ne bessere Lösung hat (ich meine eine richtige Lösung und keine Hirngespinste) immer her damit. Bisher hat ja nichtmal der Sieg im Pokal als Befreiungsschlag ausgereicht
Kleines Geld und Selke in einem Satz...das ist ein Schlag ins Gesicht für die wirklich kleinen Vereine, die teilweise sogar noch aus weniger Mitteln deutlich mehr rausgeholt haben. Niemand erwartet, dass wir Bayern die Meisterschaft streitig machen. Es reicht für den Klassenerhalt schon, wenn wir die Vereine mit wesentlich kleinerem Etat wie Union, Düsseldorf oder Paderborn hinter uns lassen. Freiburg...auch Gladbach und Frankfurt mussten sich ihren Erfolg hart erarbeiten. Vogt ist übrigens nur geliehen, ich wollte es nur nochmal erwähnen.
Auf das leidige Thema mit den Verletzungen geh ich jetzt nicht nochmal ein.
An den Verein habe ich immer geglaubt, aber wenn jemand es schafft, mir jede letzte Hoffnung zu rauben, dann sind es die handelnden Personen
Von so etwas distanziere ich mich, selbstredend. Im übrigen ebenso davon, wie der werte Herr Zeigler hier wieder indirekt pauschalisiert, und uns suggerieren will dass hämische Reaktionen auf Verletzungen das entsprechende Äquivalent zu positivem Denken seien
Werder stand mal für äußerst erfolgreichen Fußball mit überschaubarem Mitteleinsatz. Zurückgeblieben davon ist durch den Weg, den Werder beschritten hat und den Zeigler oft verteidigt ein chronisch erfolgloser Verein der sich wehrlos seinem Schicksal ergibt. Hat mit der eigentlichen Werder-DNA für mich nix mehr zu tun.
Das kommt darauf an, worauf diese Überzeugung begründet ist, für ich sind das eher Luftschlösser, auf die man sich da beruft.
Gut, der Herr Zeigler sieht endlich ein, dass die Vertragsverlängerung mit FK ein Fehler war