Florian Kohfeldt (SV Darmstadt 98)

Wichtige Vorbemerkung: Niemand muss meine Ansichten dazu teilen. Ich möchte sie aber öffentlich äußern, weil mir aktuell zuviel Halbgares und Oberflächliches zu diesem Thema geschrieben wird, das ich nicht ohne Widerworte stehenlassen möchte. Nicht in allen, aber in vielen Fällen bin ich auch etwas erstaunt, wie simpel manche Sportjournalisten zu funktionieren scheinen, ohne es selbst zu merken.
Herr Zeigler entscheidet also was halbgar und oberflächlich ist und was nicht :popcorn:
Ab jetzt wird es kontrovers. Ich finde nämlich: Genau das muss man eben nicht. Wer alleine Tabellenplatz und Ergebnisse als Basis dafür nimmt, die Arbeit eines Trainers fundamental und markig in Frage zu stellen, der betreibt Kaffeesatzleserei.
Das tut auch niemand, wobei der Tabellenplatz natürlich trotzdem ein äußerst stichhaltiges Argument ist.
33% Zweikampfquote gegen Augsburg sind für mich völlig indiskutabel. Und in einer Phase, wo er selbst gefragt gewesen wäre, andere Lösungen zu finden die einen Trainerwechsel obsolet machen würden hat er der Mannschaft teils gute Leistungen attestiert und sie für "zu gut um abzusteigen" befunden.
Man muss eine konkrete Idee davon haben, was ein anderer Trainer besser machen würde.
Er würde mehr als 6 Punkte aus 12 Spielen holen, das ist mir konkret genug und erstmal entscheidend.
Was jedoch leider auch stimmt: Vielleicht aber auch nicht. Wer solch ein Vorgehen für einen verantwortungsbewussten Umgang mit einem Trainer, einem Verein, einer Mannschaft und deren Fans hält, hat eine exotische Auffassung von Gewissenhaftigkeit.
Also ist es stattdessen gewissenhaft, den Abstieg der Bundesligamannschaft eines Millionenkonzerns in Kauf zu nehmen weil Veränderung in dieser Personalie gleichbedeutend mit Aktionismus wäre? (ich kann mich nicht erinnern, wann ein BL-Trainer in einer vergleichbaren Situation je so viel Zeit bekommen hat, den Bock noch umzustoßen, da kann von Aktionismus nun wirklich keine Rede sein).
Eine Trainerentlassung um der Trainerentlassung Willen ist ein Zeichen dafür, dass man nicht alles versucht hat, um eine Krise gemeinsam zu bewältigen. Sie ist in den meisten Fällen eine Alibihandlung, ein Glücksspiel, eine Art Russisches Roulette.
Den Abstieg in Kauf zu nehmen um mit einem Trainer, der in der jüngeren Vergangenheit nur nachgewiesen hat dass er der Mannschaft nichts mehr vermitteln kann auf einen erfolgreichen Neuanfang zu hoffen ist dann was?
Ob der 1. FC Köln mit Gisdol das große Los gezogen hat, kann man noch nicht zuverlässig sagen.
Gewagte These, da sie mit Beierlorzer höchstwahrscheinlich abgestiegen wären.
Während der letzten Saison gab es sieben Trainerentlassungen. Wirklich erfolgreich war davon: Eine.
Ich halte dagegen dass die jüngsten 3 Trainerentlassungen bei Werder alle maßgeblich dazu beigetragen haben, die Klasse zu halten.
Die Verpflichtungen von Weinzierl (Stuttgart), Doll (96) und Schommers (Nürnberg) waren Flops, die von Stevens (Schalke), Schmidt (FCA) und Willig (VfB Stuttgart) haben nahezu nichts bewirkt.
Das sind allein 4 Trainer von späteren Absteigern, und irgendwer steigt nun mal am Ende ab. Hier haben die Entlassungen nichts gebracht, meine persönliche Meinung ist aber, dass die auch mit dem alten Trainer abgestiegen wären. Bei Augsburg kann kein Mensch beurteilen, ob die Augsburger nicht irgendwann unter Manuel Baum völlig eingebrochen wären, so punkten die für ihre Verhältnisse weiterhin einigermaßen stabil, stehend aktuell 10 Punkte vor Werder und Niederlechner ist in der Form seines Lebens.
Und bei Schalke muss man schon das gesamte Bild betrachten, wo sich David Wagner im Nachhinein ja wohl als absoluter Glücksgriff entpuppt hat. Ein werdertypischer Fehler wäre es, wenn die Schalker jetzt davon ausgehen würden, dass das 10 Jahre so weitergehen muss.
Die Quote in der Saison davor sieht übrigens ähnlich aus: Bayern hatte mit Heynckes für Ancelotti Glück, der BVB mit Stöger für Bosz auch.
:lol::lol::lol:
Wolfsburg entließ Martin Schmidt auf Platz 14, um dann mit Bruno Labbadia auf Platz 16 zu enden.
Um danach mit Labbadia auf Rang 6 und in der EL zu enden. Wer schreibt hier nochmal Halbgares und Oberflächliches? :wink2:
Die Vereine, die man seit vielen Jahren mit Chaos und Krisen verbindet, hatten allesamt überdurchschnittlich viele Trainer, ohne dass die Wechselei ihnen irgendetwas gebracht hätte.
Bleibt die Frage, was zuerst da war: Das Huhn oder das Ei. Dass beim HSV kein Trainer vernünftig arbeiten konnte sehe ich ja ein. Bei Werder hängt das Chaos aber ja gerade damit zusammen, dass man viel zu lange an Trainern festhält, die selbst nur aus der Not heraus verpflichtet wurden und immer nur ein Strohfeuer entfacht haben, da würde ich FK ausdrücklich mit einschließen. Kontinuität erreicht man nicht, indem man um jeden Preis an einem Trainer festhält sondern man muss alles daran setzen, einen Trainer zu finden der nachhaltig arbeitet und diese Kontinuität selbst verkörpert
Ich stelle jetzt mal eine unpopuläre These auf, die ich aber für bedeutend halte: In den meisten Fällen ist es ein grober Fehler, einen intern allgemein akzeptierten Trainer zu opfern, um diesen schon erwähnten "frischen Impuls" zu erzwingen.
Wird FK wirklich von allen Spielern akzeptiert? Die Spieler sind Profis, die dürfen gar nicht öffentlich sagen, dass der Trainer gehen muss.
Und meistens werden durch solche Aktionen Vereinsstrukturen zerschlagen
Dass er damit ein Problem hat, wundert mich jetzt nicht wirklich.
Andersherum ist es sogar so, dass man durch einen Trainerwechsel nicht selten den eigenen Verein zu einem Dasein als Chaosklub verurteilt. Was wäre passiert, wenn der HSV vor dreieinhalb Jahren einfach Bruno Labbadia behalten hätte? Sie hätten sich mit Gisdol, Hollerbach, Titz und Wolf vier Trainer in weniger als drei Jahren erspart.
Das ist nun wirklich ein Extrembeispiel und Chaosclubs wie der HSV sind ein Thema für sich. Genauso kann ich sagen, dass den Verpflichtungen von Klopp (Dortmund) und Nagelsmann (Hoffenheim) eine Entlassung vorausging.
Es gibt zahllose Beispiel von Vereinen, die sich durch zu viele Trainerwechsel um Kopf und Kragen gefeuert haben.
Zweifellos richtig, wobei die vielen Trainerwechsel da auch wohl mehr das Symptom der insgesamt schlechten Arbeit sind und davon auszugehen ist, dass auch den Vorgängern nicht die Wende gelungen wäre. Es gibt aber mindestens genauso viele Gegenbeispiele, wo ein neuer Trainer die Chance bekam und den Verein zurück in die Erfolgsspur geführt hat.
Natürlich ist das alles auch höchst spekulativ. Das ist ja gerade das Schlimme.
:ugly:
Meinem Verständnis nach ist es grober Unfug, etwas zu ändern, um irgendetwas zu ändern. Nur, weil ein Trainerwechsel vielleicht und mit viel Glück von alleine etwas bewirkt, kann man einen Trainer nicht entlassen. Beziehungsweise – man kann schon, das ist aber nur selten wirklich schlau. Siehe oben.
Siehe oben? Nein, das sehe ich da eben nicht, mal abgesehen davon dass das teilweise ein Vergleich der Sorte "Äpfel mit Birnen" ist
Davon ab hatte FK jetzt 22 Spieltage Zeit selbst etwas zu verändern, was am Ende selbst nur in Aktionismus (Kurztrainingslager) ausgeartet ist.
Wahnsinn ist es, immer das gleiche zu tun aber andere Ergebnisse zu erwarten. Aber wenn Herr Zeigler selbst bessere Änderungsvorschläge als irgendwelche verzweifelten Fan-Aktionen hat, dann immer her damit, ich versuche immer lösungsorientiert zu denken.
Ein Sonderfall ist übrigens der BVB. Ich weiß nicht, ob es dort vor fünf Jahren die Chance gegeben hätte, Jürgen Klopp nach außen so sehr den Rücken zu stärken, dass man mit ihm gemeinsam hätte entschließen können, auch eine schlechte Saison gemeinsam durchzustehen. Ich weiß aber, dass sie in Dortmund seit fünf Jahren traurig sind, dass Jürgen Klopp nicht mehr da ist. Und dass sie bei jedem seiner Nachfolger schnell das komische Gefühl hatten, dass Tuchel/Bosz/Stöger/Favre irgendwie nicht nach Dortmund und zum BVB passen. Das Ende der Ära Klopp war ein sehr hoher Preis, den der BVB gezahlt hat.
Klopp hat selbst gemerkt, dass es nicht mehr funktioniert, und ist zurückgetreten um in Liverpool erneut Geschichte zu schreiben. Eigentlich Win-Win für alle. Dass er nach wie vor ein extrem hohes Ansehen in Dortmund genießt hängt ja gerade mit dem Umstand zusammen, dass er rechtzeitig den Schlussstrich gezogen hat. Schaaf, der hier in Bremen sein eigenes Denkmal beschädigt hat taugt da ein Stück weit als Gegenbeispiel
"Wie gut muss der eigentlich sein, dass sie auch jetzt unbedingt an ihm festhalten wollen?"
Was für ein billiges Zirkelargument. Aber um trotzdem darauf einzugehen: An Skripnik wollte man auch unbedingt festhalten, das Ergebnis ist bekannt.
An dieser Stelle geht bei manchem Leser eventuell das Gemurre über die vielzitierte "Werder-Familie" los, wo man sich nicht wehtun will, wo alle sich liebhaben und deshalb trotz Niederlagenserie weitergewurschtelt werden darf. Einfach nur, weil Baumann, Bode und Kohfeldt so gute Kumpels sind. Zugegeben, der Gedanke könnte einem oberflächlich kommen. Bei etwas genauerem Nachdenken sollte sich aber jeder gewiss sein, dass bei Werder niemand seinen Job bekommen hat oder ihn behalten darf, weil er so ein netter Kerl ist.
Zeiglers Argumente: Diese Vorstellung ist oberflächlich und das ist nicht so...Wow :facepalm:
Heute in meinem Stamm-Imbiss habe ich in etwa sieben Minuten eine Überdosis Bullshit-Bingo miterleben dürfen: "Der erreicht die Mannschaft nicht mehr!" / "Für das viele Geld müssen die doch wenigstens KÄMPFEN!" / "Ein Abstieg wird teurer als eine Trainerentlassung!" / "Baumann sollen sie gleich mit entlassen!"
Die ganz feine englische Art, sich pauschal irgendwelche unliebsamen Meinungen rauszunehmen und damit zur Presse zu rennen statt denen die eigene Meinung ins Gesicht zu sagen :kaffee:
Dazu kurz – erstens: Eine Mannschaft, die von ihrem Trainer nicht mehr erreicht wird, hätte nicht vor 13 Tagen gegen Borussia Dortmund gewonnen.
Kann man so sehen....muss man aber zweifellos nicht
Zweitens: In der Regel kämpfen sie momentan sehr wohl, spielen aber trotzdem schlecht.
Hier bewegt er sich dann schon wieder auf sehr dünnem Eis
Und zwar erkennbar, weil sie im Kopf nicht frei sind und ängstlich spielen. Das ist in einer Situation wie dieser menschlich, und es liegt kaum im Bereich des Trainers, das mal eben zu ändern.
Tja, und genau in solchen Situationen wechselt man in der Regel den Trainer und die Folge ist oft, dass die Mannschaft befreit aufspielt. Wenn jemand ne bessere Lösung hat (ich meine eine richtige Lösung und keine Hirngespinste) immer her damit. Bisher hat ja nichtmal der Sieg im Pokal als Befreiungsschlag ausgereicht
Frank Baumann hat u.A. für relativ kleines Geld Milot Rashica, Davie Selke, Leo Bittencourt, Kevin Vogt und Jiri Pavlenka geholt und einen Kader zusammengebaut, der etwa so viel kosten durfte wie zwei Spieler von Bayern München. Dass da nicht immer alles klappt, liegt eigentlich in der Natur der Sache.
Kleines Geld und Selke in einem Satz...das ist ein Schlag ins Gesicht für die wirklich kleinen Vereine, die teilweise sogar noch aus weniger Mitteln deutlich mehr rausgeholt haben. Niemand erwartet, dass wir Bayern die Meisterschaft streitig machen. Es reicht für den Klassenerhalt schon, wenn wir die Vereine mit wesentlich kleinerem Etat wie Union, Düsseldorf oder Paderborn hinter uns lassen. Freiburg...auch Gladbach und Frankfurt mussten sich ihren Erfolg hart erarbeiten. Vogt ist übrigens nur geliehen, ich wollte es nur nochmal erwähnen.
Auf das leidige Thema mit den Verletzungen geh ich jetzt nicht nochmal ein.
Ich finde aber, dass es grundsätzlich besser tut, positiv zu denken und trotz aller Nackenschläge an einen Verein und seine handelnden Personen zu glauben
An den Verein habe ich immer geglaubt, aber wenn jemand es schafft, mir jede letzte Hoffnung zu rauben, dann sind es die handelnden Personen
anstatt vor Spielen oder bei Nachrichten über Verletzungen eigener Spieler unter jede Meldung ein hämisches "HAHA!" zu setzen
Von so etwas distanziere ich mich, selbstredend. Im übrigen ebenso davon, wie der werte Herr Zeigler hier wieder indirekt pauschalisiert, und uns suggerieren will dass hämische Reaktionen auf Verletzungen das entsprechende Äquivalent zu positivem Denken seien
Für mich ist ein Verein nicht alleine ein Tabellenplatz oder eine Summe von Ergebnissen. Ich mag meinen Verein, weil er eine Haltung hat. Weil er seit vielen Jahren für etwas steht, und weil er eine eigene DNA besitzt.
Werder stand mal für äußerst erfolgreichen Fußball mit überschaubarem Mitteleinsatz. Zurückgeblieben davon ist durch den Weg, den Werder beschritten hat und den Zeigler oft verteidigt ein chronisch erfolgloser Verein der sich wehrlos seinem Schicksal ergibt. Hat mit der eigentlichen Werder-DNA für mich nix mehr zu tun.
Und ich bin der festen Meinung, dass eine tiefe Überzeugung und die Wertschätzung für einen Trainer erheblich mehr Wert sein muss als ein aktueller Tabellenstand.
Das kommt darauf an, worauf diese Überzeugung begründet ist, für ich sind das eher Luftschlösser, auf die man sich da beruft.
Kein Verein kann ungestraft auf gut Glück irgendwelche Dinge ausprobieren, die man dann folgenlos revidieren kann.
Gut, der Herr Zeigler sieht endlich ein, dass die Vertragsverlängerung mit FK ein Fehler war
 
Dies ist die Bilanz von Kohfeldt:

51 Gegentore
17 Gegentore nach Standards
25 Tore nach 22 Spieltagen
700 Minuten ohne eigenes Tor
8 der letzten neun Spiele verloren
5 Punkte in den bisherigen Heimspielen
1:3 gegen Düsseldorf
0:5 gegen Mainz
0:1 gegen Paderborn
0:2 gegen Union

Ist das die Bilanz eines Trainer-Talents ??? Und vor allem kann ein Trainer mit diesem bisherigen Arbeitsergebnis den SV Werder Bremen vor dem Abstieg retten???

Eine Bilanz, die sogar noch die triste Bilanz eines Nouri und Skripnik weit übertrifft. Das sagt schon alles...
 
Cyril hat schon alles gesagt.... :wink:
Herr Zeigler entscheidet also was halbgar und oberflächlich ist und was nicht :popcorn:

Das tut auch niemand, wobei der Tabellenplatz natürlich trotzdem ein äußerst stichhaltiges Argument ist.
33% Zweikampfquote gegen Augsburg sind für mich völlig indiskutabel. Und in einer Phase, wo er selbst gefragt gewesen wäre, andere Lösungen zu finden die einen Trainerwechsel obsolet machen würden hat er der Mannschaft teils gute Leistungen attestiert und sie für "zu gut um abzusteigen" befunden.

Er würde mehr als 6 Punkte aus 12 Spielen holen, das ist mir konkret genug und erstmal entscheidend.

Also ist es stattdessen gewissenhaft, den Abstieg der Bundesligamannschaft eines Millionenkonzerns in Kauf zu nehmen weil Veränderung in dieser Personalie gleichbedeutend mit Aktionismus wäre? (ich kann mich nicht erinnern, wann ein BL-Trainer in einer vergleichbaren Situation je so viel Zeit bekommen hat, den Bock noch umzustoßen, da kann von Aktionismus nun wirklich keine Rede sein).

Den Abstieg in Kauf zu nehmen um mit einem Trainer, der in der jüngeren Vergangenheit nur nachgewiesen hat dass er der Mannschaft nichts mehr vermitteln kann auf einen erfolgreichen Neuanfang zu hoffen ist dann was?

Gewagte These, da sie mit Beierlorzer höchstwahrscheinlich abgestiegen wären.

Ich halte dagegen dass die jüngsten 3 Trainerentlassungen bei Werder alle maßgeblich dazu beigetragen haben, die Klasse zu halten.

Das sind allein 4 Trainer von späteren Absteigern, und irgendwer steigt nun mal am Ende ab. Hier haben die Entlassungen nichts gebracht, meine persönliche Meinung ist aber, dass die auch mit dem alten Trainer abgestiegen wären. Bei Augsburg kann kein Mensch beurteilen, ob die Augsburger nicht irgendwann unter Manuel Baum völlig eingebrochen wären, so punkten die für ihre Verhältnisse weiterhin einigermaßen stabil, stehend aktuell 10 Punkte vor Werder und Niederlechner ist in der Form seines Lebens.
Und bei Schalke muss man schon das gesamte Bild betrachten, wo sich David Wagner im Nachhinein ja wohl als absoluter Glücksgriff entpuppt hat. Ein werdertypischer Fehler wäre es, wenn die Schalker jetzt davon ausgehen würden, dass das 10 Jahre so weitergehen muss.

:lol::lol::lol:

Um danach mit Labbadia auf Rang 6 und in der EL zu enden. Wer schreibt hier nochmal Halbgares und Oberflächliches? :wink2:

Bleibt die Frage, was zuerst da war: Das Huhn oder das Ei. Dass beim HSV kein Trainer vernünftig arbeiten konnte sehe ich ja ein. Bei Werder hängt das Chaos aber ja gerade damit zusammen, dass man viel zu lange an Trainern festhält, die selbst nur aus der Not heraus verpflichtet wurden und immer nur ein Strohfeuer entfacht haben, da würde ich FK ausdrücklich mit einschließen. Kontinuität erreicht man nicht, indem man um jeden Preis an einem Trainer festhält sondern man muss alles daran setzen, einen Trainer zu finden der nachhaltig arbeitet und diese Kontinuität selbst verkörpert

Wird FK wirklich von allen Spielern akzeptiert? Die Spieler sind Profis, die dürfen gar nicht öffentlich sagen, dass der Trainer gehen muss.

Dass er damit ein Problem hat, wundert mich jetzt nicht wirklich.

Das ist nun wirklich ein Extrembeispiel und Chaosclubs wie der HSV sind ein Thema für sich. Genauso kann ich sagen, dass den Verpflichtungen von Klopp (Dortmund) und Nagelsmann (Hoffenheim) eine Entlassung vorausging.

Zweifellos richtig, wobei die vielen Trainerwechsel da auch wohl mehr das Symptom der insgesamt schlechten Arbeit sind und davon auszugehen ist, dass auch den Vorgängern nicht die Wende gelungen wäre. Es gibt aber mindestens genauso viele Gegenbeispiele, wo ein neuer Trainer die Chance bekam und den Verein zurück in die Erfolgsspur geführt hat.

:ugly:

Siehe oben? Nein, das sehe ich da eben nicht, mal abgesehen davon dass das teilweise ein Vergleich der Sorte "Äpfel mit Birnen" ist
Davon ab hatte FK jetzt 22 Spieltage Zeit selbst etwas zu verändern, was am Ende selbst nur in Aktionismus (Kurztrainingslager) ausgeartet ist.
Wahnsinn ist es, immer das gleiche zu tun aber andere Ergebnisse zu erwarten. Aber wenn Herr Zeigler selbst bessere Änderungsvorschläge als irgendwelche verzweifelten Fan-Aktionen hat, dann immer her damit, ich versuche immer lösungsorientiert zu denken.

Klopp hat selbst gemerkt, dass es nicht mehr funktioniert, und ist zurückgetreten um in Liverpool erneut Geschichte zu schreiben. Eigentlich Win-Win für alle. Dass er nach wie vor ein extrem hohes Ansehen in Dortmund genießt hängt ja gerade mit dem Umstand zusammen, dass er rechtzeitig den Schlussstrich gezogen hat. Schaaf, der hier in Bremen sein eigenes Denkmal beschädigt hat taugt da ein Stück weit als Gegenbeispiel

Was für ein billiges Zirkelargument. Aber um trotzdem darauf einzugehen: An Skripnik wollte man auch unbedingt festhalten, das Ergebnis ist bekannt.

Zeiglers Argumente: Diese Vorstellung ist oberflächlich und das ist nicht so...Wow :facepalm:

Die ganz feine englische Art, sich pauschal irgendwelche unliebsamen Meinungen rauszunehmen und damit zur Presse zu rennen statt denen die eigene Meinung ins Gesicht zu sagen :kaffee:

Kann man so sehen....muss man aber zweifellos nicht

Hier bewegt er sich dann schon wieder auf sehr dünnem Eis

Tja, und genau in solchen Situationen wechselt man in der Regel den Trainer und die Folge ist oft, dass die Mannschaft befreit aufspielt. Wenn jemand ne bessere Lösung hat (ich meine eine richtige Lösung und keine Hirngespinste) immer her damit. Bisher hat ja nichtmal der Sieg im Pokal als Befreiungsschlag ausgereicht

Kleines Geld und Selke in einem Satz...das ist ein Schlag ins Gesicht für die wirklich kleinen Vereine, die teilweise sogar noch aus weniger Mitteln deutlich mehr rausgeholt haben. Niemand erwartet, dass wir Bayern die Meisterschaft streitig machen. Es reicht für den Klassenerhalt schon, wenn wir die Vereine mit wesentlich kleinerem Etat wie Union, Düsseldorf oder Paderborn hinter uns lassen. Freiburg...auch Gladbach und Frankfurt mussten sich ihren Erfolg hart erarbeiten. Vogt ist übrigens nur geliehen, ich wollte es nur nochmal erwähnen.
Auf das leidige Thema mit den Verletzungen geh ich jetzt nicht nochmal ein.

An den Verein habe ich immer geglaubt, aber wenn jemand es schafft, mir jede letzte Hoffnung zu rauben, dann sind es die handelnden Personen

Von so etwas distanziere ich mich, selbstredend. Im übrigen ebenso davon, wie der werte Herr Zeigler hier wieder indirekt pauschalisiert, und uns suggerieren will dass hämische Reaktionen auf Verletzungen das entsprechende Äquivalent zu positivem Denken seien

Werder stand mal für äußerst erfolgreichen Fußball mit überschaubarem Mitteleinsatz. Zurückgeblieben davon ist durch den Weg, den Werder beschritten hat und den Zeigler oft verteidigt ein chronisch erfolgloser Verein der sich wehrlos seinem Schicksal ergibt. Hat mit der eigentlichen Werder-DNA für mich nix mehr zu tun.

Das kommt darauf an, worauf diese Überzeugung begründet ist, für ich sind das eher Luftschlösser, auf die man sich da beruft.

Gut, der Herr Zeigler sieht endlich ein, dass die Vertragsverlängerung mit FK ein Fehler war
Die Verantwortlichen sollten seinen Worten folgen und am Trainer festhalten und stattdessen IHN feuern. Vielleicht liegt es an Zeigler dass wir keine Heimspiele mehr gewinnen. Gibt vielleicht den entscheidenden Impuls um den Abstieg abzuwenden.
Der labert einen Schrott... :wall::wall:
 
Ganz unabhängig von Kohfeldt - einen Trainer zu wechseln, nur um zu handeln, wird vermutlich keine langfristige Lösung sein, sondern der marktübliche Aktionismus....

Ich kann das Wort "langfristig" bald nicht mehr hören! Die Zeiten eines Rehhagels oder Schaafs sind (leider) vorbei. In der Trainerbranche gibt es kein langfristig mehr, sondern da geht es nur noch um kurzfristigen schnellen Erfolg.
Auch bei den Spielern gibt es sowas nicht mehr, spätestens nach zwei Jahren ist jeder überdurchschnittliche Fußballer weg, wenn er nicht gerade bei einem absoluten Spitzenverein spielt.
Man kann einfach nichts mehr aufbauen wie früher. Trainer sind heutzutage extrem schnell "verbraucht", in jeglicher Hinsicht. FK ist jetzt immerhin auch schon rund 2,5 Jahre bei uns im Amt und damit schon hinter Streich und Baumgart der drittdienstälteste (!!!!!) aktuelle BL-Trainer!
 
Kohfeldt will diese Einschätzung nicht als Schönfärberei verstanden wissen. „Ich werde jetzt garantiert nicht sagen, dass alles super erfolgreich war und viel in Bewegung gebracht wurde“, betont er stattdessen. „Also, es hat positive Aspekte gehabt, die man in Leipzig aber noch nicht im Ergebnis und in der Summe auch nicht in der Leistung sehen konnte.“

Doch die Zeit rennt. Werder kann sich ausgiebiges Warten nicht mehr erlauben. Und ausgerechnet jetzt kommt mit Borussia Dortmund das nächste Topteam. „Ich werde alle probieren, was sinnvoll ist. Ich glaube allerdings nicht, dass wir jetzt noch einmal in ein Trainingslager fahren in dieser Woche“, sagt Florian Kohfeldt. „Aber ganz sicher werde ich alles probieren, um weiterhin alles rauszukitzeln, was da ist.“ Perspektivisch könne ein Tapetenwechsel außerhalb von Bremen aber noch einmal in Angriff genommen werden. „Grundsätzlich ist es vorstellbar, dass wir so ein Kurztrainingslager noch einmal wiederholen, wenn wir das Gefühl haben, dass es auch hilft“, sagt Frank Baumann. „Wir werden aber weiterhin nichts Aktionistisches machen.“

Mir wird ganz schlecht, wenn ich das lese...
 
Kohfeldt will diese Einschätzung nicht als Schönfärberei verstanden wissen. „Ich werde jetzt garantiert nicht sagen, dass alles super erfolgreich war und viel in Bewegung gebracht wurde“, betont er stattdessen. „Also, es hat positive Aspekte gehabt, die man in Leipzig aber noch nicht im Ergebnis und in der Summe auch nicht in der Leistung sehen konnte.“

Doch die Zeit rennt. Werder kann sich ausgiebiges Warten nicht mehr erlauben. Und ausgerechnet jetzt kommt mit Borussia Dortmund das nächste Topteam. „Ich werde alle probieren, was sinnvoll ist. Ich glaube allerdings nicht, dass wir jetzt noch einmal in ein Trainingslager fahren in dieser Woche“, sagt Florian Kohfeldt. „Aber ganz sicher werde ich alles probieren, um weiterhin alles rauszukitzeln, was da ist.“ Perspektivisch könne ein Tapetenwechsel außerhalb von Bremen aber noch einmal in Angriff genommen werden. „Grundsätzlich ist es vorstellbar, dass wir so ein Kurztrainingslager noch einmal wiederholen, wenn wir das Gefühl haben, dass es auch hilft“, sagt Frank Baumann. „Wir werden aber weiterhin nichts Aktionistisches machen.“

Mir wird ganz schlecht, wenn ich das lese...
Ja, weil du ausschließlich nur noch die - für dich - negativen Infos daraus liest. Und alles was durchaus Sinn ergibt ("wenn wir das Gefühl haben, dass es auch hilft"), gar nicht mehr wahrnimmst. Eine eigene Filterblase quasi.
 
Ich glaube da täuscht du dich!!
Sein Argument Florian sei u. a. auch der ideale Trainer, weil er eine ausgesprochene Vereinsnähe hat, kann man
auch so sehen, dass gerade Vereinsnähe viele Blickwinkel vernebelt.
Die Fakten stehen hier im Raum und die stehen leider absolut im Minus und da hat das Umfeld eine Menge zu
beigetragen.
Glaube mir bitte Werder versucht jetzt alle familiären Schlüsselpositionen zu ziehen um die Öffentlichkeit/Fans
zu mobilisieren. MMn ist es sein Statement ganz klar, aber ich kann mir auch vorstellen (wie Stolli jüngst) das man
nun Sympathieträger mobilisiert. Der WK hat unlängst eine andere kritischere Position eingenommen.

Vereinsnähe wäre, wenn er zurücktritt. Er muss merken, dass sein Chef Baumann zu schwach ist, um ihn zu entlassen und damit seinen Verein

schädigt.
 
Der Verein stellt sich seit Jahren neu auf. Das weißt du doch auch. Wenn man jetzt Trainer und Manager austauscht, war das vermutlich für die Katz. Und wofür, für einen Schuss ins Blaue?
Der Verein VERSUCHT seit Jahren, sich neu aufzustellen. Mit neuen, "unverbrauchtsn" Trainern à la Nouri, Skripnik und Kohfeldt, die mit Vorschusslorbeeren als "bestmögliche" ihrer Art betitelt werden und wenig an Erfahrung vorzuweisen haben. Danach hört man von diesen Granaten nichts mehr, bei Kohfeldt bleibt das noch abzuwarten, bei Schaaf und Dutt (so weit ich mich erinnere, wollte Herr Zeigler damals auch an beiden noch länger festhalten, zumindest bei Schaaf weiß ich es noch sicher)kam nach Werder auch nix mehr. Bode und Baumann hat man relativ neu installiert, Schaaf noch als TD dazu. Ergebnis: Werder steht schlechter da als jemals zuvor. Hoffnung auf Besserung? Dafür sehe ich null Ansätze. Wenn man jetzt Trainer und Manager austauscht, wäre was genau für die Katz? Was hat dieses Neuaufstellen denn gebracht außer einer ordentlichen Saison 2018/19, die ich immer mehr mit den Namen "Kruse" verbinde, den zugegebenermaßen Baumann geholt hat? Lieber schieße ich doch ins Blaue als weiter einen Weg mit Leuten zu verfolgen, die das Ruder offensichtlich nicht nur nicht herumreißen können sondern es auch in der Sommer-und Wintertranse komplett in die falsche Richtung gestellt haben. Ich für mein Teil habe zumindest wenig bis keine Hoffnung, dass die jetzigen Verantwortlichen die Lage im Griff haben. Sie versuchen, die Krise auszusitzen und genau das führt uns immer tiefer hinein.
 
Der Verein stellt sich seit Jahren neu auf. Das weißt du doch auch. Wenn man jetzt Trainer und Manager austauscht, war das vermutlich für die Katz. Und wofür, für einen Schuss ins Blaue?


Die Neuaufstellung hat man abgebrochen als man Schröder nach Mainz ziehen ließ und Eichin durch Baumann ersetzt hat. Man kann gerne der Meinung sein, dass Eichin seinen Aufgabe hier erledigt hatte und man dann wieder was Neues beginnen wollte. Aber genau das tat man nicht, sondern bewegt sich im Grunde die Schritte zurück, die man zuvor Vorwärts gegangen war. Daher teile ich eben schon gar nicht die Ansicht von Zeigler, dass Baumann mit "kleinem Geld" arbeiten musste. Sicherlich ist das im Vergleich zum FC Bayern kleines Geld, aber er hat nicht den Etat um gut ein Drittel reduzieren müssen und hat auch bei den Transferausgaben wieder deutlich tiefer in die Schatulle greifen dürfen. Es wird sich am Ende zeigen wie viel dabei auf der Habenseite bleibt. Bisher ist da noch nicht viel an Mehrwert aus den Transfers erzielt worden. Aber genau darauf ist ein Club wie Werder angewiesen. Ansonsten sind die meisten Strukturen so geblieben wie sie waren und zu einem erheblichen Teil sind da auch noch die gleichen Leute aktiv. Ein bisschen verschoben hat man intern, auch gerne mal neue Namen für Funktionen gegeben, aber in meinen Augen eine wirklich "Neuaufstellung" hat es nicht gegeben. Diesen Prozess hat man mittendrin abgebrochen.

Der "Schuss ins Blaue" ist die letzte Patrone, die wir abfeuern können um den Abstieg irgendwie zu vermeiden. Ich sehe nicht, dass wir mit FloKo da raus kommen. Auch wenn man von ihm überzeugt sein mag, ist ein Abstieg viel zu teuer. Das kann man sich eigentlich nicht leisten, daher heißt es eigentlich diesen Super-GAU mit allen Mitteln nach Möglichkeit zu verhindern. Es gibt nichts Gutes außer man tut es. Abwarten und hoffen, dass wir die Kurve kriegen, ist halt tatsächlich nicht meins.
 
man weiß also nicht, wer sich beworben hat, aber die einstellung von fritz ist trotzdem falsch? das ist doch genau das, was ich meinte: es wird sich bei der kritik hier teilweise viel zu einfach gemacht.

Keiner sagt, dass es grundsäzlich falsch ist aber es gibt einem doch zu denken, wenn jeder der hier in Amt und Würden ist irgendeine Werdervergangenheit hat.
Und dazu das interne Traineeprogramm....
Wenn das funktioniert, gerne, ich hab da doch überhaupt nichts dagegen, wenn der Erfolg da ist.
Bin da tatsächlich Opportunist.

Sieht halt Alles andere als gut aus gerade und da läuft dann ja wohl etwas schief.
 
Keiner sagt, dass es grundsäzlich falsch ist aber es gibt einem doch zu denken, wenn jeder der hier in Amt und Würden ist irgendeine Werdervergangenheit hat.
Und dazu das interne Traineeprogramm....
Wenn das funktioniert, gerne, ich hab da doch überhaupt nichts dagegen, wenn der Erfolg da ist.
Bin da tatsächlich Opportunist.

Sieht halt Alles andere als gut aus gerade und da läuft dann ja wohl etwas schief.
ja, es läuft was schief. aber ist das am 'werder-weg' festzumachen?
 
Die Neuaufstellung hat man abgebrochen als man Schröder nach Mainz ziehen ließ und Eichin durch Baumann ersetzt hat.

Sogar der jetzt ach so kritische WK hat sich sehr löblich darüber geäußert, wie Kohfeldt und Baumann den Verein auf allen Ebenen umstricken. Ich will mich über die Thematik gar nicht weiter auslassen, wollte nur zu bedenken geben das es um etwas mehr als "nur" den Trainer geht. Ansonsten ist es natürlich so, daß jeder fordern darf was er will. Wir haben ja eh keinen Einfluß auf die Dinge ;)
 
ja, es läuft was schief. aber ist das am 'werder-weg' festzumachen?

Was ist denn überhaupt der sog. "Werder-Weg"? Schon da habe ich große Probleme diesen zu fassen. Sehe zum Beispiel große Unterschiede zwischen der Ära Rehhagel und der Ära Schaaf auch wenn beiden gemein ist, dass diese Trainer überdurchschnittlich lange bei Werder gewirkt haben.

"Kontinuität" auf der Trainerposition oder im Management sind kein Selbstzweck. Zeigler nennt dies sogar etwas "wofür sein Verein stehe". Natürlich ist es gut, wenn ein Verein nicht zu überstürzten Handlungen neigt, aber diese Neigung hat bei Werder niemand. Auch keiner der Foristen hier. Hier wird in der Regel recht sachlich kritisiert. Allerdings ist der Bogen auch irgendwann überspannt. In meinen Augen ist dies mittlerweile der Fall, zumal einfach keine positive Entwicklung zu erkennen ist. Weder sportlich noch wirtschaftlich.
 
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