Exemplarisch für diese gestrige 180°-Kehre der Truppe waren die Szenen beim 2:0 und 3:1. Als Bittencourt nach der Ecke die Ballannahme verpatzte, hätte man sich bei einer Werder-Truppe der letzten Liga-Auftritte nicht gewundert, wenn die Pocke irgendwohin gekullert wäre. Doch Bittencourt setzte nach, erkannte geistesgegenwärtig die sich bietende Lücke und zimmerte den Ball mit der richtigen Dosis aus Wucht und Gefühl zum 2:0 dorthin, wo er ihn haben wollte. Ebenso bei 3:1; der BVB bekam nach dem Anschlußtreffer noch mehr Oberwasser, hatte 2 Minuten nach dem 2:1 eine Riesenchance zum Ausgleich und kurz danach machte unsere Truppe im Stile einer Spitzenmannschaft genau zum richtigen das 3:1, um etwas Druck vom Kessel zu nehmen.
Bei schlechten Spielen wird ja gerne über fehlenden Glück gejammert, doch gestern konnten wir uns, ohne die Leistung der Werder-Mannschaft und FK schmälern zu wollen, über mangelndes Glück nicht beklagen. zB. daß einige BVB-Spieler einen schwachen Tag erwischten, u.a. mit Hakimi (dessen Fehlpass das 1:0 einleitete) Hummels, Hazard und Reus immens wichtige Säulen des BVB, oder daß Schiri Winkmann wegen der vorherigen Schwalbe von Reyna und dessen darauf folgender Theatralik den Wiederholungstäter Moiasander nicht vom Platz stellte. Jedoch hat dieses Spiel einmal mehr gezeigt, daß einem das Glück oftmals nicht in den Schoß fällt, sondern man es sich verdienen muß, wie zB durch einen so couragierten Auftritt wie gestern.