Politik und Fußball in Bremen

Tatsächlich war der Begriff "Solidarität" bisher eher so besetzt, dass die Gruppe den einzelnen schützt, wenn alle gemeinsam die gleichen Werte teilen. Grenzt dagegen die Gruppe den einzelnen aus und verlangt hernach, dass der das gefälligst klaglos zu akzeptieren habe, würde man das außerhalb der Fußballwelt wohl kaum als "solidarisch" bezeichnen.
P.S.: Die einzigen, die nicht gegen uns gestimmt haben, waren die Bullen aus Leipzig.

Korrekt, jedoch hat das Gros der Bosse im Fußballgeschäft ihre ureigene Definition von "Solidarität", denn diese ist ein monetär orientierter Korpsgeist, in der alle des Geldes wegen stromlinienförmig mitzuschwimmen haben.
 
Korrekt, jedoch hat das Gros der Bosse im Fußballgeschäft ihre ureigene Definition von "Solidarität", denn diese ist ein monetär orientierter Korpsgeist, in der alle des Geldes wegen stromlinienförmig mitzuschwimmen haben.

Jo. Man denke nur an Kirch damals zurück (ich habe weiter oben extra nicht unsere Lokalpresse zitiert, aber dort wird es natürlich auf den Tisch gebracht): Die Bundesligisten, inclusive Werder, haben Bayern ja nicht aus Mitleid davon kommen lassen, sondern aus der Sorge heraus finanziell zu verlieren. Was ich schon damals für einen Irrglauben gehalten habe der sich heute bestätigt.
 
Interessant:

"Was könnte Werder noch tun?
Weniger Karten an Auswärtsfans vergeben, ist eine Überlegung. Keine Gästekarten, kein Hochrisikospiel, keine zusätzlichen Polizeikosten – so Werders Kausalkette. Die DFL verpflichtet die Klubs aber, Kontingente bereitzustellen. Die können aber durch polizeiliche Verfügungen „deutlich reduziert oder gestrichen werden", sagt Hess-Grunewald. Die Entscheidung würde dann allerdings auch bei der Polizei liegen, nicht bei Werder."
 
Ich habe die Presse quer gelesen. Mir scheint, daß die alle auf unserer Seite sind. Welchen Ruf also setzt Bremen auf's Spiel? Seinen Ruf bei der DFL? Da hätte ich kein Problem mit. Im Gegenteil.

Eben. Jedem steht es zu, seine Interessen zu vertreten bzw. im Bedarfsfall auch vor Gericht darum zu kämpfen. Und es verfügt sogar über einen David-gegen-Goliath-Charme, dass ausgerechnet das kleinste Bundesland die Chuzpe besitzt, sich mit der nach eigenem Selbstverständnis
allmächtigen DFL anzulegen, die ein so dickes Fell besitzt, daß sie ohne Rückgrat darin stehen kann.
 
Eben. Jedem steht es zu, seine Interessen zu vertreten bzw. im Bedarfsfall auch vor Gericht darum zu kämpfen. Und es verfügt sogar über einen David-gegen-Goliath-Charme, dass ausgerechnet das kleinste Bundesland die Chuzpe besitzt, sich mit der nach eigenem Selbstverständnis allmächtigen DFL anzulegen, die ein so dickes Fell besitzt, daß sie ohne Rückgrat darin stehen kann.


Finde ich auch. Das kleinste Bundesland bzw. jetzt eben gezwungenermaßen Werder.
 
Jetzt brauchen wir nur noch Zaubertrank! Haake? Glühwein? Friesengeist?

Frisch gepresster Grünkohl ? ...

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generell hätte bremen seinen spektakulären schritt vorher im bundesrat abstimmen sollen - es ist bezeichnend, daß offenbar alle anderen länder kein problem damit haben, die von idiotischen fans notwendig gemachten höheren polizeikosten dem steuerzahler aufzubürden - werder argumentiert mit seinem hohen steueraufkommen in bremen - der 08/15 steuerzahler wird auch belastet, ohne dafür belohnt zu werden - andererseits ist die stadt zuständig, für ordnung zu sorgen und hat die kompetenz die "superfans, polyexperten usw" endlich mal festzustellen und von spielen fernzuhalten, damit weniger polizei nötig ist und wenn werder das nicht paßt, sollen sie die polizei bezahlen - rummenigge mit seiner typischen bayern rethorik als sprachrohr der DFL - da darf der herr watzke nicht fehlen - wenns um das eigene geld geht, sind sich die herren immer einig - vergleich könnte sein: je 1/3 der kosten an DFL, Land Bremen und natürlich auch Werder! dann haben wir allerseits die so gewünschte solidarität und der DFB keinen grund mehr, länderspiele von bremen fernzuhalten!
 
generell hätte bremen seinen spektakulären schritt vorher im bundesrat abstimmen sollen - es ist bezeichnend, daß offenbar alle anderen länder kein problem damit haben, die von idiotischen fans notwendig gemachten höheren polizeikosten dem steuerzahler aufzubürden - werder argumentiert mit seinem hohen steueraufkommen in bremen - der 08/15 steuerzahler wird auch belastet, ohne dafür belohnt zu werden - andererseits ist die stadt zuständig, für ordnung zu sorgen und hat die kompetenz die "superfans, polyexperten usw" endlich mal festzustellen und von spielen fernzuhalten, damit weniger polizei nötig ist und wenn werder das nicht paßt, sollen sie die polizei bezahlen - rummenigge mit seiner typischen bayern rethorik als sprachrohr der DFL - da darf der herr watzke nicht fehlen - wenns um das eigene geld geht, sind sich die herren immer einig - vergleich könnte sein: je 1/3 der kosten an DFL, Land Bremen und natürlich auch Werder! dann haben wir allerseits die so gewünschte solidarität und der DFB keinen grund mehr, länderspiele von bremen fernzuhalten!
sorry, muß natürlich "pyroexperten" heißen!
 
Jetzt brauchen wir nur noch Zaubertrank! Haake? Glühwein? Friesengeist?

Vergiss das alles! Nur der "echte" Zaubertrank verleiht uns magische Kräfte. Deshalb meine Forderung: Statt Gregorisch im Winter zu verpflichten sollte Werder besser Miraculix verpflichten. Und in der Spielerkabine eine kleine Kochecke einrichten. Mit unserem "Pausentee" spielen wir dann in der 2. Halbzeit alles und jeden an die Wand...:D
 
Dieser Einwurf des Weser-Kurier von Jean-Julien Beer trifft den Nagel auf den Kopf (und entspricht dem, was ich oben schon geschrieben habe):
https://www.weser-kurier.de/werder/...-ein-bedenkliches-eigentor-_arid,1880455.html

Fußball ist wie das Leben. Im Leben merken die Menschen, dass sie etwas aktiv tun müssen, um Verbesserungen zu erreichen. Miete, Klima etc.
Im Fußball dürfen wir auch nicht auf Fairness warten. Einer wie Rummenigge darf z.B. kein Vertreter der europäischen Fußballklubs sein (ECA), was er mal war. Mein Vorschlag: Kooperationen zwischen den seriösen Klubs wie Werder, Freiburg, Gladbach, zum Beispiel bei Transfers ("Vorkaufsrecht" bei Transfers, auch wenn Spieler keine Sachen sind und nicht "gekauft" werden können), dabei noch deutlicheres Abgrenzen ("100 %" als Stolz und "Wahrzeichen").
 
Dieser Einwurf des Weser-Kurier von Jean-Julien Beer trifft den Nagel auf den Kopf (und entspricht dem, was ich oben schon geschrieben habe):
https://www.weser-kurier.de/werder/...-ein-bedenkliches-eigentor-_arid,1880455.html

Fußball ist wie das Leben. Im Leben merken die Menschen, dass sie etwas aktiv tun müssen, um Verbesserungen zu erreichen. Miete, Klima etc.
Im Fußball dürfen wir auch nicht auf Fairness warten. Einer wie Rummenigge darf z.B. kein Vertreter der europäischen Fußballklubs sein (ECA), was er mal war. Mein Vorschlag: Kooperationen zwischen den seriösen Klubs wie Werder, Freiburg, Gladbach, zum Beispiel bei Transfers ("Vorkaufsrecht" bei Transfers, auch wenn Spieler keine Sachen sind und nicht "gekauft" werden können), dabei noch deutlicheres Abgrenzen ("100 %" als Stolz und "Wahrzeichen").
Fußball ist wie im Leben, dann ist DFL wie Familie. Bei Geld hört die Verwandtschaft auf.
 
In der Kirch-Sache hat man zusammen gehalten, aber was schert das Geschwätz von gestern. Die Liga wird nie komplett an einem Strang ziehen, es sei denn, es ginge ihnen in der Gesamtheit an den Kragen. Im Einzelnen ist allen das Hemd näher als die Hose.

Zusammengehalten? Bayern hat 40mio von Kirch bekommen um zusammenzuhalten. Das war Erpressung und sonst nichts.
 
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