Gesamtsituation der Mannschaft

Ungünstige Zeitzone durch eine ungeplante Dienstreise. Davon abgesehen glaube ich nicht, daß es viel gegeben hätte das man gelesen haben müsste. Die Tatsache, daß du von einer "Opposition" sprichst, gibt mir ja nun auch eine ungefähre Vorstellung davon was hier die letzten zwei Wochen abgegangen sein muss. Und dabei will ich nicht stören, außerdem bin ich überzeugt davon, daß das total spannend ist. Also: weitermachen ;)

Länderspielpause... was soll man groß diskutieren, was nicht schon besprochen wurde.
Ich war 2 Wochen in Urlaub...

:tnx:

Zumal die Gegner, die unter der Woche im Europapokal spielten, uns auch zum Ende der Partien konditionell zumindest ebenbürtig waren.

Bezeichnend für diese Angst war auch, daß gegen Freiburg unmitterbar vor dem Freistoß zum 2:2 FK sich mit im Nacken verschränkten Händen kurz von der Szenerie mit einem Blick auf dem Boden sowie einem Durchpusten abwendete.

Jou... sollte nicht so sein, aber nach den letzten Wochen ist das doch ein Stück weit verständlich. Ich glaube insofern sind wir aber trotzdem weiter als letzte Saison oder davor. Denn da hätten wir solche Spiele ebenfalls noch irgendwie verloren.

Allerdings muss ich gestehen, dass sich bei mir nach dem Spiel gg. Freiburg die Gemütslage doch deutlich geändert hat. Dazu hat auch das Spiel gegen Berlin zwei Wochen vorher beigetragen. Das waren für mich 6 sicher geglaubte Punkte. Solche Spiele wie gg. Düsseldorf oder Hoffenheim können mE unter den Begleiterscheinungen zu Beginn einer Saison schon mal passieren - auch wenn die Ansprüche dafür eigentlich zu hoch sind. Aber die Länderspielpause vor dem Berlin-Spiel, davon war ich überzeugt, hilft der Mannschaft in die Spur zu finden und mit 7 - 10 Punkten aus den Spielen bis zur nächsten Pause ein Ausrufezeichen zu setzen. Nun sind wir einige Wochen und lediglich 3 Punkte weiter und vor allem die Spiele Berlin und Freiburg haben zu einer extremen Ernüchterung beigetragen. Punkt in Leverkusen war gut, Niederlage in Gladbach möglich, aber gegen Berlin und Freiburg nicht als Sieger vom Platz zu gehen, führt den Europa-Anspruch mE ad absurdum. Mittlerweile gilt die Verletztenmisere für mich auch nicht mehr in dem Maße als "Ausrede", wie es noch zu Beginn der Saison war. Ichhabe das Gefühl, und da ist die Leistung gg. Gladbach ein Indiz für mich, dass die Stimmung zu kippen droht oder anders gesagt: sich eine Negativspirale in Gang setzt, die es erst mal aufzuhalten gilt.
Ich glaube immer noch, dass die Qualität für Europa ausreicht, aber wenn die Spieler Ihre Leistung einfach nicht auf den Platz bringen, dann muss man sich davon auch irgendwann verabschieden. Man steckt jetzt erst mal im Abstiegskampf... dem müssen sich die Spieler bewusst sein. Wie schon ein anderer schrieb: Wir wären nicht die erste Mannschaft, die eigentlich zu gut für die zweite Liga ist.
Ich bin weit davon entfernt hier alles in Frage zu stellen, wie es von einigen, gefühlt, seit Saisonbeginn passiert - egal ob es der Sportdirektor ist, der zu viel Einfluss hat, oder ob beim Personal zu viel auf Stallgeruch geachtet wird, ob der Standardtrainer nur wegen seinem Sohn oder umgekehrt bei uns ist... Das alles sind für mich nur Nebengeräusche. Aber das gute Gefühl, trotz der Spiele Anfang der Saison, ist bei mir mittlerweile nicht mehr da.
 
Jou... sollte nicht so sein, aber nach den letzten Wochen ist das doch ein Stück weit verständlich. Ich glaube insofern sind wir aber trotzdem weiter als letzte Saison oder davor. Denn da hätten wir solche Spiele ebenfalls noch irgendwie verloren.
Spielerisch ist eine Weiterentwicklung erkennbar. Doch was nützt dies, wenn wir trotz diesem positiven Trend zu viele Punkte liegen lassen, weil zu oft
die Softskills wie Konzentration, Präzession, Entschlossenheit, Konsequenz etc. fehlen? Daß die Mannschaft wegen dieser Fehlerhäufung verunsichert agiert, ist zwar verständlich, dennoch ist diese Negativspirale zu großen Teilen selbstgemachtes Leiden, denn fehlende Konsequenz hatte FK auch schon in der letzten Saison angemahnt, ohne daß eine signifikante Besserung eingetreten ist. Und daß verletzungsbedingt oft umgesellt werden mußte, lag/liegt eben auch daran, daß wir vergleichsweise viele Spieler mit hohem Verletzungsrisiko und entsprechend langen Ausfalltagen schon vor den jüngsten Blessuren im Kader haben. Es hapert an vielen eigenen Unzuläglichkeiten gleichzeitig, wie es auch ME in der Kreiszeitung auf den Punkt brachte:
Das Gladbach-Spiel steht da stellvertretend für unsere Probleme. Wir haben hinten die Gegentore viel zu einfach zugelassen, unter anderem wieder einen Standard kassiert. Auch vorne waren wir nicht konsequent genug. Ich zum Beispiel muss den Kopfball einfach reinmachen. Dann verschießen wir noch einen Elfmeter. Da sieht man, dass es nicht nur an einer Sache liegt. Es ist eine Verkettung verschiedener Dinge, die wir in den Griff bekommen müssen.



Ich bin weit davon entfernt hier alles in Frage zu stellen, wie es von einigen, gefühlt, seit Saisonbeginn passiert - egal ob es der Sportdirektor ist, der zu viel Einfluss hat, oder ob beim Personal zu viel auf Stallgeruch geachtet wird, ob der Standardtrainer nur wegen seinem Sohn oder umgekehrt bei uns ist... Das alles sind für mich nur Nebengeräusche.
Ich würde das jetzt nicht als Nebengeräsuche abtun - im Gegenteil, denn in unserer Situation sollte man sich nicht davor scheuen, zumindest die dafür in Frage kommenden Bereiche selbstkritisch zu hinterfragen. Warum hatten wir zu Saisonbeginn 11 verletzungsbedingte Ausfälle, so daß die Mannschaft oft und vielschtig umgestellt werden musste? Ist das nur Pech, oder liegt es auch daran, daß 7 der 11 Ausfälle schon vorher 200 bis weit über 1000 Tage bei uns bzw. ihren vorherigen Clubs wegen langwieriger Verletzungen fehlten? Warum versemmeln wir so viele klare Chancen bzw. lassen viele Gegentore zu? Ist das nur Pech, oder liegt zB daran, daß der Mannschaft die v.g. Softskills wegen defizitärer körperlicher und somit geistiger Frische fehlen? Ein Indiz hierfür ist auch, daß wie bereits angemerkt die Gegner, die zuvor unter der Woche in CL/EL spielten, uns auch zum Ende der Partie gegen uns konditionell mindestens ebenbürtig waren. Für ein profanes Formtief sind mir diese Einschläge saisonübergreifend zu langwierig und seit Beginn dieser Spielzeit auch zu heftig.
 
Einmal das was @Bremen sagt und zum zweiten muss man doch auch einfach mal in Frage stellen ob dieser ganze Weg, den wir nun seit mittlerweile 10 Jahren erfolglos gehen überhaupt zeitgemäß ist und ob es nicht mal langsam an der Zeit ist dass Alles mal zu hinterfragen und sehen dass man wieder dauerhaft Richtung Europa mitspielen kann.
Dass das kein Selbstläufer wird ist klar aber mir wird hier zu stur an Vielem festgehalten, was in den letzten Jahren einfach nicht mehr Erfolg versprechend war.
Es ist halt schwer Alternativen zu finden, wenn du immer die gleichen Leute mit der gleichen Philosophie an Bord hast.
Als ob hier irgendjemand verbieten würde, aus einer stärkeren Defensive heraus Fussball zu spielen.
 
Einmal das was @Bremen sagt und zum zweiten muss man doch auch einfach mal in Frage stellen ob dieser ganze Weg, den wir nun seit mittlerweile 10 Jahren erfolglos gehen überhaupt zeitgemäß ist und ob es nicht mal langsam an der Zeit ist dass Alles mal zu hinterfragen und sehen dass man wieder dauerhaft Richtung Europa mitspielen kann.
Dass das kein Selbstläufer wird ist klar aber mir wird hier zu stur an Vielem festgehalten, was in den letzten Jahren einfach nicht mehr Erfolg versprechend war.
Es ist halt schwer Alternativen zu finden, wenn du immer die gleichen Leute mit der gleichen Philosophie an Bord hast.
Als ob hier irgendjemand verbieten würde, aus einer stärkeren Defensive heraus Fussball zu spielen.
Man kann defensiver spielen und trotzdem muß die Attraktivität nicht fehlen. Wir haben einige technisch sehr beschlagene Fußballer.
Natürlich ist Power auf Dauer ein Spektakel. Aber kontraproduktiv, wenn man keinen Profit daraus schlägt. Im Endeffekt schlagen wir uns selber.
Und wenn man einen knappen Vorsprung über die Zeit retten will, darf man (bei den eigenen Schwächen) nicht noch dem Gegner in die Karten spielen und Freistösse verursachen. Dann muss man einfach cleverer sein und den Ball von der eigenen Hälfte fernhalten. Da stehen doch nicht nur Rookies auf dem Platz.
Ich sehe das Hauptproblem in fehlender Fitness. Dass dann mangelnde Konzentration im entscheidenden Moment hinzu kommt ist die logische Folge.
Nouri wurde angelastet, dass bei seiner Entlassung die Mannschaft nicht fit ist.
Fitter als jetzt, habe ich den Eindruck....
 
Man kann defensiver spielen und trotzdem muß die Attraktivität nicht fehlen.

Warum sollte man defensiver spielen? Die meisten Tore haben mit der Strategie überhaupt nichts zu tun, gut die Hälfte waren Standards, andere kapitale eigene Fehler, wir kassieren sogar Tore, ohne das Gegner überhaupt eine Torchance hatte. Ich habe noch nie verstanden warum es in so einem Fall helfen soll die Mannschaft ihrer (offensiven) Stärken zu berauben, denn an individuellen Aussetzern ändert bekanntlich die beste Taktik nichts. Blieben jedenfalls, wenn es defensiver wird, hinten weiterhin zwei individuelle Klopper und vorne nur noch 4 statt 8 Chancen pro Spiel. Super.
 
aber wenn die Spieler Ihre Leistung einfach nicht auf den Platz bringen, dann muss man sich davon auch irgendwann verabschieden

Das Groteske ist ja, daß die Spieler die Leistung über weite Strecken sehr wohl auf den Platz bringen, nur um dann mit dem Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) voran alles einzureißen was man "aufgebaut" hat. Und zwar immer in Kombination, man macht vorne die Chancen nicht und haut sich gleichzeitig die Dinger selbst rein. Das macht die Punktausbeute so schlecht. Würden wir doch einfach nur abwechselnd in einer der beiden Disziplinen schlecht aussehen...
 
Mit defensiver spielen meine ich ja nicht dass man sich hinten rein stellen soll sondern dass man in der Defensive endlich mal eng am Mann ist.
Seit Jahren beobachte ich bei uns Geleitschutz in der eigenen Hälfte um dann irgendwann dämliche Freistösse zu verursachen,die oft zu Gegentore führen.
Sowas ist doch trainierbar.
Der "Zweikampf" von Friedl gegen Herrmann ist doch exemplarisch für unser oft dämliches Defensivverhalten.
 
Seh das ähnlich, man muss nicht die Offensive für die Defensive opfern um eingleisig eine Richtung zu fördern.
Das Problem mMn ist die Kompaktheit im Umschaltverhalten, leicht zu sagen wäre es, wenn man die allgemeine Defensivschwäche nur an der letzten Reihe festmacht.
Was natürlich auch Unruhe und Verunsicherung bringt ist die Tatsache,dass man zum Ende hin einfach aufhört Fußball zu spielen und wir ständig Drucksituationen des Gegners unsauber lösen und die Bälle geregelt unkontrolliert rauskloppen...Bumerang Effekt und keine Entlastung ist die Folge...
 
@FatTony wie ich schon schrieb, als du abwesend warst: Das Problem ist nicht die offensive Spielweise sondern die Kaderplanung, wobei die defensiven Positionen über Jahre vernachlässigt wurden. Wir wollen dominanten, offensiven Fußball spielen, die Abwehr ist aber so schwach, dass wir gegen Gladbach statt Ballbesitzfußball ständig damit beschäftigt waren, irgendwie die Defensive zu entlasten. Auch bei einer offensiven Spielweise muss die Defensive qualitativ mit guten Spielern bestückt sein, sodass das Kartenhaus nicht sofort in sich zusammenfällt. Denn du sagst ja selber, es sind vor allem individuelle Fehler, die uns die Punkte gekostet haben, das ist weniger ein taktisches Problem und mehr eine Frage der Qualität in der Defensive.
Wenn man sich hinten im Schnitt mehr als 2 Buden pro Spiel fängt, geht man vorne irgendwann nicht mehr voll ins Risiko und verliert noch mehr die Spielkontrolle.
 
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@FatTony wie ich schon schrieb, als du abwesend warst: Das Problem ist nicht die Offensive Spielweise sondern die Kaderplanung, wobei die defensiven Positionen über Jahre vernachlässigt wurden. Wir wollen dominanten, offensiven Fußball spielen, die Abwehr ist aber so schwach, dass wir gegen Gladbach statt Ballbesitzfußball ständig damit beschäftigt waren, irgendwie die Defensive zu entlasten. Auch bei einer offensiven Spielweise muss die Defensive qualitativ mit guten Spielern bestückt sein, sodass das Kartenhaus nicht sofort in sich zusammenfällt. Denn du sagst ja selber, es sind vor allem individuelle Fehler, die uns die Punkte gekostet haben, das ist weniger ein taktisches Problem und mehr eine Frage der Qualität in der Defensive.
Wenn man sich hinten im Schnitt mehr als 2 Buden pro Spiel fängt, geht man vorne irgendwann nicht mehr voll ins Risiko und verliert noch mehr die Spielkontrolle.
Glaubst du wirklich daran das es alleine an der Qualität der Abwehr liegt?
Find diese Denkweise ein wenig zu einfach , denn gerade vor der Abwehr generieren wir zu viele Standards oder kommen nicht in die Zweikämpfe, zweite Bälle für sich zu entscheiden ist auch ein großes Problem.
Die Kompaktheit fehlt weil zu große Räume vorhanden sind mMn.
 
Glaubst du wirklich daran das es alleine an der Qualität der Abwehr liegt?
Find diese Denkweise ein wenig zu einfach , denn gerade vor der Abwehr generieren wir zu viele Standards oder kommen nicht in die Zweikämpfe, zweite Bälle für sich zu entscheiden ist auch ein großes Problem.
Die Kompaktheit fehlt weil zu große Räume vorhanden sind mMn.
Von alleine hab ich nix gesagt :beer:
Tore entstehen immer durch eine Fehlerkette. Dass Bargi vor der Abwehr mit seiner Zweikampfstärke fehlt hatte ich in dem Kontext auch schonmal erwähnt, auch MEs Formtief spielt ne Rolle.
Dass hin und wieder die Kompaktheit fehlt sieht man auch eindrucksvoll wenn man teilweise sieht, wie der Gegner einfach durch unsere Abwehr spaziert, da gebe ich dir recht. Das Genick bricht uns aber unsere Anfälligkeit bei Standards. Wenn man sieht, wie oft der Gegenspieler bei Ecken und Freistößen einköpfen kann ohne dass sich jemand dafür zuständig sieht, da konsequent hinzugehen, da kann man als Zuschauer bei jedem Freistoß und Eckball nicht mehr hinsehen. Wie jemand heute schon erwähnte: Bezeichnend, dass FK selbst sich schon mit Händen im Nacken abwendet weil er den Einschlag kommen sieht. Man kann sich da sicher immer fragen, ob der ein oder andere Freistoß vermeidbar gewesen wäre. Aber immer vermeiden lässt sich das nicht und man gewinnt schon fast den Eindruck, die Gegner sind auf unsere Anfälligkeit bei hohen Bällen und Friedls Problemen auf der LV-Position eingestellt, haben das als Schwachpunkte ausgemacht. An der Stelle spielt selbstverständlich auch die fehlende Eingespieltheit ne Rolle, da hätte man schon zu Beginn der Vorbereitung einen fitten Verteidiger verpflichten müssen, damit die Jungs sich einspielen können.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Der Gegner sucht immer Schwächen oder verwundbare Stellen. Die Freiburger haben das nach dem Spiel gegen uns offen ausgesprochen. Liegt also an uns das endlich abzustellen....
Gut dass Sané gegen uns fehlt....
 
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